Sonntag

Salman Rushdie liest im Altonaer Theater am Dienstag, 12. November

Altonaer Theater
Dienstag, 12.11.2019  20.30 Uhr
Museumstr. 17, Hamburg  
Eintritt: 19 Euro

Salman Rushdies Ritter von der traurigen Gestalt: Salman Rushdie steht mit Quichotte, der bei C. Bertelsmann erschienen ist, in diesem Jahr in der Shortlist für den renommierten Booker-Preis. In Hamburg stellt er den Roman zusammen mit dem Schauspieler Michael Rotschopf vor.

In seinem zuletzt erschienenen Roman Golden House hat Salman Rushdie eine vielfach gebrochene Collage unserer Zeit für die Breitleinwand entworfen und gleichzeitig einen Thriller mit höchstem Unterhaltungswert vorgelegt. Mit seinem neuen Roman legt der grandiose Stilist und verschmitzte Gelehrte nun eine klassische Geschichte nach: In Quichotte schickt er einen Ritter von der traurigen Gestalt auf eine Reise durch die USA.

Es geht um das Postfaktische und Political Correctness, um Identität, Magie und ein Land, das die Realität für ein Parallel-Universum hinter sich gelassen hat. Salman Rushdies Quichotte ist besessen von der „unwirklichen Wirklichkeit“ des Fernsehens. Auf der Suche nach einer ehemaligen Bollywood-Schauspielerin, die als TV-Moderatorin in den USA erfolgreich ist, reist er quer durch das Land, auf dem Beifahrersitz Sancho, der imaginierte Sohn, den er sich immer gewünscht hat, aber niemals bekam. Tatsächlich ist dieser Quichotte ein Verkäufer – und die Erfindung des mittelmäßigen Thriller-Autors Sam DuChamp in einer Lebenskrise. In einer ausufernden Grand Tour schickt er seinen Quichotte mitten ins Herz der Finsternis einer Zeit, in der Fiktion und Wahrheit mehr und mehr verschwimmen. Es geht um Vater-Sohn-Beziehungen und Geschwisterstreitigkeiten, um unverzeihliches Handeln, die Liebe, alltäglichen Rassismus, die Opioidkrise, Cyber-Spione, Science Fiction und nicht zuletzt um das Ende der Welt.

Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, studierte in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman Mitternachtskinder wurde er weltberühmt. Seine bislang 13 Romane erhielten renommierte internationale Preise und sind in mehr als 40 Sprachen übersetzt. 2007 schlug ihn die Queen zum Ritter. Die 2012 erschienene Autobiographie Joseph Anton wurde ein international hochgelobter Bestseller.

Quichotte von Salman Rushdie ist bei C. Bertelsmann erschienen.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Heymann

Hanns-Josef Ortheil liest im Rolf-Liebermann-Studio am Dienstag, 12. November

Rolf-Liebermann-Studio
Dienstag, 12.11.2019  19.30 Uhr
Oberstr. 120, Hamburg  
Eintritt: 10 / 14 Euro

Hanns-Josef Ortheil liest aus seinem neuen Roman Der von den Löwen träumte, der bei Luchterhand erschienen ist. Alexander Solloch moderiert.

Hemingway in Venedig: Als Ernest Hemingway 1948 nach Venedig reist, ist er in einer schweren Krise. Starke Depressionen haben dazu geführt, dass er lange keinen Roman mehr veröffentlicht hat. In der Einsamkeit eines Landhauses in der Lagune versucht er, wieder zum Schreiben zu finden. Halt gibt ihm die Freundschaft zu einem jungen Fischer, der ihn auf der Entenjagd begleitet. Aber auch die Liebe zu einer achtzehnjährigen Venezianerin führt ihn ins Leben zurück. Langsam entsteht ein Venedig-Roman, während der junge Fischer die Atmosphären einer ganz anderen Geschichte wittert: Die von einem alten Mann und seiner Liebe zum Meer…

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den beliebtesten und meistgelesenen deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Der von den Löwen träumte von Hanns-Josef Ortheil ist bei Luchterhand erschienen.

Eine Veranstaltung von NDR Kultur und Literaturhaus
(JK 11/19)

Håkan Nesser liest in der Laeiszhalle am Montag, 11. November

Laeiszhalle
Montag, 11.11.2019  20.00 Uhr
Johannes-Brahms-Platz, Hamburg  
Eintritt: 14 / 19 Euro

Der schwedischer Erfolgsautor Håkan Nesser präsentiert zusammen mit dem Schauspieler Dietmar Bär seinen neuesten Kriminalroman mit dem Kult-Kommissar Van Veteren Der Verein der Linkshänder, der bei btb erschienen ist. Margarete von Schwarzkopf moderiert.

Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti auf der Spur eines Mörders, der alle zum Narren hält. Kommissar Van Veeteren – mittlerweile im Ruhestand, aber so legendär wie eh und je – bereitet sich innerlich darauf vor, seinen 75. Geburtstag zu feiern, als ein früherer Kollege auftaucht, um ihn von einem alten Fall zu berichten. Damals waren in einer Pension in Oosterby vier Menschen ums Leben gekommen, die nur eines gemeinsam hatten: die Mitgliedschaft in einem „Verein der Linkshänder“. Da das fünfte am Treffen teilnehmende Mitglied verschwunden war, wurde der Mann schnell als Täter identifiziert, aber niemals gefunden. Nun ist überraschend nach Jahren seine Leiche aufgetaucht, offensichtlich wurde er zur selben Zeit ermordet wie die anderen. Mit anderen Worten: Van Veeteren und seine Kollegen haben damals versagt, der Mörder ist weiter auf freiem Fuß. Bald danach wird eine weitere Männerleiche gefunden – mit den Ermittlungen hier betraut: ein gewisser Inspektor Barbarotti...

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens – und verfügt mittlerweile auch in Deutschland über eine riesige Fangemeinde. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt. Daneben schreibt er Psychothriller, die in ihrer Intensität und atmosphärischen Dichte an die besten Bücher von Georges Simenon und Patricia Highsmith erinnern. Kim Novak badetet nie im See von Genezareth oder Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla gelten inzwischen als Klassiker in Schweden und werden als Schullektüre eingesetzt. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.

Der Verein der Linkshänder von Håkan Nesser ist bei btb erschienen.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Heymann
(JK 11/19)

Kriminelles Finale beim 13. Hamburger Krimifestival mit Volker Klüpfel und Michael Kobr auf Kampnagel K6 am Samstag, 9. November

Kampnagel K6
Samstag, 9.11.2019  20.30 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 16 / 19 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Kriminelles Finale – Premierelesung aus Thriller Draußen: Kluftinger macht Pause. Das Bestsellerduo Volker Klüpfel und Michael Kobr gönnt seinem Allgäuer Kommissar ein wenig Ruhe. Die Autoren aber pausieren nicht: Mit Draußen legen sie ihren ersten harten Thriller vor. Und feiern Premiere beim Hamburger Krimifestival. Was nicht wirklich gelingt.

Ein Leben im Wald, immer auf der Flucht: Das ist, was Cayenne und ihr Bruder Joshua kennen. Nur ihr Anführer Stephan weiß, welche Gefahr droht. Er lebt mit ihnen außerhalb der Gesellschaft, drillt sie mit aller Härte. Cayenne sehnt sich nach einem Alltag als Teenager. Doch sie ahnt nicht, dass sie alles, was Stephan ihr beigebracht hat, bald brauchen wird. Denn plötzlich steht er vor ihr: der Mann, der sie töten will. „Draußen“ ist ein temporeicher Roman jenseits aller Kluftinger-Gemütlichkeit. Der grantelnde Kommissar wird sich währenddessen an seinen Kässpatzen schadlos halten. Er kommt ja wieder.    

Altusried hat einen prominenten Sohn: Kommissar Kluftinger. Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, kommt wenigstens aus dem gleichen Ort. Nach dem Abitur zog es ihn in die weite Welt – nach Franken: In Bamberg studierte er Politikwissenschaft und Geschichte. Danach arbeitete er bei einer Zeitung in den USA und stellte beim Bayerischen Rundfunk fest, dass ihm doch eher das Schreiben liegt. Seine letzte Station vor dem Dasein als Schriftsteller war die Feuilletonredaktion der Augsburger Allgemeinen. Die knappe Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, mit der er im Allgäu lebt. Sollte noch etwas Zeit übrig sein, treibt er Sport, fotografiert und spielt Theater. Auf der gleichen Bühne wie Kommissar Kluftinger.

Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte in Erlangen ziemlich viele Fächer, aber nur zwei bis zum Schluss: Germanistik und Romanistik. Nach dem Staatsexamen arbeitete er als Realschullehrer. Momentan aber hat er schweren Herzens dem Klassenzimmer den Rücken gekehrt – die Schüler werden’s ihm danken –, um sich dem Schreiben, den ausgedehnten Lesetouren und natürlich seiner Familie widmen zu können. Kobr wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Unterallgäu – und in einem kleinen Häuschen mitten in den Bergen, wo die Kobrs im Winter häufig auf der Skipiste, im Sommer auf Rad- und Bergtouren unterwegs sind. Wenn nicht gerade mal wieder eine gemeinsame Reise ansteht  

Draußen von Volker Klüpfel & Michael Kobr erscheint bei Ullstein.
(JK 11/19)

Sophie Bonnet, Alexander Oetker und Cay Rademacher beim 13. Hamburger Krimifestival auf Kampnagel K2 am Samstag, 9. November

Kampnagel K2
Samstag, 9.11.2019  20.00 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 16 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Sterben wie Gott in Frankreich: Frankreich ist das neue Sehnsuchtsland bei deutschen Krimiautorinnen und Krimiautoren. Sophie Bonnet, Alexander Oetker und Cay Rademacher leben diese Sehnsucht in ihren spannenden und auf vielfältige Weise anregenden Romanen. Und sie tun das ungemein erfolgreich. Volker Albers moderiert.

Sophie Bonnet entführt in Provenzalischer Rosenkrieg, erschienen bei Blanvalet, in die geheimnisvolle Welt des Parfüms. In der Hochburg der Parfümherstellung, dem provenzalischen Grasse, wird ein berühmter Parfümeur ermordet. Verdächtigt wird ausgerechnet eine enge Freundin von Charlotte, der Geliebten von Kommissar Pierre Durand. Zwar ist Grasse nicht sein Bezirk, aber Durand ermittelt auf eigene Faust. Mit fatalen Folgen.

Sophie Bonnet ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihrem Frankreich-Krimi Provenzalische Verwicklungen begann sie eine Reihe, in die sie sowohl ihre Liebe zur Provence als auch ihre Leidenschaft für die französische Küche einbezieht. Mit Erfolg: Der Roman begeisterte Leser wie Presse auf Anhieb und stand monatelang auf der Bestsellerliste, ebenso wie die darauffolgenden Romane um den liebenswerten provenzalischen Ermittler Pierre Durand. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Provenzalischer Rosenkrieg von Sophie Bonnet ist bei Blanvalet erschienen.

Winter auf dem Bassin d’Arcachon: Hochkonjunktur bei den Austernzüchtern – und bei den berüchtigten Austerndieben. Commissaire Luc Verein ist in Alexander Oetkers Winteraustern, erschienen bei Hoffmann und Campe, ebenfalls auf dem Bassin unterwegs, weil er mit seinem kranken Vater, dem ehemaligen Austernzüchter, noch einmal dessen alte Wirkungsstätte besuchen will. Doch ihre Bootstour endet jäh, als die beiden plötzlich auf die an Pfählen festgebundenen Leichen zweier junger Männer stoßen.

Alexander Oetker, geboren 1982, war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Berlin. Die ersten Bände um Luc Verlain, Retour und Chateau Mort, standen wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Winteraustern von Alexander Oetker ist bei Hoffmann und Campe erschienen.

Auch in der Provence ist Winter, klar und eiskalt sind die Tage. Capitaine Roger Blanc wird in die Grotten von Calès gerufen: ein düsteres, verstecktes Tal in den Alpilles mit Dutzenden Höhlen, in denen vor Jahrhunderten Menschen lebten. Eine Archäologin ist in Cay Rademachers Verhängnisvolles Calès, erschienen bei Dumont, dort auf ein Skelett gestoßen. Doch es ist keine uralte Leiche – denn im Stirnknochen gähnt das Einschussloch einer Pistolenkugel.

Cay Rademacher, geboren 1965, ist freier Journalist und Autor. Bekannt geworden ist er durch seine Kriminalromane aus dem Hamburg der Nachkriegszeit. Seit 2014 schreibt er seine Provence-Krimiserie. Cay Rademacher lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salon-de-Provence in Frankreich.

Verhängnisvolles Calès von Cay Rademacher ist bei Dumont erschienen.
(JK 11/19)

Vincent Kliesch, Sabine Thiesler und Tim Erzberg beim 13. Hamburger Krimifestival auf Kampnagel K1 am Samstag, 9. November

Kampnagel K1
Samstag, 9.11.2019  19.30 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 16 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Harte Thriller made in Germany: Dreimal beste Thrillerlektüre aus deutschen Landen. Vincent Kliesch (mit Unterstützung von Sebastian Fitzek!), Sabine Thiesler und Tim Erzberg zeigen eindrucksvoll: Nicht nur amerikanische Autorinnen und Autoren verstehen ihr Handwerk. Birgit Hasselbusch moderiert.

In Auris, erschienen bei Droemer, entwickelt Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek eine packende Geschichte: Ein akustischer Profiler, eine Autorität auf seinem Gebiet, sitzt in Haft wegen Mordes. Die Tat hat er gestanden, doch ist er wirklich der Täter?

Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahre 2010 startete er mit dem Bestseller Die Reinheit des Todes seine erste erfolgreiche Thriller-Serie, weitere folgten. Mit Auris schrieb er den Roman zu einer Hörspiel-Idee seines Freundes Sebastian Fitzek.


Auris von Vincent Kliesch ist bei Droemer erschienen.

Sabine Thiesler hatte mit Der Kindersammler ihren ersten großen Erfolg. In Der Keller, erschienen bei Heyne, erzählt sie nun die dramatische Geschichte einer jungen Frau, die zu ihren Eltern in die Toskana reist – und plötzlich verliert sich ihre Spur. Doch sie ist nicht die einzige Frau, die in der Toskana vermisst wird.

Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Ihr Debütroman Der Kindersammler war ein sensationeller Erfolg, und auch all ihre weiteren Thriller standen monatelang auf der Bestsellerliste.

Der Keller von Sabine Thiesler ist bei Heyne erschienen.

Geisterfahrt hat Tim Erzberg seinen Thriller genannt, erschienen bei Harper Collins, der auf dem Hamburger Dom spielt. Dort wollen Polizisten aus Helgoland sich einen unterhaltsamen Abend machen, doch plötzlich wird Terroralarm ausgelöst. Derweil vergnügen sich Tausende Menschen auf dem Volksfest.

Tim Erzberg wäre beinahe Jurist geworden. Doch dann gelang ihm ein Einstieg ins Buchbusiness, der spannender, interessanter und vielfältiger ist als die meisten anderen: Er wurde Literaturagent. Nebenbei arbeitete er zeitweise als Headhunter, Producer und als Uni-Dozent.


Geisterfahrt von Tim Erzberg ist bei Harper Collins erschienen.
(JK 11/19)

Ingrid Noll liest beim 13. Hamburger Krimifestival auf Kampnagel K2 am Samstag, 9. November

Kampnagel K2
Samstag, 9.11.2019  17.30 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 15 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Das liebe Geld und die bösen Folgen: Ingrid Noll ist die wohl erfolgreichste deutsche Krimiautorin. 16 Kriminalromane hat sie bislang geschrieben, in 27 Sprachen sind ihre Bücher übersetzt. In ihrem aktuellen Roman Goldschatz, erschienen bei Diogenes, widmet sie sich einer Gruppe von Studenten, die auf dem Lande ein alternatives Wohnmodell verwirklichen wollen. Was nicht wirklich gelingt.

Es ist eine bitter-ironische Kriminalgeschichte, die Ingrid Noll erzählt: Fünf junge Studenten ziehen in ein schon in die Jahre gekommenes Bauernhaus, wollen es von Grund auf renovieren und sich dort verwirklichen – abseits der Konsumgesellschaft. Was sie allerdings als Erstes finden, sind menschliche Knochen im Gemüsegarten. Und später dann einen Goldschatz, der all ihre finanziellen Sorgen beheben soll. Doch Gold und Geld schaffen schnell Probleme. Was auch die Studenten erfahren müssen. Mit für sie bösen Folgen.  

Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis der Autoren für ihr Gesamtwerk.

Goldschatz von Ingrid Noll ist bei Diogenes erschienen.
(JK 11/19)

Wolfgang Kaes und Axel Petermann beim 13. Hamburger Krimifestival auf Kampnagel K1 am Samstag, 9. November

Kampnagel K1
Samstag, 9.11.2019  17.00 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 14 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Harte Thriller, der Wirklichkeit abgeschaut: Mit Wolfgang Kaes und Axel Petermann sind zwei Thriller-Experten zu Gast auf Kampnagel: Der Kölner Journalist Kaes bevorzugt harte, realistische Stoffe, Petermann, einst Leiter einer Bremer Mordkommission und Profiler, setzt auf nicht minder harte True-Crime-Storys. Jens Büchsenmann moderiert.

Endstation heißt der aktuelle Thriller von Wolfgang Kaes, erschienen bei Rowohlt Polaris. Alles beginnt 2013, als nach einem Diskobesuch ein junger Mann tot aus dem Rhein gezogen wird. Offenbar Suizid. Fünf Jahre später stößt LKA-Zielfahnder Thomas Mohr auf die Akte und wird stutzig: Haben die Behörden damals schlampig gearbeitet? Aber Mohr sieht sich vor einer Wand des Schweigens.

Wolfgang Kaes, 1958 in der Eifel geboren, finanzierte sein Studium der Politikwissenschaft und Kulturanthropologie als Waldarbeiter, Hilfsarbeiter im Straßenbau, Lastwagenfahrer, Taxifahrer und schließlich als Polizeireporter. Er schrieb Reportagen für den Stern, die Zeit und andere. Seit 2011 ist er Chefreporter des Bonner General-Anzeigers. 2012 kürte ihn das Medium Magazin zum „Reporter des Jahres“, 2013 erhielt er den Henri-Nannen-Preis in der Kategorie „Investigative Recherche“. Seit 2003 verarbeitet er seine journalistischen Recherchen auch zu Romanen.

Endstation von Wolfgang Kaes ist bei Rowohlt Polaris erschienen.

In dem True-Crime-Thriller Die Diagramme des Todes, den Axel Petermann gemeinsam mit Claus Cornelius Fischer geschrieben hat, bekommt es Hauptkommissar Larsen mit einem Serienmörder zu tun, der Diagramme seiner Taten zeichnet. Damit will er die Emotionen bei seinen Morden immer wieder erleben können – und seine Lust am Töten maximal

Axel Petermann war Leiter einer Mordkommission in Bremen und als Ermittler für die Aufklärung mehrerer spektakulärer Mordfälle verantwortlich. Seine Bücher, u. a. Auf der Spur des Bösen, Im Angesicht des Bösen und Der Profiler wurden Bestseller. Als Berater und Story-Lieferant war er an den preisgekrönten Tatort-Folgen aus Bremen und Frankfurt beteiligt. Heute gilt er als Mitbegründer der Fallanalyse in Deutschland und als einer der besten Profiler Europas und ist einem breiten Publikum durch seine Auftritte in Talk-Shows und Nachrichtensendungen bekannt.

Die Diagramme des Todes von Axel Petermann und Claus Cornelius Fischer ist bei Knaur erschienen.
(JK 11/19)

Michael Tsokos beim 13. Hamburger Krimifestival am Kampnagel K6 am Freitag, 8. November

Kampnagel K6
Freitag, 8.11.2019  21.00 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 15 / 17 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Der Thrill in Person: Tsokos kommt. Michael Tsokos ist Deutschlands populärster Rechtsmediziner. Seine Bücher sind Bestseller. Abgeschlagen, erschienen bei Knaur, heißt sein aktueller Thriller wie auch sein Programm, das er beim Krimifestival auf die Bühne bringt.

Die Titel der Romane sprechen für sich: Zerschunden, Zerbrochen, Zersetzt. Nichts für zarte Seelen. Und dann: Abgeschnitten, ein Thriller gemeinsam mit Sebastian Fitzek geschrieben. Abgeschlagen heißt nahezu folgerichtig das neue Buch von Michael Tsokos, und der Roman erzählt die Vorgeschichte zur Fitzen-Koproduktion: Rechtsmediziner Paul Herzfeld ist überrascht, als sich bei der Obduktion einer zerstückelten weiblichen Leiche sein Vorgesetzter sehr schnell auf eine Machete als Tatwaffe festlegt. Herzfeld hat Zweifel, denn es gibt offenbar ein altes Geheimnis. Und das bringt Herzfeld und seine Familie in Lebensgefahr.    

Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher sind allesamt Bestseller. Einige seiner True-Crime- und Sachbuch-Bestseller wurden bereits mit hochkarätiger Besetzung erfolgreich verfilmt. Weitere TV-Produktionen sind in Arbeit.

Abgeschlagen von Michael Tsokos ist bei Knaur erschienen.
(JK 11/19)

Katrine Engberg liest beim 13. Hamburger Krimifestival auf Kampnagel K2 am Freitag, 8. November

Kampnagel K2
Freitag, 8.11.2019  20.30 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 15 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Mörderische Haute Couture: Katrine Engberg ist der neue Shootingstar des dänischen Kriminalromans. Mit Blutmond, erschienen bei Diogenes, hat die in Kopenhagen lebende Autorin nach Krokodilwächter ihren zweiten fulminanten Titel vorgelegt. Es ist ein faszinierender Blick hinter die glitzernden Fassaden der Modebranche. Sandra Quadflieg liest den deutschen Text, Miriam Semrau moderiert.

Mit diesem Tod hat Alpha Bartholdy nicht gerechnet: Zu Füßen einer Prostituierten liegt er in einem Park in Kopenhagen in seinem Erbrochenen und stirbt. Bartholdy war ein berühmter Modeschöpfer, am Abend noch wurde die Eröffnung der Copenhagen Fashion Week gefeiert. Die Branche gibt sich natürlich erschüttert: Wer konnte ein Interesse am Tod des Modezars haben? Können verletzte Eitelkeiten Menschen zu Mördern machen? Jeep Körner und Anette Werner nehmen die Ermittlungen auf und tauchen ein in die bizarre Welt der Schönen und Reichen.  

Katrine Engberg, geboren 1975 in Kopenhagen, arbeitet für Fernsehen und Theater und ist als Tänzerin, Choreographin und Regisseurin landesweit bekannt. Mit Krokodilwächter hat sie in der Welt des skandinavischen Thrillers debütiert – mit großem Erfolg, auch international. Katrine Engberg lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen.

Blutmond von Katrine Engberg ist bei Diogenes erschienen.
(JK 11/19)

Elisabeth Herrmann liest beim 13. Hamburger Krimifestival auf Kampnagel K2 am Freitag, 8. November

Kampnagel K2
Freitag, 8.11.2019  18.00 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 15 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Tatortreinigerin jagt eigenen Vater: Seit Jahren ist Elisabeth Herrmann mit ihren großartigen Kriminalromanen eine feste Größe in der deutschsprachigen Krimilandschaft. Und mit der Tatortreinigerin Judith Kepler hat sie eine faszinierende Figur entworfen. In ihrem neuen Fall Schatten der Toten, erschienen bei Goldmann, geht Kepler auf die Jagd nach einem Großkriminellen.

Es ist kein schönes Schicksal, das Judith Kepler an ihren Vater Bastide Larcan bindet. Der Mann ist schließlich ein Großkrimineller, Leid zu verursachen ist sein Geschäft, immer ist er auf der Flucht. In „Schatten der Toten“ begibt sich auch seine Tochter auf seine Spur, nachdem eine ehemalige Stasispionin zu Tode gekommen ist und etwas über Lacan ans Licht gekommen ist, das vielleicht besser im Dunkel geblieben wäre. Die Spur führt nach Odessa. Aber dort warten auf Judith Kepler die Schatten der Vergangenheit.

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman Das Kindermädchen ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Schatten der Toten von Elisabeth Herrmann ist bei Goldmann erschienen.
(JK 11/19)

Alex Beer, Frank Goldammer und Robert Brack beim 13. Hamburger Krimifestival auf Kampnagel K1 am Freitag, 8. November

Kampnagel K1
Freitag, 8.11.2019  18.00 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 16 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Von Wölfen, Raben und dem Kommissar von St. Pauli: Historische Kriminalromane erhellen den Blick auf das, was war – und lassen uns das Heute besser verstehen. Die Wienerin Alex Beer, Frank Goldammer aus Dresden und der Hamburger Robert Brack entführen in alte Zeiten, ohne zu verklären – vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis zu dessen Mitte. Maike Schiller moderiert.

Alex Beers Roman Unter Wölfen, erschienen bei Limes, spielt im Nürnberg des Jahres 1942. Erzählt wird die packende Geschichte des Juden Isaak Rubinstein, der, eingeschleust in die Gestapo, unter falschem Namen einen Mord aufklären muss.

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Neben dem Wiener Kriminalinspektor August Emmerich hat Alex Beer mit Isaak Rubinstein eine weitere faszinierende Figur erschaffen, die während des Zweiten Weltkriegs in Nürnberg ermittelt. Um es mit den Worten der Jury des Leo-Perutz-Preises zu sagen: „Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden.“

Unter Wölfen von Alex Beer ist bei Limes erschienen.

In Frank Goldammers Roter Rabe, erschienen bei dtv, muss Kommissar Heller den Tod zweier Inhaftierter aufklären. Beide Männer waren der Spionage verdächtig, ihr Tod erscheint rätselhaft. Man schreibt das Jahr 1951 in Dresden: Für Heller beginnt eine gefährliche Zeit.

Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit Der Angstmann, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.

Roter Rabe von Frank Goldammer ist bei dtv erschienen.

Seltsame Todesfälle beschäftigen Kommissar Alfred Weber in Robert Bracks Der Kommissar von St. Pauli, erschienen bei Ullstein. Im März 1931 stürzen sich Frauen vor die U-Bahn, scheinbar ohne jeden Grund. Weber muss eigentlich in einem politischen Mordfall ermitteln, aber dann entdeckt er einen Zusammenhang mit den toten Frauen.

Robert Brack, geboren 1959, lebt seit 1981 in Hamburg. Er arbeitet als Übersetzer und freier Schriftsteller. Für seine historischen und politischen Kriminalromane wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Der Kommissar von St. Pauli von Robert Brack ist bei Ullstein erschienen.
(JK 11/19)

Samstag

Frederick Forsyth beim 13. Hamburger Krimifestival auf Kampnagel K2 am Donnerstag, 7. November

Kampnagel K2
Donnerstag, 7.11.2019  20.15 Uhr
Jarrestr. 20, Hamburg  
Eintritt: 17 Euro

13. Hamburger Krimifestival. Frederick Forsyth ist ein Großmeister des Kriminalromans. Weltweit hat er bis heute mehr als 70 Millionen Bücher verkauft, der Durchbruch gelang ihm 1967 mit Der Schakal. In Der Fuchs, erschienen bei C. Bertelsmann zeigt Forsyth erneut sein unvergleichliches Können. Joachim Król liest den deutschen Text, Bernhard Robben moderiert.

Die meisten Waffen tun, was man ihnen befiehlt. Die meisten Waffen hat man unter Kontrolle. Aber was ist, wenn die gefährlichste Waffe der Welt keine intelligente Rakete oder gar ein Computerprogramm ist? Sondern ein 18-jähriger Junge mit einem glühenden Verstand, der Waffen so manipulieren kann, dass sie sich gegen die Supermächte selbst richten? Was kann man unternehmen, um seiner habhaft zu werden? Der Fuchs beweist, dass Frederick Forsyth noch immer Meister seines Fachs ist. Ein anderer Meister liest aus diesem Roman beim Krimifestival: Joachim Król, einer der besten deutschen Schauspieler.

Frederick Forsyth, geboren 1938 in Ashford/Kent, war mit 19 Jahren jüngster Pilot der Royal Air Force, arbeitete danach als Reporter und wurde Korrespondent der Agentur Reuters. Er berichtete u.a. aus der DDR. 1965 ging Forsyth als Reporter zur BBC. Mit Der Schakal gelang ihm als Romanautor der internationale Durchbruch. Bis heute wurden seine Titel weltweit mehr als 70 Millionen Mal verkauft. Er lebt in Buckinghamshire, England.

Der Fuchs von Frederick Forsyth ist bei C. Bertelsmann erschienen.
(JK 11/19)