Samstag

Hamburger Lesefrühstück mit Barbara Sichtermann im Hotel Wedina am Samstag, 10. Februar

Hotel Wedina
Samstag  10.02.2018  12.00 Uhr 
Gurlittstr. 23, Hamburg
Eintritt: Buffet  ab 11.00 Uhr à € 20,-- inkl. Lesung. Anmeldung unter 040 / 227 92 03

Hamburger Lesefrühstück:  Barbara Sichtermann liest aus ihrer Romanbiografie Mary Shelley – Leben und Leidenschaften der Schöpferin des „Frankenstein“ vor, der bei Herder erschienen ist.

Barbara Sichtermanns Romanbiografie über Mary Shelley legt den Blick frei auf die fortschrittliche und  kluge Schöpferin des Jahrhundertromans Frankenstein – eine starke Persönlichkeit, die große Risiken einging für die Liebe und selbstbewusst den Traum vom Schreiben verfolgte.  „In illustrer Runde am Genfer See in Shelleys Villa und unter Einfluss von Opiaten entstand 1816 die Idee, eigene Schauergeschichten zu verfassen.“ (DR). Shelley war da nicht einmal 20 Jahre alt. Wenige wissen, dass sie berühmte Eltern hatte: Die Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft und den Philosophen William Godwin.

Barbara Sichtermann ist preisgekrönte Autorin und Journalistin. 2015 wurde ihr der Theodor- Wolff-Preis verliehen. Seit fast 40 Jahren arbeitet sie als Publizistin, Journalistin und Schriftstellerin. Ihre Themen sind Weiblichkeit, Geschlechterfragen, das Leben mit Kindern, Sexualität, Literatur und Medien. Sie veröffentlichte zahlreiche Sachbücher (u.a. den Bestseller Weiblichkeit – zur Politik des Privaten) und Romane und schreibt u.a. für DIE ZEIT und verschiedene Radiosender. Von 1987 – 2002 hatte sie eine eigene Kolumne in der ZEIT und machte sich damit einen Namen als Medienkritikerin. Sie erhielt u.a. die Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbundes sowie den Luise-Büchner-Preis für Publizistik.

Mary Shelley – Leben und Leidenschaften der Schöpferin des „Frankenstein“ von Barbara Sichtermann ist bei Herder erschienen.
(JK 02/18)

Krimilesung mit Christiane Franke im Speicherstadtmuseum am Freitag, 9. Februar

Speicherstadtmuseum
Freitag  09.02.2018  19.30 Uhr 
Sternstraße 4, Hamburg
Eintritt: 13 Euro. Reservierung unter Tel.: 040-321191 oder info@speicherstadtmuseum.de

Krimilesung: Christiane Franke liest aus ihrem zusammen mit Cornelia Kuhnert geschriebenen Kriminalroman Mörderjagd mit Inselblick vor, der bei rororo erschienen ist. In ihrem vierten Fall ermittelt das ostfriesische Kulttrio auch auf den Inseln Norderney, Wangerooge und Spiekeroog.

Sommer in Neuharlingersiel. Die Vorbereitungen zum Hafenfest laufen auf Hochtouren. Mittenmang lauter Autoren, die sich bei ihrem Treffen ordentlich in die Wolle kriegen. Und dann fällt auch noch der erste tot um. Ausgerechnet beim Klönen mit Rosa! Als ein zweiter auf Norderney zusammenbricht, wird Rosa hellhörig. Aber Dorfpolizist Rudi will von Mord nichts wissen. Die Kripo in Wittmund schon gar nicht. Von Postbote Henner ist auch keine Hilfe zu erwarten. Der kurt seelenruhig auf Norderney. Als es eine weitere Tote gibt, erwacht Rosas Jagdinstinkt. Bei Mord versteht sie keinen Spaß. Und als bei allen dreien die gleiche Todesursache festgestellt wird, ist das Trio in Alarm…

Christiane Franke wurde an der Nordseeküste geboren und lebt immer noch gerne dort. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Herausgeberin arbeitet sie als Dozentin für kreatives Schreiben. 
Cornelia Kuhnert lebt in Hannover und hat dort als Lehrerin gearbeitet. Sie hat bereits zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht und Anthologien herausgegeben.

Mörderjagd mit Inselblick von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert ist bei rororo erschienen.
(JK 02/18)

Dirk van Versendaal liest inder Buchhandlung cohen + dobernigg am Donnerstag, 8. Februar

cohen + dobernigg
Donnerstag  08.02.2018  20.30 Uhr 
Sternstraße 4, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Dirk van Versendaal stellt seinen neuen Roman Nyx vor, der bei Rowohlt Hundert Augen erschienen ist.

Der Journalist und Autor Dirk van Versendaal stellt seinen neuen Thriller vor, der auf einem schwimmenden Ungetüm spielt, der Nyx, die als riesiges Alters- und Pflegeheim auf den Weltmeeren unterwegs ist - ein Ort des Grauens, wie man ihn sich furchtbarer nicht vorstellen kann. Dirk van Versendaal, geboren in Rotterdam und in Hamburg aufgewachsen, legt nach Die Engel warten nicht mit Nyx seinen zweiten Roman vor.

Im Jahr 2025 wurde sie erbaut, die Nyx, ein schwimmendes Ungetüm, viereinhalb Kilometer lang und anderthalb Kilometer breit. Der Koloss zieht als riesiges Alters- und Pflegeheim seine Bahnen durch alle Weltmeere, weil das einfach billiger, als die Alten an Land zu versorgen. Als die junge Ärztin Polly Sutter an Bord geht, tut sich schon seit längerem Unheimliches. Immer mehr Alte sterben, in ihren Kabinen, in der Wanne, es ist unerklärlich. Und dann verschwinden Menschen. Wie etwa ein Kollege des Technikers Rafael, der sich beim Befüllen der riesigen Müllverbrennungsöfen auf Deck 50 scheinbar in Luft auflöst. Polly und Rafael sind nicht die einzigen, denen zunehmend flau zumute wird. Auch ein paar der betagten Insassen haben keine Lust, als nächste tot und mit blau angelaufener Zunge gefunden werden. Und die mysteriöse Seuche ist nur eines der Geheimnisse der Nyx.

Dirk van Versendaal war zuerst Schneider, bevor er auf die Journalistenschule ging, Redakteur beim SZ-Magazin und später als freier Autor für SZ-Magazin, Zeit und Vogue arbeitete. Seit 2000 ist er beim Stern. Sein erster Roman Die Engel warten nicht war für den Glauser 2015 nominiert. Der Autor lebt mit Frau und Kindern abwechselnd in Hamburg und in der Nähe von Stockholm.

Nyx von Dirk van Versendaal ist bei Rowohlt Hundert Augen erschienen.
(JK 02/18)

Neue Bücher Hamburger Autorinnen: Myriam Keil und Grudrun Hammer im Literaturhaus an Donnerstag, 8. Februar

Literaturzentrum im Literaturhaus
Donnerstag  08.02.2018  19.30 Uhr 
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 4 / 7 Euro

Neue Bücher Hamburger Autorinnen: Myriam Keil liest aus ihrem Roman Das Kind im Brunnen, der bei Septime erschienen ist. Gudrun Hammer liest aus ihren Erzählungen Lieberkühn, die in der edition wohlwill erschienen sind.

Zerrissene Familienbande, verlorene Freundschaften, die großen Fragen von Liebe, Vertrauen und Verlust sind Thema in Myriam Keils neuem Roman. Doch ihre Protagonistin Iris scheint dagegen gewappnet zu sein. Selbstverständlich ist für Iris nicht viel und schon gar nichts, das mit anderen zu tun hat. Ihre Tage machen sie krank, sie mag sich selbst nicht und ihre Kollegen im Büro noch weniger. Als Iris eines Tages einen Verlobungsring mit der Gravur „Mark 11.07.2001“ im Wald findet und sich „das silberne Ding“ über ihren Ringfinger streift, ist sie von einem auf den anderen Augenblick in einer anderen Zeit und Geschichte gefangen, so als wäre sie nicht mehr sie selbst und alles, was sie je erlebt hat, plötzlich „einfach ausgelöscht“. Doch die Magie, die von dem Ring ausgeht, kann nicht so einfach heilen, was in ihrem Leben schief gelaufen ist und sie so sehr auf Distanz hält. Sie lässt eine Kopie des Verlobungsrings anfertigen, gibt sie im Fundbüro ab und macht sich auf die Suche – nach dem ominösen Marc und nach einem glücklicheren Leben.

Myriam Keil, geboren 1978 in Pirmasens, studierte in Münster und lebt heute mit ihrem Mann in Hamburg. Sie veröffentlichte Lyrik und Erzählungen und das Jugendbuch Nach dem Amok (cbt). Sie erhielt zweimal den Hamburger Förderpreis für Literatur und diverse andere Auszeichnungen.

Gudrun Hammers Erzählungen handeln von beschädigten Lebenswelten und der Suche nach Auswegen. Sie erzählt von Menschen, die auf der Suche nach dem Ersehnten flüchtige Glücksmomente finden.

Gudrun Hammer, arbeitet als Lektorin, Journalistin und unterrichtet kreatives Schreiben. Sie studierte Psychologie und Literaturwissenschaften. Sie veröffentlichte u.a. den Roman Trost verschwindet (Atrium) und den literarischen Reiseführer St. Pauli – Streifzüge auf dem Kiez bei Nautilus. 

Das Kind im Brunnen von Myriam Keil ist bei Septime erschienen. Lieberkühn von Gudrun Hammer ist bei der edition wohlwill erschienen.

Julia Wolf liest in der Buchhandlung Boysen + Mauke am Dienstag, 6. Februar

Buchhandlung Boysen + Mauke
Dienstag  06.02.2018  19.30 Uhr 
Große Johannisstr. 19, Hamburg
Eintritt: 5 / 8 Euro. Um Anmeldung an Anja Wenzel wird gebeten, E-Mail: a.wenzel@schweitzer-online.de

Ach Walter: Julia Wolf liest aus ihrem neuen Buch Walter Nowak bleibt liegen, das bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen ist.

Es ist ein eindrucksvolles Männerporträt und Psychogramm, das Julia Wolf in ihrem Roman Walter Nowak bleibt liegen erzählt: Ein Rentner, der sich mit täglichen Runden im Freibad fit hält, findet sich bewegungslos auf dem Badezimmerboden wieder. Niedergestreckt und hilflos, passiert in einem stetigen Bewusstseinsstrom ein typisches Leben in der deutschen Nachkriegszeit Revue, das geprägt ist vom Selbstverständnis eines Mannes, der es gewohnt ist, dass sich die Dinge nach seinen Vorstellungen und Wünschen fügen. Doch damit ist es nun vorbei. Obwohl Walter Nowak noch immer alles gibt, um sich, sein Erleben und Fühlen nur ja nicht in Frage stellen zu müssen.

„Teilnehmend, aber mit kühlem Blick“, wie es in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« hieß, sieht man Walter in dieser „großartigen Männerstudie“ beim „Bewusstseinskraulen“ (Sandra Kegel) zu.

Julia Wolf, 1980 in Groß-Gerau geboren, lebt in Berlin und Leipzig. Für ihren Debütroman Alles ist jetzt (2015) erhielt sie den Kunstpreis Literatur der Brandenburg Lotto GmbH. Beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2016 las sie einen Auszug aus ihrem Roman Walter Nowak bleibt liegen, für den sie mit dem renommierten 3sat-Preis und dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet wurde. Walter Nowak bleibt liegen wurde 2017 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Walter Nowak bleibt liegen von Julia Wolf ist bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen.
(JK 02/18)

Saša Stanišić liest neue Texte in der Freie Akademie der Künste am Dienstag, 6. Februar

Freie Akademie der Künste
Dienstag  06.02.2018  19.00 Uhr 
Klosterwall 23, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

zu heimaten: Saša Stanišić liest neue Texte.

Er flüchtete während des Bosnienkrieges im Alter von 14 Jahren mit seinen Eltern nach Heidelberg, hat am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert – und ist heute einer der bekanntesten und auch international erfolgreichsten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur. Mit seinen Zürcher Poetikvorlesungen hat sich Saša Stanišić nun auf die Fährte seiner Heimaten begeben, die ein zentraler Begriff seiner Literatur sind.

„Heimat ist“, sage ich (…), „wo man sich nichts vornehmen muss“, heißt es in einer der Erzählungen seines zuletzt erschienenen Erzählbandes Fallensteller, in dem er auch noch einmal nach Fürstenwerder zurückkehrt, jenes prototypische Dorf im deutschen Osten, in dem sein als „Weltliteratur“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) gefeierter Roman Vor dem Fest spielt. Es ist eine ziemlich unaufgeregte Vorstellung von Heimat, und dennoch findet Stanišić immer wieder ausgerechnet in der heimatschwangeren deutschen Provinz den Ausgangspunkt seines Erzählens. Seine Hauptfiguren sind jedoch nur allzu oft Durchreisende und Umherziehende, verwandt mit den Vögeln, die ständig durch seine Geschichten flitzen: Sperlinge, Turteltauben, Kanarienvögel, Raben. Saša Stanišić ergänzt den Sehnsuchtskanon aus Zugehörigkeit und Identitätsverlust, von dem die Heimatdiskurse heute bestimmt werden, um einen verschmitzten, dissonanten Grundton, der getragen wird von der Notwendigkeit, den Begriff der Heimat von der Fixierung auf die Herkunft zu lösen und im Plural, in Heimaten aufzulösen. Dass ihm dabei nur allzu oft der Schalk im Nacken sitzt und er sich zudem von allem Möglichen ablenken und einholen lässt, gehört zum inneren Prinzip seiner Literatur und ist eine besondere Freude für seine Leser und Zuhörer.
(JK 02/18)

HAM.LIT Lange Nacht junger Literatur und Musik am Donnerstag, 1. Februar

Uebel & Gefährlich 
Donnerstag  01.02.2018  19.00 Uhr 
Feldstr. 66, Hamburg
Eintritt: 15 / 19 Euro

HAM.LIT Lange Nacht junger Literatur und Musik: Familienroman und atemloser Selbstfindungstrip, Jahrhundertpanorama und Jugenderinnerung, Edeltrash, Drama und Gedicht – es ist eine Grand Tour durch die junge Literatur, ihre Ausdrucksformen und Themen, mit denen die HAM.LIT traditionell im Februar den Bunker in der Feldstraße bespielt. Mit dabei sind 15 Autor*innen, 3 Bands, »Bizzi« und »Fipsi«, ein beinahe magisches Haus, Fräulein Agnes, ein Werwolf und natürlich auch William James Sidis, ein Rebell, Visionär und Genie.

Eines der gefeierten Debüts, gelobt für sein Wucht und Direktheit, ausgezeichnet zuletzt mit dem Mara-Cassens-Preis 2017 des Hamburger Literaturhauses, ist Außer sich (Suhrkamp), das Romandebüt der schon seit Jahren als Theaterautorin bekannten Sasha Marianna Salzmann. Sie erzählt von der Suche nach einer Identität jenseits vordergründiger Zuschreibungen und die Geschichte einer Familie. Ebenfalls ein grandioses Debüt im Programm der HAM.LIT ist Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens (Wagenbach Verlag) von Juliana Kálnay, in dem so eine Art Magie ins Spiel kommt und eine feine Poesie, geschult an großen Vorbildern wie Julio Cortázar oder auch Georges Perec. Schon traditionell finden auf der HAM.LIT aber auch Vorab-Premieren von Frühjahrsneuerscheinungen statt, mit dabei ist in diesem Jahr Lucy Fricke, die die HAM.LIT zusammen mit Daniel Beskos kuratiert. Sie stellt ihren neuen Roman Töchter (Rowohlt Verlag) vor.

In einer Vorab-Premiere stellt auch Josefine Rieks ihren Roman Serverland (Hanser) vor. Es ist eines der spannendsten Debüts der kommenden Saison, „aufregend abgründig“, wie Jan Brandt verspricht, erzählt es von Typen, die in einer Welt leben, in der das Internet seit Jahrzehnten abgeschaltet ist. In den Jahren des Aufbruchs und Umbruchs im Nachkriegsdeutschland spielt dagegen der neue Roman Eine Liebe, in Gedanken (Luchterhand) der Hamburger Schriftstellerin Kristine Bilkau. Und Musik gibt es natürlich auch, die junge Hamburger Musikerin Linda Rum präsentiert mit ihrer Band eine Mischung aus Folk, Pop und Post Rock, und die Lyrikerin, Musikerin und Künstlerin Lydia Daher ist mit ihrem wunderbaren neuen Album Wir hatten großes vor (Trikont) zu Gast.
(JK 01/18)

Ronald Reng liest Im Literaturhaus am Donnerstag, 1. Februar

Literaturhaus
Donnerstag  01.02.2018  20.00 Uhr 
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Ronald Reng stellt sein neues Buch Warum wir laufen vor, das bei Piper erschienen ist, und erzählt von Passion und Freiheit. Jens Harzer liest die Texte und Alexander Solloch moderiert.

Laufen ist der populärste Sport der Welt, seit Ärzte, Wissenschaftler und die Industrie das Laufen als Allheilmittel für Gesundheit und seelische Ausgeglichenheit preisen. Ronald Reng, als Jugendlicher enthusiastischer Mittelstreckenläufer, macht sich auf die Suche nach seinem eigenen, verlorenen Laufgefühl und der Antwort auf die eine Frage: Warum laufen wir? Er beschäftigt sich dabei mit Fersenentzündungen, Pulsuhren oder Runner’s High ebenso wie mit der eigenen Kondition. Und trifft dabei auf die verschiedensten Läufer: Häftlinge, die unter Anleitung von Olympiasieger Dieter Baumann beim Laufen einmal die Woche innerlich frei sind, oder eine Frau, die angefeindet wurde, als sie vor fünfzig Jahren als eine der ersten mit dem Joggen begann … Am Ende fügt Ronald Reng alle Geschichten zu einer Antwort zusammen und erklärt sie.

Ronald Reng , geboren 1970 in Frankfurt, lebte viele Jahre als Sportreporter und Schriftsteller in Barcelona. Er zählt zu den außergewöhnlichsten (Sport-)Journalisten hierzulande. Seine Biografie über Robert Enke und sein Buch Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga wurden zu großen Erfolgen und mehrfach ausgezeichnet.

Warum wir laufen von Ronald Reng ist bei Piper erschienen.
(JK 01/18)

Arno Geiger liest im Literaturhaus am Mittwoch, 31. Januar

Literaturhaus
Mittwoch  31.01.2018  19.30 Uhr 
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Arno Geiger liest aus seinem neuen Roman Unter der Drachenwand, der bei Hanser erschienen ist. Sandra Kegel moderiert.

1944. Der Krieg ist bereits verloren und dauert doch noch an. Nur wie lange noch? In Russland verwundet erholt sich der Wehrmachtssoldat Veit Kolbe in Österreich. Schön gelegen ist es an der 1.176 Meter hohen »Drachenwand« am Mondsee. Eine seltsame Normalität stellt sich in dem Dorf ein, obwohl Veit unter Alpträumen leidet. Halt gibt ihm der Glauben daran, dass irgendwann das Leben wieder beginnen wird. Margot und Margarete, zwei junge Frauen, die er unter der Felswand trifft, bestärken ihn darin.

In seinem neuen Roman Unter der Drachenwand verbindet der Österreicher Arno Geiger das Schicksal eines Individuums mit der Macht der Geschichte. Er verknüpft das Persönlichste mit dem Krieg, berichtet von den Toten und den Überlebenden.

Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wien und Wolfurt. Seine Romane erscheinen im Hanser Verlag. 2005 gewann er mit Es geht uns gut, in dem er über drei Generationen einer Wiener Familie erzählt, den Deutschen Buchpreis. Für Aufsehen sorgte auch sein bisher persönlichstes Buch Der alte König in seinem Exil (2011), das von der Demenzerkrankung seines Vaters berichtete. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören auch der Friedrich-Hölderlin-Preis, der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Alemannische Literaturpreis, der ihm 2017 verliehen wurde.

Unter der Drachenwand von Arno Geiger ist bei Hanser erschienen.
(JK 01/18)

Preisverleihung am Sonntag, 28. Januar: Lessing-Preis an Juliane Rebentisch

Thalia Theater
Sonntag   28.01.2018  11.00 Uhr 
Alstertor 1, Hamburg
Eintritt: frei, Zählkarten gibt es an der Tageskasse des Thalia Theaters

Preisverleihung: Lessing-Preis an Juliane Rebentisch

Die an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach lehrende Philosophin Prof. Dr. Juliane Rebentisch wird im Thalia Theater mit dem Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet. Das zum Lessing-Preis gehörende Stipendium erhält die in Hamburg lebende Schriftstellerin Nino Haratischwili, die vor allem durch ihren Roman Das achte Leben (Für Brilka) (2014) bekannt wurde. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda überreicht die Preise.

Bei der festlichen Preisverleihung im Thalia wird u.a. die Künstlerin Anne Imhof auftreten, die mit ihrer Produktion Faust im Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig im letzten Jahr einen großen Erfolg feierte. Die Laudatio auf Juliane Rebentisch hält Ekkehard Knörer, Publizist und Herausgeber der Zeitschrift Merkur, für Nino Haratischwili spricht Julia Lochte, die Chefdramaturgin des Thalia Theaters. Der Eintritt zur Preisverleihung ist frei, es werden Zählkarten benötigt, die es kostenlos an der Tageskasse des Thalia Theaters gibt.
Juliane Rebentisch, Jahrgang 1970, studierte Philosophie und Germanistik an der Freien Universität Berlin und promovierte 2002 an der Universität Potsdam. 2010 habilitierte sie sich an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Ästhetik, Ethik und politische Philosophie. Sie ist Mitglied des Kollegiums am Frankfurter Institut für Sozialforschung und bis 2018 amtierende Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik. Seit Oktober 2011 ist Juliane Rebentisch Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, seit 2014 Vizepräsidentin der Hochschule

Nino Haratischwili ist eine preisgekrönte Theaterautorin, -regisseurin und Autorin des Familienepos Das achte Leben (Für Brilka), erschienen 2014 in der Frankfurter Verlagsanstalt. Der Roman wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, vielfach ausgezeichnet und ist als Bühnenversion in der Regie von Jette Steckel am Thalia Theater in Hamburg zu sehen. 

Freitag

Petra Morsbach liest im Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichts am Freitag, 26. Januar

Plenarsaal Hanseatisches Oberlandesgericht
Freitag   26.01.2018  19.00 Uhr 
Sievekingplatz 2, Hamburg
Eintritt: 5 Euro

Petra Morsbach liest aus ihrem Roman Justizpalast, der bei Knaus erschienen ist.

In wilhelminischer Zeit gebaut sind Justizpaläste Gebäude der Herrschaftsarchitektur, die den Besucher einschüchtern sollen. Im Münchener Justizpalast muss sich heute Thirza Zorniger zurechtfinden. Welch ein Name! Bedeutet doch Thirza „Anmut“; aber der Tochter aus einer desaströsen Schauspielerehe war er wohl angemessen. Der Roman erzählt von ihrer Kindheit unter der Obhut ihres Großvaters, einem Strafrichter im Ruhestand, ihrem Studium und den ersten Erfahrungen mit der bayrischen Justiz. Da wird sie durchaus zornig. Sie macht gleichwohl Karriere und wird Vorsitzende Richterin am Landgericht. Auf ihrem Weg trifft sie Kollegen, die exemplarisch die Bandbreite der Personen widerspiegeln, die Recht sprechen und die mit Sensibilität versuchen, hin und her gerissen zwischen Anspruch und Wirklichkeit, das aus den Fugen geratene Leben zu kitten, wenn über Kinder, Geld und Wirtshausschlägereien gestritten wird.

Ein überaus kenntnisreicher Roman über die Justiz. Heribert Prantl, der anlässlich der Verleihung des bedeutenden Wilhelm-Rabe-Literaturpreises am 5. November 2017 die Laudatio hielt, bemerkte: „Ich wollte juristische Fehler finden. Aber ich fand keinen. Das ist juristische und literarische Virtuosität.“ Justizpalast ist ein Roman über die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, über erregte, zynische, unverschämte, verblendete, verrückte, verwirrte und verzweifelte Rechtssuchende sowie überlastete, mehr oder weniger skrupulöse, kauzige, weise, verknöcherte und leidenschaftliche Richter. Eingebettet in die überaus kenntnisreiche Schilderung des Justizalltags kommt aber auch die private Entwicklung Thirzas nicht zu kurz. Denn Justizpalast ist ebenfalls ein Roman über das Leben, seine Ungewissheiten und das Glück. Es braucht seine Zeit, bis die Autorin Max in Thirzas Leben treten lässt. Mit ihm, einem unbedeutenden Rechtsanwalt, erlebt sie Glück und wirkliche Liebe, bis die Beziehung ein tödlich tragisches Ende findet.

Petra Morsbach, geboren 1956, studierte in München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. Opernroman, Gottesdiener und Dichterliebe. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Jean-Paul-Preis. 2017 erhält sie den Roswitha-Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim und den Wilhelm-Raabe-Preis. Für die Arbeit an Justizpalast recherchierte die Autorin über neun Jahre.

Justizpalast von Petra Morsbach ist bei Knaus erschienen.
(JK 01/18)

Frank Posiadly liest im Krimi-Buch-Café Jussi am Freitag, 26. Januar

Jussi - Mein skandinavisches Krimi-Buch-Café
Freitag   26.01.2018  19.30 Uhr 
Lehmweg 35, Hamburg

Frank Posiadly liest aus seinem Kriminalroman Die Stille nach dem Tod, der bei Leda erschienen ist.

Nele Hagen ist Streifenpolizistin in Hamburg St. Georg. Sie ist die Erste am Tatort, als eine junge Mutter mit einer schweren Kopfverletzung aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht wird. Was zunächst wie ein Haushaltsunfall aussieht, nimmt bald eine dramatische Wendung. Denn ein Unbekannter dringt in die Intensivstation ein und hinterlässt am Bett der sterbenden Frau eine unheimliche Visitenkarte: düstere Musik, die nur aus Geräuschen besteht. Geräuschen, die der Täter aufgenommen hat, als er ihr heimlich nachstellte und sie schließlich brutal in ihrer Wohnung niederschlug. Bald schon taucht ein zweites Musikstück auf. Der Täter hat es an Nele Hagen geschickt. Ist die junge Polizistin sein nächstes Opfer?

Frank Posiadly, 1967 in Delmenhorst geboren, ist Psychologe und Systemischer Berater. Das Handwerk des Schreibens hat er zunächst an der Axel Springer Journalistenschule und dann in der Drehbuchklasse im Filmstudium Hamburg unter der Leitung von Hark Bohm gelernt. Seine Kurzfilme haben den Deutschen Filmschulpreis in Silber (2002), den Shock Award (2002) und den Short-Tiger (2001) gewonnen. Er hat ebenso für den Tatort wie für das ZDF-Herzkino geschrieben und Serienerfahrungen bei Notruf Hafenkante und Unser Charly gesammelt. 2016 erscheint sein erster Kriminalroman Die Stille nach dem Tod. Frank Posiadly lebt seit vielen Jahren mit seiner Frau und seinem Sohn in Hamburg.

Die Stille nach dem Tod von Frank Posiadly ist bei Leda erschienen.
(JK 01/18)

Navid Kermani liest im Thalia Theater am Freitag, 26. Januar

Thalia Theater
Freitag   26.01.2018  20.00 Uhr 
Alstertor 1, Hamburg
Eintritt: 9 bis 18 Euro, erm. 10 Euro

Buchpremiere mit Navid Kermani, der zu den Lessingtagen sein bei C.H. Beck neuerschienenes Buch Entlang den Gräben über seine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan vorstellen wird.

Ein immer noch fremd anmutendes, von Kriegen und Katastrophen zerklüftetes Gebiet beginnt östlich von Deutschland und erstreckt sich über Russland bis zum Orient. Navid Kermani ist entlang den Gräben gereist, die sich gegenwärtig in Europa neu auftun: von seiner Heimatstadt Köln nach Osten bis ins Baltikum und von dort südlich über den Kaukasus bis nach Isfahan, die Heimat seiner Eltern. Seine Reise führte ihn mitten durch den jüdischen „Ansiedlungsrayon“ der Zarenzeit, die „Bloodlands“ des Zweiten Weltkriegs, am Riss zwischen Ost und West entlang, wo der Kalte Krieg längst nicht zu Ende ist und im Donbass zum heißen Krieg wird. Navid Kermani hat die Trümmer zerstörter Kulturen und die Spuren alter wie neuer Verwüstungen gesehen. Und er hat Menschen getroffen, die innerlich zerrissen sind, weil sie sich auf der Suche nach Heimat und Wohlstand auf eine Seite schlagen müssen. Mit wenigen Strichen lässt er das Nachtleben der Großstädte lebendig werden, Geschäfte wie zu Sowjetzeiten, hippe Cafés, die Gelassenheit in Frontnähe und die Angst vor den anderen, wer immer das ist.

Navid Kermani lebt als freier Schriftsteller in Köln. Für seine Romane, Essays und Reportagen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis sowie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Entlang den Gräben. Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan von Navid Kermani ist bei C.H. Beck erschienen.
(JK 01/18)

Literatursoiree mit Iris Wolff im Literaturhaus am Dienstag, 23. Januar

Literaturhaus
Dienstag   23.01.2018  19.30 Uhr 
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Literatursoiree mit Iris Wolff. Der Literaturkritiker und Autor Lothar Müller trifft sich zum Gespräch mit der 1977 in Siebenbürgen geborenen und in Freiburg lebenden Schriftstellerin Iris Wolff.

Wo Monat für Monat Autorinnen und Autoren ihre Neuerscheinungen präsentieren und wo leidenschaftlich über aktuelle Strömungen der Literatur debattiert wird, da tut es mitunter gut, sich aus dem immer schneller rotierenden Literaturbetrieb zu entfernen und über ästhetische Fragen nachzudenken. Schriftsteller treten bei der Literatursoiree auf die Bühne, um die Grundfragen der Literatur in ein neues Licht zu rücken und aus ihrer Werkstatt zu berichten. Moderator ist der Literaturkritiker und Autor Lothar Müller, der als Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung in Berlin arbeitet.

Gemeinsam werden Grundfragen der Literatur ausgelotet und ein Blick auf die im Salzburger Otto Müller Verlag erschienenen Bücher Halber Stein, Leuchtende Schatten und So tun, als ob es regnet von Iris Wolff geworfen. Vor allem mit dem letztgenannten Roman in vier Erzählungen gelang ihr der Durchbruch. Bei NDR Kultur hieß es: „160 Seiten Text, der mindestens noch einmal so viel dem Leser selbst überlässt. So sollte Literatur sein!“; Denis Scheck schwärmte: „Mich hat dieses Buch hingerissen und verzaubert wie lang keines mehr“, und Die Presse sprach von „Bildern, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kaum ein Pendant haben“.

Iris Wolff, geboren 1977 in Hermannstadt/Siebenbürgen, studierte Germanistik, Religionswissenschaft und Grafik & Malerei in Marburg an der Lahn. Sie ist eine langjährige Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs Marbach und 2013 Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg. Neben dem Schreiben ist sie am Kulturamt der Stadt Freiburg im Breisgau tätig. Ihr erster Roman Halber Stein erhielt den Ernst-Habermann-Preis 2014.

So tun, als ob es regnet: Roman in vier Erzählungen von Iris Wolff ist bei Otto Müller erschienen.
(JK 01/18)

Timo Daum liest im Museum der Arbeit am Montag, 22. Januar

Museum der Arbeit
Montag   22.01.2018  19.00 Uhr 
Wiesendamm 3, Hamburg
Eintritt: frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: https://www.zeit-stiftung.de/anmeldung/bucerius-lab-im-museum-der-arbeit

Zur Ausstellung Das Kapital, die im Museum der Arbeit zum Auftakt des 200. Geburtsjahres von Karl Marx gezeigt wird, stellt Timo Daum sein Buch Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie vor, das bei Edition Nautilus erschienen ist. Ein Gespräch mit dem Autor führt Christoph Twickel von der ZEIT.

Karl Marx beschreibt in seinem Hauptwerk eindrucksvoll die Logik des Kapitalismus im anbrechenden Industriezeitalter. Und heute? Was würde Marx von unserer Welt halten, vom Internet, von user-generated content, dem Silicon Valley, kurz: Wie würde Marx den Digitalen Kapitalismus unserer Tage analysieren und kritisieren? Mit dieser Frage hat sich der Medienkünstler, Physiker und Hochschullehrer Timo Daum beschäftigt. In seinem Buch Das Kapital sind wir erforscht er die widersprüchliche Weltverbesserungsrhetorik des Silicon Valleys, deren Protagonisten uns mit jeder neuen App eine bessere Zukunft für die Menschheit versprechen – und gleichzeitig ein digitales Prekariat von digitalen Tagelöhnern beschäftigen. „Ein Heer von Mikro-Entrepreneuren, befreit von Festanstellungsverträgen und gesetzlichen Regelungen, versucht in den Prärien des digitalen Wilden Westens sein Glück: Jeder kann für fünfzehn Minuten ein Unternehmer sein! Und hält sich vielleicht zukünftig mit dem bedingungslosen Grundeinkommen über Wasser“.

Timo Daum arbeitet als Hochschullehrer in den Bereichen Online, Medien und Digitale Ökonomie. Er ist studierter Physiker und verfügt über zwei Jahrzehnte Berufserfahrung in der IT-Branche. Er veranstaltet Vorträge und Seminare zur Thematik des digitalen Kapitalismus, u. a. auf der Re:publica 2017.

Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie von Timo Daum ist bei Osburg erschienen.
(JK 01/18)