Sonntag

High Voltage: Krimiabend mit Sophie Bonnet, Frank Goldammer und Miriam Semrau im Literaturhaus am Dienstag, 16. April

Literaturhaus
Dienstag,  16.04.2019  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

High Voltage – Krimis mit sechs Fäusten: Der große Krimiabend mit Sophie Bonnet, Frank Goldammer und Miriam Semrau. Was lesen Krimiexperten am liebsten? Welche Krimis sind die besten dieses Frühjahrs? Woher nehmen Autoren ihre Ideen? Moderatorin Miriam Semrau hat zwei Bestsellerautoren zu Gast und gemeinsam bescheren die drei dem Publikum einen kriminell unterhaltsamen Abend.

Farbenprächtige Rosenfelder, ein geheimes Archiv der Düfte, mysteriöse Todesfälle: Es ist Mitte Mai in der Provence. Pierre Durand genießt das Zusammenleben mit Charlotte, doch als deren Jugendfreundin Anouk auftaucht, ist es mit der Idylle vorbei. Die Rosenzüchterin steht unter Mordverdacht – ihr Nachbar wurde tot in seinem »Archiv der Düfte« aufgefunden, wertvolle Dokumente fehlen. Charlotte ist von der Unschuld ihrer Freundin überzeugt. Die Beweislage ist alles andere als eindeutig, und so macht Pierre sich auf die Suche nach der Wahrheit. Seine Ermittlungen führen ihn über Grasse bis ans Mittelmeer, wo drei Wochen zuvor bereits ein Parfümeur unter verdächtigen Umständen ums Leben kam…

Mit ihrem Frankreich-Krimi Provenzalische Verwicklungen begann Heike Koschyk alias Sophie Bonnet eine Reihe, in die sie sowohl ihre Liebe zur Provence als auch ihre Leidenschaft für die französische Küche einbezieht. Mit Erfolg: Der Roman begeisterte Leser wie Presse auf Anhieb und stand monatelang auf der Bestsellerliste, ebenso wie die darauffolgenden Romane um den liebenswerten provenzalischen Ermittler Pierre Durand. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Heike Koschyk alias Sophie Bonnet wird exklusive Einblicke geben in ihren nächsten Krimi Provenzalischer Rosenkrieg, der im Mai 2019 erscheint. Sie erzählt, wie sich französische Lebensart mit der Aufklärung perfider Verbrechen verbinden lässt, und verrät, welche Krimis ihr selbst schlaflose Nächte bereitet haben.

Provenzalischer Rosenkrieg von Sophie Bonnet erscheint bei Blanvalet.

Spion im eigenen Land: Im Spätsommer 1951 kehrt Oberkommissar Heller mit seiner Familie aus dem staatlich genehmigten Ostseeurlaub nach Dresden zurück. Für seine Frau Karin geht die Fahrt gleich weiter, denn sie hat überraschend die Reiseerlaubnis in den Westen zu Sohn Erwin erhalten. Heller ist besorgt. Doch sein neuer Fall lässt ihm keine Zeit zum Grübeln: Zwei unter Spionageverdacht stehende Männer, Zeugen Jehovas, sterben in ihren Gefängniszellen. Und es geschehen weitere mysteriöse Todesfälle. Bei einem der Opfer wird eine geheimnisvolle Botschaft gefunden: »Eine Flut wird kommen.« Heller beschleicht eine schreckliche Ahnung. Frank Goldammer wird seinen Kommissar Max Heller vorstellen und was er sonst noch schreibt, wenn er nicht gerade in einem historischen Krimi steckt.

Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.

Roter Rabe von Frank Goldammer ist bei dtv erschienen.

Und Miriam Semrau plaudert aus dem Nähkästchen, was bei ihrer Radiosendung Krimi mit Mimi im Hessischen Rundfunk so alles schieflaufen kann.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

High Voltage: Marion Brasch liest in der Bergedorfer Museumslandschaft am Sonntag, 14. April

Bergedorfer Museumslandschaft
Sonntag,  14.04.2019  19.30 Uhr
Bergedorfer Schlossstraße 4, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Marion Brasch liest aus ihrem neuen Roman Lieber woanders, der bei S. Fischer erschienen ist. Antje Flemming moderiert.

Toni und Alex kennen sich nicht und sind doch auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden. Toni leidet unter dem Verlust ihres kleinen Bruders, für dessen Tod sie sich verantwortlich macht. Alex führt ein Doppelleben und trägt eine Schuld, über die er nie gesprochen hat. 24 Stunden bewegen sich die beiden aufeinander zu, bis sich ihre Wege trotz skurriler Begegnungen und komischer Zwischenfälle schließlich kreuzen.

Marion Brasch erzählt diese Geschichte vom Leben und Überleben in einem klaren, aufmüpfigen und warmen Ton und mit großem Gespür für die Augenblicke, die über Glück oder Unglück entscheiden.

Marion Brasch wurde in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR, später fürs Radio. Sie veröffentlichte ihre beiden Romane Ab jetzt ist Ruhe und Wunderlich fährt nach Norden

Lieber woanders von Marion Brasch ist bei S. Fischer erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

High Voltage: Charles Lewinsky liest im Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765 am Samstag, 13. April

Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Samstag,  13.04.2019  19.30 Uhr
Trostbrücke 6, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Charles Lewinsky liest aus seinem neuen Roman Der Stotterer, der bei Diogenes erschienen ist. Heide Soltau moderiert.

„Ich kann besser schreiben als sein.“ Der Stotterer hat früh gelernt, das Sprechen zu vermeiden und sich lieber schriftlich auszudrücken. Und er lernt auch bald, dass sich die Menschen mit geschriebenen Texten leicht manipulieren und ausbeuten lassen. Wegen Betrugs im Gefängnis gelandet, manipuliert er weiter und versucht, den Gefängnispfarrer davon zu überzeugen, dass eigentlich seine Eltern und ihr Sektenguru, die Hänseleien der Mitschüler und die Trauer um die verstorbene Schwester an seinen Taten schuld seien. In seinen Erzählungen spielt er mit Dichtung und Wahrheit, mit Anklagen und Ausflüchten, er philosophiert, fantasiert, verschleiert und erfindet – bis schließlich ein Lichtschimmer hinter dem vergitterten Fenster zu erkennen ist.

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. Er hat als Dramaturg und Regisseur an diversen Bühnen gearbeitet, bevor er als Autor von Shows und Serien zum Fernsehen ging. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger sowie den Preis der Schillerstiftung. Sein Werk erscheint in 14 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux (Frankreich) und im Winter in Zürich.

Der Stotterer von Charles Lewinsky ist bei Diogenes erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

High Voltage: Doris Knecht liest in der Staats- und Universitätsbibliothek am Freitag, 12. April

Staats- und Universitätsbibliothek, Lichthof im Altbau
Freitag,  12.04.2019  19.30 Uhr
Von-Melle-Park 3, Eingang: Edmund-Siemers-Allee/Grindelallee, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Doris Knecht liest aus ihrem neuen Roman weg, der bei Rowohlt Berlin erschienen ist. Rainer Moritz moderiert.

Doris Knecht ist Kolumnistin und Schriftstellerin. Sie lebt in Wien und im Waldviertel. Ihr erster Roman Gruber geht war 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde verfilmt. Für Besser erhielt sie den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag. 2015 erschien ihr vielgelobter Roman Wald.

Ihr neuer Roman weg erzählt von zweien, die nichts miteinander zu tun haben und die auf einer Reise mit unbekanntem Ziel sind. Eine Frau und ein Mann, die sich kaum kennen und nicht besonders mögen, zwei Verschiedene, müssen sich gemeinsam auf die Suche machen, nach dem einzigen, was sie im Leben gemeinsam haben: eine Tochter. Schon erwachsen, aber mit psychischen Problemen. Und plötzlich verschwunden. Heidi verlässt ihr Kleinbürgerparadies bei Frankfurt, Georg seinen österreichischen Landgasthof, wo sie mit ihren neuen Familien leben. Im Flugzeug, auf Booten und auf Mopeds reisen sie durch Vietnam und Kambodscha den Hinweisen auf ihre Tochter hinterher.

Doris Knecht erzählt von Entscheidungen, deren Gewicht nie geringer wird, vom Festhalten und Loslassen, vom Erwachsenwerden und davon, wie man über sich selbst hinauswächst. Ein spannender Roman im kraftvollen Knecht-Sound.

Doris Knecht lebt in Wien und im Waldviertel. Ihr Buch Alles über Beziehungen wurde 2017 für den Österreichischen Buchpreis nominiert.

weg von Doris Knecht ist bei Rowohlt Berlin erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

High Voltage: Meike Winnemuth liest im Museum für Hamburgische Geschichte, Großer Hörsaal am Donnerstag, 11. April

Museum für Hamburgische Geschichte, Großer Hörsaal
Donnerstag,  11.04.2019  19.30 Uhr
Holstenwall 24, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Meike Winnemuth stellt ihr neues Buch Bin im Garten vor, das bei Penguin erschienen ist.

Meike Winnemuth, 1960 in Neumünster geboren, ist freie Journalistin, Autorin und preisgekrönte Bloggerin. Ihr Buch Das große Los – Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr wurde ein enormer Publikumserfolg und hat Hunderttausenden Lust gemacht, aufzubrechen und die Welt zu sehen.

Inzwischen sucht Meike Winnemuth, die Weltreisende, einen Ort zum Bleiben. Sie will nur eins: ankommen, Wurzeln schlagen, festen Boden unter den Füßen. Und zwar einen, den sie persönlich dorthin geschaufelt hat. Sie startet das Projekt „Garten“. Obwohl sie nie einen hatte und nicht mal ahnt, wie man Tomaten zieht. Einzige Regel für den Anfang: Das Grüne muss nach oben. Träumen und planen, schuften und graben, säen, pflanzen, ausprobieren, ernten, essen. Mit Tempo und Witz erzählt Meike Winnemuth in ihrem Tagebuch vom großen Wachsen (Muskelkater!) und Werden (plötzlich: geduldig!). Sie entführt uns an einen paradiesischen Ort wahren Lebens, mit Radieschen und Schnecken, mit Rittersporn und anderen blauen Wundern.

Meike Winnemuth ist freie Journalistin. Bei Stern, Geo Saison, SZ Magazin und in vielen anderen Zeitschriften sowie im Netz (Das kleine Blaue) erschrieb sie sich eine große und begeisterte Anhängerschaft. Ihrem Reise-Blog Vor mir die Welt folgten mehr als 200.000 Leser, er wurde für den Grimme Online-Award 2012 nominiert und bei den Lead Awards 2012 ausgezeichnet.

Bin im Garten von Meike Winnemuth ist bei Penguin erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)

Hasnain Kazim liest im stories! im Falkenriedquartier am Donnerstag, 11. April

stories! im Falkenriedquartier
Donnerstag,  11.04.2019  19.30 Uhr
Straßenbahnring 1, Hamburg
Eintritt: 5 Euro

Hasnain Kazim stellt sein Buch Post von Karlheinz (2018) vor, erschienen bei Penguin, das seine Dialoge mit wütenden Lesern versammelt.

Täglich bekommt Hasnain Kazim hasserfüllte Leserpost. Doch statt die Wutmails einfach wegzuklicken, hat er beschlossen zurückzuschreiben – schlagfertig, witzig und immer wieder überraschend. Sein ebenso unterhaltsames wie kluge Buch versammelt seine besten Schlagabtäusche mit den Karlheinzen dieser Welt und beweist, warum man den Hass, der im eigenen Postfach landet, nicht unkommentiert lassen sollte. Denn, wie Hasnain Kazim schreibt: „Wenn wir schweigen, beginnen wir, den Hass zu akzeptieren. Also, reden wir!“

Hasnain Kazim, 1974 als Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer in Oldenburg geboren, schreibt seit 2004 für SPIEGEL ONLINE und den SPIEGEL. Seit 2009 lebt er als Korrespondent im Ausland u.a. in Islamabad, Istanbul und derzeit in Wien. Für seine Berichterstattung wurde er als „Politikjournalist des Jahres“ geehrt und mit dem „CNN Journalist Award“ ausgezeichnet. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter Grünkohl und Curry, Plötzlich Pakistan und Krisenstaat Türkei.

Post von Karlheinz von Hasnain Kazim ist bei Penguin erschienen.
(JK 04/19)

High Voltage: Ian Kershaw kommt ins Rolf-Liebermann-Studio am Mittwoch, 10. April

Rolf-Liebermann-Studio
Mittwoch,  10.04.2019  19.30 Uhr
Oberstraße 120, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Ian Kershaw stellt sein neues Buch Achterbahn vor, das bei DVA erschienen ist.. Ulrich Kühn moderiert den Abend.

Ian Kershaw zählt zu den bedeutendsten Historikern der Gegenwart. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Modern History an der University of Sheffield. Seine große zweibändige Biografie Adolf Hitlers gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung. In seinem preisgekrönten Bestseller Höllensturz hat Ian Kershaw meisterhaft die dramatische Geschichte Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt.

In Achterbahn nimmt der renommierte Historiker nun die Jahre von 1950 bis heute in den Blick und spannt einen großen Bogen von der existentiellen Unsicherheit, die die Staaten Europas im Kalten Krieg durchlebten, bis zu den Herausforderungen, vor denen sie heute, in Zeiten ökonomischer und politischer Krisen, stehen. Trotz einer andauernden Phase des Friedens, so Kershaw, sind die Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für Europa eine Achterbahnfahrt – voller Aufs und Abs, voller Nervenkitzel und Ängste. „Dieses Buch sollte einen Ehrenplatz im Regal jedes Lesers haben, der das heutige Europa verstehen will“ (Josef Joffe).

Achterbahn von Ian Kershaw ist bei DVA erschienen.

High Voltage ist ein gemeinsames Festival von Stromnetz Hamburg und Literaturhaus Hamburg, in Kooperation mit NDR Kultur
(JK 04/19)


Donatella Di Pietrantonio liest im Istituto Italiano di Cultura Amburgo am Dienstag, 9. April

Istituto Italiano di Cultura Amburgo
Dienstag,  09.04.2019  19.00 Uhr
Hansastr. 6 12, Hamburg
Eintritt frei.
Anmeldung erbeten an ievents@iic-hamburg.dae

Mit dem im letzten Herbst erschienenen Roman Arminuta ist der italienischen Schriftstellerin Donatella Di Pietrantonio der internationale Durchbruch gelungen. Im Istituto Italiano stellt sie ihren Roman vor, der bei Kunstmann erschienen ist. Paola Barbon moderiert und übersetzt.

Im Dorf nennen sie alle nur Arminuta, die Zurückgekommene. Warum hat man sie zu ihren leiblichen Eltern zurückgeschickt? Wer ist ihre Mutter? Die, die sie geboren hat, oder die, bei der sie aufgewachsen ist? „Als Dreizehnjährige kannte ich meine andere Mutter nicht mehr.“ So beginnt die Geschichte, in der ein junges Mädchen mit einem Koffer und einem Sack voller Schuhe bei einer ihr unbekannten Familie abgeliefert wird. Die echten Eltern wollten sie wiederhaben, mehr haben ihr die, die sie bisher Vater und Mutter nannte, nicht erklärt. Niemand scheint auf sie gewartet zu haben, alle haben offensichtlich andere Sorgen. Das Essen ist knapp, die Neue muss sich das Bett mit der kleinen Schwester teilen und das Zimmer mit den drei Brüdern. Hier ist alles fremd, die Armut, der Schmutz, die harten Worte. Während sie einen Weg zurück in ihr behütetes Leben in dem kleinen Haus am Strand sucht, entwickeln sich neue Bindungen, zur mutigen Schwester, den Brüdern, der Mutter. Und sie beginnt zu verstehen, wie viele Facetten die Liebe haben kann.

Donatella Di Pietrantonio erzählt in dieser ungewöhnlichen Familiengeschichte von Zugehörigkeit und Verantwortung, Verstrickungen und Mutterliebe und davon, was es bedeutet, den eigenen Platz im Leben zu finden. Poetisch, zart und unvergesslich.

Donatella Di Pietrantonio wurde in den Abruzzen geboren und lebt heute in der Nähe von Pescara. Ihre Romane Meine Mutter ist ein Fluss und Bella mia wurden mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet. Mit ihrem neuen, in zahlreiche Länder verkauften Buch Arminuta ist ihr der internationale Durchbruch gelungen. 

Arminuta von Donatella Di Pietrantonio ist bei Kunstmann erschienen.
(JK 04/19)

Siri Hustvedt liest im Deutschen Schauspielhaus am Montag, 8. April

Deutsches Schauspielhaus
Montag,  08.04.2019  20.00 Uhr
Kirchenallee 39, Hamburg
Eintritt: 14 / 22 Euro

Siri Hustvedt stellt ihren neuen Roman Damals vor, der bei Rowohlt erschienen ist. Julia Wieninger liest die deutschen Texte, Jan Ehlert moderiert.

Es ist das Jahr 1979, S. H. genannt Minnesota, zieht nach New York und genießt den Schmutz wie den Glanz, das turbulente Leben wie die Einsamkeit. Alles Neue saugt sie begierig auf. So auch die skurrilen Monologe ihrer Nachbarin Lucy, die sie durch die dünnen Wände zur Nachbarwohnung vernimmt. Doch mit der Zeit wünscht sie sich, sie hätte nicht so genau hingehört. Denn Lucys Gesänge werden immer klagender. Sie handeln von Missbrauch, von Kindstod, sogar von Mord. Die Nachbarin wird eine immer schrecklichere Obsession, bis eines Nachts ein dramatisches Ereignis in Minnesotas Wohnung Lucy in Person auf den Plan ruft und ein Geheimnis lüftet. Vierzig Jahre später erzählt S. H., was davor und danach geschah.

Siri Hustvedt, Autorin internationaler Bestseller wie Was ich liebte und Der Sommer ohne Männer, erzählt in ihrem neuen Roman Damals von Frauensolidarität und Männerwahn, von Liebe und Geschlechterkampf, aber auch vom Mysterium der Zeit, von Erinnerung und Fantasie und von der Art und Weise, wie alles im Leben zu einer Geschichte wird. Zeitgleich erscheint auf Deutsch der Band Eine Frau schaut auf Männer, die auf Frauen schauen, der Essays von Siri Hustvedt über Kunst, Geschlecht und Geist versammelt.

Siri Hustvedt wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte Literatur an der Columbia University und promovierte mit einer Arbeit über Charles Dickens. Bislang hat sie sechs Romane publiziert. Zugleich ist sie eine profilierte Essayistin.

Damals von Siri Hustvedt ist bei Rowohlt erschienen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus Hamburg und NDR Kultur in Kooperation mit dem Deutschen Schauspielhaus
(JK 04/19)

Montag

Sarah Kuttner liest im Ballsaal des Uebel & Gefährlich am Sonntag, 31. März

Uebel & Gefährlich
Sonntag,  31.03.2019  20.00 Uhr
Feldstr. 66, Hamburg
Eintritt: 17.70 Euro

Sarah Kuttner liest aus ihrem Roman Kurt, der bei S. Fischer erschienen ist.

Schon mit Anfang zwanzig hat sie ihre erste Sendung moderiert und machte als die Freche mit der Berliner Schnauze schnell Karriere. Doch auch als Autorin war Sarah Kuttner früh erfolgreich, ihre erstes Buch Das oblatendünne Eis des Zweidrittelwissens, eine Sammlung mit Kolumnen, erschien 2006, ihr Romandebüt Mängelexemplar folgte 2009 und wurde zum Bestseller. In diesen Tagen ist nun ihr vierter Roman Kurt erschienen, den sie im Ballsaal des Uebel & Gefährlich vorstellen wird. Sarah Kuttner erzählt leicht, direkt und doch mit großem Ernst von einer Tragödie. Eine kleine Patchwork-Familie hat sich gerade in einem glücklichen Leben mit zwei Häusern und zwei Kinderzimmern in Brandenburg gefunden. Da sind der große Kurt und der kleine Kurt, seine Mutter Jana und Lena, die sich alle gut verstehen. Doch dann passiert das Schlimmste und nichts ist mehr so wie zuvor.

Sarah Kuttner wurde 1979 in Berlin geboren und arbeitet als Moderatorin. Sie wurde mit ihren Sendungen „Sarah Kuttner – Die Show“ (VIVA) und „Kuttner“ (MTV) bekannt und arbeitete mehrfach für die ARD. Bei zdf.neo hat sie das Großstadtmagazin „Bambule“ und die Talkshow „Kuttner plus Zwei“ moderiert. Seit 2016 produziert und moderiert sie die monatliche Veranstaltungsreihe „Kuttners schöne Nerdnacht“ und seit 2017 moderiert sie gemeinsam mit Stefan Niggemeier den Podcast „Das kleine Fernsehballett“ auf Deezer. Sarah Kuttner lebt in Berlin.

Kurt von Sarah Kuttner ist bei S. Fischer erschienen.
(JK 03/19)

Krischan Koch liest im Speicherstadtmuseum am Freitag, 29. März

Speicherstadtmuseum
Freitag,  29.03.2019  19.30 Uhr
Am Sandtorkai 36, Hamburg
Eintritt: 9 – 11 Euro
Reservierung: Tel. 040-321191 oder info@speicherstadtmuseum.de

Fredenbüll goes Reeperbahn: Krischan Koch liest aus seinem neuen Küsten-Krimi Mörder mögen keine Matjes, der bei dtv erschienen ist.

Dorfpolizist Thies Detlefsen muss in der Elbmetropole Hamburg ermitteln, nachdem ein Herbststurm einen Container mit Elektroschrott an die Küste des beschaulichen Fredenbüll gespült hat. Zwischen Kabelsalat und ausrangierten Bildschirmen wird ein Toter gefunden. Alles deutet auf Mord hin – und darauf, dass die Tat in Hamburg begangen wurde. Zum Glück sind auch die Wirtin Antje von der „Hidden Kist“ und ihre Stammgäste für einen Ausflug nach Hamburg gereist und unterstützen den Polizeiobermeister auf dem gefährlichen Großstadtpflaster bei seinen Ermittlungen. Fredenbüll goes Reeperbahn... wenn das mal gut geht.

Krischan Koch wurde 1953 in Hamburg geboren. Die für einen Autor üblichen Karrierestationen als Seefahrer, Rockmusiker und Kneipenwirt hat er sich geschenkt. Stattdessen macht er Kabarett und Kurzfilme und schreibt seit vielen Jahren Filmkritiken u.a. für die Die Zeit und den Norddeutschen Rundfunk. Koch lebt mit seiner Frau in Hamburg und auf der Nordseeinsel Amrum, wo er mit Blick aufs Watt seine Kriminalromane schreibt.

Mörder mögen keine Matjes von Krischan Koch ist bei dtv erschienen.
(JK 03/19)

Sara Gran liest in der Buchhandlung Heymann in Eimsbüttel am Mittwoch, 27. März

Buchhandlung Heymann in Eimsbüttel
Mittwoch,  27.03.2019  20.30 Uhr
Osterstr. 134, Hamburg
Eintritt: 12 Euro

Sara Gran liest aus ihrem Roman Das Ende der Lügen, der bei Heyne Hardcore erschienen ist. Sie stellt ihren Krimi zusammen mit Simone Buchholz und Marcus Müntefering vor.

Als „wildes, großartiges Buch“ (Die ZEIT) wurde Sara Grans mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichneter Roman Die Stadt der Toten gefeiert. Es folgte der Krimi Das Ende der Welt und jetzt mit Das Ende der Lügen wieder ein Krimi mit Claire deWitt, einer der überzeugendsten Ermittlerfiguren auf der Krimi-Bühne. Von inneren Dämonen gepeinigt und Rauschmitteln nicht abgeneigt, dafür aber mit fast schon überirdischem Spürsinn und Kampfgeist ausgestattet, löst sie ihre Fälle mit Bravour. Mal unkonventionell, mal gesetzwidrig, aber stets im Dienst der Wahrheit. In ihrem neuen Fall entgeht Claire DeWitt knapp einem Anschlag. Trotz zahlreicher Blessuren nimmt sie die Verfolgung des Attentäters auf. Nicht die beste Idee, wie sich zeigt.

Sara Gran schreibt Romane, Drehbücher und gelegentlich auch Essays. Sie lebt im kalifornischen Los Angeles. Bislang hat sie fünf Romane veröffentlicht, darunter zwei Romane um die Ermittlerin Claire DeWitt.

Das Ende der Lügen von Sara Gran ist bei Heyne Hardcore erschienen.
(JK 03/19)

William Boyd liest im Literaturhaus am Mittwoch, 27. März

Literaturhaus
Mittwoch,  27.03.2019  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 10 – 14 Euro

William Boyd stellt seinen Roman Blinde Liebe vor, der bei Kampa erschienen ist. Stephan Benson liest die deutschen Texte, Margarete von Schwarzkopf moderiert den Abend. 

Brodie Moncur hat das absolute Gehör und gilt als Genie unter den Klavierstimmern. Als er in Paris dem grandiosen Pianisten John Kilbarron begegnet, nimmt sein Leben eine dramatische Wendung. Rasch zeigt sich, dass Brodies Künste unverzichtbar für Kilbarron sind. Gemeinsam feiern sie Triumphe in ganz Europa, führen in Sankt Petersburg ein luxuriöses Leben, das Brodie, aufgewachsen in einem schottischen Dorf als Sohn eines tyrannischen Pfarrers, sich nie hätte erträumen lassen. Und doch ist das alles für Brodie unwichtig.Der wahre Grund, weshalb er in die Dienste des genialen, aber unberechenbaren Pianisten eingetreten ist, ist dessen Geliebte, die russische Sopranistin Lika. Brodie weiß, dass diese Liebe unmöglich ist, und setzt doch alles für sie aufs Spiel – auch sein eigenes Leben. Denn der Klavierstimmer, der mit wenigen Handgriffen über Erfolg oder Misserfolg eines Konzerts, ja einer Pianistenkarriere entscheiden kann, folgt seinem Herzen, das sich nicht umstimmen lässt.

Mit dem 1952 in Ghana geborenen Schotten William Boyd kommt einer der großen europäischen Erzähler, dem wir Bücher wie Eines Menschen Herz, Einfache Gewitter oder Die Fotografin verdanken, ins Literaturhaus. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Preise. William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich.

Blinde Liebe von William Boyd ist bei Kampa erschienen.
(JK 03/19)

Samstag

Miriam Toews liest im Ökumenischen Forum HafenCity, Weltcafé ElbFaire am Dienstag, 26. März

Ökumenisches Forum HafenCity, Weltcafé ElbFaire
Dienstag,  26.03.2019  19.00 Uhr
Shanghaiallee 12, Hamburg
Eintritt frei
Anmeldung unter info@oefh.de

Außerhalb von Zeit und Raum: Miriam Toews liest aus ihrem neuen Roman Die Aussprache, der bei Hoffmann und Campe erschienen ist.

Es ist eine fremde Welt, in der sich der Heuboden von Earnest Thiessen befindet. Eine kleine Gruppe von Frauen hat sich dort zum Gespräch getroffen. Sie leben in einer der Zivilisation fernen Zone, die sich mit der unseren kaum überschneidet, sind Regeln und Kräften ausgesetzt, die im Hier und Jetzt scheinbar keinen Widerhall finden. Das will man bei der Lektüre dieses Romans jedenfalls nur allzu gern glauben, denn er spielt in einer Mennonitengemeinde. Es gibt dort keine Smartphones und kein Streaming, es gibt noch nicht einmal elektrisches Licht, die Leute glauben an Gottes Reich und an das Werk des Teufels. Dennoch zielt Miriam Toews Die Aussprache mitten hinein in Finsternisse, die es überall gibt, weil sie allzu menschlich sind.

International bekannt wurde die kanadische Schriftstellerin Miriam Toews mit ihrem Roman Ein komplizierter Akt der Liebe (2005), einer biografisch-literarischen Aufarbeitung ihrer eigenen Kindheit und Jugend in einer Mennonitengemeinde außerhalb von Winnipeg. Sie hat seitdem mehrere Romane veröffentlicht, wurde vielfach ausgezeichnet und ist heute eine der profiliertesten Autorinnen ihres Landes.

Als „fiktionale Reaktion“ auf die Ereignisse in einer mennonitischen Gemeinde in Bolivien und als einen „Akt der weiblichen Phantasie“ bezeichnet Toews in einer kurzen Einleitung ihren neuen Roman Die Aussprache. Zwischen 2005 und 2009 wurden in der Manitoba-Kolonie in Bolivien dutzende Mädchen und Frauen in ihren Schlafzimmern von sieben Männern betäubt und vergewaltigt. Nur durch einen Zufall wurden sie entlarvt. In der Gemeinde glaubte man lange, die Vergewaltigungen seien ein Werk des Teufels, der die Frauen für schmutzige Phantasien bestrafen würde. Acht Mütter, Töchter und Ehefrauen treffen sich in Miriam Toews Roman nun auf einem Heuboden, während ihre Peiniger vor Gericht stehen. Die Männer haben das Dorf verlassen, um der Gruppe der Vergewaltiger beizustehen, nur der demente Earnest Thiessen und der Lehrer August Epp sind zurückgeblieben. 48 Stunden haben die Frauen Zeit, um sich zu entscheiden, wie es weitergehen soll, wie sie sich und ihre Kinder in Zukunft vor den Männern schützen können. Nichtstun, bleiben und kämpfen oder gehen, das sind die ihre Optionen. Das Protokoll über das Treffen der Frauen führt August, der als Schullehrer kein hohes Ansehen genießt und als „unmännlicher Mann“ gilt, weil er kein Bauer ist. Er kann lesen und schreiben, er hat in London gelebt und ist für seinen Glauben in die Gemeinde zurückgekehrt. Sein Protokoll erzählt am Ende nicht nur von Verletzungen, die nicht heilen und von einer existenziellen Entscheidung, deren Folgen unwägbar sind, weil sie in die Freiheit führt. August Epp erzählt auch von der zarten Liebe, die er für Ona Friesen empfindet, die unter den Kolonisten als zu gutmütig und „damit untauglich für die wahre Welt“ gilt. Ona ist unverheiratet und hochschwanger, nachdem sie mehrmals vergewaltigt wurde. Dennoch hat sie ihren Glauben an die Liebe nicht verloren, sie hat eine „ganz eigene Vision“ von der Zukunft der Frauen. Und diese Vision gibt sie auch August für sein Protokoll mit auf den Weg: „Uns sind viele Dinge bewusst, instinktiv, sagt Ona leise, aber wenn man sie auf eine bestimmte erzählerische Weise präsentiert bekommt, ist das schön und macht Spaß.“

Miriam Toews (sprich: Teyfs), geboren 1964 in Steinbach/Manitoba, ist eine der wichtigsten kanadischen Gegenwartsautorinnen. Mit Ein komplizierter Akt der Liebe wurde sie international bekannt. Für Die fliegenden Trautmans und Das gläserne Klavier erhielt sie den Rogers Writers' Trust Fiction Prize. Sie lebt und arbeitet in Toronto.

Die Aussprache von Miriam Toews ist bei Hoffmann und Campe erschienen.
(JK 03/19)

Vea Kaiser liest bei Cohen + Dobernigg Buchhandel am Dienstag, 26. März

Cohen + Dobernigg Buchhandel
Dienstag,  26.03.2019  20.30 Uhr
Sternstr. 4, Hamburg
Eintritt: 10 Euro

Wer den Teufel lang genug ruft: Vea Kaiser liest aus ihrem neuen Roman Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

Zwischen dem, was man glaubt, was man sich erhofft und wie es wirklich wird, gibt es nur allzu oft einen eklatanten Unterschied, das hat die Familie Prischinger in einer ganzen Reihe schlimmer Ereignisse früh erfahren und einen ehernen Kodex daraus abgeleitet: „Niemand wird zurückgelassen“. Es ist der Ausgangspunkt von Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger, dem neuen Roman von Vea Kaiser. Mit großer Fabulierlust und einem tollen Mix aus literarischem Anspruch und Unterhaltung erzählt die österreichische Schriftstellerin und Altphilologin in einer rasanten Road-Novel die Lebensgeschichten von drei Schwestern und den Totengeistern, die sie auf einer skurrilen Reise begleiten.

Er ist als Schauspieler gescheitert, kann seine Wohnung nicht mehr bezahlen, und seine Lebensgefährtin hat ihn auch noch verlassen. Mit Geld kann Lorenz zwar niemand aus der Klemme helfen, doch sein Onkel Willi und seine Tante Hedi nehmen ihren Neffen mit offenen Armen bei sich auf. Die kleine Wohnung am Stadtrand von Wien ist seit Jahren Zentrum der Familie und Treffpunkt der verschrobenen, doch lebensklugen Schwestern Mirl, Hedi und Wetti. Im Wechsel mit den Ereignissen in der Gegenwart erzählt Vea Kaiser in Rückwärtswalzer von der schweren Kindheit, der Jugend und aus dem Leben der Schwestern, die auf einem Hof im österreichischen Waldviertel ohne Vater aufgewachsen sind und seitdem ein trauriges Geheimnis bewahren. Nur Willi, der eigentlich Koviljo Markovic heißt, ist in die Sache eingeweiht, weil sein Schicksal ähnlich schuldbeladen ist. Aufgegeben hat Willi dennoch nie.

„Wer den Teufel nur lange genug ruft, zu dem wird er auch kommen.“ Mit diesem Sprichwort hat ihn in seiner Kindheit in einem Bergdorf in Montenegro sein Vater ermahnt, nicht vorschnell die Hoffnung zu verlieren. Jetzt gibt er es seinem liebeskranken Neffen Lorenz auf und stirbt dann prompt selbst. Das wäre eigentlich schon schlimm genug, doch Willi hatte immer den Wunsch, im Grab seiner Familie in Montenegro begraben zu werden, und dafür fehlt das Geld. Mirl, Hedi und Wetti beschließen kurzerhand, die Überführung der Leiche selbst zu übernehmen.

Mit Lorenz am Steuer und dem toten Willi auf dem Beifahrersitz eines Fiat Panda geht es von Wien aus über 1000 Kilometer in den Süden, bis sie an der Grenze zu Montenegro von einem Grenzbeamten gestoppt werden. Doch zum Glück sind auch die guten Totengeister der Familie mitgereist. Sie sorgen dafür, dass in dem mit viel Schwung, Humor und großer Sympathie für die Protagonisten erzählten Roman am Ende dann doch noch gesagt wird, wer zurückbleiben musste. Und die Lebenden mit den Toten ihren Frieden machen können.
Vea Kaiser wurde 1988 geboren und lebt in Wien, wo sie Altgriechisch, Latein und Germanistik studierte. Mit 23 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam, der ebenso wie ihr Zweitling Makarionissi oder Die Insel der Seligen zum Bestseller avancierte und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Rückwärtswalzer ist ihr dritter Roman.

Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger von Vea Kaiser ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 03/19)