Frank Spilker liest im Golem am Sonntag, 7. April


Golem
Sonntag, 07.04.2013  20.00 Uhr
Große Elbstraße 14, 22767 Hamburg
Eintritt: frei
                                             
Lesung mit Musik: Frank Spilker liest aus seinem Roman Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen, der bei Hoffmann und Campe erschienen ist.

Frank Spilker, der schon in den 90ern als Sänger und Texter der Band Die Sterne bekannt und zu einem der wichtigsten Protagonisten der sogenannten Hamburger Schule wurde, hat einen Roman geschrieben – „mit einem eigenen Ton“, wie Gerrit Bartels für Deutschlandradio Kultur fand und mit „starken Bildern“, wie ein Buchtipp für „Das Ding“ verrät.

Erzählt wird von Thomas Troppelmann, einem Hamburger Graphiker von Covern für Musikalben, dem sein Leben nach und nach ganz konsequent und vollständig aus den Fugen gerät, nachdem ihn seine Freundin verlassen hat. Zuerst bleiben die Aufträge aus, dann fliegt er aus seinem Büro, weil er es versäumt hat, den Mietvertrag zu verlängern. Die Post lässt dieser Troppelmann einfach ungeöffnet liegen, er hätte ja vor lauter Nachdenken über seine Andrea sowieso keine Zeit dafür gefunden, etwas abzuarbeiten oder auch nur ernsthaft zur Kenntnis zu nehmen. Irgendwann bleibt dem Helden in diesem schmalen und ganz „unaufgeregten Buch über das Drama des Scheiterns“ (Sarah Kuttner) nur noch die Flucht aus Hamburg und in eine Auszeit, die ihn durch die halbe Republik führt, um vielleicht an irgendeiner Wegmarke wieder Orientierung finden zu können, ob bei seinen Eltern im Ruhrpott, bei einer Freundin in Hildesheim oder im Schwarzwald, wo ihn eine Kindheitserinnerung heimsucht.

Frank Spilker wurde 1966 in Herford geboren und lebt heute in Hamburg. 1987 gründete er die Band Die Sterne, die seit Anfang der 1990er mit Liedern wie Was hat dich bloß so ruiniert oder Fickt das System zu den einflussreichsten musikalischen Formationen in Deutschland zählt. Neben den Sternen betrieb Spilker auch Soloprojekte wie die Frank Spilker Gruppe und schrieb Filmmusik.

Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen  von Frank Spilker ist bei Hoffmann und Campe erschienen.
(JK 04/13)

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