Sonntag

Harald Lesch beim 10. Harbour Front Literaturfestival am Sonntag, 14. Oktober

10. Harbour Front Literaturfestival
Bucerius Law School
Sonntag, 14.10.2018  20.00 Uhr
Jungiusstraße 6, Hamburg
Eintritt: 14 Euro

Es ist höchste Zeit! Harald Lesch stellt sein Buch Wenn nicht jetzt, wann dann? Handeln für eine Welt, in der wir leben wollen vor, das bei Penguin erschienen ist.

Professor Harald Lesch ist Astrophysiker an der Ludwig-Maximilians-Universität München und einer der bekanntesten Naturwissenschaftler in Deutschland. Seit vielen Jahren vermittelt er in zahlreichen Büchern und seiner Sendung Leschs Kosmos spannendes naturwissenschaftliches Wissen auf verständliche und unterhaltsame Weise. Zusammen mit dem Publizisten und Dokumentarfilmer Klaus Kamphausen startet er nun einen Weckruf zur Klima-, Umwelt- und Gesellschaftskrise. In einer Welt, in der ein dramatischer Klimawechsel im Gang Leben bis zum Zerreißen ökonomisiert ist, droht Ratlosigkeit zur Erstarrung zu führen. Harald Lesch ruft zum Aufwachen auf und rät, die Zeit nicht mit Verzagen zu verbringen, sondern aufzustehen und zu handeln. Wenn nicht jetzt, wann dann?  ist das Motto der Stunde. Harald Lesch gibt konkrete Antworten auf die Frage, was jetzt zu tun ist für eine Welt, in der wir leben wollen.

An jeder Ecke scheint es zu brennen: Die Menschen haben einen dramatischen Klimawandel in Gang gesetzt. Rücksichtslos werden Mensch und Natur ausgebeutet. Das Leben ist bis zum Zerreißen durchökonomisiert, die Gesellschaft gespalten. Überall stecken wir in lähmenden Widersprüchen. Ratlosigkeit macht sich breit. Was können wir, was kann jeder Einzelne tun? Wir haben keine Zeit zu verzagen, sagen Harald Lesch und Klaus Kamphausen. An zahlreichen Beispielen zeigen sie, wie wir mit Widersprüchen umgehen können, und erörtern mit namhaften Experten wie Ottmar Edenhofer, Karen Pittel und Ernst Ulrich von Weizsäcker Lösungsansätze, Handlungsmöglichkeiten und Ideen für ein gedeihliches Zusammenleben. Ein Weckruf und ein Mutmachbuch!

Gedruckt wird das Buch nach dem weltweit einzigartigen Druckverfahren Cradle-to-Cradle TM auf höchstem ökologischem Niveau. Auf ein Einschweißen wird daher verzichtet. Papier, Druckfarben und weitere Druckkomponenten sind für den biologischen Kreislauf optimiert und zu 100% recyclingfähig. Das Buch wurde in Österreich auf Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft gedruckt.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Handeln für eine Welt, in der wir leben wollen von Harald Leschist bei Penguin erschienen.
(JK 10/18)

Jonas Jonasson beim 10. Harbour Front Literaturfestival am Sonntag, 14 Oktober

10. Harbour Front Literaturfestival
Laeiszhalle (Kleiner Saal)
Sonntag, 14.10.2018  20.00 Uhr
Gorch-Fock-Wall 29, Hamburg
Eintritt: 14 / 17 / 20 Euro

Der Hundertjährige, Kim Jong-un, Angela Merkel, Donald Trump und die Atomwaffe. Endlich gibt es eine Fortsetzung des Weltbestsellers: Jonas Jonasson stellt seinen neuen Roman Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten vor, der bei C. Bertelsmann erschienen ist. Der Welterfolg-Autor Jonas Jonasson wird auf seiner Reise begleitet von dem Moderator Bernhard Robben und dem Schauspieler Joachim Król.

Allan Karlsson hat genug von dem Dauerurlaub auf Bali. Allerdings: Was als beschauliche Heißluftballonfahrt zum 101. Geburtstag geplant war, endet als Bruchlandung auf hoher See, wo Allan und sein Gefährte Julius von einem nordkoreanischen Schiff aufgefischt werden. Als Karlsson erfährt, dass der Kapitän in geheimem Auftrag für Kim Jong-un mit Kurs auf Pjöngjang unterwegs ist, nimmt das nächste wahnwitzige politische Abenteuer seinen Lauf. Und schon steckt der Hunderteinjährige, der sich mit Atomwaffen bestens auskennt, mitten in einer heiklen Mission, die ihn von Nordkorea über New York bis in den Kongo und von Angela Merkel zu Donald Trump führen wird.

Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist unter anderem für die Zeitungen Smålandsposten und Expressen. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er seine Firma und schrieb den Roman, über den er schon jahrelang nachgedacht hatte: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Das Buch wurde zunächst in Schweden und später weltweit zu einem Bestseller. Auch die Verfilmung war international höchst erfolgreich. Jonassons weitere Romane Die Analphabetin, die rechnen konnte sowie Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind wurden ebenfalls sofort Nr.-1-Bestseller.

Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten von Jonas Jonasson ist bei C. Bertelsmann erschienen.
(JK 10/18)

Lese-Show mit Julia Engelmann in der Laeiszhalle (Großer Saal) am Dienstag, 9. Oktober und Mittwoch, 10. Oktober

Laeiszhalle (Großer Saal)
Dienstag, 09.10.2018  20.00 Uhr
Mittwoch, 10.10.2018  20.00 Uhr
Johannes-Brahms-Platz, Hamburg
Eintritt: ab 28,80 Euro

Lese-Show mit Julia Engelmann: Elf ihrer Gedichte hat Julia Engelmann für ihre erste CD Poesiealbum vertont, und bei ihrer Tour in diesem Herbst stellt sie auch ihr viertes Buch vor Keine Ahnung, ob das Liebe ist, das bei Goldmann erschienen ist.

Die Liebe und das Leben, Geborgenheit, Sehnsucht und die Suche nach einem eigenen Platz in der Welt, das sind die Themen der Gedichte und Songs von Julia Engelmann. Die junge Poetry-Autorin, Schauspielerin und Musikerin begeistert seit ihrem Debüt Eines Tages, Baby (2014) das ganz große Publikum in Deutschland. Berühmt wurde sie nach einem Auftritt beim Bielefelder Hörsaal-Slam 2013, der auf YouTube viral ging und inzwischen über elf Millionen mal angeklickt wurde. Seitdem wird sie gerne als „Stimme einer Generation“ (FAZ) vereinnahmt und für ein „Lebensgefühl“ (Huffington Post) gefeiert, das mit ihr in die Welt gekommen ist, während andere finden, dass uns „das gerade noch gefehlt hat“ (Spiegel) und ihre Texte für brav und angepasst halten.

Julia Engelmann regt zum Nachdenken an und macht Mut, ihre Zeilen sprühen vor Energie und Lebensfreude und berühren das Herz. Sie wurde 1982 geboren und wuchs in Bremen auf. Schon früh nahm sie an Poetry Slams teil. Neben dem Slammen gilt ihre Leidenschaft der Musik.

Keine Ahnung, ob das Liebe ist von Julia Engelmann ist bei Goldmann erschienen.
(JK 10/18)

Julius Fischer liest am Dienstag, 9. Oktober im Uebel & Gefährlich

Uebel & Gefährlich
Dienstag, 09.10.2018  20.00 Uhr
Feldstraße 66, Hamburg
Eintritt: 8 / 10 Euro

Der Autor und Liedermacher Julius Fischer liest aus seinem neuen Roman Ich hasse Menschen, der bei Voland & Quist erschienen sind.

Julius Fischer hasst Menschen. Das fängt bei Kindern an. Pubertät geht auch gar nicht. Noch ätzender sind eigentlich nur Studenten. Und natürlich Berufstätige. Die sind am schlimmsten. Aber nichts im Vergleich zu Rentnern. In seinem Debütroman erzählt er davon, wie er versucht, all diesen Leuten aus dem Weg zu gehen. Und wie er daran scheitert. Er berichtet von dem Agenten, der ihn als 'der lustige Dicke' meistbietend an große Verlage verhökern wollte, oder der esoterischen Reiseführerin auf seiner Hochzeitsreise am Stechlin. Von der Tour mit seinen Lesebühnen-Kollegen oder dem Besuch der Leipziger Buchmesse mit seinem Freund, dem Ultra Enrico. Und davon, wie er immer wieder verzweifelte.

Ich hasse Menschen von Julius Fischer ist bei Voland & Quist erschienen.
(JK 10/18)

Alexa Hennig von Lange liest am Dienstag, 9. Oktober, im Bucerius Kunst Forum

Bucerius Kunst Forum
Dienstag, 09.10.2018  20.00 Uhr
Rathausmarkt 2, Hamburg
Eintritt: 8 / 10 Euro

Alexa Hennig von Lange liest aus ihrem neuen Roman Kampfsterne vor, der bei DuMont erschienen sind. Andreas Hoffmann moderiert.

Wie kann sich das richtige Leben nur so falsch anfühlen? 1985 – Es ist ein verrückter, heißer Sommer, in dem Boris Becker Wimbledon gewinnt, vier Passagierflugzeuge innerhalb eines Monats abstürzen, alle großen Rockstars bei Life Aid für das hungernde Afrika singen und in einer Siedlung am Rand der Stadt drei Familien zu zerbrechen drohen. Ulla und Rainer. Rita und Georg. Ella und Bernhard. Drei Paare. Mütter und Väter. Sie wohnen in dänischem Design, fahren nach Südfrankreich in den Urlaub, schicken ihre Kinder zum Cello-Unterricht und zum Intelligenztest. Sie versuchen, sich als aufgeklärte und interessierte Menschen zu beweisen, die das richtige Leben führen. Wo wäre das leichter als in den sorgenfreien Achtzigerjahren der Bundesrepublik? Und warum funktioniert es trotzdem nicht?

Alexa Hennig von Lange erzählt die Geschichte einer Generation von Eltern, die ein freieres Miteinander wollten. Der Ideologien, denen sie folgten. Der Liebe, die sie verband. Der Ängste, die sie hatten. Der Kindheit, die sie sich für ihre Söhne und Töchter wünschten. Der Fehler, die sie machten. Der Entschlüsse, die ihre Kinder deshalb fassten.

Alexa Hennig von Lange, geboren 1973, wurde mit ihrem Debütroman Relax 1997 zu einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation. Es folgten zahlreiche weitere Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Jugendbücher. 2002 wurde Alexa Hennig von Lange mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Die Schriftstellerin lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in Berlin.

Kampfsterne von Alexa Hennig von Lange ist bei DuMont erschienen.
(JK 10/18)

Martin Walser und Jakob Augstein beim 10. Harbour Front Literaturfestival am Freitag, 5. Oktober

10. Harbour Front Literaturfestival
Laeiszhalle (Kleiner Saal)
Freitag, 05.10.2018  20.00 Uhr
Gorch-Fock-Wall 29, Hamburg
Eintritt: 14 / 17 / 20 Euro

Martin Walser und Jakob Augstein stellen ihr Buch Das Leben wortwörtlich. Ein Gespräch vor, das bei Rowohlt erschienen ist.

Der Vater Schriftsteller, der Sohn Journalist. Auf eine lange gemeinsame Geschichte können die beiden nicht zurückblicken. Zum ersten Mal getroffen haben sie sich, als der Sohn fast 40 war. Nun aber sprechen sie intensiv über die nicht gemeinsam erlebten Zeiten: über das Leben Martin Walsers. Über dessen Jugend in Wasserburg am Bodensee. Sie sprechen über den Krieg, über das Schreiben, über Geld, über Uwe Johnson und Willy Brandt. Sex sei kein Sujet, sagt Walser, und so sprechen sie stattdessen über das Lieben. Und über das Beten. Der Sohn will die Sicht des Vaters kennenlernen und natürlich spielen da auch Auschwitz und die deutsche Vergangenheit eine Rolle, ohne die das Leben und die Romane von Martin Walser nicht zu denken sind. Gemeinsam blicken Vater und Sohn, Schriftsteller und Journalist, auf die deutsche und die eigene Vergangenheit – bewegend und persönlich nehmen sie Das Leben wortwörtlich.

„Dies ist das mit Abstand interessanteste Gesprächsbuch zwischen einem Vater und einem Sohn, das man sich jetzt, in der deutschen Gegenwart, denken kann … ein wichtiges Buch.“ (Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

„Dieses Buch ist ein lauter, öffentlicher Befreiungsschlag. Der Versuch des Sohnes, die eigene Geschichte zu erzählen. Auch die Verletzung. Die Scham. Das Gespräch ist auf den ersten Blick – und auf den zweiten und dritten auch – eine erzählte Autobiografie des Vaters.“ (Volker Weidermann, Der Spiegel)

„Ein Band, der es in sich hat. Informativ, persönlich und kurzweilig. Ideal für Leser, denen an deutscher Geschichte im Allgemeinen und an Martin Walsers Werk im Besonderen gelegen ist.“ (Martin Oehlen, Frankfurter Rundschau)

Das Leben wortwörtlich. Ein Gespräch von Martin Walser und Jakob Augstein ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 09/18)

Andreas Eschbach beim 10. Harbour Front Literaturfestival am Donnerstag, 4. Oktober

10. Harbour Front Literaturfestival
St. Pauli Kirche
Donnerstag, 04.10.2018  20.00 Uhr
Pinnasberg 80, Hamburg
Eintritt: 14 Euro

Das "NSA", die Komputer und die totale Überwachung: Andreas Eschbach stellt seinen Roman NSA vor, der bei Lübbe erschienen ist. Hans-Juergen Fink moderiert den Abend.

Weimar 1941/42: Die Programmstrickerin Helene arbeitet im „NSA“, dem Nationalen Sicherheitsamt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger im Dritten Reich überwacht werden können. Erst als die große Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, beginnt sie sich aufzulehnen. Dabei muss sie nicht nur gegen das Regime kämpfen, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten Lettke. Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Andreas Eschbach erzählt die Geschichte von Menschen in einer Welt, in der jeder gläsern ist und manipuliert werden kann. Damit eröffnet er einen ganz neuen Blick auf hochaktuelle Themen wie Datensammlung und deren Auswertung, auf Propaganda, Fake News, Manipulation und Fremdenhass.

Andreas Eschbach, 1959 in Ulm geboren, studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung „für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs“ schrieb er seinen ersten Roman Die Haarteppichknüpfer, der 1995 erschien und für den er 1996 den Literaturpreis des Science-Fiction-Clubs Deutschland erhielt. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller Das Jesus-Video (1998), der im Jahr 1999 drei literarische Preise gewann und zum Taschenbuchbestseller wurde. ProSieben verfilmte den Roman, der erstmals im Dezember 2002 ausgestrahlt wurde und Rekordeinschaltquoten bescherte. Mit Eine Billion Dollar, Der Nobelpreis und zuletzt Ausgebrannt stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren auf. Nach über 25 Jahren in Stuttgart lebt Andreas Eschbach mit seiner Familie jetzt seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

NSA von Andreas Eschbach ist bei Lübbe erschienen.
(JK 09/18)

Geburtstagsständchen mit Ian Mc Ewan beim 10. Harbour Front Literaturfestival in der Elbphilharmonie Hamburg am Mittwoch, 3. Oktober

10. Harbour Front Literaturfestival
Elbphilharmonie Hamburg
Mittwoch, 03.10.2018  20.00 Uhr
Platz der Deutschen Einheit, Hamburg
Eintritt: 12 / 17 / 23 / 27 / 36 Euro

Ian McEwan wird 70:  Sein Freund, der Schriftstellerkollege und McEwans „favorite German novelist“ Daniel Kehlmann führt mit dem Jubilar ein Gespräch über sein vielfach ausgezeichnetes Lebenswerk. Der Übersetzer der Romane McEwans, Bernhard Robben, sorgt für die deutsche Version. Aus Ian McEwans Texten liest der Hörbuchsprecher zweier McEwan-Romane: Jan Josef Liefers.

Der Zementgarten machte ihn 1978 mit einem Schlag berühmt. 1983 schrieb der Autor Michael Rutschky im SPIEGEL: „Ich wünsche Ian McEwans Büchern vor allem aus einem Grund Erfolg in der Bundesrepublik. Mir erschiene dieser Erfolg als  zivilisatorischer Fortschritt – nicht mehr und nicht weniger.“ Nun, 40 Jahre und viele großartige Erzählungen und Romane wie Saturday, Honig und Solar später, hat Ian McEwan nicht nur den verdienten Erfolg, den Rutschky ihm in Deutschland wünschte. Weltweit ist er ein gefeierter Autor. Viele seiner Romane wurden verfilmt – herausragend das berühmte Abbitte mit Keira Knightley. In diesem Jahr kommen Am Strand und Kindeswohl (mit Emma Thompson in der Hauptrolle) auf die Leinwand. Und – ebenfalls in diesem Jahr, am 21. Juni – begeht Ian McEwan seinen 70. Geburtstag.

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung. Seit seinem Welterfolg Abbitte ist jeder seiner Romane ein Bestseller. Ian McEwan ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts und der American Academy of Arts and Sciences.

Kindeswohl, das Buch zum Film, von Ian McEwan ist bei Diogenes erschienen.
(JK 09/18)

Buchpremiere mit Dora Heldt beim 10. Harbour Front Literaturfestival im Altonaer Theater am Dienstag, 2. Oktober

10. Harbour Front Literaturfestival
Altonaer Theater
Dienstag, 02.10.2018  20.00 Uhr
Museumstraße 17, Hamburg
Eintritt: 14 / 17 Euro

Die Buchpremiere bei Harbour Front:  Dora Heldt stellt ihren neuen Roman Drei Frauen am See vor, der bei dtv erschienen ist. Anouk Schollähn moderiert und Anneke Kim Sarnau liest die Texte.

Sie waren enge Freundinnen von Kindesbeinen an: Marie, Alexandra, Friederike und Jule. Egal, wohin ihre Lebenswege sie verschlagen hatten: Jeden Freitag vor Pfingsten trafen sie sich auf Einladung von Marie in deren wunderschönem Haus am See, in dem sie schon als Kinder herrliche Sommer verbracht hatten. Ein Streit beendete die Tradition. Zehn Jahre später erhalten drei der Freundinnen eine Einladung von einem Notar. Die Vorstellung, sich wiederzusehen, erfüllt jede von ihnen mit Unbehagen – entziehen können sie sich allerdings nicht. Doch was ist es, wovor sie sich fürchten? Und was ist es, das sie dazu bringt, doch anzureisen?

Dora Heldt, eine der erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen, hat zahlreiche Romane veröffentlicht, die vielfach verfilmt wurden. Außerdem schreibt sie Krimis und Kolumnen und stürmt regelmäßig die Bestsellerlisten. Mit Drei Frauen am See erfindet sich die leidenschaftliche Buchfrau neu.

Drei Frauen am See von Dora Heldt ist bei dtv erschienen.
(JK 09/18)

Samstag

Timur Vermes beim 10. Harbour Front Literaturfestival am Samstag, 29. September

10. Harbour Front Literaturfestival
Laeiszhalle (Kleiner Saal)
Samstag, 29.09.2018  20.00 Uhr
Gorch-Fock-Wall 29, Hamburg
Eintritt: 14 / 17 / 20 Euro

Er ist wieder da – „böser, realistischer und komischer“, sagt Christoph Maria Herbst! Timur Vermes stellt sein neues Buch Die Hungrigen und die Satten vor, das bei Eichborn erschienen ist. Jens Büchsenmann moderiert.

Mit Er ist wieder da war Timur Vermes über 130 Wochen auf den Bestsellerlisten, allein 27 Wochen auf Platz 1 – das bedeutete drei Millionen verkaufte Exemplare. Sein neuer Roman Die Hungrigen und die Satten ist eine Gesellschaftssatire, aktuell und brisant, radikal und von schneidendem Witz. Komisch und beklemmend zugleich zielt der Roman dorthin, wo es wehtut. Ein Buch, das begeisterte Fans und erbitterte Gegner haben wird – gleichgültig kann es jedenfalls niemanden lassen.

Deutschland hat eine Obergrenze für Asylsuchende eingeführt, ganz Europa ist bis weit nach Nordafrika hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager, in denen Millionen von Flüchtlingen warten, warten, warten. So lange, dass man in derselben Zeit eigentlich auch zu Fuß gehen könnte, wäre das nicht der sichere Tod. Als die deutsche Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das größte dieser Lager besucht, erkennt der junge Lionel die einmalige Gelegenheit: Mit 150.000 Flüchtlingen nutzt er die Aufmerksamkeit des Fernsehpublikums und bricht zum Marsch nach Europa auf. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Und während sich der Sender über Live-Berichterstattung mit Zuschauerrekorden und Werbemillionen freut, reagiert die deutsche Politik mit hilflosem Wegsehen, Kleinreden und Aussitzen. Doch je näher der Zug rückt, desto mehr ist Innenminister Joseph Leubl gefordert. Und desto dringlicher stellen sich ihm und den Deutschen zwei Fragen: Was kann man tun? Und in was für einem Land wollen wir eigentlich leben?

„Wenn Vermes’ Erstlingswerk böse, realistisch und komisch ist, so ist sein zweiter Geniestreich böser, realistischer und komischer“, sagt Christoph Maria Herbst.

Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg als Sohn einer Deutschen und eines Ungarn geboren. Er studierte in Erlangen Geschichte und Politik und arbeitete anschließend als Journalist und Ghostwriter. Er schrieb bis 2001 für die Abendzeitung und den Kölner Express und später für mehrere Magazine.

Die Hungrigen und die Satten von Timur Vermes ist bei Eichborn erschienen.
(JK 09/18)

Natasha Stagg liest im Centro Sociale am Donnerstag, 27. September

Centro Sociale
Donnerstag, 27.09.2018  20.30 Uhr
Sternstr. 2, Hamburg

Ein Roman über Aufstieg und Fall in Zeiten von Social Media: Die amerikanische Schriftstellerin Natasha Stagg liest aus ihrem neuen Roman Erhebungen, der bei Edition Nautilus erschienen ist. Katharina Picandet liest die deutschen Texte, Georg Felix Harsch moderiert.

Colleen, die 23 Jahre alt ist hat einen öden Job an einem Marktforschungsinstitut in Tucson, Arizona. Sie schlafwandelt durch ein Leben zwischen stumpfem Arbeitsalltag, ermüdenden One-Night-Stands und ihrer nie fertig eingerichteten Wohnung in einem gesichtslosen Apartmentblock in der Peripherie. Nur online ist sie lebendig und wird bald von dem geheimnisvollen Jim entdeckt. Als Paar werden sie zu Social-Media-Stars und touren von einer gesponserten Party zur nächsten. Doch dann taucht Lucinda auf, die in allem ein kleines bisschen besser ist als Colleen.

Natasha Stagg, geboren in Tucson, Arizona, lebt in Brooklyn, New York. Sie schreibt Kritiken, Literatur, Essays und Celebrity-Profile und hat eine wöchentliche Kolumne im Magazin Spike Art. Ihre Texte erschienen in verschiedenen Anthologien sowie u. a. in den Magazinen n+1, Texte zur Kunst und Spike Art Quarterly. Erhebungen ist ihr erster Roman.

Erhebungen von Natasha Stagg ist bei Edition Nautilus erschienen.
(JK 09/18)

Richard Ford erhält den Siegfried Lenz Preis 2018

© Arild Vågen
Thalia Theater
Donnerstag, 27.09.2018  19.30 Uhr
Alstertor, Hamburg
Eintritt: 9 / 12 / 18 Euro

Der Preisträger des diesjährigen Siegfried Lenz Preises zu Gast im Thalia Theater: Richard Ford. Denis Scheck moderiert, Sebastian Rudolph liest die deutschen Texte.

Richard Ford, einer der größten Erzähler der USA, erhält den Siegfried Lenz Preis 2018. Der mit 50.000 Euro dotierte Literaturpreis wird alle zwei Jahre, jetzt zum dritten Mal von der Siegfried Lenz Stiftung vergeben. Die vorherigen Preisträger sind Amos Oz und Julian Barnes. Am Vorabend der Preisverleihung ist Richard Ford im Thalia Theater zu Gast.

Seine Romane Unabhängigkeitstag oder Die Lage des Landes sind nur einige Beispiele seiner Erzählkunst, die international größtes Lob hervorruft. Der Schriftsteller gilt als ein Meister der Beobachtung und der Beschreibungskunst, die er auch in seinen jüngsten Roman Kanada und seinem aktuellen Buch Zwischen ihnen beweist.

Richard Ford, 1944 geboren, erhielt bereits Auszeichnungen wie den Pulitzerpreis und PEN/Faulkner Award. „Ich bin begeistert und demütig, einen Preis zu erhalten, der Siegfried Lenz ehrt. Dies ist eine wertvolle Anerkennung für meine Bücher und für mich. Meine deutschsprachigen Leser liegen mir am Herzen, und ich habe mich in diesen Jahren sehr glücklich schätzen können, brillant übersetzt und gewissenhaft veröffentlicht zu werden“, sagt Ford zu diesem Preis.
(JK 09/18)

Eckart von Hirschhausen und Tobias Esch beim 10. Harbour Front Literaturfestival am Donnerstag, 27. September

10. Harbour Front Literaturfestival
Hamburg Cruise Center in der HafenCity
Donnerstag, 27.09.2018  20.00 Uhr
Großer Grasbrook/Chicagokai, Hamburg
Eintritt: 20 Euro

Eckart von Hirschhausen und Tobias Esch stellen ihr Buch Die bessere Hälfte. Worauf wir uns mitten im Leben freuen können vor, das bei Rowohlt erschienen ist.

Könnte es sein, dass die Zufriedenheit nach der Jugend und der stressigen Phase in der Mitte des Lebens nicht schwindet, sondern sogar wächst? Eckart von Hirschhausen und Tobias Esch, die beiden Experten für das Glücklichsein, tun sich zusammen, um zu klären: Worauf darf man sich mitten im Leben freuen? In ihrem Buch prüfen sie die These, dass das Lebensglück bis ins hohe Alter ansteigen kann. Und so entsteht ein Gespräch, bei dem beide – der Fernsehmoderator und der Gesundheitsforscher – persönliche Vorbilder benennen, Anknüpfungspunkte zu eigenen Erfahrungen finden und, trotz mancher Tücken, Lust machen auf das Älterwerden.

Tobias Esch ist Harvard-Professor, Pionier der ganzheitlichen Allgemeinmedizin und Spezialist für die Neurobiologie des Glücks. Eckart von Hirschhausen ist Deutschlands bekanntester Arzt, TV-Moderator, Sachbuchautor und Bühnenkünstler. Die beiden sind seit Jahren befreundet und legen ihr erstes gemeinsames Buch vor. Zusammen verfügen sie über 99 Jahre Lebenserfahrung

Die bessere Hälfte. Worauf wir uns mitten im Leben freuen können von Eckart von Hirschhausen und Tobias Esch ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 09/18)

Gabriel Tallent liest im Literaturhaus am Mittwoch, den 26. September

Literaturhaus
Mittwoch, 26.09.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Gabriel Tallent stellt seinen Debütroman Mein Ein und Alles vor, der bei Penguin erschienen sind. Denis Scheck moderiert, Anna Thalbach liest die deutschen Texte.

Julia Alveston, genannt Turtle, lebt mit ihrem Vater Martin abgeschieden in einem heruntergekommenen Haus an der Nordküste Kaliforniens. Eigentlich sollte ihre Welt groß und frei sein, naturverbunden und abenteuerlich, doch sie ist klaustrophobisch klein. Ihre einzige Beziehung ist die viel zu enge zu ihrem charismatischen wie paranoiden Vater, der sie lieber umbringen würde als sie zu verlieren.

Ihren mitreißenden Kampf gegen psychische und physische Gewalt wie sexuellen Missbrauch erlebt man unverblümt. Tallents Sprache stellt Turtles schockierendes Schicksal schonungslos dar. Das macht Turtle zu einer Figur, der die Leser fassungslos folgen und die diese berührt zurücklässt – auch wenn Turtle durch echte Freundschaft und nicht zuletzt aufgrund ihrer eigenen Stärke schließlich versucht, sich von ihrem Vater zu befreien.

Gabriel Tallent wurde 1987 in New Mexico geboren. Er wuchs in der Nähe von Mendocino auf und lebt heute in Salt Lake City. Noch auf dem College begann er an dem Roman Mein Ein und Alles zu arbeiten; acht Jahre später sorgte sein Debüt, das unter anderem von Stephen King als „Meisterwerk“ betitelt wurde, in den USA für Furore.

Mein Ein und Alles von Gabriel Tallent ist bei Penguin erschienen.
(JK 09/18)

Buchpremiere mit Carmen Korn beim 10. Harbour Front Literaturfestival in den Hamburger Kammerspielen am Dienstag, 25. September

10. Harbour Front Literaturfestival
Hamburger Kammerspiele
Dienstag, 25.09.2018  20.00 Uhr
Hartungstraße 9, Hamburg
Eintritt: 14 / 17 Euro

Die Buchpremiere mit Carmen Korn bei Harbour Front: Zeitenwende – der fulminante Abschluss der Bestseller-Jahrhundert-Trilogie, erschienen bei Kindler. Harald Butz moderiert.

Vier Frauen. Hundert Jahre Deutschland. Mit Töchter einer neuen Zeit startete Carmen Korns Geschichte von vier Frauen aus Hamburg-Uhlenhorst. Henny Godhusen beginnt im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Frauenklinik Finkenau. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden und Henny verspürt große Sehnsucht nach Leben. Drei Frauen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen begleiten die Freundin auf ihrem Weg. In Zeiten des Aufbruchs erlebten die vier Frauen das Wirtschaftswunder. Nun erscheint der Abschlussband der großen Hamburg-Trilogie: In Zeitenwende spannt Carmen Korn den Bogen vom Deutschen Herbst über die Wiedervereinigung bis zur Jahrtausendwende. Aus den ehemals jungen Frauen sind längst Mütter und Großmütter geworden.

Carmen Korn wurde 1952 in Düsseldorf als Tochter des Komponisten Heinz Korn geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie als Redakteurin u.a. für den Stern. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Zeitenwende  von Carmen Korn ist bei Kindler erschienen.
(JK 09/18)

Péter Nádas im Literaturhaus am Dienstag, 25. September

Literaturhaus
Dienstag, 25.09.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 6 Euro

Péter Nádas stellt seine Lebenserinnerungen Aufleuchtende Details vor, die bei Rowohlt erschienen sind. Iris Radisch moderiert.

Der Untertitel kündigt es bereits an: Péter Nádas legt mit Aufleuchtende Details  keine Autobiografie vor, sondern die Memoiren eines Erzählers. Der 1942 in Budapest geborene Autor spürt den Stationen seines von politischen Umbrüchen geprägten Lebens in losen Assoziationen nach. Daraus ergibt sich ein persönliches Dokument, das subjektive Empfindungen einer Chronologie der Zeitgeschichte vorzieht. Jene aufleuchtenden privaten Momente sind es, die Geschichte greifbar werden lassen – als seine Mutter am 14. Oktober 1942 mit der Straßenbahn zur Entbindung fährt, liquidiert ein Einsatzkommando das Ghetto in Mizocz. Der große europäische Erzähler reflektiert seine Erinnerungen als mitunter konstruierte, seiner bedrohten Identität aber Stabilität gebende. Damit gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Identität unter schwierigsten politischen Bedingungen wachsen kann. „Ich sage es ohne Pathos und ohne Trauer, dass mein Leben im Zeichen eines zweimaligen Verblutens gestanden hat.“ Der rote Faden, der sich durch die Memoiren des Schriftstellers zieht, ist blutrot. Und doch  –  den erlebten gewaltvollen politischen Ausschreitungen, den Demütigungen, den Publikationsverboten und der Zensur zum Trotz – leuchten im Strom der schwierigen Zeiten immer wieder Details eines glücklichen Lebens hervor, das nicht zuletzt Erfüllung in der Literatur und Fotografie gefunden hat.

Aufleuchtende Details von Péter Nádas ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 09/18)