Montag

Bianca Iosivoni liest in der Thalia Buchhandlung in der Europa Passage am Montag, 24. Februar

Thalia Buchhandlung in der Europa Passage
Montag, 24.02.2020 20.15 Uhr

Ballindamm 40, Hamburg

Bianca Iosivoni liest aus ihrem Roman Feeling close to you, der bei Lyx erschienen ist.

Was, wenn das Game Over gerade erst der Anfang ist? Teagan hat nur einen Wunsch: endlich raus aus ihrer Heimatstadt und ans College zu gehen. Um das Geld dafür zu sparen, streamt sie nachts online Videospiele. Sie ist so gut, dass sie sogar Parker, den beliebten YouTube-Gamer, besiegt. Der will unbedingt herausfinden, wer die unbekannte Spielerin ist. Obwohl die beiden Tausende von Meilen trennen und sie zunächst nur über Chats und Nachrichten kommunizieren, knistert es schon bald heftig zwischen ihnen. Doch Teagan ist in der Vergangenheit zu oft verletzt worden – und auch für Parker sind Gefühle das Letzte, was er gerade gebrauchen kann. Dennoch können die beiden einander nicht so einfach vergessen…

Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni, geboren 1986, von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.

Feeling close to you von Bianca Iosivoni ist bei Lyx erschienen.
(JK 02/20)

Buchpremiere mit Nora Gantenbrink im Uebel & Gefährlich am Montag, 24. Februar

Uebel & Gefährlich
Montag, 24.02.2020 20.00 Uhr

Feldstr. 66, Hamburg
Eintritt: 12 /16 Euro

Buchpremiere mit Nora Gantenbrink: Nach ihrem grandiosen Erzählband Verficktes Herz präsentiert die Hamburger Journalistin und Autorin Nora Gantenbrink ihr Romandebüt Dad, das bei Rowohlt erschienen ist.

Dad ist ein Roman über einen Hippie-Vater, aber auch eine Reise in das Deutschland der 60er, 70er, 80er, 90er und Nullerjahre, in die Maghreb-Staaten und in viele Winkel Asiens.

Die Ehe der Eltern, den Vater, die Wurstwarendynastie, aus der er stammte – das alles gibt es nicht mehr. Geblieben sind Geschichten von Drogentrips. Oder wie Dad als Student angeschossen wurde. Von großen Abenteuern. Und dem einen, das kein happy end hat, der HIV-Infektion, die er von einer seiner Reisen mitgebracht hat. „Mein Vater ist seit zehn Jahren tot, als ich ein blassblaues Notizbuch nehme und DAD vorne drauf schreibe. Das ist der Anfang.“ Dies ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Sucht und Sehnsucht und über eine junge Frau, die versucht zu verzeihen.

Nora Gantenbrink, geboren 1986, studierte in Münster und besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Anschließend arbeitete sie als Redakteurin bei SPIEGEL ONLINE. Danach schrieb sie Artikel für Stern, ZEIT, SPIEGEL und ein Wurstmagazin. Seit 2013 ist sie Reporterin beim Stern.

Dad von Nora Gantenbrink ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 02/20)

Thorsten Kirves und Christian Kraus lesen im Speicherstadtmuseum am Freitag, 21. Februar

Speicherstadtmuseum 
Freitag, 21.02.2020 20.30 Uhr 
Am Sandtorkai 36, Hamburg 
Eintritt: 9 / 11 Euro. 
Reservierung: Tel. 040-321191, info@speicherststadtmuseum.de

Thorsten Kirves und Christian Kraus lesen aus ihren Krimis Der Aussteiger, und Nichts wird dir bleiben, die beide bei Droemer schienen sind.

Ein raffinierter Kriminalroman des Drehbuchautors und mehrfach ausgezeichneten Filmemachers Thorsten Kirves. Der Kriminalroman überzeugt nicht nur durch die Schimanski-ähnliche Mordermittlung eines boxenden Hamburger Kommissars, sondern auch durch die emotionale Thematisierung von Sehnsucht und Bruder-Liebe.

Der Hamburger Kommissar Tom Simon – gerade unfreiwillig im Netz zum boxenden Superbullen des Monats gekürt – steht neuerdings auf der Beobachtungsliste eines Zielfahnders. Der Grund: Sein Zwillingsbruder Marco – gesucht wegen Mordverdachts! Dann wird Tom zusammen mit seiner Kollegin Mira zu einem Tatort gerufen. Der Unternehmens- und Politikberater Lars Lutteroth wurde tot aufgefunden; eine gelöschte Datei auf dem Rechner des Opfers führt sie auf die Spur eines millionenschweren Pharma-Skandals und auf den Biohof von Lutteroths entfremdeten Bruder. Doch das ist nicht Toms einzige Sorge, denn eines Tages taucht plötzlich sein von der Polizei gesuchter Bruder bei ihm auf…

Thorsten Kirves, 1963 geboren, ist Filmemacher. Seine Leidenschaft für Cop- und Gangster-Stories und düstere Thriller lebte er in eigenen Kurzfilmen aus, die auf Festivals und im Fernsehen liefen und mit Preisen ausgezeichnet wurden. Für die Universal Studios inszenierte er in einer internationalen Co-Produktion zwei Filme für die Thriller-Reihe Urban Myth Chillers. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg. Der Aussteiger ist sein erster Kriminalroman, der für den Friedrich Glauser Preis nominiert wurde.

Der Aussteiger von Thorsten Kirves ist bei Droemer erschienen.

Ein atemberaubend spannender Psychothriller über einen Psychoanalytiker und seinen Wettlauf gegen die Zeit von dem Psychotherapeuten und Psychoanalytiker Christian Kraus.

Der Psychoanalytiker Thomas Kern ist geschockt, als er den Freitod einer jungen Patientin mit ansehen muss, ohne eingreifen zu können, und er macht sich Vorwürfe, weil er der jungen Frau nicht helfen konnte. Doch es kommt noch schlimmer: Wenige Tage nach dem Selbstmord erhält er Besuch von der Polizei. Ihm wird vorgeworfen, das Mädchen missbraucht und so erst in den Tod getrieben zu haben. Auf seinem Computer finden sich scheinbar Beweise dafür. Thomas' Frau setzt ihn vor die Tür, Freunde und Kollegen wenden sich ab, seine Tochter Natascha will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Erst als Thomas herausfindet, dass Nataschas neuer Freund Mitglied in einer gefährlichen Sekte ist, ahnt er, welches perfide Netz sich da Stück für Stück um ihn zusammenzieht. Erst langsam wird ihm jedoch klar, vor welch finsterer Macht er seine Familie und sich beschützen muss.

Christian Kraus wurde 1971 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Humanmedizin und Promotion an der Universität Hamburg war er lange als Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Psychosoziale Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf tätig. Seit 2006 ist er Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Er absolvierte Zusatzausbildungen in Psychoanalyse, forensischer Psychiatrie und Sexualtherapie und arbeitet heute als niedergelassener ärztlicher Psychotherapeut und Psychoanalytiker in eigener Praxis in Hamburg. Christian Kraus ist verheiratet und hat eine Tochter.

Nichts wird dir bleiben von Christian Kraus ist bei Droemer erschienen.
(JK 02/20)

Kathrin Weßling liest in der Theaterbar Nachtasyl im Thalia Theater am Donnerstag, 20. Februar

Thalia Theater, Theaterbar Nachtasyl
Donnerstag, 20.02.2020 20.30 Uhr

Alstertor 1, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

Kathrin Weßling liest aus ihrem neuen Roman Nix passiert, der bei Ullstein erschienen ist.

Alex ist verlassen worden. Und ohne Jenny ist Berlin einfach nichts. Kurzentschlossen nimmt Alex sich eine Auszeit im Kaff seiner Kindheit. Doch statt Erholung sieht er sich mit einer Idylle konfrontiert, die keine ist, nie wirklich eine war – auf jeden Fall nicht für ihn. Statt Unterstützung gibt es Familienstreit, offene Rechnungen mit alten Freunden und vor allem Langeweile. Und Alex fragt sich, ob er die Kleinstadt eigentlich jemals hinter sich gelassen hat. Und was überhaupt Zuhause bedeutet.

Intensiv und unerschrocken, klar und kompromisslos erzählt Kathrin Weßling die Geschichte eines jungen Mannes, der nicht nur alle anderen, sondern vor allem sich selbst belogen und betrogen hat – das Abbild einer Generation auf der Suche nach allem und nichts, nach Heimat zwischen Provinz und Großstadt, vor allem aber nach sich selbst.

Kathrin Weßling ist Autorin und Social-Media-Expertin. Auf Twitter und Instagram folgen ihr über 30.000 Menschen, die ihre Postings und Beiträge über Themen wie Feminismus, psychische Erkrankungen und Popkultur verfolgen.  Ihr Buch Super, und dir? wurde von Presse und Lesern als „der Roman ihrer Generation“ gefeiert. Sie schreibt außerdem regelmäßig für ZEIT ONLINE, Spiegel, MySelf uvm. Kathrin Weßling lebt in Berlin.

Nix passiert von Kathrin Weßling ist bei Ullstein erschienen.
(JK 02/20)

Katerina Poladjan liest im abc Buchhaus Hoheluft am Donnerstag, 20. Februar

abc Buchhaus Hoheluft
Donnerstag, 20.02.2020 19.30 Uhr

Hoheluftchaussee 60, Hamburg

Katerina Poladjan liest aus ihrem neuen Roman Hier sind Löwen, der bei S. Fischer erschienen ist.

„Dikranian. Abovyan. Petrosian. Mazavian. Mein Nachname war plötzlich in phonetischer Gesellschaft. Bisher hatte ich ihn getragen wie ein unpassendes Kleidungsstück, wie einen verbeulten Hut, den ich auch zum Essen nicht abnahm.“

1915: Die alte Bibel einer armenischen Familie an der Schwarzmeerküste ist das Einzige, was den Geschwistern Anahid und Hrant auf ihrer Flucht bleibt. Hundert Jahre später in Jerewan wird der Restauratorin Helen eine Bibel anvertraut. „Hrant will nicht aufwachen“, hat jemand an den Rand einer Seite gekritzelt. Helen taucht ein in die Rätsel des alten Buches, in das moderne Armenien und in eine Geschichte vom Exil, vom Verlorengehen und vom Schmerz, der Generationen später noch nachhallt. Und sie bricht auf zu einer Reise an die Schwarzmeerküste und zur anderen Seite des Ararat.

Katerina Poladjan wurde in Moskau geboren, wuchs in Rom und Wien auf und lebt in Deutschland. Sie schreibt Theatertexte und Essays, auf ihr Prosadebüt In einer Nacht, woanders folgte Vielleicht Marseille und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht Hinter Sibirien. Sie war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert wie auch für den European Prize of Literature und nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. Für Hier sind Löwen erhielt sie Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und von der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.

Hier sind Löwen von Katerina Poladjan ist bei S. Fischer erschienen.
(JK 02/20)

Peter Schneider liest im Literaturhaus am Donnerstag, 20. Februar

Literaturzentrum im Literaturhaus
Donnerstag, 20.02.2020 19.30 Uhr

Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 6 / 8 Euro

Peter Schneider liest aus seinem neuen Roman über den Komponisten Antonio Lucio Vivaldi Vivaldi und seine Töchter, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

Der Komponist Antonio Lucio Vivaldi wird Anfang des 18. Jahrhunderts vor allem mit seiner Konzertsammlung „Die harmonische Eingebung“ als Komponist in ganz Europa gefeiert wird und steigt zum berühmtesten Musiker des Kontinents auf. Doch der Ruhm verflüchtigt sich noch zu seinen Lebzeiten, der Musikgeschmack verändert sich, Vivaldi stirbt 1741 verarmt, verbittert und vergessen in Wien. Erst fast 200 Jahre nach seinem Tod wird das umfangreiches Werk von Antonio Vivaldi wiederentdeckt, heute zählen seine Kompositionen zu weltweit meistgespielten.

Peter Schneider begibt sich in seinem Roman auf die Spur des geweihten Priesters und Musikers im barocken Venedig. Und was er dabei entdeckt, ist ein nahezu unbekanntes Werk des Maestros: Sein ganzes Leben lang hat der „rote Priester“ an einem Waisenhaus gearbeitet und mit den musikalisch begabten Mädchen das erste Frauenorchester Europas gegründet. Für sie schrieb er einen großen Teil seiner Konzerte. Zur Quelle seiner Inspiration und zum Stein des Anstoßes wird ihm dabei die „amicizia“ mit der jungen Sängerin Anna Girò.

Peter Schneider, geboren 1940 in Lübeck, wuchs in Freiburg auf, wo er sein Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie aufnahm. Er schrieb Erzählungen, Romane, Drehbücher und Reportagen sowie Essays und Reden. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Lenz (1973), Der Mauerspringer (1982), Rebellion und Wahn (2008), Die Lieben meiner Mutter (2013) und Club der Unentwegten (2017). Seit 1985 unterrichtet Peter Schneider als Gastdozent an amerikanischen Universitäten, unter anderem in Stanford, Princeton, Harvard und an der Georgetown University in Washington D.C.

Vivaldi und seine Töchter von Peter Schneider ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 02/20)

Herta Müller liest im Deutschen Schauspielhaus am Mittwoch, 19. Februar

Deutsches Schauspielhaus
Mittwoch, 19.02.2020 19.30 Uhr

Kirchenallee 39, Hamburg
Eintritt: 15 / 25 Euro

Spielereien: Herta Müller stellt ihren Collagenband Im Heimweh ist ein blauer Saal, der bei Hanser erschienen ist, im Gespräch mit Ernest Wichner vor.

„Ich brauchte jeden Tag dringend die Schönheit der Sätze“, erklärt Herta Müller in dem 2014 erschienenen Buch Mein Vaterland war ein Apfelkern, in dem sie erzählt, was sie zum Schreiben gebracht hat und von ihrem ungewöhnlichen Lebensweg. Er führt vom Kind deutscher Banater Schwaben, das in Rumänien Kühe hütet, bis zur weltweit bekannten Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin. Ein besonders eindringliches Zeugnis dafür, wie sehr ihr die Wörter und Sätze in ihrem Leben existenziellen Halt geben, sind Herta Müllers Gedichtcollagen. Im Heimweh ist ein blauer Saal heißt der im Hanser Verlag erschienene Sammelband, für die sie nicht mehr braucht als eine Schere, einen Klebestift und eine Wörtersammlung.

Begonnen hat Herta Müller mit ihren Collagen schon kurz nachdem sie 1987 nach Deutschland kam, in den Jahren darauf war sie viel unterwegs und ärgerte sich über „grässliche Ansichtskarten“, die sie nicht verschicken wollte. Sie kaufte weiße Karteikarten, eine Schere und einen Klebestift und begann, Fotos und Wörter auszuschneiden. Über die Jahre sind die Collagen von Herta Müller immer mehr ins Zentrum ihres Werkes gerückt. Eine umfangreiche Sammlung erschien schon 1993 unter dem Titel Der Wächter nimmt seinen Kamm. Vom Weggehen und Ausscheren. Das Grundprinzip ist bis heute gleich geblieben: Eine Bildcollage und eine Textcollage werden auf eine Postkarte arrangiert. Was dabei im Vordergrund steht, Bild oder Text, bleibt offen, auch wenn Herta Müller sich selbst nicht als bildende Künstlerin sieht. Doch ihre neuen Collagen folgen nicht nur einer strengen Anordnung von Bild und Text, sie sind auch bunt, jedes einzelne Wort ist anders gestaltet und hat dadurch ein besonderes Gewicht. Bei ihren ersten Collagen stand dagegen der Text stärker im Vordergrund, die Wörter wurden allesamt aus Zeitungen ausgeschnitten und dann zu Gedichten gruppiert: „Der Ort ist nicht gut / Er spricht nur eine Sprache / quadratisch / Brillen baumeln / zweimal / als Glockenschlag / - und Wind“. Als kompakte Schriftbilder fungieren nun ihre neuen Collagen, es reicht nicht, sie zu lesen, man muss sie betrachten können, erst darin erschließt sich ihr vieldeutiger Sinn.

Herta Müller, 1953 in Nitzkydorf/Rumänien geboren, lebt seit 1987 als Schriftstellerin in Berlin. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und ist die Literaturnobelpreisträgerin 2009.

Im Heimweh ist ein blauer Saal von Herta Müller ist bei Hoffmann und Campe erschienen.
(JK 02/20)

Buchpremiere mit der Hamburger Autorin Janna Steenfatt in der Kantine des Deutschen Schauspielhauses am Montag, 17. Februar

Deutsches Schauspielhaus, Kantine
Montag, 17.02.2020 19.30 Uhr

Kirchenallee 39, Hamburg
Eintritt: 8 /12 Euro

Buchpremiere mit der Hamburger Autorin Janna Steenfatt, die ihren Debütroman Die Überflüssigkeit der Dinge vorstellen wird, der bei Hoffmann und Campe erschienen ist.

Ohne jede Larmoyanz und mit einem „spröden Witz“ (Antje Rávik Strubel) erzählt Ina von dem Autounfall, bei dem ihre Mutter gestorben ist, und von all den jetzt überflüssigen Dingen, die sie ihr hinterlassen hat. Ina hatte es sich eigentlich in einem Leben auf St. Pauli mit ihrem Freund Falk bequem gemacht und in einer Welt, in der niemand etwas von ihr erwartete. Genug Schlaf, etwas Sex und Gin Tonic, das war das kleine Glück, mit dem sie sich begnügte. In ihrer Trauer wird sie plötzlich von einer Kindheit im Theater eingeholt und den Gedanken an einen Vater, den sie nie kennengelernt hat. Ausgerechnet jetzt kehrt er zurück nach Hamburg und inszeniert Shakespeares »Sommernachtstraum«. Noch bevor sie sich überlegen kann, ob sie sich dem Vater offenbart, trifft sie auf die Schauspielerin Paula. Ina, die ihr Herz bisher weder an Dinge noch an Menschen gehängt hat, lernt die Liebe kennen – und den Verrat an ihr.

Janna Steenfatt, geboren 1982 in Hamburg, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und arbeitet als freie Autorin und Moderatorin für verschiedene Filmfestivals. Sie war Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses, Teilnehmerin des 19. Open Mike und erhielt zahlreiche Aufenthaltsstipendien. Die Überflüssigkeit der Dinge ist ihr erster Roman.

Die Überflüssigkeit der Dinge von Janna Steenfatt ist bei Hoffmann und Campe erschienen.
(JK 02/20)

Klaus Modick liest aus seinem Roman über Leonard Cohen in der Freien Akademie der Künste am Montag, 17. Februar

Freie Akademie der Künste
Montag, 17.02.2020 19.30 Uhr

Klosterwall 23, Hamburg
Eintritt: 5 / 8 Euro

Klaus Modick über Leonard Cohen: Klaus Modick stellt sein in der KiWi Musikbibliothek erschienenes Buch über Leonard Cohen vor.

Um 1968 tingeln Lukas und Harry als Zwei-Mann-Band durch die deutsche Provinz, covern Beatles, Kinks und Donovan, und denken: Besser geht’s nicht. Bis Lukas eines Nachts im Radio Leonard Cohens Suzanne hört, aber sich weder Titel noch Interpret merken kann. Die kokette Gitte und die erfahrene Julia werden ihm auf der Suche nach dieser einen lebensverändernden Platte behilflich sein. Zehn Jahre später macht Lukas sich auf nach Nirgendwo, nur mit Cohens Gedichten im Gepäck. Er landet auf einer griechischen Insel und trifft dort die mysteriöse Dänin Meret. Doch am Ende bleiben weder Gitte, Julia noch Meret, am Ende bleibt Leonard Cohen. Für immer.

Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis und dem Rheingau Literatur Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Zu seinen erfolgreichsten Romanen zählen Der kretische Gast (2003), Sunset (2011), Konzert ohne Dichter (2015) und Keyserlings Geheimnis (2018).

Leonard Cohen von Klaus Modick ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 02/20)

Aris Fioretos liest im Literaturhaus am Dienstag, 11. Februar

Literaturhaus
Dienstag, 11.02.2020 19.30 Uhr

Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Aris Fioretos liest aus seinem neuen Roman Nelly B.s Herz, der bei Hanser erschienen ist, über die faszinierende Geschichte einer deutschen Flugpionierin in Berlin. Katja Weise moderiert.

Fliegen ist notwendig, Leben nicht. Ein mitreißender Roman über eine Flugpionierin im Berlin der wilden zwanziger Jahre: Als der Arzt Nelly B. eröffnet, dass sie wegen eines Herzleidens nicht mehr fliegen darf, bricht für sie eine Welt zusammen. Als erste Frau in Deutschland hat sie den Pilotenschein gemacht und mit ihrem Mann eine Flugschule geleitet. Sie verlässt Paul, findet eine Stelle bei BMW, wo sie Motorräder verkauft, nimmt Quartier bei einer Berliner Zimmerwirtin und trifft die viel jüngere Irma, in die sie sich rettungslos verliebt.

Aris Fioretos erzählt die Geschichte einer modernen, emanzipierten Frau und einer großen, tragischen Liebe. Aus einem aufregenden Leben wird große Literatur.

Aris Fioretos, 1960 in Göteborg geboren, ist schwedischer Schriftsteller griechisch-österreichischer Herkunft. 2010 hat Fioretos die erste kommentierte Werkausgabe von Nelly Sachs sowie eine Bildbiographie über die Autorin veröffentlicht. Für seine Übersetzungen – er übertrug u. a. Paul Auster, Vladimir Nabokov und Jan Wagner ins Schwedische – wie für sein eigenes Werk hat er zahlreiche Preise erhalten, darunter 2011 den Literaturpreis der SWR Bestenliste, den Kellgren-Preis der Schwedischen Akademie und 2013 den Großen Preis des Samfundet De Nio sowie 2016 für Mary den Romanpreis des Schwedischen Rundfunks und 2017 den Jeanette Schocken Preis – Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur. 2020 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Aris Fioretos lebt in Berlin und Stockholm.

Nelly B.s Herz von Aris Fioretos ist bei Hanser erschienen.
(JK 02/20)

Regina Porter liest in der Buchhandlung & Antiquariat Lüders am Montag, 10. Februar

Buchhandlung & Antiquariat Lüders
Montag, 10.02.2020 20.00 Uhr

Heußweg 33, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Shakespeare und der Durchschnittsmensch: Regina Porter liest aus ihrem Roman Die Reisenden, der bei S. Fischer erschienen ist.

Sie glaubt an Hamlets Jugendfreunde Rosenkranz und Güldenstern so wie andere Kinder an den Weihnachtsmann. Kein Wunder, dass Claudia Christie später Literaturwissenschaftlerin und Shakespeare-Forscherin wird. Der Grund dafür ist ihr Vater Eddie, der den Vietnamkrieg überlebt, aber mit dem Theaterstück Rosenkranz und Güldenstern sind tot von Tom Stoppard auch einen profunden psychischen Hau mit nach Hause bringt, durch den sein weiteres Leben stets begrenzt bleibt. Das ist eine zentrale Episode in dem wundervollen neuen Roman Die Reisenden der US-amerikanischen Schriftstellerin Regina Porter, einem weitläufigen Panorama der Zeitläufe, das Mitte des 20. Jahrhunderts einsetzt und bis in die Jahre der Präsidentschaft von Barack Obama reicht.

Nur einmal falsch abgebogen, schon nimmt das Schicksal dich in seine ungnädigen Arme, drückt sich an dich und nichts ist mehr wie zuvor. Das ist eine Erfahrung, die Agnes durch ihr Leben begleitet. Auf dem Rückweg von einem Familienbesuch gerät die junge Afroamerikanerin mit ihrem Verlobten Claude auf einer entlegenen Straße in eine Polizeikontrolle. Es ist eine schreckliche Falle, die beide nur mit Glück überleben und die ihr weiteres Leben prägen wird. Agnes heiratet nur kurz darauf den Soldaten Eddie Christie und bekommt mit ihm die beiden Mädchen Beverly und Claudia. „Wo sind die Münzen?“, das ist der erste vollständige Satz, den die kleine Claudia sagen lernt, nachdem ihr Vater bei einem Urlaub von seinem Einsatz in Vietnam zum Einschlafen immer aus dem Theaterstück Rosenkranz und Güldenstern sind tot von Tom Stoppard vorgelesen hat. Die beiden Hauptfiguren Ros und Gül stolpern in dem Stück ziemlich unbeholfen durch die Geschichte rund um Hamlet. Sie sind pausenlos damit beschäftigt, sich die Zeit zu vertreiben, zum Beispiel mit Münzenwerfen. Für Eddie wird das Theaterstück zu einer Obsession, durch die er den Krieg überlebt, und für seine Tochter Claudia sind Shakespeare und der Durchschnittsmensch später ihr „Geschäft“ als Dozentin an der Universität. Verheiratet ist sie mit Rufus, einem Joyce-Forscher, der dem zweiten Familienverband des Romans angehört.

Dennoch sind Die Reisenden viel mehr als ein Familienroman. Kunstvoll hat Regina Porter ihr Figurenensemble aus über 30 Personen in ein sehr zeitgemäßes, multiperspektivisches Panorama eingebunden, es gewährt eine Innenansicht, nämlich dann, wenn die Figuren von sich selbst und von den kleineren und größeren Dramen ihres Lebens erzählen, und eine Außenansicht, für die Interviews, Briefe, berichtende Passagen und durchgängig auch Fotos eingeflochten sind. Das dramaturgische Grundgerüst des meisterhaft komponierten Romans bildet eine unerfüllt bleibende Liebesbeziehung, die sich zu Anfang andeutet und erst auf den letzten Seiten aufgelöst wird. Die Reisenden sind ein intelligent gemachter, gut erzählter und sehr spannender Roman.

Regina Porter studierte am renommierten Iowa Writer’s Workshop und erhielt mehrere Schreibstipendien. Sie ist eine vielfach ausgezeichnete Theaterautorin, sie arbeitete u.a. mit Playwrights Horizons, New York Stage & Film und The Women’s Project zusammen. Ihre bisherigen Texte wurden in der Harvard Review veröffentlicht. Porter wurde in Savannah, im US-Bundesstaat Georgia, geboren, und lebt heute in Brooklyn.

Die Reisenden von Regina Porter ist bei S. Fischer erschienen.
(JK 02/20)

Das Autorenduo Thomas Hoeps und Jac. Toes lesen im Speicherstadtmuseum am Freitag, 7. Februar

Speicherstadtmuseum
Freitag, 07.02.2020 19.30 Uhr

Am Sandtorkai 36, Hamburg
Eintritt: 9 / 11 Euro. Reservierung: Tel. 040-321191, info@speicherststadtmuseum.de 
 

Das Autorenduo Thomas Hoeps und Jac. Toes präsentiert seinen Politthriller Die Cannabis-Connection, der im Unionsverlag erschienen ist.

Dr. Marcel Kamrath ist der ideale Politiker. Charmant, ambitioniert, zielgerichtet und menschenfreundlich. Dem Staatssekretär winkt schon ein Ministeramt, er muss nur noch die Legalisierung von Cannabis erfolgreich durch den Bundestag bringen. Doch dann holt ihn seine begraben geglaubte Vergangenheit wieder ein. Ein Jugendfreund aus Amsterdam taucht auf. Das Wiedersehen wird für Kamrath zu einem gnadenlosen Machtkampf, in dem ihm die Kontrolle mehr und mehr entgleitet. Immer tiefer wird Kamrath in ein gefährliches Duell hineingetrieben, das er nur überleben kann, wenn er alles opfert, was ihm wichtig ist.

Das Autorenduo Hoeps & Toes arbeitet seit Jahren Hand in Hand. Thomas Hoeps übersetzt die Kapitel von Jac. Toes aus dem Niederländischen ins Deutsche und schreibt seine eigenen Kapitel auf Deutsch.

Jac. Toes, geboren 1950 in Den Haag lebt und arbeitet als freier Gerichtsreporter in Arnheim. Nach dem Studium der Niederländischen Literatur war er als Lehrer tätig. Er engagierte sich in Arnheim in der Hausbesetzerszene und gründete 1980 einen Piraten-Radiosender. Seit 1995 arbeitet er ausschließlich als Schriftsteller und Drehbuchautor. 1998 erhielt Toes den niederländischen Krimipreis Gouden Strop für Fotofinish. In Deutschland wurde er für sein Werk mit der Goldenen Handschelle ausgezeichnet.

Thomas Hoeps, geboren 1966, lebt und arbeitet in Krefeld und Mönchengladbach. Er jobbte im DaimlerBenz-Datenarchiv, im physikalischen Labor, am Pferde-Wettschalter und als Journalist, bis er über Terrorismus in der deutschen Literatur promovierte. 1997 veröffentlichte er seinen Debütroman Pfeifer bricht aus, es folgten Gedichte, Erzählungen und ein Theaterstück. Für seine Bücher erhielt er u.a. den Literaturförderpreis der Stadt Düsseldorf und den Nettetaler Literaturpreis. Er ist Leiter des Kulturbüros der Stadt Mönchengladbach.

Die Cannabis-Connection von Thomas Hoeps und Jac. Toes ist im Unionsverlag erschienen.
(JK 02/20)

Alexandra Fröhlich liest Im stories! im Falkenriedquartier am Donnerstag, 6.Februar

stories! im Falkenriedquartier
Donnerstag, 06.02.2020 19.30 Uhr

Straßenbahnring 17, Hamburg
Eintritt: 5 Euro. Anmeldung: anmeldungen@stories-hamburg.de

Alexandra Fröhlich liest aus ihrem neuen Roman Dreck am Stecken, der bei Penguin erschienen ist.

Eine Familie, die sich fremd geworden ist. Ein unerwartetes Erbe, das sie wieder zusammenführt. Und jede Menge Dreck am Stecken...

Opa Heinrich ist tot. Sein Vermächtnis: ein vergilbtes Tagebuch. Johannes und seine Brüder beschließen erst mal, seine Vergangenheit ruhen zu lassen. Doch zur Beerdigung erscheinen lauter Menschen, die sie noch nie gesehen haben, eine alte Dame ist sogar aus Argentinien angereist. Was hatte der Großvater mit diesen Leuten zu schaffen? Aus Neugierde beginnt Johannes, das Tagebuch zu lesen. Danach ist klar: Die vier Brüder müssen ihrer Familiengeschichte auf den Grund gehen. Denn Opa hatte Dreck am Stecken. Und zwar nicht zu knapp...

Alexandra Fröhlich lebt als Autorin in Hamburg und arbeitet als freie Textchefin für verschiedene Frauenmagazine. Mit ihren Romanen Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen und Gestorben wird immer stand sie monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Dreck am Stecken von Alexandra Fröhlich ist bei Penguin erschienen.
(JK 02/20)


David Wagner liest im Literaturhaus am Mittwoch, 29. Januar

Literaturhaus
Mittwoch, 29.01.2020 19.30 Uhr

Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

David Wagner liest aus seinem neuen Buch Der vergessliche Riese, das bei Rowohlt erschienen ist.

Er ist verwitwet und langsam wieder zum Kind geworden. Als sein Sohn ihn am Hamburger Hauptbahnhof einsammelt, um ihn nach Bonn zu begleiten, wo er lebt, fragt er zuerst: »Was machst du denn hier, Freund«. Er braucht Betreuung und wird sein Haus verlassen müssen, denn er vergisst, was gerade eben noch gewesen ist. Immer wieder erzählt er von seinen Liebesgeschichten, und manchmal phantasiert er auch einfach nur, während der Sohn im bei seinen Besuchen seine Vergangenheit zeigt: „Hier haben wir gewohnt, Papa, hier hast du gearbeitet, hier bist du aufgewachsen“. David Wagner erzählt all das in seinem Vaterportrait Der vergessliche Riese warmherzig und stets mit einer leisen Ironie, während die Demenz fast unmerklich voranschreitet. Ein großes Thema, das ganz beiläufig auch das Glück des Lebens feiert, das der Derwisch bekanntlich eine Reise nennt.

David Wagner, 1971 geboren, debütierte mit dem Roman Meine nachtblaue Hose. Mit dem Roman Vier Äpfel stand er auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. 2013 wurde ihm für sein Buch Leben der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen, 2014 erhielt er den Kranichsteiner Literaturpreis und war erster Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur an der Universität Bern. Der vergessliche Riese brachte ihm 2019 den Bayerischen Buchpreis und eine Platzierung auf der Shortlist für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis ein. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin.

Der vergessliche Riese von David Wagner ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 01/20)


Jonathan Safran Foer liest in der Laeiszhalle am Mittwoch, 22. Januar

Laeiszhalle
Mittwoch, 22.01.2020 20.00 Uhr

Johannes-Brahms-Platz, Hamburg
Eintritt: 15 / 18 Euro

Es ist ja nur Wetter: Jonathan Safran Foer liest aus seinem neuen Buch Wir sind das Klima, das bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

Was denn nun richtig sei und zu tun, steht als Frage plötzlich überall im Raum. Es muss nur eine ungewöhnlich milde Wetterphase im Herbst geben oder einen Wintersturm, der Bäume auf die Bahngleise legt, sofort raunt es aus allen Ecken: „Ist das noch Wetter oder schon Klimawandel?“ Kein anderes Thema ist in den letzten Monaten so intensiv und kontrovers diskutiert worden. Befeuert wird die Debatte durch die inzwischen weltweite Jugend- und Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future, die flammenden Auftritte der sechzehnjährigen Klima-Aktivistin Greta Thunberg, aber auch durch jemanden wie Richard David Precht. Der Philosoph fordert von der Politik Verbote, um eine „Ökodiktatur“ in der Zukunft zu verhindern. Das wäre sicher auch Jonathan Safran Foer recht, doch in seinem Buch Wir sind das Klima macht er einen anderen Vorschlag, der uns individuell in die Pflicht nimmt.

Bis er zum Thema kommt, braucht Jonathan Safran Foer mehrere Anläufe und erlaubt sich am Ende auch wieder mehrere Auslaufrunden, zu denen ein „Gespräch mit der Seele“, „Mehr Leben“ und ein Anhang von 60 Seiten gehören, der zeigt, welch enormer Rechercheaufwand in das Buch eingeflossen ist. Zu Beginn legt er mehrere historische Fäden aus, erzählt von seiner Familiengeschichte, von „emotionalen Grenzen“ und der Schwierigkeit etwas zu glauben, das, wie der Klimawandel, nicht durch unmittelbare Wahrnehmung verbürgt werden kann. Es ist ja nur Wetter, was wir erleben, nur Umwelt. Erst auf Seite 72 gibt Foer schließlich ein „Handzeichen“ und man erfährt, worum es ihm geht: Er plädiert dafür, dass wir alle anders essen. Wer es eilig hat, kann eine Abkürzung nehmen: Von Seite 92 bis 117 sind die wichtigen Punkte in kurzen Aufzählungen zusammengefasst. Da erfährt man, dass „Menschen 0,01 Prozent des Lebens auf der Erde stellen“, aber „neunundfünfzig Prozent des verfügbaren Landes zum Anbau von Tierfutter“ nutzen. Nutztierhaltung ist zu über 90 Prozent für die Rodungen im Amazonas verantwortlich und ein „Hauptverursacher“ des Klimawandels. Die Schlussfolgerung daraus kann nur eine Ernährungsumstellung sein. Jonathan Safran Foers Vorschlag dazu ist keineswegs radikal, er will niemanden überreden, in Zukunft ausschließlich vegan zu leben, sondern gibt lediglich eine Leitmaxime vor: „keine tierischen Produkte vor dem Abend“. Dafür wünscht er sich eine große Bewegung. Doch wie schwer derartige Vorsätze einzuhalten sind, hat er auch selbst schon erfahren. Obwohl er durch sein Buch Tiere essen zu einem strengen Gegner von Massentierhaltung wurde, hat er „in schwierigen Zeiten“ Fleisch gegessen, „meistens Burger“ am Flughafen. Was der Autor da an seiner eigenen Person exemplifiziert, ist ein Beispiel für die Grenzen individuellen Handelns. Etwas ratlos fragt man sich nach der Lektüre von Wir sind das Klima deshalb, wo eigentlich die Politik bleibt, die das, was Foer aufwirft, in gültige und rasch umsetzbare Regeln für ein gemeinsames Handeln übersetzt.

Jonathan Safran Foer gehört zu den profiliertesten amerikanischen Autoren der Gegenwart. Seine Romane Alles ist erleuchtet, Extrem laut und unglaublich nah und Hier bin ich wurden mehrfach ausgezeichnet und in 36 Sprachen übersetzt. Sein Sachbuch Tiere essen war ebenfalls ein internationaler Bestseller. Foer lebt in Brooklyn, New York.

Wir sind das Klima von Jonathan Safran Foer ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 01/20)

Sonntag

Der Musiker und Autor Thees Uhlmann liest in der Laeiszhalle am Dienstag, 14. Januar

Laeiszhalle
Dienstag, 14.01.2020 20.00 Uhr

Johannes-Brahms-Platz, Hamburg
Eintritt: 15 / 18 Euro

Der Musiker und Autor Thees Uhlmann liest aus seinem neuen Buch Die Toten Hosen, das bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

Ein handgeschriebener Zettel am Schwarzen Brett seiner Schule – „Wer will mit zum Toten-Hosen-Konzert nach Hamburg? Bus wird organisiert. Eintragen!“ – markiert den Beginn eines Orkans, der Thees Uhlmann aus der Ödnis ins Paradies wirbelt. Es ist 1988, und wer wie Thees Uhlmann zwischen Helmut Schmidt und Angela Merkel als Punk in Deutschland aufwächst, der liebt die Toten Hosen für immer. Und lernt fürs Leben: „Befehl an alle! Bleibt besser klug.“ Thees Uhlmann erzählt von einer Liebe, die seit 30 Jahren währt, von einer Freundschaft, die entstanden ist, von gemeinsamen Konzerten und Fußballausflügen und dem Blitz der Erkenntnis in den bizarrsten Situationen.

Thees Uhlmann, geboren 1974 in Hemmoor, ist Musiker und Autor. Mit seiner Band Tomte und seit 2011 als Solokünstler feiert er große Erfolge, zuletzt mit seinem Album Junkies und Scientologen. Sein Romandebüt Sophia, der Tod und ich begeisterte Kritik und Publikum und war ein Spiegel-Bestseller. Er wurde fürs Theater adaptiert, in mehrere Sprachen übersetzt und wird demnächst fürs Kino verfilmt. Thees Uhlmann arbeitet an seinem zweiten Roman.

Die Toten Hosen von Thees Uhlmann ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 01/20)

Jan Peter Bremer liest im Literaturhaus am Dienstag, 14. Januar

Literaturhaus
Dienstag, 14.01.2020 19.30 Uhr

Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Jan Peter Bremer liest aus seinem Roman Der junge Doktorand, der im Berlin Verlag erschienen ist. Carsten Otte moderiert.

Alle paar Jahre legt der Berliner Jan Peter Bremer schmale Romane vor, die es in sich haben, von großer Komik sind und en passant Kluges und Gedankenreiches verbreiten. Der junge Doktorand, Bremers jüngstes Kabinettstück, ist ein „raffinierter Künstlerroman“ (Frankfurter Rundschau), der in die norddeutsche Provinz führt. Dort, in einer Wassermühle, leben der Maler Günter Greilach und seine Frau Natascha. Ersterer ist ein meist übellauniger Künstler, der es sich mit fast allen verscherzt hat und darunter leidet, dass die Welt die ihm fraglos zustehende Anerkennung konstant verweigert. Doch noch ist nicht alle Hoffnung verloren. Denn es kündet sich ein Mann namens Florian Sommer an, ein Doktorand, der, so scheint es, über einer bahnbrechenden Arbeit zu Greilachs Werk sitzt und der Misere ein Ende bereiten könnte. Neunmal hat der junge Wissenschaftler sein Kommen kurzfristig abgesagt, doch nun fährt er endlich vor, und alles scheint auf einen intensiven Austausch zwischen Künstler und Forscher hinzudeuten.

Dass das alles vielleicht ein großes Missverständnis ist und dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick aussieht, davon erzählt dieser Ehehöllenkünstlerroman, der bisweilen so klingt, „als habe man Thomas Bernhard mit Loriot gekreuzt“ (Deutschlandfunk Kultur), auf sehr vergnügliche Weise.

Jan Peter Bremer, 1965 in Berlin geboren, erhielt für einen Auszug aus seinem Roman Der Fürst spricht 1996 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Er nahm Aufenthaltsstipendien im In- und Ausland wahr, unterrichtete am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und veröffentlichte zahlreiche weitere ausgezeichnete Romane, Hörspiele und ein Kinderbuch. Für seinen Roman Der amerikanische Investor (2011) wurde Bremer zuletzt mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Mörike-Preis und dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet. Sein neuer Roman Der junge Doktorand ist für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert. Jan Peter Bremer lebt in Berlin.

Der junge Doktorand von Jan Peter Bremer ist im Berlin Verlag erschienen.
(JK 01/20)

Tina Soliman liest im Literaturzentrum im Literaturhaus am Donnerstag, 9. Januar

Literaturzentrum im Literaturhaus
Donnerstag, 09.01.2020 19.30 Uhr

Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 6 / 8 Euro

Vom spurlosen Verschwinden des Menschen im digitalen Zeitalter: Tina Soliman stellt ihr Buch Ghosting vor, das bei Klett-Cotta erschienen ist. Eric Hegmann moderiert.

Ghosting ist ein Massenphänomen und bedroht weltweit alle digitalisierten Gesellschaften. Im Gespräch mit Betroffenen und Fachleuten beleuchtet Tina Soliman erstmals, welche ungeahnten Ausmaße das Ghosting heute schon angenommen hat. Warum breitet es sich weltweit und auch in Deutschland so rasant aus? Die Expertin zum Thema „Kontaktabbruch“ lässt Ghosting-Betroffene und „Ghosts“ zu Wort kommen und zeigt, wie zwischenmenschliche Beziehungen durch Ghosting gefährdet oder zerstört werden.

Bewegend berichten Ghosting-Betroffene, wie das Schweigen auf sie wirkt, so als hätten sie bei den Verschwundenen mit einem Geist oder Gespenst zu tun gehabt. War der andere überhaupt da? War alles nur Einbildung? Clara wird von ihrem Freund Julius von einer Minute auf die andere verlassen. Sein Telefon ist abgemeldet, seine E-Mails kommen zurück und sie muss nach einigen Wochen feststellen, dass er sein Verschwinden monatelang minutiös geplant hat. Plötzlich steht sie vor dem Nichts. Und doch muss, wer „geghostet“ wird, weiterleben, als hätte es den Einbruch des plötzlichen Schweigens, diese vollständige, abrupte Trennung, nie gegeben. Unser durchdigitalisierter Alltag begünstigt diese erschreckende Entwicklung. Mit viel Einfühlungsvermögen spürt Tina Soliman die Hintergründe auf, vor denen sich das Phänomen Ghosting abspielt.

Tina Soliman ist Journalistin, Autorin und Regidsseurin. Sie volontierte bei der FAZ. Seit den 90er-Jahren hat sie preisgekrönte TV-Dokumentationen für die ARD und das ZDF realisiert. Tina Soliman erhielt u.a. den 6. Marler Fernsehpreis für Menschenrechte von Amnesty International, den Katholischen Medienpreis der Deutschen Bischofskonferenz, die Silbermedaille bei den New York Festivals sowie zahlreiche Nominierungen, u.a. beim 54.  Festival de Television de Monte-Carlo.  Ihre Dokumentationen werden weltweit ausgestrahlt. Sie arbeitet als regelmäßige Autorin für die ZDF-Sendereihe 37 Grad, Die Story im Ersten (ARD) und für das Politikmagazin Panorama (ARD). 2011 veröffentlichte sie Funkstille. Wenn Menschen den Kontakt abbrechen.

Ghosting von Tina Soliman ist bei Klett-Cotta erschienen.
(JK 01/20)

Angela Winkler liest im St. Pauli Theater am Montag, 6. Januar

St. Pauli Theater
Montag, 06.01.2020 20.00 Uhr
Spielbudenplatz 29-30, Hamburg
Eintritt: 18 Euro

Autobiographische Skizzen: Die Schauspielerin Angela Winkler liest aus ihrem Buch Mein blaues Zimmer, das bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

„Ich versuche, wahr und einfach zu sein. Aber manchmal habe ich keinen Schutzmantel um mich.“ Angela Winkler.

Eigentlich führt die Schauspielerin Angela Winkler mehr als ein Leben: für die Bühne, für den Film – und gleichermaßen für ihre Familie. In Mein blaues Zimmer erzählt sie von diesen Leben, nimmt uns mit hinter die Kulissen ihres geliebten Theaters und berichtet von den Erfahrungen, die sie zu der starken Frau gemacht haben, die sie heute ist.

Winkler erzählt so warmherzig wie offen von all den Dramen, wie sie im Leben so plötzlich eintreten: den verpassten Augenblicken, Möglichkeiten und Unglücken ebenso wie von den Glücksmomenten, Erfolgen und prägenden Begegnungen. Sie erinnert sich an ihre Anfänge als Schauspielerin am legendären Theater in Castrop-Rauxel und beim Neuen Deutschen Film, an die vielen fast verfallenen Häuser in Italien und Frankreich, die sie gemeinsam mit ihrem Mann umgebaut und zum Leben erweckt hat, und lässt uns an ihrer Liebe zur Natur teilhaben. Wir stehen mit ihr auf der Bühne und vor der Kamera, begleiten sie bei ihrer Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Peter Zadek, Klaus-Michael Grüber, Robert Wilson oder Volker Schlöndorff – und bei ihren kleinen und großen Fluchten aus dem Theaterbetrieb. Einfühlsam, auf ihre ganz eigene Art, erzählt sie von ihrer Familie, ihrer Mutter, die über 100 Jahre alt wurde, von der Geburt ihrer vier Kinder und nicht zuletzt vom Alt-Sein als Künstlerin. So lernen wir Angela Winkler als außergewöhnliche Frau kennen, die mit eigenem Kopf durch die Welt geht und den Zwängen des Lebens bis heute so viel Eigenwilligkeit wie möglich entgegensetzt.

Angela Winkler, geboren 1944 in Templin, zählt zu den großen Schauspielerinnen unserer Zeit. Durch Rollen in den Volker-Schlöndorff-Filmen Die verlorene Ehre der Katharina Blum und Die Blechtrommel wurde sie in den 1970er-Jahren zu einem nationalen wie internationalen Star. Doch ihre Liebe galt und gilt dem Theater. Von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert, arbeitete sie mit berühmten Regisseuren wie Peter Zadek, Klaus-Michael Grüber, Luc Bondy oder Robert Wilson zusammen. 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum mit Chansons.

Mein blaues Zimmer von Angela Winkler ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 01/20)

Mechthild Borrmann liest im Harburger Theater am Sonntag, 5. Januar

Harburger Theater
Sonntag, 05.01.2020 11.00 Uhr
Museumsplatz 2, Hamburg

Die Geschichte einer verlorenen deutschen Kindheit: Mechthild Borrmann liest aus ihrem Roman Grenzgänger, der bei Droemer erschienen ist.

Heimkinder in den 50er und 60er Jahren. Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihren Zeitgeschichte-Romanen Grenzgänger und Trümmerkind monatelang auf der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau – ein ehemaliges Heimkind – , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier in den 50er und 60er Jahren verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen. Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen als Heimkinder in ein kirchlich geführtes Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.

Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit Wer das Schweigen bricht schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den Geiger wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis „Grand Prix des Lectrices“ der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit Die andere Hälfte der Hoffnung für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

Grenzgänger von Mechthild Borrmann ist bei Droemer erschienen.
(JK 01/20)


Donnerstag

Renate Ahrens liest im Literaturzentrum im Literaturhaus am Sonntag, 8. Dezember

Literaturzentrum im Literaturhaus
Sonntag, 08.12.2019  17.00 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg  
Eintritt: 5 / 7 Euro

Renate Ahrens liest aus ihrem neuen Roman Der andere Himmel, der bei Knaur erschienen ist.

Die bewegende Autobiografie des Schriftstellers Frank Hollmann sorgt in ganz Deutschland für Schlagzeilen, berichtet sie doch von einem dramatisch gescheiterten Flucht-Versuch aus der DDR in den 70er-Jahren. Den diversen Besprechungen und Experten-Runden kann irgendwann auch Irina Lohrisch nicht mehr aus dem Weg gehen, obwohl sie es nach Kräften versucht. Denn für Irina ist Frank nicht irgendein Schriftsteller, und er beschreibt nicht irgendeinen Flucht-Versuch – diese Geschichte ist ihre Geschichte, die Geschichte der Liebe ihres Lebens. Und das Zeugnis eines bitteren Verrats. Oder kann es mehr als nur eine Version von Wahrheit geben?

Die Hamburger Autorin Renate Ahrens besticht durch ihre schnörkellose und eindringliche Sprache mit einem Roman, der zutiefst bewegt. Wie schon in ihren Büchern Das gerettete Kind und Alles, was folgte wird auch in Der andere Himmel unsere jüngere Geschichte greifbar als das Schicksal einzelner Menschen.

Renate Ahrens wurde 1955 in Herford geboren, studierte Anglistik und Romanistik und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 als freie Autorin zu arbeiten begann. Sie schreibt Romane, Kinderbücher und Theaterstücke. Nach Lebensstationen in Frankreich, Südafrika, Italien und Irland lebt sie heute mit ihrem Mann in Hamburg. Renate Ahrens ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland.
  
Der andere Himmel von Renate Ahrens ist bei Knaur erschienen.
(JK 12/20)

Freitag

Jan Steinbach liest in der Buchhandlung Boysen + Mauke am Samstag, 7. Dezember

Buchhandlung Boysen + Mauke
Samstag, 07.12.2019  15.00 Uhr
Große Johannisstr. 19, Hamburg  
Eintritt: 5 Euro. Anmeldungen: I.Dammin@schweitzer-online.de

Weihnachten am Meer: Jan Steinbach liest aus seinem Roman Das Strandhaus der kleinen Kostbarkeiten, der bei Rütten & Loening erschienen ist.

Widerwillig reist Karen zu ihrer entfremdeten Mutter an die Nordsee. Der jährliche Pflichtbesuch in Husum ist das Einzige, was die beiden noch verbindet. Dann begegnet Karen ihrem Jugendfreund Bent, für den sie schon damals mehr empfand, als sie sich eingestehen mochte. Bent will in der alten Heimat einen Gasthof am Meer eröffnen. Das gemeinsame Kochen im Strandhaus stellt nicht nur Karens Gefühlswelt auf den Kopf, auch werden alte Familiengeheimnisse ans Licht gebracht. Karen würde am liebsten davonlaufen – wäre da nicht die Magie der Weihnachtsnacht, die sie darin bestärkt, endlich zu ihren wahren Gefühlen zu stehen.
Eine wunderschöne Liebesgeschichte voll kleiner Köstlichkeiten und mit aromatischen Weihnachtsrezepten aus dem Norden.

Jan Steinbach, geboren 1973, ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Schriftstellers, der bei einer Reise an die Ostsee seine Leidenschaft für Lübeck und Travemünde entdeckte. Inspiriert von Marzipan und Weihnachtszauber entstand die Idee für diese weihnachtliche Liebesgeschichte.  

Das Strandhaus der kleinen Kostbarkeiten von Jan Steinbach ist bei Rütten & Loening erschienen.
(JK 12/19)