Samstag

Harbour Front Literaturfestival: Debütantensalon mit Carmen Buttier und Dana von Suffrin im Nochtspeicher am Dienstag, 17. September

Nochtspeicher
Dienstag, 17.09.2019  19.00 Uhr
Am Sandtorkai 36, Hamburg
Eintritt: 12 Euro

Harbour Front Literaturfestival: In vier Salonabenden präsentieren jeweils zwei Autorinnen und Autoren ihre literarischen Debüts und bewerben sich um den mit 10.000 Euro dotierten Klaus-Michael Kühne Preis, der am 22. September verliehen wird. In der vierten Leserunde stellt Carmen Buttjer ihren Roman Levi vor, erschienen bei Galiani Berlin. Dana von Suffrin liest aus ihrem Debüt Otto, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. Moderation: Stephan Lohr.

Levi hat auf der Beerdigung seiner Mutter die Urne geklaut. Jetzt versteckt er sich auf einem Hausdach mitten in Berlin. Zwar wohnt ein paar Stockwerke unter seinem Lager immer noch sein Vater, aber von dem hat er noch nie viel mitbekommen. Und nach der Sache mit der Urne kann er sich sowieso nicht mehr blicken lassen. Tigerschatten springen zwischen den Dächern, sitzen Levi im Nacken und streifen um die Urne – derselbe Tiger, der seine Mutter getötet hat, davon ist Levi überzeugt, auch wenn er in letzter Zeit viel zu schnell erwachsen werden musste und es eigentlich besser weiß. Im Kampf mit dem Verlust sucht der Junge sich seine eigenen Verbündeten: Da ist der mysteriöse Vincent, der mit ihm durch die Stadt fährt und im selben Haus wohnt, aber bis auf ein paar zwielichtige Geschäfte kaum etwas von sich preisgibt. Und Kolja, der Kioskbesitzer, für den Gedächtnisschwund noch immer die beste Art ist, sein Leben zu bewältigen – ausgelöst durch jede Menge Whiskey. Aber die Erinnerungen tauchen genauso hartnäckig aus der Vergangenheit auf wie Koljas Bilder aus seiner Zeit als Kriegsfotograf, die er in einem Hinterzimmer seines Kiosks immer noch entwickelt.

Carmen Buttjer, 1988 geboren, wuchs in Deutschland und Finnland auf. Sie studierte an der Kunsthochschule Kassel. Carmen Buttjer lebt und schreibt in Berlin. Fuchsteufelsstill machte den Anfang, ein autobiografischer Text, der 2017 unter offenem Pseudonym beim Ullstein Verlag erschien. 2019 erschien ihr literarischer Debütroman Levi. Kürzere Texte sind daneben jeden Monat in ihrer Kolumne auf Vogue Online zu finden.

Levi von Carmen Buttjer ist bei Galiani Berlin erschienen.

Zwei Schwestern – und ein Vater, der mehr als genug ist für eine Familie. In ihrem Romandebüt erzählt Dana von Suffrin, was es heißt, wenn ein starrköpfiger jüdischer Familienpatriarch zum Pflegefall wird. Und wie schwer es fällt, von einem Menschen Abschied zu nehmen, den man sein ganzes Leben eigentlich loswerden wollte.

Für sein Umfeld war Otto, der pensionierte Ingenieur, schon immer eine Heimsuchung. Aber als er aus dem Krankenhaus zurückkehrt, ist alles noch viel schlimmer. Nach wie vor ist er aufbrausend, manipulativ, distanzlos und von wahnwitzigen Einfällen beseelt – aber jetzt ist er auch noch pflegebedürftig. Seinen erwachsenen Töchtern macht er unmissverständlich klar: Ich verlange, dass ihr für mich da seid. Und zwar immer! Für Timna und Babi beginnt ein Jahr voller unerwarteter Herausforderungen, aber auch der Begegnung mit der eigenen Vergangenheit und Familiengeschichte, die so schräg ist, dass Außenstehende nur den Kopf schütteln können. Klug, liebevoll und mit sehr viel schwarzem Humor erzählt Dana von Suffrin, wie Timna versucht, ihre dysfunktionale Familie zusammenzuhalten, ohne selbst vor die Hunde zu gehen. »Otto« ist Hommage und zugleich eine Abrechnung mit einem Mann, in dessen jüdischer Biografie sämtliche Abgründe des 20. Jahrhunderts aufscheinen.

Dana von Suffrin wurde 1985 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Komparatistik in München, Neapel und Jerusalem. Seit 2009 ist sie Museums- und Stadtführerin in München. 2017 Promotion mit einer Arbeit zur Rolle von Wissenschaft und Ideologie im frühen Zionismus, seitdem Postdoc an der LMU. Sie lebt in München.

Otto von Dana von Suffrin ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Tot Taylor liest und spielt im Imperial Theater am Dienstag, 17. September

Imperial Theater
Dienstag, 17.09.2019  20.00 Uhr
Pinnasberg 80, Hamburg  
Eintritt: 15 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Tot Taylor stellt seinen Roman The Story of John Nightly über Ruhm und Träume, Musik, die Kunst und das Leben vor, der bei Heyne Encore erschienen ist. Tot Taylor begleitet sich dabei auf dem Keyboard. Markus Naegele moderiert.

London 1966. John Nightly, ein achtzehnjähriges Songwritertalent, betritt in der Carnaby Street ein Verlagshaus. Er hat eine frisch gepresste Single dabei, die er dem dortigen Musikverleger vorspielt. Dem gefällt die Musik, vor allem aber gefällt ihm das gute Aussehen des Achtzehnjährigen. Und er sieht Vermarktungschancen. Wenige Jahre später ist John Nightly einer der gefeiertsten Songwriter seiner Generation. Doch der Erfolg und seine Schattenseiten stürzen ihn in eine schwere Krise, und er entsagt dem Leben im Rampenlicht komplett. Bis er viele Jahre später von einem jungen Nachwuchsproduzenten in Cornwall (wieder)entdeckt wird, der ihn darin bestärkt, sein Lebenswerk zu vollenden.

Tot Taylor ist Autor, Komponist, Songwriter, Galerist und Plattenproduzent. Er arbeitet in den Bereichen Musik, Film, Theater und visuelle Kunst. Für das National Theatre führte er mit Brian McAvera das achtstündige Stück Picasso's Women auf. Neben 13 Soloalben veröffentlichte er auf seinem Label Compact Künstler wie die Soulsängerin Mari Wilson oder das Model Virna Lindt. Viele Jahre war er zudem bei der BBC beschäftigt. In London leitet er die Riflemaker Galerie, in der er u.a. Werke von William S. Burroughs oder Yoko Ono ausstellte. Seit 2007 kuratiert er zudem ein internationales Programm für feministische Kunst. Nach diversen Kunstbüchern ist The Story of John Nightly sein Debüt als Romanautor. 

The Story of John Nightly von Tot Taylor ist bei Heyne Encore erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Rüdiger Barth liest in der St. Pauli Kirche am Dienstag, 17. September

St. Pauli Kirche
Dienstag, 17.09.2019  19.30 Uhr
Pinnasberg 80, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Rüdiger Barth liest aus seinem neuen Roman Haifischhaus, der bei Heyne Encore erschienen ist. Birgit Hasselbusch moderiert.

Toto Berger war die gefeierte Nummer eins des Welttennis. Bis er überraschend zurücktrat, schwer krank, medikamentenabhängig. Ein Geheimnis, das niemand wissen durfte. Drei Jahre danach liegt sein Leben in Trümmern. Da fordert ihn die neue Nummer eins zu einem letzten Duell. Vor 30.000 Zuschauern auf Schalke. 10 Millionen Preisgeld. All or nothing. Noch einmal versammelt Toto Berger in einem einsam gelegenen Haus an der Ostsee seine Gefährten von einst um sich. Darunter die Frau, die er schon lange liebt. Und sein Sohn, den er stets verleugnet hat. Noch einmal bringt er sich in Form. Bis er begreift: Bei diesem Spiel muss er nicht seinen Rivalen besiegen, sondern sich selbst.

Rüdiger Barth, Jahrgang 1972, wuchs im Schwarzwald auf und lebt mit seiner Familie am Rande Hamburgs. Er arbeitet als Head of Print bei der Looping Group, die er gemeinsam mit drei Freunden gründete. In seinen fünfzehn Jahren als Reporter für das Magazin Stern traf er viele Größen des Sports, etwa Bastian Schweinsteiger, Pete Sampras, Oliver Kahn und Joachim Löw. Als Tennisspieler verfügt Barth über eine, wie er sagt, recht vertrauenswürdige Vorhand und eine Rückhand, die er meist vergeblich zu umlaufen versucht. Er schrieb mehrere Sachbücher, zuletzt Die Totengräber (mit Hauke Friederichs). Das Haifischhaus ist sein Romandebüt. 

Haifischhaus von Rüdiger Barth ist bei Heyne Encore erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Dror Mishami liest auf der Cap San Diego am Dienstag, 17. September

Cap San Diego, Luke 5
Dienstag, 17.09.2019  20.00 Uhr
Überseebrücke, Hamburg
Eintritt: 16 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Dror Mishami liest aus seinem neuen Kriminalroman Drei, der bei Diogenes erschienen ist. Shelly Kupferberg moderiert, den deutschen Text liest David Gravenhorst.

Eine Frau sucht ein wenig Trost, nachdem ihr Mann sie und ihren Sohn verlassen hat. Eine zweite Frau sucht nach einem Zuhause und nach einem Zeichen von Gott, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Eine dritte Frau sucht etwas ganz anderes. Sie alle finden denselben Mann. Es gibt vieles, was sie nicht über ihn wissen, denn er sagt ihnen nicht die Wahrheit. Aber auch er weiß nicht alles über sie.

Orna, frisch geschiedene Mutter eines zehnjährigen Jungen, meldet sich auf einer Online-Dating-Plattform an, auch wenn sich das Flirten mit anderen Männern noch sehr fremd anfühlt. Emilia ist fremd in Israel. Als der alte Mann, den sie pflegt, stirbt, muss die Lettin wieder bei null anfangen. Und wendet sich an den Sohn der Familie um Rat. Ella braucht dringend Pause von ihren drei kleinen Kindern. Zum Beispiel eine Zigarettenpause im Café mit einem sympathischen Unbekannten. Wie gefährlich die Sehnsucht nach Liebe und Nähe sein kann – ein atemberaubender Roman über drei unvergessliche Frauen und einen Mann, den sie am besten nie kennengelernt hätten. 

Dror Mishani, geboren 1975 in Cholon bei Tel Aviv, wurde mit seinen Kriminalromanen rund um Inspektor Avi Avraham international bekannt. Neben dem Schreiben ist er Literaturwissenschaftler, sein Spezialgebiet ist die Geschichte der Kriminalliteratur. Mit Drei gelang Dror Mishani der Durchbruch, der Roman wurde in Israel zu einem Mega-Bestseller und einem literarischen Phänomen, eine Verfilmung ist geplant. Dror Mishani lebt mit seiner Familie in Tel Aviv. 

Drei von Dror Mishami ist bei Diogenes erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Buchpremiere mit Simone Buchholz im Uebel & Gefährlich am Dienstag, 17. September

Uebel & Gefährlich
Dienstag, 17.09.2019  20.00 Uhr
Feldstr. 66, Hamburg
Eintritt: 17 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Buchpremiere mit Simone Buchholz. Sie stellt ihren neuen Krimi  Hotel Cartagena vor, der bei Suhrkamp erschienen ist. Karen Köhler moderiert.

Eine unterkühlte Hotelbar am Hamburger Hafen. Unten an den Docks glitzern die Lichter, oben sind die Tische eher dünn besetzt. Plötzlich gehen die Türen auf, zwölf schwerbewaffnete Männer kapern die Bar, nehmen Gäste und Personal in Geiselhaft. Mittendrin: Chastity Riley, die sich eigentlich auf ein schmerzhaftes Wiedersehen mit alten Freunden eingestellt hatte, jetzt aber gemeinsam mit allen anderen Geiseln lernen muss, dass es Verletzungen gibt, die sich einfach nicht mehr reparieren lassen…

Der Kiez in den 80ern, ein junger Mann will raus. Er nimmt ein Schiff nach Kolumbien und lernt am Strand von Cartagena, was passiert, wenn man mit den falschen Leuten feiert. Auf die große Party folgt die Hölle. Erst das ganz große Drogengeschäft, dann Verrat, Flucht, Untertauchen. Später dann: die Chance auf Vergeltung. Der inzwischen gar nicht mehr so junge Mann beschließt, sie zu ergreifen.

Und so wird St. Pauli von einer spektakulären Geiselnahme erschüttert. Die Polizei steht draußen und scheint zum Zuschauen verdammt, während Staatsanwältin Chastity Riley ihren inneren John McClane aktivieren muss.

Simone Buchholz, geboren 1972 in Hanau, zog 1996 nach St. Pauli, wegen des Wetters. Sie wurde auf der Henri-Nannen-Schule zur Journalistin ausgebildet und schreibt seit 2008 Kriminalromane. Für ihre Chastity-Riley-Reihe wurde sie mit dem Radio-Bremen-Krimipreis, dem Crime Cologne Award, dem Deutschen Krimipreis und dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet. 

Hotel Cartagena von Simone Buchholz ist bei Suhrkamp erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Erik Fosnes Hansen liest in der St. Katharinen Kirche am Dienstag, 17. September

St. Katharinen Kirche
Dienstag, 17.09.2019  20.00 Uhr
Katharinenkirchhof 1, Hamburg
Eintritt: 16 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Der norwegische Schriftsteller Erik Fosnes Hansen, der in Deutschland vor allem mit seinem internationalen Besteller Choral am Ende der Reise bekannt wurde, stellt zusammen mit seinem Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel seinen neuen Roman Ein Hummerleben vor, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, der hoch oben im norwegischen Fjell spielt, wo ein einst mondänes Hotel allmählich seinem Niedergang entgegen geht.

„Jeder einzelne Gast zählt“, das ist der Leitsatz, mit dem Sedd aufwächst. Über seinen Vater weiß er nicht viel, die Mutter ist verschollen, aber er lebt gerne bei seinen Großeltern, die ihn auf seine Rolle als Hotelerbe vorbereiten. Sedd hilft als Laufbursche, Küchenjunge und Tourenbetreuer, sein Zufluchtsort ist die Großküche des Hotels, in der der ehemalige Seefahrer Jim schaltet und waltet. Doch gleich zum Auftakt des Romans zeigen sich die Risse in dieser Idylle, als der Bankdirektor Berg bei einem Abendessen stirbt.

Erik Fosnes Hansen wurde 1965 in New York geboren. Er wuchs in Oslo auf, wo er heute lebt. Zwei Jahre studierte er in Stuttgart (und spricht hervorragend Deutsch). Seinen ersten Roman Falkenturm schrieb er im Alter von 18 Jahren, das Buch wurde gleich nach seinem Erscheinen 1985 in Norwegen als literarisches Ereignis gefeiert. Choral am Ende der Reise wurde zu einem internationalen Bestseller. 

Ein Hummerleben von Erik Fosnes Hansen ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 09/19)

Ocean Vuong liest im Literaturhaus am Mittwoch, 17. September

Literaturhaus
Dienstag, 17.09.2019  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Ocean Vuong liest aus seinem Roman Auf Erden sind wir kurz grandios, der bei Hanser erschienen ist.

Es ist selten, dass einem Debüt so viele prominente Stimmen mit Empfehlungen vorauseilen wie Auf Erden sind wir kurz grandios des 1988 in Saigon geborenen Ocean Vuong, der im Alter von zwei Jahren nach Amerika kam, wo er heute lebt. „So leicht, so fein, so klug“, schwärmt Saša Stanišić über den Roman, in dem ein Sohn sich in einem an seine vietnamesische Mutter wendet. Sie ist Analphabetin, kann kaum Englisch und arbeitet in einem Nagelstudio.

Als Lyriker wurde Ocean Vuong mehrfach ausgezeichnet, 2017 mit dem T.S. Eliot Prize, und dieser Ausgangspunkt in der Poesie ist ein Glücksfall für seine Prosa. Ocean Vuong kombiniert die Verknappung und Konzentration des poetischen Sprechens mit der Weitläufigkeit von Prosa und einer durchgängigen intellektuellen Selbstvergewisserung zu Fragen der Identität, Sexualität, Gewalt und Sprache. Das gibt seinem Roman eine besondere innere Spannung. Und es kontrastiert diese Geschichte über einen schmächtigen, queeren Außenseiter, der bei einer schizophrenen Großmutter und einer prügelnden Mutter aufgewachsen ist, mit einer großen Zartheit, Sensibilität und Weltgewandtheit. Dass all das auch in der Übersetzung erlebbar bleibt, ist Anne-Kristin Mittag zu verdanken, die das Buch kongenial ins Deutsche gebracht hat.

Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong ist bei Hanser erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Kai Havaii liest im Imperial Theater am Montag, 16. September

Imperial Theater
Montag, 16.09.2019  20.30 Uhr
Reeperbahn 5, Hamburg
Eintritt: 16 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Kai Havaii liest aus seinem Thriller Rubicon, der bei Rütten & Loening erschienen ist. Tina Uebel moderiert.

Wenn du zu weit gehst – und eine Umkehr tödlich wäre. In Afghanistan war Carl Overbeck der beste Scharfschütze seiner Einheit, doch zurück in Deutschland kommt er mit seinem Leben nicht mehr zurecht. Da macht ihm ein alter Jugendfreund ein besonderes Angebot: Er soll in Italien einen Mafioso erschießen, der sich der Polizei als Kronzeuge angedient hat. Carl übernimmt den Job und wird damit zum Auftragskiller, der still und heimlich seine Aufträge versieht. Bis er sich in die falsche Frau verliebt.

Spannend, aktuell und hochemotional – ein Ereignis. Der erste Roman von Kai Havaii, dem Sänger der Band Extrabreit.

Kai Havaii, geboren 1957 in Hagen, wurde nach sehr kurzem Germanistikstudium und Jobs als Taxifahrer und Cartoonist 1979 Sänger von Extrabreit, bis heute eine der bekanntesten deutschen Rockbands. Kai Havaii arbeitet auch als freier TV-Autor, u. a. für ZDF und ARTE. Wenn er nicht mit der Band auf Tour ist, lebt er in Hamburg. 

Rubicon von Kai Havaii ist bei Rütten & Loening erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Anthony McCarten liest in der St. Katharinen Kirche am Montag, 16. September

St. Katharinen Kirche
Montag, 16.09.2019  20.00 Uhr
Katharinenkirchhof 1, Hamburg
Eintritt: 18 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Der Schriftsteller und Drehbuchautor Anthony McCarten liest aus seinem Buch Die zwei Päpste, das bei Diogenes erschienen ist. Margarete von Schwarzkopf moderiert, die deutschen Texte liest Peter Lohmeyer.

Franziskus und Benedikt und die Entscheidung, die alles veränderte: Am 28. Februar 2013 macht Papst Benedikt XVI. eine sensationelle Ankündigung: Er tritt zurück. Sein Nachfolger wird der Armenprediger Jorge Bergoglio aus Argentinien. Heute wohnen sie im Vatikan fast Tür an Tür, diskutieren, unternehmen lange Spaziergänge: Benedikt XVI. und Franziskus, so ähnlich und doch so verschieden. Beide fühlten sich moralisch für ein Amt ungeeignet, das sie dennoch nicht ablehnen konnten; beide sind voller innerer Widersprüche. Und das zu einer Zeit, in der der Vatikan mit schockierenden Skandalen zu kämpfen hat.

Anthony McCarten, geboren 1961 in New Plymouth/Neuseeland, schrieb als 25-Jähriger mit Stephen Sinclair den Theaterhit Ladies Night. Es folgten Romane und Drehbücher (u.a. zu den von ihm auch mitproduzierten internationalen Filmen The Theory of Everything und Darkest Hour mit Gary Oldman). Er lebt in London.

Die zwei Päpste von Anthony McCarten ist bei Diogenes erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Alain Claude Sulzer liest auf der Cap San Diego am Montag, 16. September

Cap San Diego, Luke 5
Montag, 16.09.2019  20.00 Uhr
Überseebrücke, Hamburg
Eintritt: 16 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Alain Claude Sulzer liest aus seinem neuen Roman Unhaltbare Zustände, der bei Galiani Berlin erschienen ist.

Vom Wagnis, gesehen zu werden. Ein Roman über einen, der sich gegen den Wandel der Zeiten auflehnt und dabei ins Wanken gerät.

Zwei Tage sind sie hinter Papier versteckt, dann werden die sieben großen Schaufenster feierlich enthüllt – und lassen die Waren des alteingesessenen Quatre Saisons in neuem Glanz erstrahlen. Für diese Momente lebt und arbeitet Schaufensterdekorateur Stettler, und das schon mehrere Jahrzehnte. Nun, mit knapp sechzig, wird ihm überraschend ein jüngerer Kollege zur Seite gestellt – ein Rivale, ein avisierter Nachfolger, ein Feind! Stettlers Welt beginnt zu bröckeln. Es ist das Jahr 1968, und es bröckelt auch sonst alles, die jungen Leute tragen Bluejeans und wissen nicht mehr, was sich gehört. Am Münsterturm hängt auf einmal eine Vietcong-Fahne. Stettler ist entsetzt. Immer mehr fühlt er sich bedroht, spioniert dem Rivalen sogar nach, sinnt auf Rache. Es ist auch ein zähes Ringen mit der Zeit und mit dem Alter, bei dem Stettler nur verlieren kann. Allein mit einer von ihm bewunderten Radiopianistin, Lotte Zerbst, wechselt er Briefe und fühlt sich nicht so verloren. Er hofft sogar auf eine Begegnung…

Alain Claude Sulzer, 1953 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Basel, Berlin und im Elsass. Er hat zahlreiche Romane veröffentlicht. Seine Bücher sind in alle wichtigen Sprachen übersetzt. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, u.a. den Prix Médicis étranger, den Hermann-Hesse-Preis und den Kulturpreis der Stadt Basel.

Unhaltbare Zustände von Alain Claude Sulzer ist bei Galiani Berlin erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Jan-Philipp Sendker liest in der Zentralbibliothek der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen am Montag, 16. September

Zentralbibliothek der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen
Montag, 16.09.2019  20.00 Uhr
Hühnerposten 1, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Jan-Philipp Sendker liest aus seinem Buch Das Gedächtnis des Herzens, das bei Blessing erschienen ist.

Der zwölfjährige Ko Bo Bo lebt bei seinem Onkel U Ba in Kalaw, einem Ort in Burma. Er ist ein Kind mit einer ungewöhnlichen Gabe: Bo Bo kann die Gefühle der Menschen in ihren Augen lesen. Sein Vater kommt ihn einmal im Jahr besuchen, an seine Mutter kann er sich kaum erinnern. Dann erzählt ihm U Ba von einer großen Liebe, die im Wirbel politischer Ereignisse zu zerbrechen droht, von der Tapferkeit des Herzens und einer geheimnisvollen Krankheit seiner Mutter. Bo Bo beschließt sich auf die Suche nach seinen Eltern zu machen. Er ist überzeugt, dass er seine Mutter heilen kann.

Jan-Philipp Sendker, geboren 1960 in Hamburg, war von 1990 bis 1995 Amerika- und von 1995 bis 1999 Asien-Korrespondent des Stern. Nach einem weiteren Amerika-Aufenthalt kehrte er nach Deutschland zurück. Er lebt mit seiner Familie in Potsdam. Seine eindringliche China-Reportage Risse in der Großen Mauer, erschien 2000.

Gedächtnis des Herzens von Jan-Philipp Sendker ist bei Blessing erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Dietmar Dath liest in der St. Pauli Kirche Montag, 16. September

St. Pauli Kirche
Montag, 16.09.2019  20.00 Uhr
Pinnasberg 80, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Dietmar Dath liest aus seinem Buch Neptunation, das bei Tor erschienen ist.

Dietmar Dath, der mehrfach preisgekrönte Autor von Die Abschaffung der Arten und Venus siegt, erzählt in seinem neuen Roman Neptunation eine intellektuelle Space Opera auf der Erde und in den Weiten des Alls und enthüllt den Schlüssel zum letzten Weltgeheimnis. Kurz vor dem Ende des Kalten Kriegs entsenden die Sowjetunion und die untergehende DDR ein Himmelfahrtskommando ins All. Die Mission scheitert, schickt aber ein Signal zurück, angeblich vom Neptun: Hilferuf, Warnung, etwas anderes? Mehr als dreißig Jahre später bricht ein deutsch-chinesisches Rettungsunternehmen auf, um herauszufinden, ob es in unserer kosmischen Nachbarschaft wirklich nur menschliche Technik gibt, ob Menschen die Wahrheit überhaupt aushalten… und was Politik mit Schwerkraft zu tun hat.

Dietmar Dath, geboren 1970, ist Schriftsteller, Übersetzer, Musiker und Publizist.

Neptunation von Dietmar Dath ist bei Tor erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Rolf Seelmann-Eggebert liest im Thalia in der Gaußstrasse am Montag, 16. September

Thalia in der Gaußstr.

Montag, 16.09.2019  19.00 Uhr
Gaußstr. 190, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Zusammen mit seiner Co-Autorin und Tochter Adele Seelmann-Eggebert präsentiert Rolf Seelmann-Eggebert sein Buch In Hütten und Palästen über sein bewegtes Reporterleben, das bei Kösel erschienen ist. Jens Büchsenmann moderiert.

Von Afrika bis in den Buckingham Palace: Knapp 40 Jahre lang hat Rolf Seelmann-Eggebert den Deutschen die europäischen Königshäuser erklärt. Kaum einer kam den Royals so nahe wie er. Dabei begann seine journalistische Karriere ganz anders. Als er Reporter wurde, steckte die Bundesrepublik noch in den Kinderschuhen, Leitmedium war das Radio, die ARD ging gerade erst auf Sendung. Schon früh hatte Rolf Seelmann-Eggebert seine Leidenschaft für Afrika entdeckt: 1968 wurde er schließlich Korrespondent, zunächst in Abidjan, dann in Nairobi. Fremde, anderen verschlossene Welten faszinierten ihn schon immer. Die Biografie eines Ausnahmejournalisten.

Rolf Seelmann-Eggebert, geboren 1937, ist einer der bekanntesten deutschen Journalisten. Von 1968-1976 war er ARD-Korrespondent für Westafrika, bevor er nach London wechselte. Seit Ende der 1970er Jahre berichtete er für die ARD über den europäischen Adel – für die meisten Deutschen ist er noch immer der „Königsfritze“, wie er sich selbst gelegentlich nennt. Er ist Vater von drei Kindern – dieses Buch entstand in Zusammenarbeit mit seiner Tochter Adele Seelmann-Eggebert. Rolf Seelmann-Eggebert lebt in Hamburg.

In Hütten und Palästen von Rolf Seelmann-Eggebert ist bei Kösel erschienen.

(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: James-Baldwin-Abend im Thalia in der Gaußstrasse am Montag, 16. September

Thalia in der Gaußstr.
Montag, 16.09.2019  19.00 Uhr
Gaußstr. 190, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Harbour Front Literaturfestival: James-Baldwin-Abend. Die Schriftstellerin, Film- und Literaturkritikerin Verena Lueken beleuchtet gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler, Lyriker und Essayisten Max Czollek das Leben und literarische Wirken von James Baldwin. Thomas Niehaus liest aus den Werken des amerikanischen Schriftstellers. Die Verfilmungen von Beale Street und I Am Not Your Negro zeigt das Zeise Kino am 15., 16. und 22. September. Tickets: www.zeise.de

Harlem Love Story: eine junge Liebe gegen die Willkür einer weißen Justiz. Jeder in Amerika geborene Schwarze ist in der Beale Street geboren. Die Beale Street ist unser Erbe. Dieser Roman handelt von der Unmöglichkeit und von der Möglichkeit, von der absoluten Notwendigkeit, diesem Erbe Ausdruck zu geben. Die Beale Street ist eine laute Straße. Es bleibt dem Leser überlassen, aus dem Schlagen der Trommeln den Sinn herauszuhören. James Baldwin

Dies ist die Geschichte von Tish und Fonny, 19 und 22, und ihrem Kampf gegen die Willkür einer weißen Justiz. Der traurig-schöne Song einer jungen Liebe, voller Wut und doch voller Hoffnung. Ist das Gefängnissystem die Fortsetzung der Sklaverei unter anderen Vorzeichen? Beale Street Blues von James Baldwin strahlt grell in unsere Gegenwart.

James Baldwin, 1924 in New York geboren, war und ist vieles: ein verehrter, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und eine Ikone der Gleichberechtigung aller Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Herkunftsmilieus. Er war der erste schwarze Künstler auf einem Cover des Time Magazine. Baldwin starb 1987 in Südfrankreich.

Beale Street Blues von James Baldwin ist bei dtv erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Petra Hammesfahr liest in der St. Pauli Kirche am Sonntag, 15. September

St. Pauli Kirche
Sonntag, 15.09.2019  19.00 Uhr
Pinnasberg 80, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Petra Hammesfahr stellt ihren neuen Krimi Das Mädchen Jannie vor, der bei Diana erschienen ist. Anouk Schollähn moderiert.

Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie weiß nicht, ob sie zehn oder schon elf Jahre alt ist, aber sie weiß von Kindern, die in feinen Häusern arbeiten müssen, weil sie für den Straßenstrich zu jung sind. Während Kommissar Klinkhammer sich bemüht, Licht ins Dunkel um sieben verscharrte Kinderleichen zu bringen, gelingt Jannie die Flucht. Sie wird von Dieter auf seinem einsamen Hof aufgenommen und kümmert sich liebevoll um dessen Mutter. Die alte Frau liegt gelähmt und stumm im Bett, mit Augenzwinkern versucht sie Jannie begreiflich zu machen, in welcher Gefahr sie schwebt. Doch Jannie kennt keine Morsezeichen…

Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller Der stille Herr Genardy bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie auch Die Sünderin. Der Roman wurde unter dem Titel The Sinner mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche US-Fernsehserie produziert und läuft derzeit weltweit auf Netflix.

Das Mädchen Jannie von Petra Hammesfahr ist bei Diana erschienen.
(JK 09/19)

Harbour Front Literaturfestival: Die Schweizer Autorin Christine Brand liest im Dialoghaus am Sonntag, 15. September

Dialoghaus
Sonntag, 15.09.2019  19.00 Uhr
Alter Wandrahm 4, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Harbour Front Literaturfestival: Die Schweizer Autorin Christine Brand liest aus ihrem Thriller Blind, der bei Blanvalet erschienen ist. Elke Theede moderiert.

Nathaniel hört einen Schrei, dann bricht die Verbindung ab. Gerade noch telefonierte er mit einer Frau. Eine anonyme App verband die beiden, die Frau half Nathaniel dabei, das richtige Hemd zu wählen. Denn Nathaniel ist blind, doch der Schrei klang eindeutig. Was, wenn der Frau etwas angetan wurde? Er ist sich sicher: Es muss ein Verbrechen sein. Doch keiner glaubt ihm, es gibt keine Beweise, keine Spur. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, macht sich Nathaniel selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Er ahnt nicht, dass er für die fremde Frau die einzige Chance sein könnte – oder ihr Untergang...

Christine Brand, geboren und aufgewachsen im Schweizer Emmental, arbeitete als Redakteurin bei der Neuen Zürcher Zeitung, als Reporterin beim Schweizer Fernsehen und als Gerichtsreporterin. Im Gerichtssaal und durch Recherchen und Reportagen über die Polizeiarbeit erhielt sie Einblick in die Welt der Justiz und der Kriminologie. Sie hat bereits Romane und Kurzgeschichten bei Schweizer Verlagen veröffentlicht. Christine Brand lebt in Zürich, reist aber die meiste Zeit des Jahres um die Welt.

Blind von Christine Brand ist bei Blanvalet erschienen.
(JK 09/19)