Sonntag

Brit Bennet liest im Rahmen der literatur altonale in der Buchchandlung cohen + dobernigg am Dienstag, 5. Juni

cohen + dobernigg
Dienstag, 05.06.2018   20.30 Uhr
Sternstr. 4, Hamburg
Eintritt: nach Wunsch

literatur altonale – In Oceanside ist der Teufel los:  Brit Bennet stellt ihren so klugen wie berührenden Roman Die Mütter, erschienen bei Rowohlt, in einer zweisprachigen Lesung mit Sigrid Behrens vor.

Es geht um all die Geschichten, die man sich über Nadia Turner erzählt, nachdem ihre Mutter sich das Leben genommen hat und darum, dass Nadia ihre Trauer nicht zeigen kann. Es geht um Aubrey Evans, die eines Tages im Gottesdienst auftaucht und die ganze Zeit über weint. Es geht um Luke Sheppard, den Sohn des Pastors, der in Fat Charlie‘s Seafood Shack kellnert, ein Junge mit einem feinen Lockenkopf, „Footballer-Schultern und diesem Lachen in den Augen“. Es geht um die abwesenden Mütter und immer wieder auch darum, dass „uns allen der Teufel auf den Fersen“ ist, wie Mrs. Sheppard sagt.

Wenn man die Die Mütter von Brit Bennet aufschlägt, ist man sofort mittendrin, in diesem kleinen Kosmos der kalifornischen Gemeinde Oceanside, in den man mit dem von Robin Detje übersetzten Roman eintaucht – und erfährt von seinem Fluch und seinem Segen, Widersprüchen und Vorurteilen, seinen großen und kleinen Geheimnissen.

Die erst 26-jährige Brit Bennet ist für ihr Debüt als „Wunderkind der neuesten US-Literatur“ gefeiert worden, eine Verfilmung des Bestsellers von Warner Bros. ist geplant. Brit Bennett wuchs im südlichen Kalifornien auf und studierte an der Stanford University und an der University of Michigan. Ihre Arbeiten erschienen in The New Yorker, The New York Times Magazine, The Paris Review und Jezebel. Ihr Roman Die Mütter wurde unter anderem für den PEN/Robert W. Bingham Prize nominiert.

Die Mütter von Brit Bennet ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 06/18)

Miriam Meckel in der Reihe Gebundenes Leben – alles digital, alles gut? im Literaturhaus am Dienstag, 5. Juni

Literaturhaus
Dienstag, 05.06.2018   19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Gebundenes Leben – alles digital, alles gut? Miriam Meckel stellt ihr Buch Mein Kopf gehört mir – Eine Reise durch die schöne neue Welt des Brainhacking vor, das bei Piper erschienen ist. Ulrich Kühn moderiert.

Der technologische Fortschritt hat unser Gehirn ins Visier genommen und versucht, unser Denken effizienter zu machen. Die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel findet, dass wir dabei eine gefährliche Grenze überschreiten, und plädiert dafür, nicht alles zu machen, was machbar ist. In Mein Kopf gehört mir setzt sie zentrale Begriffe wie Identität, Selbstbestimmung und Freiheit in Verbindung mit den technischen Innovationen, die das Denken optimieren, und stellt die neuen Möglichkeiten infrage. Was, wenn wir uns schaden und unsere Gedanken nicht mehr uns gehören?

Miriam Meckel wurde 1967 in Hilden geboren. Sie ist Herausgeberin der Wirtschaftswoche und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. 2001 erhielt sie den CICERO-Rednerpreis in der Kategorie Wissenschaft. Miriam Meckel veröffentlichte zahlreiche Publikationen im Bereich Kommunikation, Medien und Gesellschaft, darunter Bücher wie NEXT – Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns und Brief an mein Leben – Erfahrungen mit einem Burnout sowie wissenschaftliche Aufsätze. 

Mein Kopf gehört mir – Eine Reise durch die schöne neue Welt des Brainhacking von Miriam Meckel ist bei Piper erschienen.

Eine gemeinsame Reihe von Körber-Stiftung und Literaturhaus, Kulturpartner NDR Kultur
(JK 06/18)

Lesung und Hafenrundfahrt mit Florian Freistetter auf der MS Tokyo am Dienstag, 5. Juni

MS Tokyo
Dienstag, 05.06.2018   19.00 Uhr
Landungsbrücken, Hamburg
Eintritt: 18 / 25 Euro. Anmeldung bei Anja Wenzel, E-Mail: a.wenzel@schweitzer-online.de.

Lesung und Hafenrundfahrt: Florian Freistetter liest aus seinem neuen Buch Wie ein Arschloch das Universum neu erfand, erschienen bei Hanser, über Sir Isaac Newton, der besonders durch seine Werke über Physik und Mathematik als einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten in die Geschichte einging, aber auch „ein Kotzbrocken“ war, dessen Rivalität mit anderen Wissenschaftlern legendär ist. Der Abend wird musikalisch begleitet von Singer und Songwriter Emil Holzapfel.

Der Science Buster Florian Freistetter über den genialen Egomanen Isaac Newton – eine Biographie, wie es sie noch nicht gegeben hat. Im 17. Jahrhundert war es höchste Zeit, dass ein Genie auftauchte und Schneisen ins Dickicht des Unwissens schlug. Isaac Newton war dieses Genie. Und ein Arschloch. Science Buster Florian Freistetter zeigt, wie intrigant und hinterhältig Newton wirklich war und dass sein Hass auf Robert Hooke und Gottfried Wilhelm Leibniz keine Grenzen kannte. Gleichzeitig beweist er, dass Newton die Physik niemals revolutioniert hätte, wenn er nicht solch ein Kotzbrocken gewesen wäre. Wenn Genialität auf Streitsucht trifft – und dabei ein kosmisches Arschloch herauskommt, davon erzählt Freistetters Buch mit schonungslosem Humor.

Florian Freistetter, geboren 1977, hat an der Universität Wien Astronomie studiert. 2008 rief er das Astronomie-Blog Astrodicticum simplex ins Leben, das zu den meistgelesenen Wissenschaftsblogs in deutscher Sprache gehört. 2015 wurde er festes Mitglied der Wissenschaftskabarettgruppe Science Busters. Seit 2016 erscheint in Spektrum der Wissenschaft seine Kolumne Freistetters Formelwelt.

Wie ein Arschloch das Universum neu erfand von Florian Freistetter ist bei Hanser erschienen.

Eine Veranstaltung der Slamdeck und Buchhandlung Boysen + Mauke
(JK 06/18)

Martin Walker liest im Kleinen Saal der Laeiszhalle am Montag, 28. Mai

Laeiszhalle, Kleiner Saal
Montag, 28.05.2018   20.00 Uhr
Gorch-Fock-Wall, Hamburg
Eintritt: 12 / 16 Euro

Der zehnte Fall für Bruno, Chef de police: Martin Walker liest aus seinem neuen Krimi Revanche, der bei Diogenes erschienen ist. Tim Grobe liest die deutschen Texte, Anouk Schollähn moderiert.

Die Romane von Martin Walker spielen im geschichtsträchtigen Périgord mit seinen herrlichen Landschaften und trutzigen Burgen. Von einer dieser Burgen, Commarque, brachen im Mittelalter die Tempelritter zu Kreuzzügen nach Jerusalem auf. Tausend Jahre später nimmt das einstige Morgenland eine späte Revanche in der Person einer jungen Archäologin, die wild entschlossen scheint, bei den damaligen Eroberern einen sagenumwobenen geraubten Schatz sowie ein politisch höchst explosives altes Dokument zutage zu fördern.

Bruno Courrèges bekommt in seinem 10. Fall eine junge Kollegin aus Guadeloupe zur Seite gestellt, die seine Ermittlungsmethoden studieren und ihn in puncto soziale Medien auf den neuesten Stand bringen soll. Doch ihnen bleibt wenig Zeit, denn vor den prähistorischen Höhlen unterhalb der Templerburg Commarque wird die Leiche einer Archäologin entdeckt, die dort nach einem jahrtausendealten religiösen Artefakt suchte. Dessen Fund würde im Nahen Osten für gefährlichen Aufruhr sorgen – von Saint-Denis ganz zu schweigen. Nur eine sehr innige Abstimmung zwischen Brunos und Amélies Ermittlungsmethoden könnte noch rechtzeitig eine Katastrophe verhindern.

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung The Guardian. Er ist im Vorstand eines Think Tanks für Topmanager und Senior Scholar am Woodrow Wilson Center in Washington DC. Seine Bruno-Romane erscheinen in fünfzehn Sprachen.

Revanche von Martin Walker ist bei Diogenes erschienen.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Heymann
(JK 05/18)

7. Graphic Novel Tage vom 28. bis 31. Mai im Literaturhaus

Literaturhaus
Montag, 28.05. bis Donnerstag 31.05.2018  jeweils 19.00 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 6 / 12 Euro

Sprechende Bilder: 7. Graphic Novel Tage  vom 28. bis 31. Mai.

Die Themen sind so vielfältig wie die Literatur selbst, und die künstlerischen Strategien lassen sich schon lange nicht mehr auf die mit Texten kombinierten Bilderfolgen von Comics reduzieren, sondern sind viel treffender mit dem Titel der Hamburger Graphic Novel Tage beschrieben: Sprechende Bilder. Zur 7. Ausgabe des Festivals gastieren bis zum 31. Mai Künstlerinnen und Künstler aus Belgien, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland im Literaturhaus. Kuratiert wird das Festival von Andreas Platthaus.

Um biografisches Erzählen geht es unter dem Titel Familie als Herausforderung (28.05.) zum Auftakt des Festivals an diesem Montag: Simon Spruyt stellt seine Familiengeschichte Junker – Ein preußischer Blues (Carlsen Verlag) vor, in dem er die dunkle Atmosphäre in Preußen vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges einfängt. Mit ihm auf dem Podium ist Uli Oesterle aus München, einer der populärsten deutschen Comiczeichner. Mit ihm auf dem Podium ist Uli Oesterle aus München, einer der populärsten deutschen Comiczeichner. Oesterle arbeitet im Moment an dem grafischen Roman Vatermilch, für den er 2016 mit dem Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung ausgezeichnet wurde, der für Graphic Novels in der Entstehung vergeben wird. Moderation: Andreas Platthaus.

Ein formaler Aspekt steht am zweiten Abend im Vordergrund: Unter dem Titel Konstruktion als Prinzip (29.05.) geht es um die Seitenarchitektur als zentrales Merkmal des Erzählens von Bildgeschichten. Zu Gast sind Paolo Bacilieri aus Italien, der mit Fun seine fast 300 Seiten umfassende Geschichte des Kreuzworträtsels vorstellt, in der er virtuos mit dem Seitenaufbau spielt. Katharina Greve wird ihre jüngste Arbeit Hochhaus vorstellen, die als klassischer Comic-Band und Buchrolle gedruckt wurde. 

Politik als Recherchethema (30.05) steht mit dem spanischen Autorengespann Carlos Spottorno und Guillermo Abril und mit dem Zeichner Tim Dinter und dem Schriftsteller Thomas Pletzinger auf dem Programm, bevor zum Abschluss des Festivals (31.05.) unter dem Titel Freiheit als Vergnügen mit Charles Berberian aus Frankreich und Aisha Franz aus Deutschland zwei der einflussreichsten Künstler in ihren Ländern zu Gast sind.

(JK 05/18)

Ingo Zamperoni liest in der Buchhandlung Heymann Einsbüttel am Freitag, 25. Mai

Buchhandlung Heymann
Freitag, 25.05.2018  20.30 Uhr
Osterstr. 134, Hamburg
Eintritt: 12 Euro

Ingo Zamperoni präsentiert sein Buch Anderland, das bei Ullstein erschienen ist, seinen Schadensbericht über die USA unter Trump.

2017 war eine Zäsur in der Geschichte der USA. Wie schnell ändern sich durch eine Regierung, die die Regeln des politischen Miteinanders bricht, das ganze Land und seine Leute? Wie vereinigt sind die Staaten noch? Ingo Zamperoni war stets ein Fan der USA und kennt das Land in all seinen Facetten. Aber als kritischer Beobachter fragt er sich: Wie stabil kann dieses urdemokratische Gemeinwesen  bleiben, wenn sein oberster Repräsentant an der Grenze des Asozialen agiert? Wie schnell verschwinden Toleranz, Rücksichtnahme und Freundlichkeit aus einer Gesellschaft, wenn dem Staatslenker diese Werte nichts zu bedeuten scheinen? Wie groß ist die Hoffnung noch, Amerika werde „great again“? In persönlichen Begegnungen und Betrachtungen erlebt Ingo Zamperoni ein Land, das er vor kaum mehr als einem Jahr verlassen hat, das ihm immer fremder erscheint ‒ und in dem die Risse sogar quer durch die eigene Familie gehen. Er schildert seine persönlichen Eindrücke aus einem Amerika, das aus den Fugen geraten ist, und zieht Parallelen zur jüngsten Entwicklung in Deutschland.

Ingo Zamperoni, geboren 1974, studierte Amerikanistik, Jura und Geschichte. Ein Fulbright-Stipendium führte ihn zum Auslandsstudium nach Boston. Nach dem Master arbeitete er unter anderem im ARDStudio in Washington und als Inlandskorrespondent für Tagesschau und Tagesthemen. Später moderierte er unter anderem das ARD Nachtmagazin. Seit Februar 2014 arbeitete er in Washington als ARDAuslandskorrespondent, seit Herbst 2016 moderiert er die ARD Tagesthemen. Er lebt mit seiner amerikanischen Frau und seinen drei Kindern in Hamburg. Sein erstes Buch Fremdes Land Amerika wurde ein Bestseller.

Anderland von Ingo Zamperoni ist bei Ullstein erschienen.
(JK 05/18)

Umeswaran Arunagirinathan liest in der Zentralbibliothek der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen am Freitag, 25. Mai

Hamburger Öffentliche Bücherhallen, Zentralbibliothek
Freitag, 25.05.2018  19.30 Uhr
Hühnerposten 1, Hamburg
Eintritt: frei

Leben zwischen den Kulturen: Dr. med. Umeswaran Arunagirinathan liest aus seinem Buch Der fremde Deutsche, das bei Konkret erschienen ist.

Der fremde Deutsche ist die Geschichte der gelungenen Integration eines tamilischen Flüchtlings, der als unbegleiteter zwölfjähriger Junge aus dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland kam. Die Odyssee seiner achtmonatigen Flucht schilderte Umeswaran Arunagirinathan in seinem 2006 erschienenen Buch Allein auf der Flucht.

In seinem neuen Buch berichtet er über sein Leben in seiner neuen Heimat. Als ehemaliger Flüchtling und deutscher Staatsbürger versucht er, die Möglichkeiten, Erwartungen und Probleme für eine gelungene Integration auszuloten. Dabei setzt er sich auch kritisch mit den Lebensformen seines Herkunftslandes auseinander. Der Autor will mit seinem Buch bei Deutschen um mehr Verständnis für Flüchtlinge werben und zugleich Flüchtlinge ermutigen, sich in die deutsche Gesellschaft einzubringen.

Umeswaran Arunagirinathan wurde 1978 auf Sri Lanka geboren. Er lebt heute in Hamburg und in Bad Neustadt a.d. Saale und macht seine Facharztausbildung zum Herzchirurgen.

Der fremde Deutsche von Umeswaran Arunagirinathan ist bei Konkret erschienen.
(JK 05/18)

Krimilesung mit Sophie Bonnet im Speicherstadtmuseum am Freitag, 25. Mai

Speicherstadtmuseum
Freitag, 25.05.2018  19.30 Uhr
Am Sandtorkai 36, Hamburg
Eintritt: 9 / 11 Euro. Reservierung unter Tel. 040-321191 oder info@speicherstadtmuseum.de

Krimilesung: Sophie Bonnet liest aus ihrem Kriminalroman Provenzalische Schuld, der bei Blanvalet erschienen ist.

Neblige Täler, vergessene Dörfer – tote Touristen: Es ist November in Südfrankreich. Die Olivenernte hat begonnen, die Tage sind noch angenehm warm. Da erschüttern zwei mysteriöse Morde die Hochprovence. Weit entfernt von Sainte-Valérie, wo sich Pierre Durand auf den gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Charlotte freut. Doch als Nanette Rozier, die Frau des Bürgermeisters, spurlos verschwindet, ist an Erholung nicht mehr zu denken. Bald wird Arnaud Rozier verdächtigt und bittet seinen Chef de police um Hilfe. Pierre Durand folgt der Spur der Vermissten in die provenzalischen Berge bei Sisteron und begibt sich damit selbst in höchste Lebensgefahr...

Sophie Bonnet ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Bestseller-Autorin. Sie veröffentlichte bereits mehrere Spannungsromane in deutschen und internationalen Verlagen. In ihren Frankreich-Krimia bezieht sie ihre beiden großen Leidenschaften mit ein: die französische Küche und ihre Vorliebe für die Provence, die sie beinahe jährlich bereist. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Provenzalische Schuld von Sophie Bonnet ist bei Blanvalet erschienen.
(JK 05/18)

Nell Zink liest im Literaturhaus am Donnerstag, 24. Mai

Literaturzentrum im Literaturhaus
Donnerstag, 24.05.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 5 / 7 Euro

Nell Zink stellt ihr neues Buch Nikotin vor, das bei Rowohlt erschienen ist. Alexander Häusser moderiert.

Penny Baker, soeben mit dem College fertig, jetzt arbeitslos und zudem durch den kürzlichen Tod ihres Vaters neben der Spur, beschließt, erst mal dessen verfallendes Elternhaus in Jersey City zu renovieren, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Doch Überraschung: Sie findet es besetzt von ein paar netten, noch rauchenden Anarchisten, die ihrer WG den Namen „Nicotine“ verpasst haben. Erster Eindruck: „Als hätte man ungefragt einen Haufen Bettwanzen, die immerhin den Abwasch machen.“

Mit der Zeit jedoch geben ihr die Bewohner und andere Hausbesetzer aus der Nachbarschaft einen Sinn für Zugehörigkeit und Gemeinschaft, den Penny dringend braucht, und bald zieht sie nebenan ein und engagiert sich in den politischen Kämpfen der Besetzer. Nur hat der Rest der Familie andere Pläne: Ihre Mutter und ihr spießiger Halbbruder, dem sie noch nie ganz grün war, würden die jungen Chaoten am liebsten von der Polizei räumen lassen. Doch Penny nimmt den Kampf für sie auf – vor allem für Rob, den aus Überzeugung asexuell lebenden Mann, in den sie sich verliebt hat.

Nell Zink, 1964 in Kalifornien geboren, wuchs im ländlichen Virginia auf. Sie studierte am College of William and Mary Philosophie und wurde, später im Leben, in Medienwissenschaft an der Universität Tübingen promoviert. Sie lebt in Bad Belzig, südlich von Berlin.

Nikotin von Nell Zink ist bei Rowohlt erschienen.

Eine Veranstaltung des Literaturzentrum e.V.
(JK 05/18)

Krimilesung und Hafenrundfahrt: Ursula Poznanski und Arno Strobel auf dem Salonschiff Hugo Abicht am Donnerstag, 24. Mai

Salonschiff Hugo Abicht
Donnerstag, 24.05.2018  19.00 Uhr
St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 1, Hamburg
Eintritt: ab 25 Euro

Krimilesung und Hafenrundfahrt: Ursula Poznanski und Arno Strobel stellen ihren neuesten Krimi Invisible vor, der bei Aufbau Taschenbuch erschienen ist.

Du bist so wütend auf ihn. Du hasst diesen Menschen mehr als alles auf der Welt - obwohl du ihn gar nicht kennst. Und dann schlägst du zu...

Eine Serie von grauenvollen Morden gibt den Hamburger Kriminalkommissaren Nina Salomon und Daniel Buchholz Rätsel auf: Einem Patienten wird während einer OP ins Herz gestochen, ein Mann totgeschlagen, ein anderer niedergemetzelt...Die Täter sind schnell gefasst. Nur ihre Motive sind völlig unbegreiflich, denn keiner von ihnen hat sein Opfer gekannt. Das einzige, was sie verbindet: Die unermessliche Wut auf das Opfer. Und dass sie nicht wussten, was über sie kam. Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Aber von wem und vor allem: wie? Was Salomon und Buchholz schließlich aufdecken, wirft ein ganz neues Licht auf die Dinge, die unser Leben so bequem machen...

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem fulminanten Erfolg ihrer Jugendbücher Erebos und Saeculum landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller Fünf auf den Bestsellerlisten. Inzwischen widmet sich Ursula Poznanski ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete lange bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Im Alter von fast vierzig Jahren begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, die er in Internetforen veröffentlichte, bevor er sich an seinen ersten Roman heranwagte. Mit seinen Psychothrillern erklomm Strobel die Bestsellerlisten. Arno Strobel lebt in der Nähe von Trier.

Invisible von Ursula Poznanski und Arno Strobel ist bei Wunderlich erschienen.

Eine Veranstalung der Thalia-Buchhandlung

(JK 05/18)

Premierenlesung bei den Schwarzen Hafennächten mit Henrik Siebold in der Speicherstadt-Kaffeerösterei am Dienstag, 22. Mai

Speicherstadt-Kaffeerösterei
Dienstag, 22.05.2018  20.00 Uhr
Kehrwieder 5, Hamburg
Eintritt: 7 Euro

Premierenlesung bei den Schwarzen Hafennächten: Henrik Siebold liest aus seinem neuen Krimi Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder, der bei Aufbau Taschenbuch erschienen ist.

Mordfälle scheinbar ohne Motiv. Eigentlich scheint der Fall klar. Ein junger Mann hat eine Frau auf einem Hamburger S-Bahnhof vor einen Zug gestoßen. Er leugnet jedoch, und plötzlich sind die Zeugen unsicher. Inspektor Kenjiro Takeda und seine Kollegin Claudia Harms müssen den siebzehnjährigen Simon wieder gehen lassen. Doch wo immer er auftaucht, passieren weitere Todesfälle. Claudia ist verzweifelt, weil es niemals sichere Beweise gibt, doch Takeda, ganz intuitiver Ermittler, hat eine andere Vermutung. Jemand benutzt Simon, um seine eigenen Taten zu verdecken.

Inspektor Takeda, begnadeter Saxophonist und Jazzliebhaber, muss an seine Grenzen gehen – und noch ein Stück darüber hinaus.

Henrik Siebold ist Journalist und Buchautor. Er hat unter anderem für eine japanische Tageszeitung gearbeitet sowie mehrere Jahre in Tokio gelebt. Unter einem Pseudonym hat er mehrere Romane veröffentlicht.

Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder von Henrik Siebold ist bei Aufbau Taschenbuch erschienen.
(JK 08/15)

Ralf Rothmann liest im Literaturhaus am Dienstag, 22. Mai

Literaturhaus
Dienstag, 22.05.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Ralf Rothmann liest aus seinem neuen Roman Der Gott jenes Sommers, der bei Suhrkamp erschienen ist. Joachim Dicks moderiert.

Anfang 1945. Die letzten Monate des Krieges. Die zwölfjährige Luisa Norff entflieht zusammen mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester den Bomben des Zweiten Weltkrieges. Auf dem Land vor Kiel findet sie sich in einer Art Zwischenraum wieder, auf dem Gutshof erscheint der Krieg in weiter Ferne und doch so nah. Die Bomben der Alliierten fallen hier nicht und immer mehr Flüchtlinge versuchen auf dem Hof unterzukommen. Luisa lebt in einer falschen Freiheit, in der sie sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren kann, während Kiel in der Ferne brennt. In dieser vermeintlich sicheren Umgebung stellt Luisa sich die Fragen des Lebens, bis der Krieg sie doch einholt. In Der Gott jenes Sommers hat sich Ralf Rothmann ein weiteres Mal eindrucksvoll der Zeit kurz vor Ende des Krieges angenommen. Wie schon »Im Frühling sterben« setzt sich sein neuer Roman mit Schicksalen am Rande des Krieges auseinander. Die düstere Geschichte schildert gekonnt Luisas Schicksal auf dem Gutshof, von dem bereits im Vorgängerroman die Handlung ausging.

Ralf Rothmann, 1953 in Schleswig geboren, wurde für seine Werke mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis 2017 und dem Kleist-Preis 2017. Sein Roman Junges Licht wurde 2016 verfilmt. Im Frühling sterben wurde in 25 Sprachen übersetzt.

Der Gott jenes Sommers von Ralf Rothmann ist bei Suhrkamp erschienen.
(JK 05/18)

Der französische Journalist und Schriftsteller Pascal Manoukian liest im Institut Français am Dienstag, 22. Mai

Institut Français
Dienstag, 22.05.2018  19.00 Uhr
Heimhuder Str. 55, Hamburg
Eintritt: 7 Euro. Um Anmeldung per E-Mail an Brigitte.Zinke@institutfrancais.de

Der französische Journalist und Schriftsteller Pascal Manoukian liest aus seinem Roman Nachtvögel, der im Sujetverlag erschienen ist. Den deutschen Text liest Svenja Huckle, Julie Müller moderiert.

Europa 1992. In Villeneuve-le-Roi bei Paris treffen sie aufeinander: Virgil, der in einem LKW-Unterboden aus Moldawien geflohen ist, Chanchal aus Bangladesch und der Somalier Assan, der seine Tochter Iman vor Bürgerkrieg und Unterdrückung zu retten versucht. Sie kommen als Vorhut der vielen, die in den darauffolgenden Jahren Europas Grenzen überwinden werden. Als „Sans-Papiers“ schlagen sich die vier in Frankreich durch, bilden eine Schicksalsgemeinschaft, erleben Misshandlung, Ausbeutung und Verachtung, aber auch Solidarität und Menschlichkeit.

Pascal Manoukian war Pressefotograf, Journalist und Leiter der Medienagentur Capa. In der 2013 erschienenen Reportagen-Sammlung Le diable au creux de la main verarbeitete er seine Erfahrungen als Reporter in den Konfliktregionen der Welt. Manoukian sagt über sich, es seien seine armenischen Wurzeln, die ihn immer wieder den Finger in die Wunden dieser Zeit legen ließen: Konflikte, Krisenherde und das Los derer, die zur falschen Zeit am falschen Ort zur Welt kamen. Nachtvögel ist sein erster Roman.

Nachtvögel von Pascal Manoukian ist im Sujetverlag erschienen.

Einen Veranstaltung des Institut Français und Literaturzentrum e.V.
(JK 05/18)

Alberto Manguel liest im Warburg Haus am Freitag, 18. Mai

Warburg Haus
Freitag, 18.05.2018  19.00 Uhr
Heilwigstr. 116, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Das Gewicht der Abwesenheit: Alberto Manguel stellt sein neues Buch Die verborgene Bibliothek vor, das bei S. Fischer erschienen ist.

Für Alberto Manguel sind Bücher „magische Talismane“, in denen all das geborgen ist, was die Welt ausmacht. Ihre Wirkung entfalten sie nur, wenn sie gelesen werden, dann aber beschenken sie uns mit ihrem Wissen und ihrer Poesie und tragen sich gleichzeitig in unser Leben ein. In den Landschaften der eigenen Biographie können sie von Freundschaften erzählen, von beglückenden und berauschenden Momenten, von Arroganz, Einsamkeit, Ernüchterung. Alberto Manguel zieht die „Kunst des Lesens“ deshalb dem „Handwerk des Schreibens“ vor. Auch davon erzählt er in seinem neuen Buch Die verborgene Bibliothek. Doch vor allem geht es um das Gewicht der Abwesenheit, das ihn inmitten seiner ausgeräumten Bibliothek überkam, am Wendepunk zu einem neuen, ungeplanten Kapitel seines Lebens.

Seine Bücher sind für den Universalgelehrten Alberto Manguel eine Heimat, die ihm als Ort stets verwehrt blieb. Der 1948 in Buenos Aires geborene Sohn eines Diplomaten ist kanadischer Staatsbürger, aufgewachsen in Argentinien, Israel und England, er hat als Übersetzer, Lektor und Verleger in Paris, Mailand, Tahiti, London und Toronto gelebt. „Zum Ort, der alle Orte ist“ wird ihm vor einigen Jahren eine renovierte Scheune aus dem 14. Jahrhundert in einem Dorf im Süden des Loiretals, wo er die 35.000 Bände seiner Bibliothek unterbringt. Für ihn ist sie eine Autobiographie in Büchern, in dem tausende Detektivromane ebenso ihren Platz finden wie Platon, Aristoteles und die Werke von Zola. Zum Ausgangspunkt einer Grand Tour durch reale und fiktive Bibliotheken wird sie ihm in seinem Buch Die Bibliothek bei Nacht. In seinem neuen Buch Die verborgene Bibliothek knüpft er daran an, doch das Leitmotiv des Bandes ist in eine Elegie gefasst, die vom Gewicht der Abwesenheit erzählt, das ihn inmitten seiner ausgeräumten Bibliothek überkommt, am Wendepunkt zu einem neuen, ungeplanten Kapitel seines Lebens.

Es sind „gute Geister“, die eines Tages anreisen, um beim Ein- und Wegpacken zu helfen. Dennoch bleibt das Ausräumen der Regale seiner Bibliothek für Alberto Manguel eine „Übung im Auslöschen“. Trost findet er in Don Quixote, der sich, nach dem Verlust seiner Bibliothek, seine Bücher einfach in seinem Kopf erschafft – und sich dadurch als „perfekter Leser“ erweist, weil er seine Bücher verinnerlicht. In zehn „Abschweifungen“ stimmt Alberto Manguel in dem schmalen Band, begleitend zur Elegie, jenen vielstimmigen Kanon an, den seine Bücher so lesenswert machen. Da geht es um die Frage, ob Literatur etwas zur Gesellschaft beiträgt und ob Schriftsteller unter Leidensdruck stehen müssen, damit sie große Literatur hervorbringen können. Ein Klischee, wie er ausführt. Er erzählt von der Bibliothek von Alexandria, über die wir heute so gut wie nichts mehr wissen, und von der schwierigen Kunst „des Unterscheidens zwischen faktischen Unwahrheiten und nicht unwahren Täuschungen durch Worte, durch das Alphabet“. Am Ende geht es dann schließlich um ein anderes Bibliotheksprojekt: Alberto Manguel leitet seit Herbst 2016 die argentinische Nationalbibliothek in Buenos Aires und ist damit in die Fußstapfen des großen Jorge Luis Borges getreten. Als Jugendlicher hat er dem erblindeten Bibliotheksdirektor und Schriftsteller Kurzgeschichten vorgelesen. „Es gibt Bücher, die uns überraschen, weil nach dem Kapitel, das wir für das letzte hielten, ein neuer Band anfängt“, sagte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk über seine neue Aufgabe. Eine Überraschung beschert er auch den Lesern von Die verborgene Bibliothek nach dem letzten Kapitel: Der Band schließt mit Walter Benjamins berühmtem Essay Ich packe meine Bibliothek aus. Und mit der Hoffnung, dass uns Alberto Manguel bald auch „in die Unordnung aufgebrochener Kisten“ mitnimmt.

Die verborgene Bibliothek von Alberto Manguel ist bei S. Fischer erschienen.

Einen Veranstaltung des Antiquariat Reinhold Pabel
(JK 05/18)

Kai Meyer liest im Thalia Buchhaus - Spitaler Straße am Donnerstag, 17. Mai

Thalia Buchhaus
Donnerstag, 17.05.2018  20.15 Uhr
Spitaler Straße 8, Hamburg
Eintritt: 10 Euro

Hexenmacht: Kai Meyer liest aus dem zweiten Band seiner magischen Space Opera Die Krone der Sterne, der bei Fischer Tor erschienen ist.

In jenen Tagen strahlten die Sterne heller. Könige herrschten über Sonnen, Adelshäuser regierten wie Götter im All. Wo Leidenschaften entbrannten, wurden gewaltige Schlachten geschlagen. Zivilisationen vergingen, Welten zerbrachen, Gestirne zerstoben zu Sternenstaub.

Am Ende des bekannten Universums, auf der Hexenwelt Empedeum, sucht der Orden der Gottkaiserin nach einem Zugang zum Pilgerkorridor, einer uralten Sternenstraße, von der keiner ahnt, wohin sie führt – oder was sich auf ihr nähert. In ihrer Verblendung rufen die Hexen ihren Götzen an, das Schwarze Loch Kamastraka, und ahnen nicht, welches Unheil sie damit heraufbeschwören.

Derweil sind Iniza und Glanis dem Orden entkommen und leben mit ihrer neugeborenen Tochter unter Piraten auf dem Planeten Noa. Doch auch dort sind sie alles andere als sicher: Verrat und Entführung, Hinterhalte und Meuchelmorde führen auf die Spur eines Komplotts, das einen galaktischen Krieg entfachen soll. Um das Leben des Kindes zu retten, nimmt Iniza mit ihren Gefährten den Kampf auf – auch wenn das den Untergang ganzer Welten bedeutet.

Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.

Die Krone der Sterne, Band 2 von Kai Meyer ist bei Fischer Tor erschienen.
(JK 05/18)