Zum 300. Geburtstag des großen Preußenkönigs
Friedrich II. wollen wir uns ein Buch aus den vielen Veröffentlichungen
herauspicken, das uns besonders gefallen hat. Es ist Uwe Osters Biographie Sein Leben war das traurigste der Welt.
Friedrich II. und der Kamp mit seinem Vater, die bei Piper erschienen ist.
Das Drama zwischen Friedrich II. und seinem Vater,
dem „Soldatenkönig“, hat die Zeitgenossen erschüttert und bewegt bis heute: Uwe
A. Oster schreibt fesselnd und lebensnah über einen der großen
Vater-Sohn-Konflikte in der deutschen Geschichte.
„Sein Leben war das traurigste der Welt“, schrieb
Wilhelmine von Bayreuth über die Jugend ihres Bruders Friedrich II.
(1712–1786). Tatsächlich erlebte der junge Friedrich eine harte Kindheit, die
geprägt war von der Auseinandersetzung mit seinem Vater Friedrich Wilhelm I. Der
Stoff des Dramas ist bekannt: hier der polternde, jähzornige „Soldatenkönig“,
dort der zart besaitete Kronprinz. Und jeder kennt die schreckliche Szene, in
der der Vater befiehlt, dass der Sohn der Hinrichtung seines Freundes Hans
Hermann von Katte zusehen muss. Doch war Friedrich Wilhelm I. felsenfest davon
überzeugt, das Beste für seinen Sohn und den preußischen Staat zu tun. Waren
die Rollen also tatsächlich so klar verteilt: der Vater der unbarmherzige
Richter, der Sohn das unschuldige Opfer?
Uwe Oster hat ein spannendes Sachbuch geschrieben.
Er stellt unter Beweis, dass er ein kompetenter Experte in Sachen preußische
Geschichte ist. Sehr informativ und unterhaltsam führt er durch das Buch und
gibt aufschlussreiche Einblicke in das Leben in Rheinsberg.
Uwe A. Oster, geboren 1964, ist stellvertretender
Chefredakteur des Geschichtsmagazins Damals
und hat zahlreiche Bücher geschrieben. Sein besonderes Interesse gilt der
preußischen Geschichte; u. a. veröffentlichte er die Bücher Wilhelmine von Bayreuth. Das Leben der
Schwester Friedrichs des Großen, Der
preußische Apoll. Prinz Louis Ferdinand von Preußen und Preußen. Geschichte eines Königreichs.
Sein Leben war das traurigste der Welt von Uwe A. Oster ist bei Piper erschienen.
(JK 12/11)

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