Sarah Quigley: Der Dirigent (Aufbau Verlag)

Neuseeland, Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse 2012

Einen ergreifenden Roman über den Sieg der Kunst über die Barbarei hat die in Berlin lebende Neuseeländerin Sarah Quigley mit ihrem Buch Der Dirigent geschrieben, der im Aufbau Verlag erschienen ist.

Im Sommer 1941 verlassen die deutschen Soldaten klammheimlich Leningrad. Eine Katastrophe naht: Die Stadt wird belagert, soll dem Erdboden gleichgemacht werden. Der Großteil der Künstler und Kulturschaffenden wird evakuiert. Bis auf Dmitri Schostakowitsch, den wohl berühmtesten russischen Komponisten. Er bleibt, um seine Stadt zu verteidigen. In seinem Kopf entsteht eine Symphonie, die den Menschen im belagerten Leningrad Mut und Hoffnung geben kann. Allerdings bedarf es eines todesmutigen Dirigenten, damit das Werk erklingen kann. Dieser Dirigent wird zum eigentlichen Helden: Karl Eliasberg, Dirigent eines zweitklassigen Radioorchesters. Hungernd und im Angesicht des Todes führt Eliasberg mit seinem Orchester Schostakowitschs „Siebte Symphonie“ auf.

Der Dirigent ist ein hochmusikalischer, bewegender Roman über zwei beseelte wie getriebene Männer, die der Kälte einen humanen Klang abringen.

Die Schriftstellerin und Kritikerin Sarah Quigley, geboren 1967 in Neuseeland, promovierte in Literatur an der University of Oxford. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten und Gedichte, wofür sie zahlreiche hochkarätige Auszeichnungen erhielt. Der Dirigent ist ihr vierter Roman und ihr erstes Buch auf Deutsch. Seit 2000 lebt und arbeitet sie in Berlin.
   
Der Dirigent  von Sarah Quigley ist im Aufbau Verlag erschienen.
(JK 09/12)

Keine Kommentare: