Montag

Kathrin Weßling feiert Buchpremiere im Raum Hamburg am Freitag, 6. April

Raum Hamburg
Freitag, 06.04.2018  20.00 Uhr
Shanghaiallee 18, Hamburg
Eintritt: 12 Euro

Book-Release-Party: Kathrin Weßling feiert die Buchpremiere ihres Buchs Super, und dir?, erschienen bei Ullstein, mit Bernd Begemann und Mia Diekow, die Musik machen, es moderiert Inga Schulz.

„Kathrin Weßling haut einem mitten in die Fresse.“ Eine wahre Ansage von Isabel Bogdan zum dritten Roman von Kathrin Weßling. Heftig und wahr. Die Autorin „schont sich selbst und den Leser nicht“. Stattdessen erzählt sie von einer jungen Frau, die uns allen irgendwie vertraut ist: Marlene Beckmann ist Anfang dreißig, steht beruflich und privat mit beiden Beinen im Leben. Aber wie geht es ihr wirklich, im Beruf, in der Beziehung, inmitten einer Gesellschaft, die getrieben wird von Selbstoptimierungszwängen? Es geht ihr natürlich - pardon: scheiße.

Und Kathrin Weßling spricht das aus. „Man ist sofort mittendrin und man möchte Marlene wechselweise in den Arm nehmen oder wachschütteln. Was für eine emotionale Wucht.“
Kathrin Weßling gibt dem schwelenden Unbehagen ihrer Generation eine Stimme.

„Hören Sie, Frau Beckmann, Sie alleine müssen entscheiden, was Sie aus Ihrem Leben machen.“ Das hat ihr ein paar Jahre zuvor ein Therapeut gesagt. Marlene hat sich daraufhin entschieden, dass sie das hinkriegt. Und von außen betrachtet, läuft es ja auch, es läuft und läuft, es ist immer alles „Einskomma“, sogar wenn sie kurz davor ist, sich zu verlieren, sagt sie sich noch, wie schön es heute wird. An ihrem 31. Geburtstag, weiß sie dann, „dass alle Vorstellungen, die man mit Mitte zwanzig von der Liebe und von dem Menschen hat, der das Synonym zu dieser Liebe bildet, sich schneller in Luft auflösen als das bisschen Trinkgeld“, das man beim Kellnern verdient. Viel schlimmer ist aber, dass das, was sie für eine Lebensphase gehalten hat, sich plötzlich als ihr Leben erweist. Es ist ihr Job, es ihr Freund, und es sind ihre Freunde, die ihr absolut keinen Halt bieten. So tapfer Marlene auch kämpft, schließlich ist der Tag gekommen, an dem sich die „Vollkatastrophe“ nicht mehr leugnen lässt. Nur, ändert sich dadurch auch etwas?

Kathrin Weßling, geboren 1985 in Ahaus, arbeitet als Journalistin und Social-Media Redakteurin (SPIEGEL ONLINE, stern.de, NDR etc.). Sie liebt Dinge mit WLAN und Liebe. Kathrin Weßling lebt in Hamburg.

Super, und dir? von Kathrin Weßling ist bei Ullstein erschienen.
(JK 04/18)

Boris Meyn liest in der Buchhandlung Seitenweise am Freitag, 6. April

Buchhandlung Seitenweise in Jacques’ Wein-Depot
Freitag, 06.04.2018  20.00 Uhr
Sievekingsallee 68, Hamburg
Eintritt: 10 Euro. Anmeldung unter Tel. 040.201203 bei der Buchhandlung Seitenweise

Boris Meyn liest aus seinem neuen historischen Hamburg-Krimi Fememord, der bei rororo erschienen ist, in dem ein neues Hamburg entsteht, doch die Schatten der Vergangenheit bleiben.

Berlin 1925: Die junge Journalistin und Hobbyfliegerin Ilka Bischop erfährt zufällig, dass die Reichswehr eine geheime Fliegerschule in der Sowjetunion aufbaut. Ilka geht der brisanten Story nach. Kurz darauf stirbt einer ihrer Informanten, ein befreundeter Flieger. Wie sich herausstellt, hatte der Mann eine Liaison mit einem Mitarbeiter aus dem Stab um Hamburgs Oberbaudirektor Fritz Schumacher. Ilka macht sich auf in die Hansestadt. Doch sie findet den Mann tot vor. Ermordet. Hamburg, das merkt Ilka schnell, ist eine Stadt im Aufbruch. Und der berühmte Architekt Schumacher soll ihr ein neues Gesicht geben. Wo monumentale Bauaufträge anstehen, geht es natürlich um sehr viel Geld. Doch dann stößt Ilka bei ihren Recherchen auf einen geheimen Zirkel, der weitreichendere Ziele hat, als nur am Neubau der Stadt zu verdienen. Und dafür alles zu tun bereit ist.

Boris Meyn, Jahrgang 1961, ist promovierter Kunst- und Bauhistoriker. Seit fast zwanzig Jahren schreibt er Romane. Sein Debüt Der Tote im Fleet avancierte in kürzester Zeit zum Bestseller. Er lebt im Lauenburgischen, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.

Fememord von Boris Meyn ist bei rororo erschienen.
(JK 04/18)

Mariana Leky liest im Büchereck Niendorf Nord am Freitag, 6. April

Büchereck Niendorf Nord
Freitag, 06.04.2018  19.30 Uhr
Nordalbinger Weg 15, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Unendliche Weiten im Westerwald: Mariana Leky liest aus ihrem neuen Roman Was man von hier aus sehen kann, der bei Dumont erschienen ist Karla Paul moderiert den Abend.

Es ist ein ganz eigener Kosmos, den Mariana Leky in ihrem Roman Was man von hier aus sehen kann öffnet, seine unendlichen Weiten liegen etwas abseits von den großen Sternenhaufen, in denen das Leben sonst unbedingte Anwesenheitspflicht erfordert und folgen manchmal ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten. Aber so ist das in einem kleinen Dorf im Westerwald, besonders wenn Selma wieder einmal von einem Okapi geträumt hat. Dann kann sich niemand mehr sicher sein, jeden könnte es treffen, obwohl das Okapi ein abwegiges Tier ist. Viel abwegiger als der Tod. Das Leben, die Liebe, der Schmerz und der Tod, das sind die Themen, von denen Mariana Leky in ihrem klugen und berührenden Roman in großer Leichtigkeit, sprachlicher Präzision und Komik erzählt. Doch das Schönste an dem Lebenskosmos im Westerwald ist dann vielleicht doch, dass sich die Menschen in ihrer Verschrobenheit so innig zugetan bleiben – über alle Grenzen ihres Dorfes hinweg.

In Selmas Traum steht das Okapi mit „seinem giraffenhaft geformten rostroten Leib, seinen Rehaugen und Mausohren“ zusammen mit ihr auf einer Wiese am Waldrand, irgendwann sehen Selma und das Okapi sich an – und dann ist der Traum vorbei. Selma erzählt ihrer zehnjährigen Enkeltochter Luise und ihrer Schwägerin Elsbeth davon, was zur Folge hat, dass noch bevor Luise in der Schule ist, das ganz Dorf von dem Traum weiß. Und umgehend Vorbereitungen trifft, denn wenn Selma von einem Okapi geträumt hat, dann muss im Dorf jemand sterben. Manche Leute bleiben daraufhin einfach nur besonders still sitzen, so wie der pensionierte Postbote, andere kümmern sich um die Wahrheit, die noch raus muss, bevor es zu spät dafür ist. Der Optiker zum Beispiel kämpft mit der verschwiegenen Liebe zu Selma und all den Liebesbriefen, in denen er selten über die Anrede »Liebe Selma, mal was anderes« hinauskam. Das ganze Dorf weiß von dieser Liebe und fragt sich, wann der Optiker „endlich damit herausrücken würde, mit etwas, das längst herausgerückt war“.

Der Tod holt sich schließlich denjenigen, der am wenigsten damit rechnet. Die verschwiegene Liebe des Optikers zu Selma bleibt eines der Leitmotive des Romans, die Mariana Leky immer wieder variiert, eine Art poetischer Running Gag, der damit spielt, dass wir so oft zielsicher den Augenblick verpassen, um zu sagen, was gesagt werden müsste, um einen Anfang für etwas zu finden, um zu beenden, was beendet werden müsste, um das zusammenzubringen, was, wie bei einem Okapi, scheinbar nicht zusammenpasst. Luises Mutter verbringt viele Jahre „in der schlechten Gesellschaft“ der Frage, ob sie sich von ihrem Mann trennen soll. Luises Vater begibt sich auf eine endlose Weltreise, nachdem er mit dem Versuch gescheitert ist, seinen Schmerz durch die Anschaffung von „Alaska“ zu externalisieren. „Alaska“ ist ein großer irischer Hirtenhund, der daraufhin mit dem Schmerz leben muss, dass sein Herrchen nur ab zu mal vorbeikommt.

Luise, die mit dem Rat des Vaters „mehr Welt hereinzulassen“ zurückbleibt, verliebt sich in einen buddhistischen Mönch aus Hessen, der zu einem kurzen Besuch in Deutschland ist und sonst in einem Kloster in Japan lebt. Eine unmögliche Liebe, die sich über ein Jahrzehnt mit Briefen behilft. Das Leben, die Liebe, der Schmerz und der Tod, das sind die Themen, von denen Mariana Leky in diesem klugen und berührenden Roman in großer Leichtigkeit, sprachlicher Präzision und Komik erzählt. Doch das schönste an dem westfälischen Lebenskosmos ist dann vielleicht doch, dass sich die Menschen in ihrer Verschrobenheit so innig zugetan bleiben – über alle Grenzen ihres Dorfes hinweg.

Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Die Autorin lebt in Berlin und Köln. Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für den 2001 erschienenen Erzählband Liebesperlenwurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 wurde sie für ihren Roman Erste Hilfe mit dem Förderpreis für junge Künstler in der Sparte Dichtung/Schriftstellerei des Landes NRW ausgezeichnet. Was man von hier aus sehen kann ist das „Lieblingsbuch der Unabhängigen“ 2017 – gewählt von Buchhändlerinnen und Buchhändlern aus ganz Deutschland.

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky ist bei Dumont erschienen.
(JK 04/18)

Ijoma Mangold liest in der Christianskirche am Donnerstag, 5. April

Christianskirche
Donnerstag, 05.04.2018  19.30 Uhr
Klopstockplatz, Hamburg
Eintritt: 8 / 10 Euro

Der Literaturkritiker Ijoma Mangold liest aus seinem Buch Das deutsche Krokodil, das bei Rowohlt erschienen ist, über seine Kindheits- und Jugendjahre, und die Frage, womit man in Deutschland mehr aus dem Rahmen fällt, mit einer dunklen Haut oder mit einer Leidenschaft für Thomas Mann und Richard Wagner?

Ijoma Alexander Mangold lautet sein vollständiger Name; er hat dunkle Haut, dunkle Locken. In den siebziger Jahren wächst er in Heidelberg auf; seine Mutter stammt aus Schlesien, sein Vater ist aus Nigeria nach Deutschland gekommen, um sich zum Facharzt für Kinderchirurgie ausbilden zu lassen. Zurück in Afrika, gründet er eine neue Familie. Erst 22 Jahre später meldet er sich wieder und bringt Unruhe in die Verhältnisse. Ijoma Mangold, Literaturchef der ZEIT, erinnert sich in Das deutsche Krokodil an seine Kindheits- und Jugendjahre als „Mischlingskind“ in der Bundesrepublik. Ein „Gesellschafts- und Epochhenporträt en miniature“ lobt die Süddeutsche Zeitung, während die Die Welt besonders den „Blick auf Afrika“ in Mangolds Buch „erfrischend“ findet und die Berliner Morgenpost sich über den „feinsinnigen Humor“ freut, mit dem er seine Geschichte erzählt.

Das deutsche Krokodil von Ijoma Mangold ist bei Rowohlt erschienen.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Christiansen
(JK 04/18)

Johann Scheerer liest im Literaturhaus am Mittwoch, 4. April

Literaturhaus
Mittwoch, 04.04.2018  19.30 Uhr
Montag, 07.05.2018  19.30 Uhr (Zusatztermin)
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro. Leider bereits ausverkauft.

Warten auf eine Nachricht: Johann Scheerer liest aus seinem Buch Wir sind dann wohl die Angehörigen, das bei Piper erschienen ist. Martin Doerry moderiert den Abend am 4. April, Rainer Moritz moderiert den Abend am 5. Mai.

Es war einer der spektakulärsten Kriminalfälle der letzten Jahrzehnte in Deutschland, und im Frühjahr 1996 über Wochen Stadtgespräch in Hamburg – hinter vorgehaltener Hand und obwohl kein Wort darüber in der Zeitung stand. Nach der Freilassung von Jan Philipp Reemtsma war das Boulevard dann voll mit Berichten über die Entführung. Die Deutungshoheit hat sich der Germanist und Gründer des Hamburger Instituts für Sozialforschung mit seinem Buch Im Keller (1997) sehr schnell zurückerobert. Sein Sohn, der Musiker und Produzent Johann Scheerer, erzählt „Die Geschichte einer Entführung“ in seinem vielgelobten, so spannenden wie berührenden Buch Wir sind dann wohl die Angehörigen nun aus der Perspektive des damals 13-Jährigen.

Für Johann ist von Anfang an klar, dass man seinen Vater ermorden würde. „Man wird entführt, dann zahlt man, dann wird die Geisel ermordet“. Doch bis es soweit ist, muss er mit seiner Mutter, Freunden und Polizisten, die das Haus belagern, für so viele Tage ausharren, dass sie „in ihrer unvorstellbaren Langsamkeit unzählbar“ werden. Sein Vater schickt ihm aus seinem Kellerverließ die Aufgabe, jeden Tag um 17.00 Uhr gleichzeitig mit ihm in der Chronik des 20. Jahrhunderts zu lesen und Langweilig zu spielen, einen Song von Die Ärzte. Es sind Vorschläge, die ins Leere laufen, die Langeweile wird nur von Momenten großer Angst und Panik unterbrochen. Und als das Warten auf eine schlechte Nachricht dann doch glücklich endet, mündet es in der Gewissheit, dass ihm und seinen Eltern „Unaussprechliches“ widerfahren ist, das nie wieder gut wird. Johann Scheerer hat dem 13-jährigen Jungen, der die Entführung miterleben musste, nun eine Stimme gegeben, die klug und ohne jede Larmoyanz berichtet, was geschehen ist. Das Trauma selbst lässt sich nicht mehr ausräumen, aber „die rauschende, unfassbare Stille“ danach hat einen anderen Klang.

Johann Scheerer, geboren 1982, gründete mit fünfzehn Jahren seine erste Band, nahm mit Score! 1999 sein erstes Album auf und ging auf Deutschlandtour. Nach dem Abitur bekam er einen Plattenvertrag für sein Soloprojekt Karamel, gründete 2003 das Tonstudio „Rekordbox“ und 2005 „Clouds Hill Recordings“. Mittlerweile konnte er die einhundertste Veröffentlichung als Musiker und Produzent feiern, u.a. mit Faust, Gallon Drunk, Bosnian Rainbows, Rocko Schamoni, James Johnston, Peter Doherty und aktuell At the Drive-In. „It´s magic what this young German did to my songs. He saved my life.” (Peter Doherty // The Libertines, Babyshambles)

Wir sind dann wohl die Angehörigen von Johann Scheerer ist bei Piper erschienen.
(JK 04/18)

Peter Stamm liest im Literaturhaus am Dienstag, 3. April

Literaturhaus
Dienstag, 03.04.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

In nächster Nähe so fern: Peter Stamm liest aus seinem neuen Roman Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt, der bei S. Fischer erschienen ist. Katrin Schumacher moderiert den Abend.

Peter Stamm gilt als so brillanter Erzähler, weil es ihm gelingt, in nur wenigen Sätzen und mit großer Suggestivkraft eine ganze Welt zu eröffnen, die seine Leser sofort gefangen nimmt – oft für eine Liebesgeschichte, die er auch in seinem neuen Buch erzählt. Doch vor allem geht es in Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt um die Frage, wie wir werden, was wir sind. Und um eine unheimliche Begegnung mit dem eigenen Ich, die dem romantischen Versuch vorausgeht, das Schicksal nachträglich auf eine andere Spur zu locken.

Er begegnet ihm zum ersten Mal bei einer Lesung aus seinem Romandebüt in dem Dorf, in dem er aufgewachsen ist, verliert ihn wieder aus den Augen, dann sieht er ihn bei einer Vorlesung an einer Universität wieder, bei der er als Gastautor eingeladen ist. Er macht seine Adresse ausfindig und folgt ihm bald ständig, seinem jüngeren Ich, das ihm in nächster Nähe so fern ist, wie es nur ein Doppelgänger sein kann.

Erzählt wird uns von diesen Begegnungen bei einer Stadtwanderung in Stockholm, die Christoph mit der sehr viel jüngeren Lena unternimmt, der Wiedergängerin seiner großen Liebe Magdalena. Mit ihr leuchtet er den Möglichkeitsraum seines Lebens aus. Zuerst als sehr alter Mann, dem die junge Geliebte vielleicht auch nur als Traumgespinst erscheint oder als Abschiedsphantasie des Lebens. In Stockholm erzählt er ihr sein Leben, das untrennbar mit ihrem verbunden ist, obwohl er sie vor vielen Jahren verlassen und aus den Augen verloren hat. Chris, sein jüngeres Ich, findet mit Lena dagegen in einer anderen Verkettung von Zufall und Bestimmung sein Glück. Was auch immer das in diesem romantischen Kosmos bedeuten mag, der irgendwo zwischen der Wirklichkeit schwebt und diesem Tisch der Sehnsucht, der nie leer wird.

Peter Stamm, geboren 1963, studierte einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie und übte verschiedene Berufe aus, u.a. in Paris und New York. Er lebt in der Schweiz. Seit 1990 arbeitet er als freier Autor. Er schrieb mehr als ein Dutzend Hörspiele. Seit seinem Romandebüt Agnes 1998 erschienen sechs weitere Romane, fünf Erzählungssammlungen und ein Band mit Theaterstücken sowie unter dem Titel Die Vertreibung aus dem Paradies seine Bamberger Poetikvorlesungen.

Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt von Peter Stamm ist bei S. Fischer erschienen.
(JK 03/18)

Josefine Rieks liest im Literaturhaus am Dienstag, 27. März

Literaturhaus
Dienstag, 27.03.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Josefine Rieks liest aus ihrem Debütroman Serverland, der bei Hanser erschienen ist. Christoph Bungartz moderiert den Abend.

Josefine Rieks Debütroman erzählt aus einer Zukunft, in der das Internet seit Jahrzehnten abgeschaltet ist. Computer sind Elektroschrott, doch es gibt viele davon, und als eine Gruppe Jugendlicher eine Serverfarm entdeckt, gelingt ein Blick in die längst verloren geglaubte Zeit der digitalen Welt.

Reiner, Mitte zwanzig, sammelt Laptops aus dieser lange vergangenen Zeit und wird zum Begründer einer Jugendbewegung, die verklärt, was es früher wohl einmal gab – die Freiheit einer Gesellschaft, die alles miteinander teilt. Mit Hilfe einer Autobatterie gelingt es, eine Verbindung zu lange stillgelegten Servern herzustellen. Die Jugendlichen sehen, was seit Jahrzehnten keiner mehr gesehen hat: das Internet.

Josefine Rieks wurde 1988 in Höxter geboren, studierte Philosophie und lebt in Berlin. Sie schrieb das Drehbuch zum No-Budget-Film U3000 – Tod einer Indieband. 2017 erhielt sie das Alfred-Döblin-Stipendium.

Serverland von Josefine Rieks ist bei Hanser erschienen.
(JK 03/18)

Rainer Moritz liest in der Buchhandlung Christiansen am Montag, 26. März

Buchhandlung Christiansen
Montag, 26.03.2018  20.00 Uhr
Bahrenfelder Str. 79, Hamburg
Eintritt: 10 Euro

Unvergessliche Momente des Fußballs: Rainer Moritz liest aus seinem Buch Als der Ball noch rund war, das bei Atlantik erschienen ist.

Rainer Moritz erzählt in seinem neuen Buch von „schrecklichen, unangenehmen und grandiosen Fußball-Erinnerungen“, darunter natürlich das Wembley-Tor und vom WM-Triumph 2014, aber auch von Selbsteinwechslungen, Pfostenbrüchen, Phantomtoren und Schutzschwalben.

Rainer Moritz, 1958 in Heilbronn geboren, amtierte in jungen Jahren unerschrocken als Fußballschiedsrichter, ist leidgeprüftes Mitglied des TSV 1860 München, leitet das Literaturhaus Hamburg, schreibt Literaturkritiken und Bücher über dies und das.

Als der Ball noch rund war von Rainer Moritz ist bei Atlantik erschienen.
(JK 03/18)

Julia Jessen liest in der Buchhandlung Lüders am Samstag, 24 März

Buchhandlung Lüders
Samstag, 24.03.2018  20.00 Uhr
Heußweg 33, Hamburg
Eintritt: 8 Euro. Die Veranstaltung ist leider bereits ausverkauft.

Klassische Familienmechanik: Julia Jessen liest aus ihrem Roman Die Architektur des Knotens, der bei Kunstmann erschienen ist.

Ihre Geschichte „ist der Zukunft gewidmet“. Als weiteres Entrée hat die Schauspielerin und Schriftstellerin Julia Jessen die Trias Fliehkraft, Tension (Druck) und Gravitation ihrem zweiten Roman Die Architektur des Knotens vorangestellt und den Begriffen Poesie, Gesellschaft und Liebe zugeordnet. Es ist eine beinahe klassische Familienmechanik der Gegenwart. In ihrem Roman ist dieser Trias der Kräfte eine junge Familie ausgeliefert.

„Ich möchte mich so gern hinschmeißen.“ Das sagt eine „leise Stimme“, die Yvonne mit sich herumträgt. Und das ist viel schlimmer als die lauten Gedanken, die unausgesprochen bleiben, den Abstand zwischen ihr und ihrem Leben beschwören. „Die Kinder müssen aber mal Haare waschen“, sagt sie sich, oder: „Sag, dass dir Blumen gefallen“. Dabei hat sie keinen Grund, unzufrieden zu sein. Eigentlich sind sie und Jonas ein gutes Paar. Sie haben zwei nette Jungs, um die sich liebevoll kümmern, gute Freunde, sie sind beide berufstätig, teilen sich die alltäglichen Aufgaben. Dennoch hat sie das lähmende Gefühl, nur noch zu funktionieren. Irgendwann ist dann die Gewissheit da, dass es so nicht weitergeht. Nach einem Fest geht sie mit einem der jüngeren Gäste noch in eine Bar. Und schläft mit ihm. Aber warum musste sie es auch noch ihrem Mann erzählen? Und warum ihre Familie verlassen? Um dem wunschlosen Unglück, der stillen Zerstörung zuvorzukommen, die man oft erst bemerkt, wenn es zu spät ist?

Julia Jessen erzählt von der Entfremdung in einer Familie, wenn das Leben eingerichtet ist und gebremst nur von kleinen Konflikten zwar funktioniert, aber zu selten Glücksmomente hervorbringt. Was darauf folgt, ist nur zu oft eine Trennung. In Die Architektur des Knotens mündet das Zerwürfnis dann aber in einem guten Plan. Die Familie arrangiert sich, denn auch das gehört zur klassischen Familienmechanik. Man könnte diese Gravitationskraft auch Liebe nennen.

Julia Jessen, geboren 1974, hat Literatur studiert und eine Ausbildung als Schauspielerin gemacht. Sie arbeitete zehn Jahre für Film und Fernsehen, spielte in mehreren Theaterproduktionen und unterrichtete an verschiedenen Schauspielschulen. 2010 gründete sie das „Kurswerk“ in Hamburg für Schauspielunterricht und Persönlichkeits- und Präsenztraining. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Die Architektur des Knotens von Julia Jessen ist bei Kunstmann erschienen.
(JK 03/18)

Angelika Overath liest in der Buchhandlung Boysen + Mauke am Donnerstag, 22.März

Buchhandlung Boysen + Mauke
Donnerstag, 22.03.2018  19.30 Uhr
Große Johannisstr. 19, Hamburg
Eintritt: 5 / 8 Euro. Um Anmeldung bei Anja Wenzel wird gebeten, E-Mail: a.wenzel@schweitzer-online.de.

Angelika Overath liest aus ihrem Buch Der Blinde und der Elephant, das bei Luchterhand erschienen ist.

Für den persischen Dichter Mevlana gleicht der Fromme, der Gott erkennen möchte, einem Blinden, der einen Elefanten abtastet – je nachdem, wohin er greift, spürt er etwas anderes. Auch die Reportagen, Portraits und Prosastücke von Angelika Overath wagen die Bewegung ins Ungewisse, erkunden das exotische Terrain unserer Wirklichkeit: Angelika Overath erzählt mit Reportagen, Portraits und Prosastücken von fremden Heimaten, von nomadischen Existenzen und flüchtigen Gemeinschaften, leuchtet den Alltag der Derwische aus, entdeckt ein Orchester in den vom Terror aufgepeitschten Gassen Istanbuls und einen winzigen Farbtupfer in einem Gemälde von Rubens. Es geht ihr um eine Schule des Wahrnehmens und Begreifens, der Imagination mit den Mitteln der Sprache.

Angelika Overath wurde 1957 in Karlsruhe geboren. Sie arbeitet als Reporterin, Literaturkritikerin und Dozentin und hat die Romane Nahe Tage, Flughafenfische und Sie dreht sich um geschrieben. Flughafenfische wurde u.a. für den Deutschen und Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre literarischen Reportagen wurde sie mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Sent, Graubünden.

Der Blinde und der Elephant von Angelika Overath ist bei Luchterhand erschienen.
(JK 03/18)

Klaus Modick liest im Literaturhaus am Donnerstag, 22. März

Literaturhaus
Donnerstag, 22.03.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Klaus Modick liest aus seinem neuen Roman Keyserlings Geheimnis, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

Klaus Modick Roman erzählt von einem gesellschaftlichen Skandal, der Bohème des Fin de Siècle und von einem der rätselhaftesten Schriftsteller der deutschen Literaturgeschichte: Eduard von Keyserling – Außenseiter, adeliger Dandy und Dichter.

Im Jahr 1901 lädt der Dramatiker Max Halbe einige seiner Schwabinger Freunde ein, die Sommerfrische am Starnberger See zu verbringen. Keyserling, arriviert beim Publikum und unter den Kollegen beliebt, sitzt dort in jenen Tagen dem Maler Lovis Corinth Modell. Das legendäre Porträt wird den von der Syphilis gezeichneten Autor in geradezu faszinierender Hässlichkeit zeigen. Während ihrer Sitzungen erkundigt sich Corinth wiederholt nach der Vergangenheit des baltischen Grafen, nach seiner Jugend und Studentenzeit, um die sich Gerüchte ranken, bekommt jedoch nur ausweichende Antworten. Bei einem Konzertbesuch lauscht Keyserling gemeinsam mit Frank Wedekind einer Sängerin, die ihm trotz des unbekannten Namens merkwürdig vertraut erscheint. Handelt es sich womöglich um jene Frau, die ihn vor mehr als 20 Jahren in den Skandal verwickelte, der ihn zur Flucht nach Wien zwang und in Adelskreisen zur persona non grata werden ließ?

Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettinavon-Arnim-Preis und dem Rheingau Literatur Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo.

Keyserlings Geheimnis von Klaus Modick ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 03/18)

Freitag

Carl von Siemens liest in der Buchhandlung stories! am Mittwoch, 21.März

stories! im Falkenriedquartier
Mittwoch, 21.03.2018  19.30 Uhr
Straßenbahnring 19, Hamburg
Eintritt: 5 Euro. Anmeldung an anmeldungen@stories-hamburg.de

Vibrationen im Regenwald: Carl von Siemens liest aus seinem Buch Der Tempel der magischen Tiere. Drei Reisen, das bei Malik erschienen ist.

Er studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre, Philosophie und Politologie, war Unternehmensberater und Gründer und Geschäftsführer einer Web-Agentur in Hamburg. Dass er auch Essays und Kurzgeschichten geschrieben hat, die u.a. in Rolling Stone, Lettre International, Der Freund und Das Magazin erschienen sind, ist für ein Mitglied des Siemens-Clans aber doch eher untypisch. In seinem neuen Buch erzählt Carl von Siemens, Urururenkel des Firmengründers Werner von Siemens, nun von seinen Reisen. Er war auf der Suche nach dem Natürlichen und Ursprünglichen, nach Sinn, Heilung und nach dem Tempel der magischen Tiere.

Die erste Station seiner Reisen führt Carl von Siemens nach Australien, er will die Kultur der Aborigines kennenlernen. Doch das ist schwieriger, als er es sich vorgestellt hat, denn mit Ureinwohnern kann man sich ja nicht so einfach in einem Café verabreden. Sehr pointiert und selbstironisch erzählt Carl von Siemens davon, wie ihn seine Reise schließlich nach Alice Springs führt, wo er eine Gruppe von Aborigines bedient, die tagelang mit Tee und Sandwiches beköstigt werden. Ganz nebenbei erfährt er so eine Menge über ihre Kultur und ihre Vorstellungen von der Welt. Carl von Siemens ist damit ganz auf der Fährte von Claude Lévi-Strauss. Der große Enthnologe und Begründer des französischen Strukturalismus war davon überzeugt, dass „Das wilde Denken“ indigener Kulturen und ihre ganzheitlichen und mythischen Vorstellungen von der Welt alles andere als „primitiv“ sind, sondern ihnen ein tiefes Verständnis der Natur und des Lebens eingeschrieben ist. Auf der Suche nach dem Natürlichen, dem Unverfälschten, dem Ursprünglichen und dem Sinn des Lebens ist auch Carl von Siemens auf seinen Reisen, auch wenn sie manchmal nur „in die Tiefen seiner Seele“ führen. In Berlin nimmt er an einer Gruppen-Meditation teil, die Heilung von Depressionen verspricht. Für das Wundermittel, das den Meditierenden verabreicht wird, müssen sie in Kauf nehmen, von Brechreiz geschüttelt zu werden. Für Carl von Siemens wird das zum Ausgangspunkt einer Reise nach Peru, wo er in den Gebrauch halluzinogener Pflanzenmedizin eingewiesen wird. Die „Vibrationen“ durch diese „Medizin“ schütteln ihn auch im Regenwald kräftig durch. Ob das „animalische Selbst“ dadurch Ruhe fand, darf jedoch bezweifelt werden. In Amazonien entdeckt er nicht nur die indianische Kultur, sondern auch, wie bedroht die Welt der Ureinwohner ist. Da ist die Sinnsuche dann in der Gegenwart und bei einer neuen Aufgabe angekommen.

Carl von Siemens studierte Philosophie, Politologie, Volks- und Betriebswirtschaftslehre am Trinity College in Oxford, der London School of Economics und der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1992, am Ende seines Studiums, reiste er über Land von Helsinki durch Finnland, Estland, Russland, die Mongolei, China, Tibet, und Nepal nach Bombay. Er war Unternehmensberater, Journalist sowie Gründer und Geschäftsführer einer Web-Agentur in Hamburg.

Für das vorliegende Buch suchte Carl von Siemens Australien, die Cook-Inseln und Peru auf. 2014 besuchte er zum ersten Mal seit Langem wieder die Hauptversammlung der Siemens AG. Er erfuhr von schweren ökologischen Bedrohungen für das Amazonasgebiet im brasilianischen Belo Monte durch ein Staudammprojekt, dem drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt, an dem die Siemens AG über ein Joint Venture beteiligt ist. Carl von Siemens reiste in den Amazonas; er schrieb im Folgenden unter anderem in der WELT am SONNTAG und wies auf die Zerstörung des Regenwalds und die Bedrohung der Ureinwohner hin.

Der Tempel der magischen Tiere. Drei Reisen von Carl von Siemens ist bei Malik erschienen.
(JK 03/18)

Madame Nielsen liest im Literaturhaus am Mittwoch, 21. März

Literaturhaus
Mittwoch, 21.03.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Madame Nielsen liest aus ihrem Roman Der endlose Sommer, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Den deutschen Text liest Marta Dittrich, Julia Encke moderiert.

„Manchmal ist es so, dass man ein Buch am Schluss zuklappt und sich dann wünscht, die Autorin wäre eine gute Freundin und man könne sie anrufen, wann immer man sich traurig fühlt. Das passiert einem ja nicht allzu oft. Bei Karen Blixen und Marguerite Duras und Virginia Woolf ist es so. Und bei Madame Nielsen.“ (Christian Kracht)

Ein Junge, „der vielleicht ein Mädchen ist, es aber noch nicht weiß“, eine erotische Beziehung zwischen einer Frau mittleren Alters und einem jungen portugiesischen Künstler, ein weißes Herrenhaus in Dänemark und ein endloser Sommer, in dem alles einfach und möglich erscheint. Voll von herrlichen, melancholischen, verführerischen Sätzen, die bis zu anderthalb Seiten umfassen, ist Der endlose Sommer nicht nur für die Charaktere des Romans ein zeitlicher Ausnahmezustand – auch als Leser und Leserin fühlt man sich in die sinnliche Trunkenheit hinein.

Das Romaneschreiben ist eine der zahlreichen Facetten des Multitalents Nielsen. Madame Nielsen, 1963 geboren, ist als Autorin, Sängerin, Künstlerin sowie Übersetzerin tätig und in Skandinavien längst zu einem preisgekrönten Idol in der Kunst- und Literaturszene aufgestiegen.

Der endlose Sommer von Madame Nielsen ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 03/18)

Lana Lux im Büchereck Niendorf Nord am Mittwoch, 21. März

Büchereck Niendorf Nord
Mittwoch, 21.03.2018  19.00 Uhr
Nordalbingerweg 15, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Lana Lux stellt ihren Debütroman Kukolka vor, der bei Aufbau erschienen ist.

Lana Lux präsentiert ihre Geschichte über eine Kindheit, in der immer Winter herrscht und über ein Leben, in dem es keinen Sommer geben wird. Samira, von der die junge Autorin in ihrem Debütroman Kukolka erzählt, gilt in dem Kinderheim in der Ukraine, in dem sie lebt als „unerziehbares Vieh“. Mit sieben landet sie auf der Straße und macht sich auf die Suche nach einem besseren Leben. Einen kleinen Zipfel davon erwischt sie immer mal wieder. Sie lebt mit anderen Kindern in einem Haus ohne Strom und Wasser, bettelt und träumt von Deutschland. Sie ist ein schönes Kind, dessen Traum in Erfüllung gehen und ein Albtraum sein wird. Lana Lux erzählt diese Geschichte eines schutzlosen Mädchens sehr nüchtern und dennoch ganz nah an ihrer Figur, sie bringt „die ganze Ambivalenz solcher Schicksale“, wie es im SWR hieß, literarisch zum Schwingen.

Lana Lux, geboren 1986 in Dnipropetrowsk/Ukraine, wanderte im Alter von zehn Jahren mit ihren Eltern als Kontingentflüchtling nach Deutschland aus. Sie machte Abitur und studierte zunächst Ernährungswissenschaften in Mönchengladbach. Später absolvierte sie eine Schauspielausbildung am Michael Tschechow Studio in Berlin. Seit 2010 lebt und arbeitet sie als Schauspielerin und Autorin in Berlin.

Kukolka von Lana Lux ist bei Aufbau erschienen.
(JK 03/18)

Christian von Ditfurth liest auf dem Salonschiff Hugo Abicht am Dienstag, 20. März

Salonschiff Hugo Abicht
Dienstag, 20.03.2018  19.00 Uhr
St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 1,, Hamburg
Eintritt: ab 25 Euro

Bücherwurm Pinneberg
Mittwoch, 21.03.2018  19.30 Uhr
Dingstätte 24, Pinneberg
Eintritt: 10 / 12 Euro

Bei einer Hafenrundfahrt stellt Christian von Ditfurth seinen neuen Kriminalroman Böse Schatten vor, der bei Penguin erschienen ist.

In Hamburg wird die Leiche eines Mannes gefunden, der 25 Jahre zuvor zu Tode gefoltert wurde. In seinem Mund steckt ein Fetzen Papier, von dem sich die Polizei Rückschlüsse erhofft. Oberkommissarin Rebekka Kranz bittet Josef Maria Stachelmann, den frisch berufenen Uni-Professor mit Privatschnüffler-Vergangenheit, um Hilfe. Eine Autobombe explodiert vor seinem Haus, in seiner Wohnung sind Abhörwanzen, er wird offen beschattet, sein Assistent Georgie wird schwer verletzt. Aber Stachelmann lässt nicht locker und stößt bei seinen Recherchen auf ein finsteres Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte.

Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin. Zuletzt hat er neben Sachbüchern und Thrillern (Das Moskau-Spiel, 2010) Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht, die auch in den USA, in Frankreich, Spanien und Israel veröffentlicht wurden.

Böse Schatten von Christian von Ditfurth ist bei Penguin erschienen.

Eine Veranstaltung der Thalia Buchhandlung
(JK 03/18)