Krimis im und um das Rennsportmilieu in England
schreiben Dick und Felix Francis. Bei Diogenes ist jetzt ein weiterer Krimi aus
der Reihe mit dem Titel Kreuzfeuer erschienen.
Afghanistan 2009: Captain Thomas Forsyth wird von
einem Sprengsatz schwer verletzt. Mit einer Prothese anstelle seines rechten
Fußes kehrt Tom zurück nach Lambourn, wo er aufgewachsen ist und wo seine
Mutter, die „First Lady des britischen Rennsports“, als Pferdetrainerin
arbeitet. Zu Hause in England erwartet ihn jedoch ein nicht minder gefährliches
Minenfeld: die Machenschaften um das große Geld aus dem Pferdebusiness. Tom
wird kühl empfangen, seine Mutter hat anderes zu tun, als ihren Sohn zu
hätscheln. Ihr bestes Pferd ist in Cheltenham auf dem letzten Platz gelandet.
Warum nur? Bald entdeckt Tom, dass ein Trainer viel zu verlieren hat: seinen
Ruf, sein Vermögen und schlimmstenfalls sein Leben. Beim Spiel um Sieg oder
Niederlage wird – wie bei der Armee – mit harten Bandagen gekämpft. Wer hätte
gedacht, dass Tom seine soldatischen Fähigkeiten im beschaulichen Lambourn noch
mal zum Einsatz bringen könnte?
Die Einbettung der Krimihandlung in das
Rennsportmilieu Englands gibt den Frances-Krimis ein besonderes Flair. Es sind
Krimis nach klassischer englischer Manier, wo der Ort der Handlung in der
englischen Countryside einen wichtigen Bestandteil der Atmosphäre darstellt und
gepflegte Krimiunterhaltung garantiert.
Dick Francis, geboren 1920, war viele Jahre Englands
erfolgreichster Jockey, bis ein mysteriöser Sturz 1956 seine Karriere beendete.
Fast 50 Jahre lang schrieb er Thriller, die das Pferderenn- und Wettmilieu als
Hintergrund haben. Seine 42 Romane wurden alle Bestseller. Dick Francis starb
2010.
Felix Francis, 1963 als Dick Francis’ jüngerer Sohn
geboren, firmiert bei vier Büchern als Co-Autor des Vaters. Bevor er zu
schreiben begann, arbeitete er als Physiklehrer. Für viele Bücher seines Vaters
leistete er die Recherchearbeit. Inzwischen schreibt er eigene Thriller in der
Tradition des Vaters. Felix Francis lebt in England.
Kreuzfeuer von Dick und
Felix Francis ist bei Diogenes erschienen.
(JK 06/12)

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