Der norwegische Autor Bjørn Bottolvs war, bevor er
zu schreiben anfing, Polizist. Im Knaur Verlag ist von ihm der Krimi Wo die Nacht am schwärzesten ist
erschienen.
Der Polizist Jo Kaasa findet in einem Auto eine
Leiche. Offenbar ist der Mann an Abgasen erstickt. Selbstmord? Kaasa ist die
Sache nicht geheuer, denn aus dem Haus des Toten ist eine Menge Geld
verschwunden, und es hat wohl Drohbriefe gegeben. Zusammen mit seiner
Partnerin, der Samin Riitta, beginnt Kaasa zu ermitteln.
In seinem vierten Krimi nimmt der Autor den Leser
mit auf Nachtpatrouillen zu verschiedenen Missionen: Brände, Einbrüche,
häusliche Gewalt, Schlägereien und alte Menschen, die vermisst werden. Bei
diesen Streifzügen durch die Nacht kann sich Bottolvs voll entfalten. Seine
nüchternen und realistischen Darstellungen in knapper und präziser Sprache sind
die absoluten Stärken seines Krimis. Es beginnt mit etwas, das wie Selbstmord
aussieht, und das bildet das immer wiederkehrende Thema in seinem vierten
Krimi. Bottolvs lässt sich in seinem Realismus nicht ins Schwanken bringen
trotz seiner mehreren Handlungsstränge. Seine Stärke ist, dass er die Fäden in
der Hand behält und nicht überzieht. Wo die Nacht am schwärzesten ist, ist ein
spannender Streifzug durch die Nacht Oslos.
Bjørn Bottolvs, geboren 1946, war
Polizist, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. 1999 debütierte er mit dem
Roman Kometen als Krimiautor. Seitdem
hat er sechs Kriminalromane um den Polizisten Jo Kaasa aus Oslo vorgelegt.
Außerdem hat er Kinder- und Jugendbücher verfasst.
Wo die Nacht am schwärzesten ist von Bjørn Bottolvs ist bei Knaur erschienen.
(JK 04/12)

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