Freitag

Nino Haratischwili liest in der Cohen + Dobernigg Buchhandlung am Montag, 10. Dezember

Cohen + Dobernigg Buchhandel
Montag, 10.12.2018  19.00 Uhr
Sternstr. 4, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Schuld, Sühne und die Sehnsucht nach Erlösung: Nino Haratischwili liest aus ihrem Roman Die Katze und der General, der bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen ist.

Mit ihrer Familiensaga Das achte Leben (für Brilka) hat Nino Haratischwili vor vier Jahren das ganz große Lesepublikum in Deutschland erreicht und wurde in der Kritik euphorisch gefeiert. Vielgelobt und ausgezeichnet wurden auch schon ihr Debütroman Juja (2010) und ihr Roman Mein sanfter Zwilling (2011). Nino Haratischwili, die 1983 in Tiflis geboren wurde und seit 2003 in Hamburg lebt, ist zudem als Theaterregisseurin und Dramatikerin erfolgreich, zuletzt war sie im Oktober in der Elbphilharmonie mit Supra, einem typisch georgischen „Fest“-Mahl zu Gast. Kein Wunder, dass mit ihrem neuen Roman ein großes literarisches Ereignis erwartet wurde, das sich dann prompt auch erfüllte: Die Katze und der General war unter den fünf Finalisten zum Deutschen Buchpreis.

Das Szenario, das Nino Haratischwili in ihrem neuen Roman aufwirft, erstreckt sich von den 1990er Jahren bis 2016, im Zentrum steht ein Kriegsverbrechen, die Kulisse bilden der Verfall der Sowjetunion und das autoritäre Russland Putins. Schuld, Sühne und die Sehnsucht nach Erlösung sind die Verhandlungsmasse des aus mehreren Perspektiven erzählten Thrillers, der seinen grausamen Kulminationspunkt in einer tiefdunklen Nacht zu Beginn des ersten Tschetschenienkrieges in einer abgelegenen Bergregion findet. Vier russische Soldaten missbrauchen und ermorden die junge Nura.

Einer von ihnen, Alexander Orlow, will die grausame Tat nicht auf sich beruhen lassen, sondern sich und seine Mittäter bestraft sehen. Doch niemand hat Interesse an einem aufsehenerregenden Prozess, am allerwenigsten das Militär. Orlow verwandelt sich über die Jahre vom zaghaften Schöngeist in einen mächtigen Oligarchen, der von allen nur „Der General“ genannt wird. Er hat zwar ein neues Leben in Berlin begonnen, doch die große ungesühnte Tat lässt ihn nicht los. Als er dann eine junge Schauspielerin kennenlernt, die sich „Katze“ nennt und Nura verblüffend ähnlich sieht, beschließt er, mit der Vergangenheit abzurechnen.

Die Katze und der General von Nino Haratischwili ist bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen.
(JK 12/18)

Wladimir Kaminer liest in der Fabrik am Donnerstag, 6. Dezember

Fabrik
Donnerstag, 06.12.2018  20.00 Uhr
Barnerstr. 36, Hamburg
Eintritt: 21.20 Euro

Wladimir Kaminer liest aus seinen neuen Büchern Ausgerechnet Deutschland und Wir Kreuzfahrer, das bei rororo erschienen ist.

Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart, viele seiner inzwischen über 30 Bücher sind weltweit übersetzt worden. Bekannt wurde Wladimir Kaminer schon in den 1990er Jahren mit seinem Erzählband Russendisko, seitdem hat er im Jahresrhythmus mindestens ein Buch mit oft kurzen, pointierten Geschichten veröffentlicht, für die er gnadenlos seinen Lebensalltag ausbeutet. In seinen beiden in diesem Jahr neu erschienenen Büchern erzählt er nun vom Reisen, das sei nämlich, „wie beim Gärtnern auf die Harke zu treten. Man spürt, dass man lebt.“

Er wollte über Menschen schreiben, die in Gruppen reisen, hat er in einer Talkshow erklärt, vor allem wegen der Geschichten, die sie sich erzählen, und in Frage wären da halt Flüchtlinge und Kreuzfahrtschiffe gekommen. Von den Flüchtlingen hat ihm sein Verlag zwar abgeraten, aber geschrieben hat er das Buch trotzdem, es heißt Ausgerechnet Deutschland. Geschichten unserer neuen Nachbarn, im August ist dann auch gleich noch sein Kreuzfahrtenbuch Wir Kreuzfahrer erschienen. Leidenschaftlich erzählt Wladimir Kaminer von der ganz eigenen Welt, die er auf Kreuzfahrtschiffen entdeckte, vom Glück an der Bar, langen Tanzabenden und dem reibungslosen Übergang von einer Mahlzeit zur nächsten. Als „Live-Ethnologe unserer Zeit“ (Der Spiegel) hat Kaminer mit echter Neugier in den letzten Jahren zudem beobachtet, wie der Zuzug von Flüchtlingen Deutschland verändert. In Ausgerechnet Deutschland erzählt er von Syrern, die eine Stadtbibliothek umarmen, von dem „syreralistischen Komitee“, das in seinem Dorf in Brandenburg gegründet wurde, von schockierten muslimischen Asylbewerbern, die Wladimirs Sohn mit leckeren Schweineöhrchen beschenken will und fragt am Ende: Haben wir es geschafft? Mit Wladimir Kaminer ist das immerhin eine Frage, die man souverän mit einem Lächeln beantworten kann.

Wir Kreuzfahrer von Wladimir Kaminer ist bei Wunderraum erschienen und Wladimir Kaminers Buch Ausgerechnet Deutschland bei Goldmann.
(JK 12/18)

Dietmar Bittrich auf dem Salonschiff Hugo Abicht am Donnerstag, 6. Dezember

Salonschiff Hugo Abicht
Donnerstag, 06.12.2018  19.00 bis 21.00 Uhr
St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 1, Hamburg
Eintritt: 25 Euro

Dietmar Bittrich kommt für „Ermittlungen an Bord“ des Salonschiffs Hugo Abicht und liest aus seinem Buch Blut ist dicker als Glühwein – Schon wieder Weihnachten mit der buckligen Verwandschaft, das bei rororo erschienen ist.

Dietmar Bittrich erzählt, wie das ist, wenn man sich jedes Jahr an Weihnachten aufs Neue mit der buckligen Verwandtschaft herumschlagen muss, dem klugscheißenden Onkel, der überdrehten Tante, dem betrunkenen Schwiegervater, der esoterischen Schwägerin und den handysüchtigen Nichten und Neffen. Die Großeltern fordern Gedichte, die Eltern zanken, die Geschwister reden kein Wort miteinander. Einziger Trost, bei anderen zu Hause läuft es nicht anders.

Dietmar Bittrich, Jahrgang 1958, lebt in Hamburg. Er gewann den Hamburger Satirikerpreis und den Preis des Hamburger Senats. Im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen von ihm u.a. der Bestseller Alle Orte, die man knicken kann. Seit 2012 gibt er die erfolgreiche Weihnachtsanthologie mit Geschichten rund um die bucklige Verwandtschaft heraus.

Blut ist dicker als Glühwein – Schon wieder Weihnachten mit der buckligen Verwandschaft herausgegeben von Dietmar Bittrich ist bei rororo erschienen.

Eine Veranstaltung der Thalia-Buchhandlung. 
(JK 12/18)

Heinz Strunk liest im Deutschen Schauspielhaus am Mittwoch, 5. Dezember

Deutsches Schauspielhaus
Mittwoch, 05.12.2018  20.00 Uhr
Kirchenallee 39, Hamburg
Eintritt: 12 / 22 Euro

Der Sound der Vergeblichkeit: Heinz Strunk liest aus seinem Buch Das Teemännchen, das bei Rowohlt erschienen ist.

Es geht nicht gut aus. Nie. Heinz Strunk bläst in seinem Erzählband Das Teemännchen mit großer Hingabe zur Attacke gegen alles Versöhnliche und Konziliante, erbarmungslos wird bei ihm zum Brandbeschleuniger des Verderbens, worauf man als Ausflucht aus den Zumutungen des Lebens hoffen könnte. Dabei sind die 50 Miniaturen des Bandes genau getaktet, von der kleinen Niederlage, die sich zum Lebensdebakel auswächst, über all die zur Erweiterung der Vorstellungskraft aufgeworfenen körperlichen Bedürftigkeiten bis zur „wundersamen Fügung“ in einem finalen „Aufstand der Kleinfahrzeuge“. Es sind Texte, die sich einbrennen, pointiert und direkt, und sie haben durch ihren unerbittlichen Blick auf das Allzumenschliche auch noch den Effekt einer heilsamen Katharsis.

In seinen bisherigen Büchern hat Heinz Strunk, der auch als Musiker und Entertainer sehr erfolgreich ist, vor allem aus seinem eigenen Leben erzählt, in seinem Debüt, dem Bestseller Fleisch ist mein Gemüse, von einem Musiker, der mit einer Tanzkapelle durch Norddeutschland tingelt. Skurrile und dabei doch treffende Milieubeschreibungen vor allem aus den gesellschaftlichen Randgebieten sind zum Markenzeichen seiner Literatur geworden.

In seinem Roman Der goldene Handschuh, der in diesem Sommer von Fatih Akin verfilmt wurde, leuchtet er mit dem Frauenmörder Fritz Honka die Nachtseite Hamburgs in den 1970er Jahren aus und damit eine nicht allzu lange nach dem Krieg und der Nazi-Diktatur verrohte Gesellschaft. Mit seinem Roman Jürgen ist ihm dann erneut ein Bestseller gelungen, der literarisch jedoch nicht an den Vorgänger anknüpfen konnte. Sein Erzählband Das Teemännchen ist nun wieder „high end literatur at it’s best“, wie der Autor auf seiner Website „in aller erdenklicher Unbescheidenheit“ selbst anmerkt.

Seinen Themen ist Strunk treu geblieben: Alkohol, Sex, Übergewicht, Einsamkeit und Antriebslosigkeit, das ist der Kanon, der in den Prosaminiaturen von wenigen Sätzen bis ein paar Seiten in einem breiten Gesellschaftspanorama der Abgehängten, Ausgestoßenen und Verlorenen angestimmt wird. Ein alternder „Weltstar“ gerät in einer Kneipe in St. Pauli an seine Grenzen, das Lebensglück der Imbissbuden-Schönheit Anja geht am „Borstelgrilleck“ zu Schanden, die „legendären Albrecht-Brüder“ und das „Cleverle“ Lothar Späth finden ihr Unglück ebenso wie „Janine“ und „Der kleine Herr Diba“, der sein Pech immer schon geahnt hat und endlich „koppheister“ in der Toilette abrauscht. Zu großer Form läuft Strunk auf, wenn Realität, Phantasie und Wahnsinn in existenziellen Grenzsituationen ineinander fallen, ob „Über den Wolken“, wo sich ein Mann gefesselt an das Rotorblatt eines Windrades die Seele aus dem Leib kotzt oder in einem Hotelzimmer in Düsseldorf, das sich als „Schwarzes Loch“ erweist, in dem nach und nach die persönlichen Dinge und dann auch ein Reisender selbst verschwindet.

Man hofft, mit den Figuren dieser meisterhaften Erzählungen immer wieder, es könnte „alles nur ein schlimmer Traum“ gewesen sein oder ein besonders hinterhältiger Treppenwitz. „Weiß man’s?“ Bei Heinz „Heinzer“ Strunk „sickert die Dunkelheit wie flüssiger Teer durch ein Loch im Universum“, sein Humor ist rabenschwarz. Und wer trotzdem lacht, hat alles richtig gemacht, denn es bleibt der einzige, wenn auch schwache Trost: „Es erlischt, was mal loderte oder wenigstens glomm. Wir kommen aus dem Nichts und verschwinden im Nichts, alles sonst sind fromme Wünsche und infantile Phantastereien.“

Das Teemännchen von Heinz Strunk ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 12/18)

Verleihung der Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen im Literaturhaus am Montag, 3. Dezember

Literaturhaus
Montag, 03.12.2018  20.00 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: frei

Verleihung der Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen

Traditionell lädt die Behörde für Kultur und Medien in der Vorweihnachtszeit zur festlichen Verleihung der sechs Förderpreise für Literatur und der drei Förderpreise für literarische Übersetzungen ins Literaturhaus. Die Juror*innen Felix Bayer (Literaturkritiker, Spiegel Online) Gabriele Haefs (Übersetzerin, Preisträgerin 2017), Sarah Houtermans (Lektorin, Hoffmann und Campe), Sven Meyer (Literaturwissenschaftler, Patriotische Gesellschaft von 1765) und Marie-Alice Schultz (Autorin, Preisträgerin 2017) stellen die Preisträger*innen vor, die aus ihren prämierten Texten und Übersetzungen lesen werden. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, spricht ein Grußwort des Senats und überreicht die Preise. Jeweils einen der mit 6.000 Euro dotierten Förderpreise für Literatur erhalten: Nora Gantenbrink für einen Auszug aus dem Romanmanuskript Dad, Martin Halewitz für einen Auszug aus dem Romanmanuskript Hauptsache wir sind frei, Brigitte Helbling für einen Auszug aus dem Romanmanuskript Zurigo Amore, Daniel Mellem für einen Auszug aus dem Romanmanuskript Die Erfindung des Countdowns, Sebastian Stuertz für einen Auszug aus dem Romanmanuskript Das eiserne Herz des Charlie Berg sowie Juliane Pickel für einen Auszug aus dem Romanmanuskript Der Unfall. Jeweils einen der mit 2.500 Euro dotierten Förderpreise für literarische Übersetzungen erhalten: Miriam Mandelkow für ihre Übersetzung des Romans Von dieser Welt/Go tell It On The Mountain von James Baldwin aus dem Amerikanischen, Stefan Pluschkat für seine Übersetzung des Romans Die polyglotten Liebhaber/De polyglotta älskarna von Lina Wolff aus dem Schwedischen sowie Nicolai von Schweder-Schreiner für seine Übersetzung des Romans So enden wir/Meia-Noite e Vinte von Daniel Galera aus dem Portugiesischen.

Eine Veranstaltung der Behörde für Kultur und Medien.
(JK 11/18)

Gerhard Henschel liest im Polittbüro am Sonntag, 2. Dezember

Polittbüro
Sonntag, 02.12.2018  20.00 Uhr
Steindamm 45, Hamburg
Eintritt: 10 / 15 Euro

Gerhard Henschel liest aus dem neuen Buch Erfolgsroman seines großen autobiografischen Zyklus über die Abenteuer seines Alter Ego Martin Schlosser, der im achten Teil des Mammutprojektes endlich auf die Erfolgsstraße einbiegt und vom Schreiben leben kann.

2004 erschien der erste Roman des großen autobiographischen Zyklus Gerhard Henschels über die Abenteuer seines Alter Ego Martin Schlosser. In dem mittlerweile achten Teil dieses Mammutprojektes, dem "Erfolgsroman", ändert sich einiges für den Helden – zum Guten: Weil Zeitschriften und Zeitungen mittlerweile seine Texte drucken, kann Martin Schlosser endlich vom Schreiben leben. Ab sofort steht er nicht mehr hinter dem Tresen einer friesischen Rumpeldiskothek, sondern geht als Reporter auf Reisen. Er besucht ein Jonglierfestival in Oldenburg, die Wiedervereinigungsfeier vor dem Berliner Reichstag und einen Atheisten-Kongress in Fulda. Nebenbei kümmert er sich um seine Großmutter in Jever, besucht hin und wieder seinen Vater in Meppen oder probiert sich bei Tantra-Workshops aus. Verleger bieten ihm Buchverträge an, es gibt Einladungen zu Lesungen, die Nächte werden länger, das Leben ist schön.

„Henschels Schlosser-Romane nehmen den Leser mit auf eine Zeitreise, die für Deutsche seiner Generation auch ein Ausflug in die eigene Vergangenheit ist.“ (Goethe-Institut)

„Seine Romanchronik sucht in der Literaturgeschichte ihresgleichen.“ (Guido Speckmann, neues deutschland, 11.04.2017)

Gerhard Henschel, geboren 1962, lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Hamburg. Sein Briefroman Die Liebenden (2002) begeisterte die Kritik ebenso wie die Abenteuer seines Erzählers Martin Schlosser, deren erster Band 2004 erschien. Erfolgsroman ist der achte Teil dieser Chronik. Henschel ist außerdem Autor zahlreicher Sachbücher. Er wurde unter anderen mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis, dem Nicolas-Born-Preis und dem Georg-K.-Glaser-Preis ausgezeichnet.

Erfolgsroman von Gerhard Henschel ist bei Hoffmann und Campe erschienen.
(JK 11/18)

Christian Schmidt-Häuer liest im Hotel Wedina am Sonntag, 2. Dezember

Hotel Wedina
Sonntag, 02.12.2018  17.00 Uhr
Gurlittstr. 23, Hamburg
Eintritt: 6 Euro

Konquistadoren, Kanalbauer, Steuerflüchtige: Der Journalist und Autor Christian Schmidt-Häuer stellt sein Buch Tatort Panama vor, das bei Westfälisches Dampfboot erschienen ist.

Dieses Buch ist das Gegenteil einer ortsgebundenen Landeskunde. Es zeigt von der ersten Durchquerung Amerikas über den Isthmus und der Entdeckung des Pazifiks bis zu den Panama Papers, welche Rolle der kleine Landstrich für das koloniale Beuteschema und die Prosperität Europas und der USA spielte. Den Traum von der Verbindung der Ozeane, dem Humboldt nachging, Goethe nachhing und den Frankreichs de Lesseps mit dem größten Bankrott des 19. Jahrhunderts bezahlte, verwirklichte Theodore Roosevelt mithilfe der Abspaltung der Provinz Panama von Kolumbien. Mit dem Bau des Kanals begann das amerikanische Jahrhundert. Weniger Beachtung fanden die Kosten, die Bevölkerung und Arbeiterheere auf den ersten globalen Wanderbewegungen nach Panama entrichteten. Ihre Opfer beschreibt dieses Buch ebenso wie die Spaltung Panamas durch die US-Kanalzone, in der nicht nur strikte Rassentrennung herrschte, sondern auch Chemiewaffen aller Arten geheim gelagert und getestet wurden.

Christian Schmidt-Häuer ist Journalist und Sachbuchautor, ehemaliger SPIEGEL-Korrespondent, ARD-Korrespondent und ZEIT-Journalist.

Tatort Panama von Christian Schmidt-Häuer ist bei Westfälisches Dampfboot erschienen.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Hamburg.
(JK 11/18)

Karin Kalisa liest in der Buchhandlung Boysen + Mauke am Samstag, 1. Dezember

Buchhandlung Boysen + Mauke
Samstag, 01.12.2018  15.00 Uhr
Große Johannisstr. 19, Hamburg
Eintritt: frei (Anmeldungen per E-Mail an a.wenzel@schweitzer-online.de)

Karin Kalisa liest aus ihrem Buch Sternstunde – eine Wintererzählung, das bei Droemer erschienen ist.

Die kleine Kim begibt sich auf eine große Spurensuche. Nachdem sie kurz vor Weihnachten im Radio hört, dass der Weihnachtsstern kein Stern gewesen sein soll, sondern ein Komet, also ein Klumpen aus Eis und Staub, ist die Achtjährige völlig außer sich. Der Weihnachtsstern hat für Kim eine ganz besondere Bedeutung, denn sie wurde an einem 24. Dezember geboren, so „wie das Christkind höchstpersönlich“, an einem Tag, der unter einem besonderen Stern „glänzt und funkelt von morgens bis abends“. Der Astrophysiker und Professor Arthur Sanftleben erklärt ihr dann nicht nur, dass es mehrere Theorien über den Weihnachtsstern gibt, sondern zeigt ihr auch, wie man die Sterne mit geschlossenen Augen sehen kann. Doch erst mit dem gleichaltrigen Max, Star-Wars-Fan und Sternenkundiger, findet sie eine Antwort darauf, was für ein „Riesending“ sich im Himmelszelt abspielen musste, damit die Heiligen Drei Könige ihren Weg zu einem Stall in Bethlehem finden konnten.

Karin Kalisa, geboren 1965, lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren im Osten Berlins. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch mit dem Blick einer Literatin forscht sie in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologischer Beschreibungen. Karin Kalisas erster Roman war Sungs Laden.

Sternstunde – eine Wintererzählung von Karin Kalisa ist bei Droemer erschienen.
(JK 11/18)

Krischan Koch liest im Polizeimuseum am Donnerstag, 29. November

Polizeimuseum
Donnerstag, 29.11.2018  19.00 Uhr
Carl-Cohn-Str. 39, Hamburg
Eintritt: 10 Euro

Krischan Koch präsentiert seinen neuen Küsten-Krimi Pannfisch für den Paten, der bei dtv erschienen ist.

In Fredenbüll herrscht Aufruhr: Auf dem Deichvorland werden mehrere Windräder installiert, was die Naturschützer im Dorf auf den Plan ruft. Sogar Oma Ahlbeck unterstützt die eilig gegründete Initiative „Sei (k)ein Frosch e.V.“, die sich um die bedrohte Rotbauchunke sorgt. Eines Morgens steckt in dem noch feuchten Betonsockel eines Windrads ein Toter! Mischt da etwa der mysteriöse Unbekannte mit, der von lauter Männern in dunklen Anzügen bewacht wird? „Dat is BKA“, weiß Polizeiobermeister Thies Detlefsen. Und wittert sofort einen ganz großen Fall.

Krischan Koch wurde 1953 in Hamburg geboren. Die für einen Autor üblichen Karrierestationen als Seefahrer, Rockmusiker und Kneipenwirt hat er sich geschenkt. Stattdessen macht er Kabarett und Kurzfilme und schreibt seit vielen Jahren Filmkritiken u.a. für die ‚Die Zeit‘ und den Norddeutschen Rundfunk. Koch lebt mit seiner Frau in Hamburg und auf der Nordseeinsel Amrum, wo er mit Blick aufs Watt seine Kriminalromane schreibt.

Pannfisch für den Paten von Krischan Koch ist bei dtv erschienen.
(JK 11/18)

Najem Wali liest in der Lesesaal Buchhandlung am Donnerstag, 29. November

Lesesaal Buchhandlung und Café
Donnerstag, 29.11.2018  20.00 Uhr
Stadthausbrücke 6, Hamburg
Eintritt: 14 Euro (Um Anmeldung wird gebeten: kontakt@lesesaal-hamburg.de)

Von Macht, Scheinheiligkeit und Rebellion in einer hemmungslos korrupten Gesellschaft: Najem Wali liest aus seinem neuen Roman Saras Stunde, der bei erschienen Hanser ist. Stephanie Krawehl moderiert.

Sara, Anfang zwanzig, steht am Krankenbett ihres Onkels. Scheich Yussuf al-Ahmad ist der Chef der „Behörde für die Verbreitung der Tugendhaftigkeit und der Verhinderung von Lastern“, ein Salafist, der zum Heiligen Krieg aufruft und junge Bräute an Dschihadisten vermittelt. Er hat Saras Leben zerstört – nun ist sie aus der Verbannung in London zurück und sinnt auf Rache.

Najem Wali, Autor einer „Prosa von Weltrang“ (taz), erzählt von einer Gesellschaft von Superreichen, die absurder und verdorbener nicht sein könnte. Es ist die Geschichte einer mutigen Frau in Saudi Arabien, die aufbegehrt gegen Scheinheiligkeit und Gewalt und um ihre Freiheit kämpft.

Najem Wali, 1956 im irakischen Basra geboren, flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. Heute lebt er als freier Autor und Journalist in Berlin. Er war lange Zeit Kulturkorrespondent der bedeutendsten arabischen Tageszeitung Al-Hayat und schreibt regelmäßig u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit. Von September2016 bis August2017 war er Grazer Stadtschreiber.

Saras Stunde von Najem Wali ist bei Hanser erschienen.
(JK 11/18)

Jo Nesbø liest im Rahmen des 10. Harbour Front Literaturfestival in der Universität Hamburg am Mittwoch, 28. November

10. Harbour Front Literaturfestival
Universität Hamburg, Hörsaal A
Mittwoch, 28.11.2018  20.00 Uhr
Von-Melle-Park-6, Hamburg
Eintritt: 16 Euro

Jo Nesbø liest aus seinem internationalen Bestseller Macbeth – Blut wird mit Blut bezahlt, der bei Penguin erschienen ist. Den deutschen Text liest Oliver Mommsen, Günter Keil moderiert.

Er kennt seine Feinde nur allzu gut. Inspector Macbeth ist der taffste Cop in einer maroden Industriestadt im Norden. Einen Deal nach dem anderen lässt er hochgehen, die Drogenbosse beißen sich an ihm die Zähne aus. Doch irgendwann wird die Verlockung zu groß: Geld, Respekt, Macht. Schnell aber wird ihm klar, dass einer wie er, der schon in der Gosse war, niemals ganz nach oben kommen wird. Außer – er tötet. Angestachelt von seiner Geliebten, schafft er sich einen Konkurrenten nach dem anderen vom Hals. In seinem Blutrausch merkt er nicht, dass er längst jenen dunklen Kräften verfallen ist, denen er einst den Kampf angesagt hat.

Jo Nesbø wurde 1960 in Oslo geboren. Er war zunächst als Finanzanalytiker und Ökonom für die norwegische Handelshochschule in Bergen tätig, arbeitete aber nebenberuflich als Journalist, bevor er sich als Schriftsteller selbstständig machte. Schon für seinen ersten Kriminalroman Flaggermusmannen (dt. Der Fledermausmann) bekam Nesbø 1997 den Preis für den besten Krimi des Jahres. In ihm schildert der Autor die Erlebnisse von Kriminalkommissar Harry Hole auf einer Dienstreise nach Australien. Jo Nesbø ist als Frontmann, Vokalist und Komponist der Pop-Band 'Di Derre' auch ein anerkannter Musiker.

Macbeth – Blut wird mit Blut bezahlt  von Jo Nesbø ist bei Penguin erschienen.
(JK 11/18)

Mittwoch

Jeffrey Archer liest in der Buchhandlung Heymann im Rudolf-Steiner-Haus am Dienstag, 27. November


Buchhandlung Heymann im Rudolf-Steiner-Haus
Dienstag, 27.11.2018  20.00 Uhr
Mittelweg 11–12, Hamburg
Eintritt: 12 Euro

Der englische Schriftsteller Jeffrey Archer präsentiert zusammen mit dem Schauspieler Hans-Werner Meyer seinen neuen Roman Traum des Lebens, der bei Heyne erschienen ist. Moderation und Gespräch führt Margarete von Schwarzkopf.

1968: Am Hafen von Leningrad müssen der junge Alexander Karpenko und seine Mutter auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Eines fährt nach Großbritannien, eines in die USA. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal von Alexander und Elena besiegeln... 
Über eine Zeitspanne von dreißig Jahren und auf zwei Kontinenten entfaltet sich in Jeffrey Archers neuem Roman eine Geschichte von einmaliger Spannung und Dramatik – eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst.

Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos Die Clifton-Saga stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.

Traum des Lebens von Jeffrey Archer ist bei Heyne erschienen.
(JK 11/18)

Christian-Geissler-Abend mit Robert Stadlober und Oliver Tolmein im Literaturhaus am Dienstag, 27. November

Literaturhaus
Dienstag, 27.11.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Christian-Geissler-Abend: Robert Stadlober liest aus Geisslers Kamalatta – Romantisches Fragment, Oliver Tolmein stellt Autor und Werk vor.

Vor dreißig Jahren erschien Christian Geisslers Roman Kamalatta –Romantisches Fragment im Rotbuch Verlag, für den er den erstmals vergebenen Irmgard-Heilmann-Preis erhielt. „Hamburg ist meine Stadt. Das kann man nachlesen“ – so formulierte Geissler es in seiner Dankesrede. Geissler, in Hamburg 1928 geboren und 2008 gestorben, bezog sich damit auf seine Familiengeschichte, seine Arbeitsgeschichte, seine rund 30 Filme für den NDR, zum großen Teil Dokumentarfilme zu Hamburger Themen. 2013 startete der Verbrecher Verlag eine Werkausgabe, zu Geisslers 90. Geburtstag erscheint Kamalatta mit einem Nachwort von Oliver Tolmein.

Hamburg in den 1970er-Jahren: Der politische Aufbruch, der mit den Kämpfen gegen die atomare Rüstung, gegen die Notstandsgesetze und mit der Studentenbewegung begonnen hatte, differenziert sich aus. Für die einen ist die DDR ein Vorbild, andere kämpfen mit der Waffe in der Hand gegen die Repräsentanten ‚des Systems‘. Kamalatta schließt an Das Brot mit der Feile an und erzählt von den wilden 1970ern.

„Vom Film kennt Geissler den harten Schnitt. Montage ist seine Methode, und übergangslos wechselt er von einer Perspektive in die andere, von einem Jargon in den anderen“, schrieb die Frankfurter Rundschau. „Verschlossen und eindeutig, beklemmend und befreiend, bizarr schön und von ruhiger Trauer. Nichts ist leicht an Kamalatta, aber auch nichts unfassbar“, befand die taz.

Kamalatta von Christian Geissler ist im Verbrecher Verlag erschienen.
(JK 11/18)

Nina George liest in der Handwerkskammer Hamburg am Montag, 26. November

Handwerkskammer Hamburg, Kleiner Saal
Montag, 26.11.2018  19.30 Uhr
Holstenwall 12, Hamburg
Eintritt: 12 Euro

Kultur in der Handwerkskammer: Nina George stellt ihren neuen Roman Die Schönheit der Nacht vor, der bei Knaur erschienen ist. Im Anschluss lädt die Hamburger Autorenvereinigung zu Wein und Brezel.

Vor der beeindruckenden Kulisse der bretonischen Küste lässt Bestseller-Autorin Nina George in ihrem neuen Roman zwei Frauen sich selbst neu entdecken: ihre Wünsche und Träume, ihre Sinnlichkeit, ihr Begehren.

Die angesehene Pariser Verhaltensbiologin Claire sehnt sich immer rastloser danach, zu spüren, dass sie lebt und nicht nur funktioniert. Die junge Julie wartet auf etwas, das sie innerlich in Brand steckt – auf Farben, Mut und Leidenschaft. In der glühenden Sommerhitze der Bretagne, am Ende der Welt, entdecken die beiden unterschiedlichen Frauen Lebenslust und Leidenschaft neu –  und werden danach nie wieder dieselben sein.
In der Schönheit der Nacht erzählt Nina George, Autorin des Bestsellers Das Lavendelzimmer von Weiblichkeit in allen Facetten: eine Geschichte vom Werden, vom Versteinern und vom Aufbrechen.

Die internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten und Kolumnen. Ihr Roman Das Lavendelzimmer wurde in 36 Sprachen übersetzt und eroberte weltweit die Charts, so die New York Times-Bestsellerliste in den USA. Mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Jens J. Kramer, schreibt Nina George als Jean Bagnol Provencethriller. Nina George ist Beirätin des PEN-Präsidiums und Vorstandsmitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Sie lebt in Berlin und der Bretagne.

Die Schönheit der Nacht von Nina George ist bei Knaur erschienen.
(JK 11/18)

Der italienische Schriftsteller Edoardo Albinati liest im Istituto Italiano di Cultura Hamburg am Freitag, 23. November

Istituto Italiano di Cultura Hamburg
Freitag, 23.11.2018  19.00 Uhr
Hansastr. 6, Hamburg
Eintritt: frei (Anmeldung erbeten an ievents@iic-hamburg.de)

Der italienische Schriftsteller Edoardo Albinati liest aus seinem neuen Roman Die katholische Schule, der im Berlin Verlag erschienen ist. Den deutschen Text liest Anna Lena Schmidt. Es moderiert die Übersetzerin des Romans Verena von Koskull.  

Rom in den Siebzigerjahren, im gutbürgerlichen Quartiere Trieste… Ein paar Ehemalige der Privatschule San Leone Magno begehen eines der brutalsten Verbrechen der Zeit. Edoardo Albinati ist damals auch auf diese Priesterschule gegangen. Vierzig Jahre lang hat er das Geheimnis seiner „schlechten Erziehung“ gehütet. Nun erzählt er es, und zwar so, als würde ihm vom Grund eines tiefen Brunnens sein Spiegelbild entgegenblinzeln. Entstanden ist ein Roman von verblüffender Vielfalt. Es geht um die Teenagerzeit, um Sex, Religion und Gewalt; um Geld, Freundschaft, und Rache, um legendäre Lehrer und Priester, Krawallmacher, kleine Genies und Psychopathen, um rätselhafte Mädchen und Terroristen. Aus diesem Gemisch lässt Albinati eine versunkene Epoche unverklärt wieder aufleben. Doch er lässt es nicht bei der Erinnerung bewenden, sondern stellt sich den großen Fragen unserer Tage, analysiert Alltagsphänomene, leitet Entwicklungen her, liefert Prognosen – scharfsinnig, manchmal zornig und immer mit besonderem Augenmerk auf die Dinge jenseits des Scheins.

Eine Selbstbefragung à la Knausgård, ein Gedankenroman wie David Foster Wallaces Unendlicher Spaß– dieser Roman ist so komplex wie klug, so polemisch wie politisch, so bewegend wie bedeutend.

Edoardo Albinati, Jahrgang 1956, ist ein in Rom lebender italienischer Regisseur, Journalist, Übersetzer und Schriftsteller. Er engagiert sich in der Flüchtlingshilfe und unterrichtet seit über 20 Jahren Strafgefangene im Gefängnis von Rebibbia. Für seinen vierten Roman Die katholische Schule erhielt er den Premio Strega, die wohl wichtigste und begehrteste literarische Auszeichnung Italiens.

Die katholische Schule von Edoardo Albinati ist im Berlin Verlag erschienen.
(JK 11/18)