Sonntag

Simon Strauß liest im Literaturhaus am Dienstag, 6. August

Literaturhaus
Dienstag,  06.08.2019  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 10 / 14 Euro

Simon Strauß liest aus seinem neuen Buch Römische Tage vor, das bei Tropen erschienen ist. Ijoma Mangold moderiert.

Für sein Debüt Sieben Nächte wurde er zur neuen Stimme seiner Generation erkoren, nun legt Simon Strauß sein zweites Buch vor. In Römische Tage lässt Strauß seinen jungen Protagonisten für die Dauer eines Sommers durch die ewige Stadt streifen, wobei sich Vergangenheit und Gegenwart verweben. Er sieht den Mord an Caesar am Largo Argentino vor sich, genauso wie das bunte Treiben der Einheimischen, Migranten, Gläubigen, Touristen und Bettler. Lange zurückliegende Zeiten, eigene Erinnerungen und Beobachtungen beschäftigen den Erzähler, der mit dem Ziel, der Gegenwart zu entkommen, nach Rom gereist ist. Hier trifft er auf außergewöhnliche Menschen, findet die Liebe und auch ein wenig sich selbst. All das beschreibt der Autor in einer Geschichte voller Leichtigkeit und Melancholie.

Simon Strauß wurde 1988 in Berlin geboren. Nach dem Studium der Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge promovierte er 2017 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer althistorischen Arbeit über Konzeptionen römischer Gesellschaft. Strauß lebt in Frankfurt und ist als Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig. Zudem ist er Mitgründer der Gruppe „Arbeit an Europa“.

Römische Tage von Simon Strauß ist bei Tropen erschienen.
(JK 07/19)

Elif Shafak liest im Magazin-Filmkunsttheater am Montag, 3. Juni

Magazin-Filmkunsttheater
Montag,  03.06.2019  19.30 Uhr
Fiefstücken 8a, Hamburg
Eintritt: 10 / 14 Euro

Elif Shafak stellt ihren Roman Unerhörte Stimmen vor, der bei Kein & Aber erschienen ist. Marta Dittrich liest die deutschen Texte, Jan Ehlert moderiert.

Wie konnte das passieren? Leila, eine Prostituierte, wird in Istanbul ermordet. In den letzten Augenblicken ihres Lebens erinnert sie sich an Erlebnisse, Momente und Schicksalsschläge, die sie persönlich geprägt haben. Der Geschmack von gewürztem Ziegeneintopf aus ihrer Kindheit oder der Geruch von Kardamom-Kaffee, den sie mit ihrer großen Liebe in Verbindung bringt. Tragischerweise wird sie auf dem Friedhof der Geächteten begraben werden.

Im Mittelpunkt des neuen Romans von Elif Shafak steht eine starke Frau, deren Glück flüchtig ist und die Menschen eine Stimme gibt, die bisher ungehört blieben. Auf emotionale und zugleich provokante Art und Weise schildert Shafak das Leben von Leila, sodass man sich einmal mehr fragt, wie Menschlichkeit, Freundschaft und Liebe ihren Platz in der Gesellschaft finden. Ihr neuer Roman Unerhörte Stimmen ist ein Meisterwerk der Empathie, der Scharfsicht und der literarischen Courage

Elif Shafak, 1971 in Straßburg geboren, wuchs in Madrid und Amman auf und lebt in London. Sie schreibt auf Englisch und Türkisch. Die vierzig Geheimnisse der Liebe, Ehre und Der Geruch des Paradieses zählen zu ihrem preisgekrönten Werk. Zu Recht gilt sie als „bedeutendste weibliche literarische Stimme der Türkei“ (New York Times).

Unerhörte Stimmen von Elif Shafak ist bei Kein & Aber erschienen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von NDR Kultur und Literaturhaus Hamburg
(JK 05/19)

Andrea Wulf liest im Literaturhaus am Dienstag, 28. Mai

Literaturhaus
Dienstag,  28.05.2019  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Andrea Wulf stellt ihr Buch Die Abenteuer des Alexander von Humboldt vor, das bei C. Bertelsmann erschienen ist. Denis Scheck moderiert.

2019 ist Alexander-von-Humboldt-Jahr, denn am 14. September jährt sich sein Geburtstag zum 250. Mal. Dass der Naturforscher und Universalgelehrte Humboldt hierzulande wieder stärker ins Bewusstsein gerückt ist und seine Bedeutung für unser heutiges Verständnis von Natur wieder erkannt wurde, dafür hat vor allem die Kulturhistorikerin und Journalistin Andrea Wulf gesorgt. Ihre 2016 auf Deutsch erschienene Biografie Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur wurde vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bayerischen Buchpreis – und hat sowohl Humboldts historische Leistungen als auch seine Aktualität prägnant herausgestellt.

Ihr neues, wieder bei C. Bertelsmann erschienenes Werk Die Abenteuer des Alexander von Humboldt ist eine außergewöhnliche, prachtvoll gestaltete Gemeinschaftsarbeit. Zusammen mit der Illustratorin Lillian Melcher legt Andrea Wulf eine spannend zu lesende, vor Einfällen sprühende Graphic Non-Fiction vor, die auf Humboldts Tagebüchern basiert und seine große Südamerikareise (1799–1804) umfasst. Was es mit der Besteigung des Chimborazo oder mit Zitteraalen und Pferden auf sich hat, wie Humboldt gearbeitet hat – das lässt sich in diesem faszinierenden Buch anschaulicher denn je nachlesen.

Andrea Wulf, geboren in Indien und aufgewachsen in Deutschland, lebt seit anderthalb Jahrzehnten in London. Seit ihrem Studium der Designgeschichte am Royal College of Art arbeitet sie als Sachbuchautorin und Journalistin. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, ihr Buch The Brother Gardeners wurde u.a. für die Longlist zum Samuel Johnson Prize nominiert. Sie schreibt u.a. für Wall Street Journal, Sunday Times, New York Times, Guardian und Times Literary Supplement und arbeitet zudem regelmäßig für die BBC.

Die Abenteuer des Alexander von Humboldt von Andrea Wulf ist bei C. Bertelsmann erschienen.
(JK 05/19)

Alina Bronsky liest im Literaturhaus am Dienstag, 21. Mai

Literaturhaus
Dienstag,  21.05.2019  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Alina Bronsky liest aus ihrem neuen Roman Der Zopf meiner Großmutter, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Julia Schröder moderiert.

Wie in ihren bisherigen Werken stellt Alina Bronsky in ihrem neuen Roman Der Zopf meiner Großmutter ihrer Leserschaft eine besondere Frauenfigur vor: Unter Vortäuschung einer jüdischen Verwandtschaft bringt die titelgebende Großmutter ihre Familie als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland, um vordergründig die vermeintlichen Krankheiten ihres Enkels behandeln zu lassen, jedoch nebenbei auch „Zutritt zu den Privilegien des goldenen Westens“ zu erlangen. Die sich bald einstellende Enttäuschung bringt sie allerdings dazu, sich kontinuierlich über alles und jeden zu echauffieren, was vor allem ihr fünfjähriger Enkel Max ertragen muss. Doch als sich der Großvater in eine andere Frau verliebt, entgleitet der eigenwilligen Protagonistin die Kontrolle.

In rasantem Stil schlägt die Autorin mit dieser ungewöhnlichen Familiengeschichte Brücken zwischen Generationen und Kulturen.

Alina Bronsky, 1978 in Jekaterinburg geboren, lebt seit Anfang der 90er-Jahre in Deutschland. Ihr literarisches Debüt Scherbenpark erschien 2008 und etablierte sich schnell als Schullektüre. Bronsky nahm am Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis teil und ließ weitere Romane, mehrere Jugendbücher und ein Sachbuch zur Mutterrolle folgen. Ihr letztes belletristisches Werk Baba Dunjas letzte Liebe war 2015 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Der Zopf meiner Großmutter von Alina Bronsky ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 05/19)

Michael Tsokos liest im Imperial Theater am Dienstag, 7. Mai

Imperial Theater
Dienstag,  07.05.2019  19.00 Uhr
Reeperbahn 5, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Michael Tsokos präsentiert den Auftaktband Abgeschlagen seiner neuen „True-Crime“-Reihe um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld, der bei Knaur erschienen ist.

Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist irritiert, als sich sein Vorgesetzter, Prof. Schneider, bei der Obduktion einer zerstückelten Frauenleiche überraschend schnell auf eine Machete als Tatwaffe festlegt. Auch der Sektionsassistent wirkt ungewöhnlich nervös und fahrig. Und tatsächlich taucht kurz darauf das blutverschmierte Mordwerkzeug in einer Kieler Parkanlage auf: eine kunstvoll verzierte Machete. Von den Medien wird Schneider sofort als rechtsmedizinisches Genie gefeiert, sein Aufstieg zum Direktor der Kieler Rechtsmedizin scheint reine Formsache. Doch dann gesteht der Hausmeister des Instituts Herzfeld, dass er die Machete schon einmal gesehen hat und dass die tote Frau für ihn keine Unbekannte ist…

„Paul Herzfeld ist zurück! Fesselnd. Packend. Faszinierend. Eine rechtsmedizinische Achterbahnfahrt. Die Vorgeschichte von 'Abgeschnitten' mit einem noch höheren True-Crime-Faktor“, jubelt Sebastian Fitzek

Abgeschlagen basiert auf echten Fällen, authentischen Ermittlungen und der jahrelangen Erfahrung des bekanntesten deutschen Rechtsmediziners.

Michael Tsokos, geboren 1967 in Kiel, ist Professor für Rechtsmedizin an der Berliner Charité. Seit 2016 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Seit 2014 ist er zudem Ärztlicher Leiter der ersten Berliner Gewaltschutzambulanz in Berlin-Moabit. Er ist der bekannteste deutsche Rechtsmediziner und regelmäßig als Experte im In- und Ausland tätig, beispielsweise für das BKA bei der Identifizierung der Opfer von Terrorangriffen und Massenkatastrophen. Michael Tsokos ist mit seinen Büchern regelmäßig in den Bestsellerlisten Sachbuch und Belletristik anzutreffen.

Abgeschlagen von Michael Tsokos ist bei Knaur erschienen.

Eine Veranstaltung der Thalia-Buchhandlung.
(JK 05/19)

Literarische Hafenrundfahrt: Martin Walker liest auf der MS Commodore am Montag, 6. Mai

MS Commodore
Montag,  06.05.2019  19.00 Uhr
Überseebrücke, Hamburg
Eintritt: 28.50 Euro

Martin Walker stellt seinen Krimi Menu surprise, der bei Diogenes erschienen ist, bei einer Hafenrundfahrt vor. Den deutschen Text liest Sebastian Dunkelberg, Volker Albers moderiert.

Kein anderer Schriftsteller hat sich so sehr um das geschichtsträchtige französische Périgord verdient gemacht wie Martin Walker, der die herrlichen Landschaften und trutzigen Burgen zum Schauplatz ungewöhnlicher Kriminalfälle sowie ausgedehnter Gaumenfreuden machte. In seinem elften Fall steht Bruno Courrèges, Chef de police, vor einer ungewohnten Herausforderung: Er soll in Pamelas Kochschule Feriengästen lokale Geheimrezepte beibringen, doch dann fehlt die prominenteste Kursteilnehmerin, die junge Frau eines britischen Geheimdienstoffiziers, die sich auf Empfehlung ihrer Familie im Périgord erholen wollte. Bruno spürt sie auf – in einem vermeintlichen Liebesnest, das bald zum Schauplatz eines Doppelmords wird.

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung The Guardian. Er ist im Vorstand eines Think Tanks für Topmanager in Washington. Seine Bruno-Romane erscheinen in 18 Sprachen.

Menu surprise von Martin Walker ist bei Diogenes erschienen.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Heymann.
(JK 05/19)

Ewald Lienen stellt seine Autobiografie im Literaturhaus am Montag, 29. April vor

Literaturhaus
Montag,  29.04.2019  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Ewald Lienen stellt seine Autobiografie Ich war schon immer ein Rebell, die bei Piper erschienen ist. Rainer Moritz moderiert.

Wer sich auch nur einen Hauch für Fußball interessiert, kennt Ewald Lienen. Seitdem er bei Borussia Mönchengladbach als torgefährlicher Linksaußen brillierte, weckt er extreme Gefühle bei Fans und Fachleuten. Als Spieler, Trainer und Fußballfunktionär ist er bis heute ein Querdenker geblieben, ein leidenschaftlicher Rebell auf und neben dem Platz, der mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält und den Profifußball als gesellschaftliches Phänomen einzuordnen weiß.

In seiner Autobiografie Ich war schon immer ein Rebell. Mein Leben mit dem Fußball erzählt Lienen, der seit 2017 Technischer Direktor beim FC St. Pauli ist, von seiner Karriere und seinem Engagement, von seiner „Zettel“-Leidenschaft und von einem legendären Zusammentreffen mit dem Bremer Spieler Siegmann, anno 1981. Und vielleicht davon, wie es mit dem Fußball weitergehen wird, da wir ja nicht an Sepp Herbergers trübe Prognose aus dem Jahr 1977 glauben wollen: „Mit dem Fußball geht es wahrscheinlich dem Ende zu.“

Ewald Lienen, am 28. November 1953 in Liemke bei Bielefeld geboren, hat als Spieler und Trainer die Bundesliga geprägt wie kaum ein zweiter. Zu seinen größten Erfolgen gehören die dt. Vizemeisterschaft mit Borussia Mönchengladbach und der Gewinn des UEFA-Pokals 1979.

Ich war schon immer ein Rebell von Ewald Lienen ist bei Piper erschienen.
(JK 04/19)

Feridun Zaimoglu liest in der Buchhandlung Felix Jud am Donnerstag, 25. April

Buchhandlung Felix Jud
Donnerstag,  25.04.2019  19.00 Uhr
Neuer Wall 13, Hamburg
Eintritt: 10 Euro. Anmeldungen: Tel.: 040-343485, kontakt@felix-jud.de.

Feridun Zaimoglu liest aus seinem neuen Roman Die Geschichte der Frau, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. 

Feridun Zaimoglu hat sich in den letzten Jahren mit seinen Romanen und Erzählungen in der vordersten Reihe der deutschen Gegenwartsautoren eingereiht, sich mit viel Poesie und Pathos in der Feder, aber auch mit Politik im Kopf eingemischt und wurde für sein Werk vielfach ausgezeichnet, zuletzt war er mit seinem Luther-Roman Evangelio (2017) für den Deutschen Buchpreis nominiert. Mit einer „literarischen Expedition“, seiner „vielleicht kühnsten“, wirbt Kiepenheuer & Witsch nun für seine Geschichte der Frau und verspricht zudem: „Wem Zaimoglu seine Stimme leiht, der (die!) wird lebendig“.

Gleich zur Eröffnung gibt Feridun Zaimoglu die Fallhöhe für sein Buch vor, indem er es als „Großen Gesang“ der Frauen ankündigt, der die „Sagen“ der Männer über ihre Heldentaten übertönen soll. Es sind 10 Frauen, die diesen „Gesang“ daraufhin anstimmen, und mit der 1490 vor Christus geborenen Zippora führt Zaimoglu zum Auftakt eine biblische Gestalt ins Feld, die sich dafür wunderbar eignet. Mit Zippora hatte Mose die beiden Söhne Gerschom und Eliéser, sie rettete ihrem Mann das Leben, indem sie den unbeschnittenen Gerschom „mit dem Feuerstein“, wie es bei Zaimoglu heißt, beschneidet und Mose daraufhin mit der Vorhaut berührt. Weiter geht es mit Antigone, der „Streiterin gegen den Gewaltherrscher Kreon“ und der Walküre Brunhild, bevor mit Prista Frühbottin eine heilkundige Frau auftritt, die ein Opfer der Hexenverfolgungen wurde. Als eine Magd, „die sich vom Dichter nicht bannen lässt“, erzählt Lore Lay aus ihrem Leben. Es folgen eine Revolutionärin, eine Trümmerfrau, eine Gastarbeiterin und eine feministische Schriftstellerin, die durch einen Mordversuch berühmt wurde. Radikal sind sie alle, wobei Valerie Solanas zum Finale noch einmal zu großer Form aufläuft, wenn sie feststellt: „Der Mann ist das Luder der Natur“. 1968 hat sie Andy Warhol mit mehreren Schüssen schwer verletzt. „Wir bluten jeden Monat. Sie bluten, wenn sie sterben“, kommentiert sie das Attentat bei Zaimoglu. Sie lässt ihr Adressbuch zurück, damit man sie auch findet und klar wird, wer hier die Waffe erhoben hat: „Eine Frau“.

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel und schreibt für Die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und die FAZ. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2005 den Adelbert-von Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Zahlreiche weitere Preise folgten, u.a. der Grimmelshausen-Preis (2007), der Corine-Preis (2008), der Jakob-Wassermann Literaturpreis (2010) sowie der Preis der Literaturhäuser (2012). 2016 erhielt er den Berliner Literaturpreis sowie die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein.

Die Geschichte der Frau von Feridun Zaimoglu ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 04/19)

High Voltage: Krimiabend mit Sophie Bonnet, Frank Goldammer und Miriam Semrau im Literaturhaus am Dienstag, 16. April

Literaturhaus
Dienstag,  16.04.2019  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

High Voltage – Krimis mit sechs Fäusten: Der große Krimiabend mit Sophie Bonnet, Frank Goldammer und Miriam Semrau. Was lesen Krimiexperten am liebsten? Welche Krimis sind die besten dieses Frühjahrs? Woher nehmen Autoren ihre Ideen? Moderatorin Miriam Semrau hat zwei Bestsellerautoren zu Gast und gemeinsam bescheren die drei dem Publikum einen kriminell unterhaltsamen Abend.

Farbenprächtige Rosenfelder, ein geheimes Archiv der Düfte, mysteriöse Todesfälle: Es ist Mitte Mai in der Provence. Pierre Durand genießt das Zusammenleben mit Charlotte, doch als deren Jugendfreundin Anouk auftaucht, ist es mit der Idylle vorbei. Die Rosenzüchterin steht unter Mordverdacht – ihr Nachbar wurde tot in seinem »Archiv der Düfte« aufgefunden, wertvolle Dokumente fehlen. Charlotte ist von der Unschuld ihrer Freundin überzeugt. Die Beweislage ist alles andere als eindeutig, und so macht Pierre sich auf die Suche nach der Wahrheit. Seine Ermittlungen führen ihn über Grasse bis ans Mittelmeer, wo drei Wochen zuvor bereits ein Parfümeur unter verdächtigen Umständen ums Leben kam…

Mit ihrem Frankreich-Krimi Provenzalische Verwicklungen begann Heike Koschyk alias Sophie Bonnet eine Reihe, in die sie sowohl ihre Liebe zur Provence als auch ihre Leidenschaft für die französische Küche einbezieht. Mit Erfolg: Der Roman begeisterte Leser wie Presse auf Anhieb und stand monatelang auf der Bestsellerliste, ebenso wie die darauffolgenden Romane um den liebenswerten provenzalischen Ermittler Pierre Durand. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Heike Koschyk alias Sophie Bonnet wird exklusive Einblicke geben in ihren nächsten Krimi Provenzalischer Rosenkrieg, der im Mai 2019 erscheint. Sie erzählt, wie sich französische Lebensart mit der Aufklärung perfider Verbrechen verbinden lässt, und verrät, welche Krimis ihr selbst schlaflose Nächte bereitet haben.

Provenzalischer Rosenkrieg von Sophie Bonnet erscheint bei Blanvalet.

Spion im eigenen Land: Im Spätsommer 1951 kehrt Oberkommissar Heller mit seiner Familie aus dem staatlich genehmigten Ostseeurlaub nach Dresden zurück. Für seine Frau Karin geht die Fahrt gleich weiter, denn sie hat überraschend die Reiseerlaubnis in den Westen zu Sohn Erwin erhalten. Heller ist besorgt. Doch sein neuer Fall lässt ihm keine Zeit zum Grübeln: Zwei unter Spionageverdacht stehende Männer, Zeugen Jehovas, sterben in ihren Gefängniszellen. Und es geschehen weitere mysteriöse Todesfälle. Bei einem der Opfer wird eine geheimnisvolle Botschaft gefunden: »Eine Flut wird kommen.« Heller beschleicht eine schreckliche Ahnung. Frank Goldammer wird seinen Kommissar Max Heller vorstellen und was er sonst noch schreibt, wenn er nicht gerade in einem historischen Krimi steckt.

Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.

Roter Rabe von Frank Goldammer ist bei dtv erschienen.

Und Miriam Semrau plaudert aus dem Nähkästchen, was bei ihrer Radiosendung Krimi mit Mimi im Hessischen Rundfunk so alles schieflaufen kann.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

High Voltage: Marion Brasch liest in der Bergedorfer Museumslandschaft am Sonntag, 14. April

Bergedorfer Museumslandschaft
Sonntag,  14.04.2019  19.30 Uhr
Bergedorfer Schlossstraße 4, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Marion Brasch liest aus ihrem neuen Roman Lieber woanders, der bei S. Fischer erschienen ist. Antje Flemming moderiert.

Toni und Alex kennen sich nicht und sind doch auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden. Toni leidet unter dem Verlust ihres kleinen Bruders, für dessen Tod sie sich verantwortlich macht. Alex führt ein Doppelleben und trägt eine Schuld, über die er nie gesprochen hat. 24 Stunden bewegen sich die beiden aufeinander zu, bis sich ihre Wege trotz skurriler Begegnungen und komischer Zwischenfälle schließlich kreuzen.

Marion Brasch erzählt diese Geschichte vom Leben und Überleben in einem klaren, aufmüpfigen und warmen Ton und mit großem Gespür für die Augenblicke, die über Glück oder Unglück entscheiden.

Marion Brasch wurde in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR, später fürs Radio. Sie veröffentlichte ihre beiden Romane Ab jetzt ist Ruhe und Wunderlich fährt nach Norden

Lieber woanders von Marion Brasch ist bei S. Fischer erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

High Voltage: Charles Lewinsky liest im Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765 am Samstag, 13. April

Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Samstag,  13.04.2019  19.30 Uhr
Trostbrücke 6, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Charles Lewinsky liest aus seinem neuen Roman Der Stotterer, der bei Diogenes erschienen ist. Heide Soltau moderiert.

„Ich kann besser schreiben als sein.“ Der Stotterer hat früh gelernt, das Sprechen zu vermeiden und sich lieber schriftlich auszudrücken. Und er lernt auch bald, dass sich die Menschen mit geschriebenen Texten leicht manipulieren und ausbeuten lassen. Wegen Betrugs im Gefängnis gelandet, manipuliert er weiter und versucht, den Gefängnispfarrer davon zu überzeugen, dass eigentlich seine Eltern und ihr Sektenguru, die Hänseleien der Mitschüler und die Trauer um die verstorbene Schwester an seinen Taten schuld seien. In seinen Erzählungen spielt er mit Dichtung und Wahrheit, mit Anklagen und Ausflüchten, er philosophiert, fantasiert, verschleiert und erfindet – bis schließlich ein Lichtschimmer hinter dem vergitterten Fenster zu erkennen ist.

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. Er hat als Dramaturg und Regisseur an diversen Bühnen gearbeitet, bevor er als Autor von Shows und Serien zum Fernsehen ging. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger sowie den Preis der Schillerstiftung. Sein Werk erscheint in 14 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux (Frankreich) und im Winter in Zürich.

Der Stotterer von Charles Lewinsky ist bei Diogenes erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

High Voltage: Doris Knecht liest in der Staats- und Universitätsbibliothek am Freitag, 12. April

Staats- und Universitätsbibliothek, Lichthof im Altbau
Freitag,  12.04.2019  19.30 Uhr
Von-Melle-Park 3, Eingang: Edmund-Siemers-Allee/Grindelallee, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Doris Knecht liest aus ihrem neuen Roman weg, der bei Rowohlt Berlin erschienen ist. Rainer Moritz moderiert.

Doris Knecht ist Kolumnistin und Schriftstellerin. Sie lebt in Wien und im Waldviertel. Ihr erster Roman Gruber geht war 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde verfilmt. Für Besser erhielt sie den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag. 2015 erschien ihr vielgelobter Roman Wald.

Ihr neuer Roman weg erzählt von zweien, die nichts miteinander zu tun haben und die auf einer Reise mit unbekanntem Ziel sind. Eine Frau und ein Mann, die sich kaum kennen und nicht besonders mögen, zwei Verschiedene, müssen sich gemeinsam auf die Suche machen, nach dem einzigen, was sie im Leben gemeinsam haben: eine Tochter. Schon erwachsen, aber mit psychischen Problemen. Und plötzlich verschwunden. Heidi verlässt ihr Kleinbürgerparadies bei Frankfurt, Georg seinen österreichischen Landgasthof, wo sie mit ihren neuen Familien leben. Im Flugzeug, auf Booten und auf Mopeds reisen sie durch Vietnam und Kambodscha den Hinweisen auf ihre Tochter hinterher.

Doris Knecht erzählt von Entscheidungen, deren Gewicht nie geringer wird, vom Festhalten und Loslassen, vom Erwachsenwerden und davon, wie man über sich selbst hinauswächst. Ein spannender Roman im kraftvollen Knecht-Sound.

Doris Knecht lebt in Wien und im Waldviertel. Ihr Buch Alles über Beziehungen wurde 2017 für den Österreichischen Buchpreis nominiert.

weg von Doris Knecht ist bei Rowohlt Berlin erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

High Voltage: Meike Winnemuth liest im Museum für Hamburgische Geschichte, Großer Hörsaal am Donnerstag, 11. April

Museum für Hamburgische Geschichte, Großer Hörsaal
Donnerstag,  11.04.2019  19.30 Uhr
Holstenwall 24, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Meike Winnemuth stellt ihr neues Buch Bin im Garten vor, das bei Penguin erschienen ist.

Meike Winnemuth, 1960 in Neumünster geboren, ist freie Journalistin, Autorin und preisgekrönte Bloggerin. Ihr Buch Das große Los – Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr wurde ein enormer Publikumserfolg und hat Hunderttausenden Lust gemacht, aufzubrechen und die Welt zu sehen.

Inzwischen sucht Meike Winnemuth, die Weltreisende, einen Ort zum Bleiben. Sie will nur eins: ankommen, Wurzeln schlagen, festen Boden unter den Füßen. Und zwar einen, den sie persönlich dorthin geschaufelt hat. Sie startet das Projekt „Garten“. Obwohl sie nie einen hatte und nicht mal ahnt, wie man Tomaten zieht. Einzige Regel für den Anfang: Das Grüne muss nach oben. Träumen und planen, schuften und graben, säen, pflanzen, ausprobieren, ernten, essen. Mit Tempo und Witz erzählt Meike Winnemuth in ihrem Tagebuch vom großen Wachsen (Muskelkater!) und Werden (plötzlich: geduldig!). Sie entführt uns an einen paradiesischen Ort wahren Lebens, mit Radieschen und Schnecken, mit Rittersporn und anderen blauen Wundern.

Meike Winnemuth ist freie Journalistin. Bei Stern, Geo Saison, SZ Magazin und in vielen anderen Zeitschriften sowie im Netz (Das kleine Blaue) erschrieb sie sich eine große und begeisterte Anhängerschaft. Ihrem Reise-Blog Vor mir die Welt folgten mehr als 200.000 Leser, er wurde für den Grimme Online-Award 2012 nominiert und bei den Lead Awards 2012 ausgezeichnet.

Bin im Garten von Meike Winnemuth ist bei Penguin erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

Hasnain Kazim liest im stories! im Falkenriedquartier am Donnerstag, 11. April

stories! im Falkenriedquartier
Donnerstag,  11.04.2019  19.30 Uhr
Straßenbahnring 1, Hamburg
Eintritt: 5 Euro

Hasnain Kazim stellt sein Buch Post von Karlheinz (2018) vor, erschienen bei Penguin, das seine Dialoge mit wütenden Lesern versammelt.

Täglich bekommt Hasnain Kazim hasserfüllte Leserpost. Doch statt die Wutmails einfach wegzuklicken, hat er beschlossen zurückzuschreiben – schlagfertig, witzig und immer wieder überraschend. Sein ebenso unterhaltsames wie kluge Buch versammelt seine besten Schlagabtäusche mit den Karlheinzen dieser Welt und beweist, warum man den Hass, der im eigenen Postfach landet, nicht unkommentiert lassen sollte. Denn, wie Hasnain Kazim schreibt: „Wenn wir schweigen, beginnen wir, den Hass zu akzeptieren. Also, reden wir!“

Hasnain Kazim, 1974 als Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer in Oldenburg geboren, schreibt seit 2004 für SPIEGEL ONLINE und den SPIEGEL. Seit 2009 lebt er als Korrespondent im Ausland u.a. in Islamabad, Istanbul und derzeit in Wien. Für seine Berichterstattung wurde er als „Politikjournalist des Jahres“ geehrt und mit dem „CNN Journalist Award“ ausgezeichnet. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter Grünkohl und Curry, Plötzlich Pakistan und Krisenstaat Türkei.

Post von Karlheinz von Hasnain Kazim ist bei Penguin erschienen.
(JK 04/19)

High Voltage: Ian Kershaw kommt ins Rolf-Liebermann-Studio am Mittwoch, 10. April

Rolf-Liebermann-Studio
Mittwoch,  10.04.2019  19.30 Uhr
Oberstraße 120, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Ian Kershaw stellt sein neues Buch Achterbahn vor, das bei DVA erschienen ist.. Ulrich Kühn moderiert den Abend.

Ian Kershaw zählt zu den bedeutendsten Historikern der Gegenwart. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Modern History an der University of Sheffield. Seine große zweibändige Biografie Adolf Hitlers gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung. In seinem preisgekrönten Bestseller Höllensturz hat Ian Kershaw meisterhaft die dramatische Geschichte Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt.

In Achterbahn nimmt der renommierte Historiker nun die Jahre von 1950 bis heute in den Blick und spannt einen großen Bogen von der existentiellen Unsicherheit, die die Staaten Europas im Kalten Krieg durchlebten, bis zu den Herausforderungen, vor denen sie heute, in Zeiten ökonomischer und politischer Krisen, stehen. Trotz einer andauernden Phase des Friedens, so Kershaw, sind die Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für Europa eine Achterbahnfahrt – voller Aufs und Abs, voller Nervenkitzel und Ängste. „Dieses Buch sollte einen Ehrenplatz im Regal jedes Lesers haben, der das heutige Europa verstehen will“ (Josef Joffe).

Achterbahn von Ian Kershaw ist bei DVA erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)