Der finnische Autor Risto Isomäki hat sich einen
Namen mit seinen Umweltthrillern im Genre gemacht. Sein neuestes Buch heißt Gottes kleiner Finger und ist bei Bastei
Lübbe erschienen.
Ein gigantisches Sonnenwindkraftwerk in der Sahara
soll Energie in noch nie dagewesenem Ausmaß produzieren. Doch die Atomlobby und
arabische Ölproduzenten versuchen das Projekt mit allen Mitteln zu
verhindern – und drohen mit einem Terroranschlag. CIA-Agent Lauri Nurmi,
der für die Sicherheit des Kraftwerks zuständig ist, bekommt die
Skrupellosigkeit seiner Gegner am eigenen Leib zu spüren. Bei einem
Schusswechsel wird er verletzt, und den feindlichen Einheiten gelingt es, die
Hightech-Anlage anzugreifen.
Risto Isomäki hält sich nicht bei kleinen Dingen
auf, er sorgt sich um die Zukunft des ganzen Planeten. Das hinterlässt einen
zwiespältigen Eindruck. Einerseits zeigt er, dass er das Krimi-Handwerk beherrscht,
der Held ist eine interessante Figur, Isomäki entwickelt eine spannende Jagd
mit Showdown. Andererseits scheint das Buch mit Ideologie überfrachtet und ist
für den Laien nicht einfach nachzuvollziehen. Der erhobene Zeigefinger des
Autors und auch die bisweilen langatmigen technischen Details lähmen den Fluss
und stehen sperrig der Handlung im Weg. Die Randfiguren bleiben ebenfalls recht
blass und finden keine Zeit sich zu entfalten, da sie oftmals in der Regel
schnell wieder verschwinden, bevor man sie richtig einordnen konnte.
Risto Isomäki ist Schriftsteller,
Wissenschaftsredakteur und Umweltaktivist. Er hat bereits an mehreren
internationalen Umweltprojekten mitgearbeitet. Sein erster Öko-Thriller Die Schmelze war ein Bestseller.
Gottes kleiner Finger von Risto
Isomäki ist bei Bastei Lübbe erschienen.
(JK 06/12)

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