Mittwoch

Helge Timmerberg liest im Uebel & Gefährlich am Montag, 9. Oktober

Uebel & Gefährlich
Montag 09.10.2017 20.30 Uhr 
Feldstraße 66, Hamburg
Eintritt: 17.80 Euro

Helge Timmerberg stellt seinen neuen Erzählband Die Straßen der Lebenden. Storys von unterwegs vor, der bei Malik erschienen ist.

Er wird immer wieder als „der tollste, schrillste, unterhaltsamste und dabei weiseste deutsche Reiseschriftsteller“ (Frankfurter Rundschau) gefeiert, dieser Helge Timmerberg, der schon als globaler Nomade lebte, lange bevor es dieser Begriff überhaupt gab. Er fand als Siebzehnjähriger in Indien zu seinem Beruf, berichtet von überall auf der Welt, geht immer aufs Ganze, probiert alles aus. 

Nach seiner Autobiografie Die rote Olivetti kehrt er mit dem Band Die Straßen der Lebenden zurück zu Reportagen, aus denen ungebremste Neugier und Leidenschaft fürs Unterwegssein spricht: auf den Straßen, auf denen er sich lebendig fühlt – wie  Barcelonas Rambla, die die Altstadt in Legal und Illegal, in Gut und Böse teilt. In Palermo schreibt er sich kräftezehrenden Liebeskummer von der Seele. In Fukushima erlebt er tiefste Demut – und in Rio einen grandiosen Filmriss. Er geht zwischen Amsterdam, Neukölln, Ostwestfalen und dem Hohen Atlas auf Heimatsuche. Und klärt die Frage, wie man ein Hotelzimmer ruck, zuck in ein Zuhause verwandelt.

Helge Timmerberg, geboren 1952 im hessischen Dorfitter, ist Journalist und schreibt Reisereportagen aus aller Welt. Er veröffentlicht unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, der Zeit, Allegra, Stern, Spiegel und Playboy. 

Die Straßen der Lebenden von Helge Timmerberg ist bei Malik erschienen.
(JK 10/17)

Deon Meyer beim 9. Harbour Front Literaturfestival am Montag, 9. Oktober

9. Harbour Front Literaturfestival
Laeiszhalle (Kleiner Saal)
Montag  09.10.2017 20.00 Uhr 
Gorch-Fock-Wall 29 (Eingang Kleiner Saal), Hamburg
Eintritt: 14 / 16 / 20 Euro

Sein Herz gehört Südafrika: Deon Meyer stellt sein Buch Fever vor, das bei Rütten & Loening erschienen ist. Charly Hübner liest die deutschen Texte und Margarete von Schwarzkopf moderiert den Abend. 

Deon Meyer lebt in Stellenbosch, in der Nähe von Kapstadt. Neben zahlreichen Krimis (unter anderem Der Atem des Jägers, Weißer Schatten, Dreizehn Stunden) hat er Drehbücher für Filme und Fernsehserien geschrieben. In seinem Roman Fever erzählt Meyer von einem vollkommen veränderten Südafrika, nachdem ein Fieber weltweit 95 Prozent der Menschen getötet hat. Das Land befindet sich in einem Zustand der Gesetzlosigkeit, in der Motorradgangs schwerbewaffnet umherziehen und wilde Tiere die Menschen bedrohen. In dieser Welt versuchen Nicolaas Storm und sein Vater einen sicheren Platz zum Leben zu finden und gemeinsam mit anderen Überlebenden eine neue Siedlung aufzubauen. Während sie alle die Gesetze des Überlebens neu erlernen, wird Nico zum Schützen ausgebildet und verliebt sich in all dem Wahnsinn in Sophia. Einer neuen Zukunft scheint nichts im Wege zu stehen, bis sein Vater von Menschen ermordet wird, die offenbar über besondere Waffen verfügen.

Deon Meyer wurde 1958 in Paarl geboren. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Reporter bei der Zeitung Die Volksblad. Seine Romane wurden bisher in 27 Sprachen übersetzt. Er hat auch zahlreiche Drehbücher für Filme und Fernsehserien geschrieben. Deon Meyer lebt in Stellenbosch, in der Nähe von Kapstadt.

Fever von Deon Meyer ist bei Rütten & Loening erschienen.
(JK 10/17)

Katja Gloger liest in der Buchhandlung stories! am Montag, den 9. Oktober

stories! Die Buchhandlung
Montag 09.10.2017 19.30 Uhr 
Straßenbahnring 17, Hamburg
Eintritt: 5 Euro. Anmeldungen per E-Mail an anmeldungen@stories-hamburg.de

Katja Gloger liest aus ihrem soeben im Berlin Verlag neu erschienenen Buch Fremde Freunde: Deutsche und Russen. Die Geschichte einer schicksalhaften Begegnung.

Die Beziehung zwischen Deutschen und Russen bestimmte immer wieder die Geschicke Europas – im Guten und im Bösen. In welche Zukunft gehen Deutsche und Russen heute?

Ein junges Mädchen namens Sophie, das als 17-Jährige nach Moskau geschickt zur Zaren- und Gattenmörderin wird und als Katharina II. Weltgeschichte schreibt; ein Koffer voller Bilder, die gestohlen werden, was sich als ihre Rettung erweist; eine mondäne Schauspielerin, von den Boulevardblättern gefeiert, die aus Liebe nach Russland emigriert, um dort dem grausamen Lagersystem zum Opfer zu fallen; ein Berufsrevolutionär, der aus einer Moabiter Gefängniszelle heraus Kontakte in höchste Kreise pflegt; eine belagerte, verhungernde Stadt, in der bei eisiger Kälte ein Orchester Beethovens Neunte spielt und damit Hitler widersteht.

Katja Gloger erzählt von der eng verwobenen Geschichte der Deutschen und der Russen, die tragisch ist und auch schön. Beide Länder waren einander Verheißung – und zu oft führten solche Utopien ins Verderben. Die Autorin wirbt für einen vorurteilslosen Blick auf Russland und erinnert an die besondere Verantwortung, die die Deutschen Russland gegenüber tragen. In jedem Kapitel wird deutlich, wie die deutsch-russische Geschichte die Gegenwart prägt. Darüber hinaus hat Katja Gloger persönliche Gespräche mit Staatsmännern, Historikern und mit Menschen geführt, die Krieg und Verfolgung erlebten – und heute für Versöhnung kämpfen. 

Katja Gloger, geboren 1960 in Koblenz, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Russland. Sie studierte Russische Geschichte, Politik und Slawistik in Hamburg und Moskau und ging Anfang der neunziger Jahre als Korrespondentin für den Stern nach Moskau. Dort erlebte sie den Zusammenbruch der Sowjetunion. Sie interviewte Michail Gorbatschow ebenso wie Boris Jelzin und Wladimir Putin. Sie war Stern-Korrespondentin in den USA, arbeitet heute als Autorin des Nachrichtenmagazins mit den Schwerpunkten Russland, Internationale Politik und Sicherheitspolitik. 2010 erhielt sie den Henri-Nannen-Preis, 2014 wurde sie als politische „Journalistin des Jahres“ ausgezeichnet. Katja Gloger lebt in Hamburg.

Fremde Freunde: Deutsche und Russen. Die Geschichte einer schicksalhaften Begegnung  von Katja Gloger ist im Berlin Verlag erschienen.
(JK 10/17)

Alain Claude Sulzer liest im Hotel Wedina am Sonntag, 8. Oktober

Hotel Wedina
Sonntag 08.10.2017 17.00 Uhr 
Gurlittstr. 23, Hamburg
Eintritt: 6 Euro

Literaten im Hotel: Der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer liest aus seinem Buch Die Jugend ist ein fremdes Land, das bei Galiani erschienen ist. 

„Dies ist weder ein Roman noch eine Autobiografie. Das Buch hat weder Anfang noch Ende, denn an den Anfang erinnere ich mich nicht, und das Ende ist mir nicht bekannt.“(Alain Claude Sulzer)

„Kein Roman, keine Autobiographie, aber hinreißende Erinnerungen an Buckeliturnen, schaumbedeckte Tänzer und die Wirkung von Haferflocken auf den Sexualtrieb. Zum Glück wurde Alain Claude Sulzer dann doch nicht Papst, sondern sogar Schriftsteller. Fameux,“ schwärmte Harald Schmidt über das neue Buch von Alain Claude Sulzer. Ein renommierter Romanautor ist Alain Claude Sulzer in seinem neuen Buch noch nicht. Hier wendet er sich seiner ganz normalen Jugend in Riehen vor Basel in den 50er- und 60er-Jahren zu, die großen Lesespaß bietet. Tatort: Riehen. Ein Vorort von Basel nahe der deutschen Grenze. Eine Welt der zugezogenen Gardinen, in der niemand geschieden ist und Frauen, die Auto fahren, eine anrüchige Sensation. Hier wächst Alain Claude Sulzer auf, als einer von drei Söhnen einer französischsprachigen Mutter, die kaum Deutsch kann (und es zeitlebens nie lernen wird), und eines Vaters, dessen ganzer Stolz das formstrenge Avantgarde-Haus mit schwarz-weißer Modetapete ist, das es bis in eine angesehene Architekturzeitschrift schafft. Dumm nur, dass das Flachdach nie richtig dicht ist und die Rest-Familie dem Clou der Inneneinrichtung, den schwarz-weißen Tapeten und schwarzen Spannteppichen, wenig abgewinnen kann.

Vieles kommt einem irgendwie bekannt vor. Die Erzählungen schwanken zwischen erwachsener und kindlicher Perspektive, der Sulzer detailverliebt und authentisch gedenkt. Er beschreibt das Zusammenkommen seiner französischen Mutter mit seinem Vater. In kurzen Erinnerungsblitzen erzählt Sulzer seine Jugend. Stichprobenartig gewinnen wir ein Bild von Sulzers Leben in einem konservativen Vorort, warum er den Bodensee dem Schwimmbad vorzieht oder wie Prinz Charles als Erziehungsvorbild taugt. Seine so komischen wie unbarmherzig detailscharfen Beobachtungen bilden zusammen ein Erinnerungsmosaik, das es in sich hat: Da ist der Ballettunterricht, bei dem Alain einer der wenigen Jungen ist und aus dem er entfernt wird, als das Gerücht aufkommt, der russische Choreograf habe ein Auge auf ihn geworfen; oder Fräulein Zihlmann, die sich von Alains Vater gern zur Arbeit in die Stadt mitnehmen lässt – und dafür von der Mutter mit stillem Hass verfolgt und am Ende erfolgreich vertrieben wird; und schließlich die Ausflüge in die verheißungsvoll-zwielichtige Welt des Theaters und die gescheiterte Flucht nach Paris. Nicht zuletzt erfahren wir auch von Sulzers anhaltender Liebe zu Büchern und wie der Teenager sich stereotypgetreu mit Gin und Zigarette an sein Romandebüt wagt. Jahrzehnte später hat er den Traum von literarischer Größe verwirklicht, wovon man sich im Hotel Wedina selbst überzeugen kann.

Alain Claude Sulzer, 1953 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Basel, Berlin und im Elsass. Seine Bücher sind in alle wichtigen Sprachen übersetzt. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, u.a. den Prix Médicis étranger, den Hermann-Hesse-Preis und den Kulturpreis der Stadt Basel.

Die Jugend ist ein fremdes Land  von Alain Claude Sulzer ist bei Galiani erschienen.
(JK 10/17)

Manal al Scharif liest in der Laeiszhalle am Samstag, 7. Oktober

Lesesaal Buchhandlung in der Laeiszhalle
Samstag 07.10.2017 19.30 Uhr 
Johannes-Brahms-Platz, Hamburg
Eintritt: 12 Euro

In der Laeiszhalle stellt Manal al Scharif ihr Buch Losfahren vor, das bei Secession erschienen ist.

Die Computerexpertin Manal al Scharif war es leid, ihren Bruder fragen zu müssen, wenn sie in ihrem eigenen Wagen zu einem Geschäftstermin gefahren werden wollte. Sie setzte sich selbst ans Steuer, ließ sich dabei filmen und postete den Film im Internet. Neun Tage saß sie dafür im Gefängnis, freigekommen ist sie vermutlich nur deshalb so schnell, weil ihre Inhaftierung einen weltweiten Proteststurm auslöste. In der soeben neu erschienenen, autobiografischen Erzählung erzählt sie von ihrem Protest, mit dem sie eine Frauenbewegung in Gang setzte, die den Gralshütern des Patriarchats im Königreich Saudi Arabien immer mehr zu schaffen macht. 

Nach ihrem öffentlichen Protest gegen die Unterdrückung von Frauen musste Manal al-Sharif ihre Stelle bei der staatlichen Ölfirma Aramco wegen endloser Anfeindungen aufgeben und ins benachbarte Dubai auswandern. Mit ihrem fortgesetzten Engagement für Menschenrechte will sie den Frauen ihres Heimatlandes Mut machen, für ihre Selbstbestimmung zu kämpfen: „Ich glaube, dass Kinder nicht frei sein können, wenn ihre Mütter nicht frei sind, Eltern können nicht frei sein, wenn ihre Töchter es nicht sind, Ehemänner können nicht frei sein, wenn ihre Ehefrauen es nicht sind, die Gesellschaft ist nichts wert, wenn Frauen nichts wert sind. Wir kämpfen nicht darum, Auto zu fahren, wir kämpfen darum, unser Schicksal in die Hand nehmen zu können.“

Manal al Scharif, geboren 1979 in Mekka, ist IT-Sicherheitsexpertin aus Saudi-Arabien und Gründerin  von women2drive. 2011 wurde sie verhaftet, weil sie einen Film ins  Internet gestellt hatte, der ihren Verstoß gegen das Fahrverbot für  Frauen zeigte. Für ihr Engagement für Frauenrechte erhielt sie  zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Václav Havel Prize. Das Time Magazine zählte sie zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Seit Frühjahr 2017 lebt sie mit ihrer Familie in Sydney.

Losfahren  von Manal al Scharif ist bei Secession erschienen.
(JK 10/17)

Nicholas Müller kommt ins Polittbüro am Donnerstag, 5. Oktober

Polittbüro
Donnerstag 05.10.2017 20.00 Uhr 
Steindamm 4, Hamburg
Eintritt: 10 / 15 Euro

Zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Angsterkrankung und Panikattacken. Nicholas Müller, der ehemalige Sänger von Jupiter Jones, erzählt in seinem bei Droemer Knaur erschienen Buch Ich bin mal eben wieder tot, wie er lernte, mit Angst zu leben. Es wird gemunkelt, dass er zu seiner Lesung auch eine Gitarre mitbringt. 

Der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, der Atem wird schneller, kalter Schweiß bricht aus. Ein Herzinfarkt? Ein Schlaganfall? Ein Tumor?

Nicholas Müller kann die Symptome nicht deuten, als sie zum ersten Mal auftreten. Nach vielen medizinischen Untersuchungen erst die Diagnose: generalisierte Angststörung mit starken Panikattacken, Hypochondrie und depressiven Episoden. Zehn Jahre lebt er mit starken Ängsten und Panikattacken, bis gar nichts mehr geht. Sein Song „Still“ ist zu diesem Zeitpunkt das meistgespielte Lied im Radio, da begibt er sich endlich in Therapie und zieht sich aus allem raus. In seinem Buch erzählt Nicholas Müller offen und mit kraftvoller Sprache über seine Angst. Der Sänger macht all den Menschen Mut, die ebenfalls an einer Angststörung leiden.

Nicholas Müller, geboren 1981, war Sänger der Band Jupiter Jones, bis ihn 2014 eine Angststörung zwang, auszusteigen. Für den Top-Ten-Hit Still erhielt er einen Echo und Gold- und Platinschallplatten. Nach einer Therapie schaffte er den Neuanfang: 2015 gründete er die Band von Brücken und arbeitet als Hochschul-Dozent für Popmusik. Zudem ist er Schirmherr der Deutschen Angstselbsthilfe.

Ich bin mal eben wieder tot  von Nicholas Müller ist bei Knaur erschienen.
(JK 10/17)

Adrienne Friedlaender liest in der Buchhandlung Heymann in Blankenese am Donnerstag, 5. Oktober

Buchhandlung Heymann
Donnerstag 05.10.2017 19.30 Uhr 
Erik-Blumenfeld-Platz 27, Hamburg
Eintritt: 7 Euro

Vier Söhne, ein Flüchtling, kein Plan – aber jede Menge Herz! Adrienne Friedlaender liest aus ihrem Buch Willkommen bei den Friedlaenders!, das bei Blanvalet erschienen ist. 

Die Berichte in den Nachrichten, die vielen Bilder. So viele Flüchtlinge, und keiner weiß, wohin mit ihnen. Bei vier Söhnen, einer 90-jährigen Großmutter, Kater und Hund kommt es auf einen Jungen mehr auch nicht an, denkt die alleinerziehende Mutter und Journalistin Adrienne Friedlaender – und wenig später zieht der 22-jährige Moaaz aus Syrien bei ihr und ihren Söhnen ein. In amüsanten Episoden erzählt sie vom Multikulti-Mix unterm Reihenhausdach, von fröhlichen, irritierenden und bewegenden Begegnungen. So einfach kann Integration sein?

Adrienne Friedlaender, Jahrgang 1962, ist freie Journalistin. Seit mehr als zehn Jahren schreibt sie Porträts, Kurzgeschichten, Interviews und Reisereportagen aus aller Welt für Tageszeitungen, Magazine und Online-Medien. Sie lebt mit drei ihrer vier Söhne im Alter von neun bis 21 Jahren in Hamburg. Adrienne Friedlaender unterstützt Plan International und hat ein Patenkind in Benin. Einen Teil der Erlöse dieses Buches möchte sie für ein Flüchtlingsprojekt spenden.

Willkommen bei den Friedlaenders!  von Adrienne Friedlaender ist bei Blanvalet erschienen.
(JK 10/17)

Ulrich Wickert liest in der Buchhandlung Heymann in der Osterstraße am Donnerstag, 5. Oktober

Buchhandlung Heymann
Donnerstag 05.10.2017 20.30 Uhr 
Osterstraße 134, Hamburg
Eintritt: 12 Euro

Ulrich Wickert liest aus seinem Buch Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen, das bei Hoffmann und Camphe erschienen ist. Er erzählt von Künstler*innen, Kellner*innen und Kaschemmen in Paris und erklärt, was da gerade vor sich geht in der Grande Nation. 

Frankreich ist mehr als nur der große Nachbar Deutschlands. Es ist ein Land, das sich vom Erbfeind zum vertrauten Partnerland gewandelt hat, das nach dem Brexit als Pfeiler Europas so wichtig ist wie nie zuvor. Und es ist seit jeher ein Sehnsuchtsland der Deutschen, die seine Eleganz und seinen Stil, die Küche und Kultur bewundern. Aber Frankreich steckt in der Krise: Der Niedergang der Wirtschaft, politische Skandale und Stagnation, der Aufstieg des rechtsradikalen Front National, soziale Spannungen und islamistische Attentate haben das Selbstbewusstsein der Grande Nation erschüttert. 

Ulrich Wickert, geboren 1942, ist einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands. Er war als Korrespondent in den USA und Frankreich tätig, außerdem langjähriger Anchorman der Tagesthemen. Er lebt in Hamburg und Südfrankreich, wo er neben Kriminalromanen auch politische Sachbücher schreibt. Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen ist das Resümee seiner lebenslangen Faszination und Auseinandersetzung mit einem Land, das uns so vertraut scheint, aber doch viele Geheimnisse birgt. Seit ihrer Gründung ist Wickert Secrétaire perpétuel der Académie de Berlin, die den kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland fördert.

Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen  von Ulrich Wickert ist bei Hoffmann und Campe erschienen.
(JK 10/17)

Julia Wolf liest in der Buchhandlung Boysen + Mauke am Donnerstag, den 5. Oktober

Buchhandlung Boysen + Mauke
Donnerstag  05.10.2017 19.30 Uhr 
Große Johannisstr. 19, Hamburg
Eintritt: 6 / 8 Euro

Julia Wolf liest aus ihrem für den Deutschen Buchpreis 2017 nominierten Roman Walter Nowak bleibt liegen, der bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen ist und auch schon beim Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet wurde. 

Jeden Tag schwimmt Walter Nowak seine Bahnen im Freibad. Eines Morgens bringt eine Begegnung ihn aus der Fassung, mit fatalen Folgen: Der Länge nach ausgestreckt findet er sich wenig später auf dem Boden seines Badezimmers wieder, bewegungsunfähig und auf sich allein gestellt. 

Mit großer erzählerischer Souveränität und Empathie zeichnet Julia Wolf in ihrem zweiten Roman ein eindrückliches Männerporträt: Walter Nowak, Kind der Nachkriegszeit, steht an einem Scheidepunkt. Seinem Gedankenstrom folgend macht der Leser eine faszinierende Reise in die menschliche Psyche.

„Von nun an geht es abwärts, immer abwärts“, schießt es ihm durch den Kopf. Zunehmend verliert er die Kontrolle, Gedankenfetzen, Bilder aus der Vergangenheit stürzen auf ihn ein: das Weihnachtsfest mit seiner ersten Frau Gisela, ihr Schweinebraten, ihre Tränen; der Blick seines Sohnes Felix, als er von der Trennung erfährt; Erinnerungen an seine eigene Kindheit als unehelicher Sohn eines GIs; und, vor kurzem, eine Diagnose seiner Ärztin. Während nach und nach alles vor seinen Augen verschwimmt, ziehen seine Gedanken immer engere Kreise, nähern sich einem verborgenen Zentrum, dem Anfang, dem Ende. Als das Hitzegewitter endlich losbricht, steht plötzlich sein Sohn Felix vor der Tür.

Julia Wolf, 1980 in Groß-Gerau geboren, lebt in Berlin und Leipzig. Für ihren Debütroman Alles ist jetzt erhielt sie den Kunstpreis Literatur 2015 der Brandenburg Lotto GmbH. Beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2016 las sie einen Auszug aus ihrem Roman Walter Nowak bleibt liegen, für den sie mit dem renommierten 3sat-Preis ausgezeichnet wurde.

Walter Nowak bleibt liegen  von Julia Wolf ist bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen.
(JK 10/17)

Donnerstag

Rolando Villazón beim 9. Harbour Front Literaturfestival am Montag, 2. Oktober

9. Harbour Front Literaturfestival
St. Pauli Theater
Montag  02.10.2017 20.00 Uhr 
Spielbudenplatz 29-30, Hamburg
Eintritt: 16 / 20 / 24 Euro

Der weltberühmte Tenor mit seinem zweiten Roman: Rolando Villazón stellt sein Buch Lebenskünstler vor, das bei Rowohlt erschienen ist. Milena Karas liest die deutschen Texte und Juliane Hielscher moderiert den Abend. 

Der Opernstar Rolando Villazón kennt die Welt der Künstler und Lebenskünstler mit ihrem Glanz und ihren Schattenseiten sehr genau. In seinem neuen Roman Lebenskünstler beschreibt er Menschen, deren Herz mehr für die Kunst und die Phantasie schlägt als für den Erfolg und die Ökonomie. Villazóns Lebenskünstler stehen nicht im Rampenlicht, aber ihre Träume sind groß. Protagonist ist ein Spiele-Erfinder, der sich in eine geheimnisvolle stumme Frau verliebt. Auf einer für ihn gestalteten Schatzsuche mit Palindromen und anderen Sprachrätseln, erfährt er nach und nach einiges über Frauen, sich selbst und das Leben im Allgemeinen. 

„Rolando Villazón hat ein sehr ernsthaftes Stück Literatur geschrieben“, schrieb DIE ZEIT über seinen ersten Roman Kunststücke.

Rolando Villazón wurde 1972 in Mexiko Stadt geboren, als Enkel des Wieners Emilio Roth. Villazón besuchte die deutsche Schule in Mexiko Stadt und begann seine künstlerische Ausbildung am dortigen Konservatorium. 1999 hatte er seinen internationalen Durchbruch und wurde zu einem der bedeutendsten und beliebtesten Sänger seiner Generation. Neben seiner Gesangskarriere arbeitet er auch als Opernregisseur und ist für sein zeichnerisches Talent bekannt. Rolando Villazón lebt in Paris und ist Mitglied des Collège de Pataphysique.

Lebenskünstler von Rolando Villazón ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 09/17)

Theresia Enzensberger liest in der Buchhandlung Felix Jud am Donnerstag, 28. September

Buchhandlung Felix Jud
Donnerstag  28.09.2017 19.00 Uhr 
Neuer Wall 13, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Theresia Enzensberger liest aus ihrem Roman Blaupause, der bei Hanser erschienen ist. Ulrich Greiner moderiert die Veranstaltung. 

Man ahnt die großen Zerwürfnisse und das Grauen, das auf die hoffnungsfrohe Zeit folgt, in der Theresia Enzensbergers Romandebüt Blaupause spielt, doch die Avantgarde der zwanziger Jahre in Deutschland ist vor allem an der Gegenwart interessiert und an sich selbst. Die nächtlichen Schreie eines von Albträumen geplagten Kriegsversehrten des Ersten Weltkrieges, sie verhallen ebenso ungehört, wie die mahnenden Stimmen über den heraufdämmernden Nationalsozialismus. Das Weimarer Bauhaus ist vom Geist der Moderne durchweht und gleichzeitig gefangen von Ignoranz und Spinnerei.

Luise Schilling, ein ehrgeiziges Mädchen aus dem Berliner Bürgertum, will Architektin werden und macht die Erfahrung, dass das für eine Frau auch am Bauhaus fast unmöglich ist. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Zeit. Zwischen Technik und Kunst, Kommunismus und Avantgarde, Populismus und Jugendbewegung lernt Luise gesellschaftliche Utopien kennen, die uns bis heute prägen. Doch obwohl hier, von normal verrückt bis trotzdem innovativ, alle möglichen Ideen entwickelt werden, verbannt die „Wiege der Moderne“ talentierte Frauen vor allem an den Webstuhl und bleibt, wie die zornige Luise Jahrzehnte später als Architektin in New York feststellt, ein „seelenloser“ Ort.

Theresia Enzensberger wurde 1986 in München geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Film und Filmwissenschaft am Bard College in New York und schreibt als freie Journalistin unter anderem für die FAZ, FAS, ZEIT Online, Krautreporter und Monopol. 2014 gründete sie das vielfach preisgekrönte BLOCK Magazin.

Blaupause  von Theresia Enzensberger ist bei Hanser erschienen.
(JK 09/17)

Shumona Sinha liest bei cohen + dobernigg am Dienstag, 26. September

cohen + dobernigg
Dienstag  26.09.2017 20.30 Uhr 
Sternstr. 4, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Die aus Indien stammende, in Frankreich lebende Schriftstellerin Shumona Sinha, die mit ihrem Roman Erschlagt die Armen ein vielfach gefeiertes Lehrstück über die europäische Asylpolitik vorlegte, liest aus ihrem neuen Roman Staatenlos, der bei Nautilus erschienen ist, in dem sie von drei Frauen und ihrem exemplarischen Schicksal in Indien und Europa erzählt. Aus der deutschen Übersetzung liest Sigrid Behrens. 

Shumona Sinha schreibt mit wortgewaltigem Zorn und in starken Bildern von drei Frauen, die sich einer unbarmherzigen männlichen Ordnung gegenübersehen – in Paris wie in Kalkutta.

Die Frauen in Shumona Sinhas neuem Roman sind entwurzelt, heimatlos, nie ganz angekommen in einer Gesellschaft, die unlebbar ist, vor allem für Frauen und Fremde. Voller Wut erzählt Sinha von Rassismus, Sexismus und Unterdrückung in Frankreich wie in Indien: Esha stammt aus wohlhabendem, gebildetem Milieu in Kalkutta, sie ist aus Liebe zur Sprache nach Paris gekommen, einem romantischen Traum folgend. Doch während sie auf das Ergebnis ihres Einbürgerungsantrags wartet, häufen sich die rassistischen Bemerkungen, die abfälligen Blicke, die Enttäuschungen. Mina ist Analphabetin und stammt aus einer Bauernfamilie, die seit Generationen Land in Bengalen bewirtschaftet, das ihr nicht gehört. Sie wird in einen Aufstand gegen den Bau einer Autofabrik hineingezogen. Marie schließlich wurde schon als Säugling von liberalen französischen Eltern adoptiert. Sie reist regelmäßig nach Indien, auf unbestimmter Suche nach Exotik und ihrer eigenen unauffindbaren Herkunft.

In einer Gegenwart, die zunehmend von Misstrauen, Angst und sogar Hass dem Anderen gegenüber geprägt ist, ist Staatenlos eine wichtige und einzigartige literarische Stimme, die uns Fragen zur Gewalt, die wir tolerieren, akzeptieren und selbst ausüben, aufzwingt, sei es auch ohne unsere Absicht.

„Was mich berührt hat, ist Sinhas Bild von Frankreich als einem gespaltenen, verängstigten Land – Indien gar nicht so unähnlich“, urteilt Cécile Wajsbrot. 

„Ein Roman wie ein Faustschlag“, schreibt Le Canard enchainé.

„Schön und verstörend“, findet Le Soir.

Shumona Sinha, geboren 1973 in Kalkutta, lebt seit 2001 in Paris. An der Sorbonne schloss sie ihren Magister in Literaturwissenschaft ab. Von 2001 bis 2008 arbeitete Sinha als Lehrerin für Englisch an weiterführenden Schulen; ab 2009 war sie als Dolmetscherin für Asylsuchende tätig. Nach der Veröffentlichung von Erschlagt die Armen! 2011 verlor sie ihre Arbeit bei der französischen Migrationsbehörde. Ende 2013 erschien ihr dritter Roman Kalkutta, ebenfalls vielfach ausgezeichnet. Sie veröffentlichte mehrere Gedichtbände auf Französisch und Bengalisch. 2008 erschien ihr erster Roman Fenêtre sur l’ Abîme.

Staatenlos von Shumona Sinha ist bei Nautilus erschienen.  

Die Veranstaltung ist ein Beitrag zum Ehrengast-Programm Francfort en français – Frankfurt auf Französisch der Frankfurter Buchmesse

Leïla Slimani kommt ins Institut français de Hambourg am Mittwoch 27. September

Institut français de Hambourg
Mittwoch  27.09.2017 19.30 Uhr 
Heimhuder Str. 55, Hamburg
Eintritt: 5 / 10 Euro

Leïla Slimani liest im Institut français aus ihrem Roman Dann schlaf auch du, der bei Luchterhand erschienen ist. 

Sie ist erst die zwölfte Frau, die in der über 100-jährigen Geschichte des Prix Goncourt im letzten Jahr mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Leïla Slimani, 1981 in Rabat geboren und in Marokko aufgewachsen, studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po und arbeitete als Journalistin für die „Jeune Afrique“, bevor sie mit Dans le jardin de l’ogre ihr ebenfalls preisgekröntes literarisches Debüt vorlegte. Chanson douce, ihr zweiter Roman, der nun unter dem Titel Dann schlaf auch du  erschienen ist, führte in Frankreich monatelang die Bestsellerlisten an und wurde in der Kritik frenetisch gefeiert. 

Die Geschichte, die Leïla Slimani in Dann schlaf auch du erzählt, ist nichts für schwache Nerven, sie beginnt mit dem Satz „Das Baby ist tot“ und setzt sich in der Beschreibung eines Tatorts fort, der kaum auszuhalten ist. Auf knapp über 200 Seiten breitet Slimani daraufhin ziemlich unaufgeregt und sachlich ein Bilderbuchleben aus: Myriam und Paul haben einfach Glück gehabt, sie leben mit ihren beiden Kindern in einer schönen Pariser Altbauwohnung und finden mit Louise auch noch eine wunderbare Nounou, geliebt und schon nach wenigen Wochen ganz unentbehrlich für die Familie. Als Myriam eines Tages „zwei komische Male“ am Arm und auf dem Rücken ihres Sohnes bemerkt, die Spuren kleiner Zähne erahnen lassen, haucht sie „zarte Küsse auf die Stellen“ und denkt sich nicht viel dabei. Natürlich spricht sie Louise darauf an, die eine ganz plausible Erklärung dafür findet. Auch die finsteren Blicke der sonst mustergültigen Nanny sind nicht mehr als kleine Andeutungen, beiläufige Details, in denen sich die Katastrophe ankündigt. Unaufhaltsam, bis „die Vergangenheit sich in einem neuen Licht zeigt“.

Dann schlaf auch du  von Leïla Slimani ist bei Luchterhand erschienen.
 
Die Veranstaltung ist ein Beitrag zum Ehrengast-Programm Francfort en français – Frankfurt auf Französisch der Frankfurter Buchmesse
(JK 09/17)

Julian Sengelmann beim 9. Harbour Front Literaturfestival am Mittwoch, 27. September

9. Harbour Front Literaturfestival
St. Katharinen Kirche
Mittwoch  27.09.2017 20.00 Uhr 
Katharinenkirchhof 1, Hamburg
Eintritt: frei

Julian Sengelmann stellt sein Buch Feiertag! Die Bedeutung unserer religiösen Feste vor, das bei rororo erschienen ist. Frank Engelbrecht moderiert den Abend. 

Pfingsten, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, Ostern – freie Tage, toll! Aber was bedeuten diese Feste eigentlich, und was feiern wir? Julian Sengelmann ist Theologe und will’s wissen. Er forscht nach den Ursprüngen und der Bedeutung christlicher Feste und macht sich auf eine Reise von Norddeutschland nach Israel, sucht Antworten bei Rabbinern, Archäologen und Theologen, erlebt Mystisches und Verrücktes, findet skurrile Geschichten und Menschen – ein spielerischer Mix aus hautnaher Reportage und kluger Information. 

Julian Sengelmann, geboren 1982 in Hamburg, ist Schauspieler, Musiker, Moderator, Sprecher und – vor allem – Theologe. Sengelmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Praktische Theologie in Hamburg, wo er derzeit promoviert. Im NDR moderiert er die Sendung Feiertag! Sengelmann sucht ....

Feiertag! Die Bedeutung unserer religiösen Feste von Julian Sengelmann ist bei rororo erschienen.
(JK 09/17)

Sven Regener beim 9. Harbour Front Literaturfestival am Mittwoch, 27. September

9. Harbour Front Literaturfestival
Laeiszhalle (Kleiner Saal)
Mittwoch  27.09.2017 20.00 Uhr 
Gorch-Fock-Wall 29 (Eingang Kleiner Saal), Hamburg
Eintritt: 16 / 20 / 24 Euro

Derbe, lustig und bizarr wie seine Protagonisten: Sven Regener. 

Musiker und Schriftsteller Sven Regener schreibt in Wiener Straße, erschienen bei Galiani,  vom Kreuzberg Anfang der Achzigerjahre – das war ein kreativer Urknall, eine surreale Welt aus Künstlern, Hausbesetzern, Freaks, Punks und Allesfrisch-Berlinern. Alles kann das nächste große Ding werden. Kunst ist das Gebot der Stunde und Kunst kann alles sein. Ein Schmelztiegel der selbsterklärten Widerspenstigen, ein deutsches Kakanien in Feindesland. Wiener Straße beginnt im November 1980 an dem Tag, an dem Frank Lehmann mit der rebellischen Berufsnichte Chrissie sowie den beiden Extremkünstlern Karl Schmidt und H. R. Ledigt in eine Wohnung über dem Café Einfall verpflanzt wird, um Erwin Kächeles Familienplanung nicht länger im Weg zu stehen. Österreichische Aktionskünstler, ein Fernsehteam, ein ehemaliger Intimfriseurladen, eine Kettensäge, ein Kontaktbereichsbeamter, eine Kreuzberger Kunstaustellung, der Kampf um die Einkommensoptionen Putzjob und Kuchenverkauf, der Besuch einer Mutter und ein Schwangerschaftssimulator setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die alle ins Verderben reißen. Außer einen!

Sven Regener ist Musiker (Element of Crime) und Schriftsteller. 2001 veröffentlichte er seinen ersten Roman, Herr Lehmann, der sich über eine Million Mal verkaufte. Es folgten die Romane Neue Vahr Süd (2004), Der kleine Bruder (2008) und Magical Mystery oder die Rückkehr des Karl Schmidt (2013). 

Wiener Straße von Sven Regener erscheint am 7. September 2017 im Galiani Verlag Berlin als ungekürzte Autorenlesung bei tacheles!/Roofmusic.
(JK 09/17)