Um ein Verbrechen an einem zehnjährigen Kind geht es
in Peter Schwindts neuem Thriller Lebenslang,
der bei Piper erschienen ist.
Die Steilbergs planen eine Grillparty mit Freunden.
Als Astrid Steilberg in letzter Minute merkt, dass ihr noch ein paar
Kleinigkeiten fehlen, schickt sie ihre zehnjährige Tochter Julia rasch in den
Supermarkt. Als das Mädchen nach fast zwei Stunden immer noch nicht wieder da
ist, hält Astrid es nicht mehr aus und ruft die Polizei. Am nächsten Tag folgt
die schreckliche Gewissheit: Julia ist vergewaltigt und ermordet worden. Die
Steilbergs geraten in einen Teufelskreis aus Schuldzuweisungen und Verdächtigungen,
ein Albtraum, aus dem es offenbar kein Entrinnen gibt.
Peter Schwindt schreibt seinen Thriller nicht aus
der Perspektive des Ermittlers sondern aus der Sicht des Vaters des ermordeten
Kindes. Das ergibt eine ungewohnte Perspektive, die für den Leser sehr
eindringlich wirkt. Beeindruckend beschreibt Peter Schwindt diese mächtige
Lawine, die der Tod der kleine Julia auslöst und schwelende Dinge an die
Oberfläche spült. Gekonnt legt der Autor Fährten, bringt Personen ins Spiel,
über deren Bedeutung man lange spekulieren muss und überrascht mit einem
grandiosen Finale.
Peter Schwindt, geboren 1964, lebt mit seiner
Familie bei Frankfurt. Er arbeitete u. a. als Übersetzer und Redakteur und ist Autor
zahlreicher Jugendromane und Drehbücher. Nach dem Endzeit-Thriller Schwarzfall ist Lebenslang sein zweiter Erwachsenenroman.
Lebenslang von Peter Schwindt ist bei Piper erschienen.
(JK 12/11)

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