Helen Walsh liest am Mittwoch, 23. Mai, im Literaturzentrum im Literaturhaus Hamburg


Literaturzentrum im Literaturhaus
Mittwoch, 23.05.2012, 19.30 Uhr
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Eintritt : 4 – 7 Euro

Helen Walsh liest aus ihrem Roman Ich will schlafen, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Milena Karas liest den deutschen Text und Barbara Derboven moderiert und dolmetscht.

Helen Walsh erzählt in ihrem Roman Ich will schlafen die Geschichte einer jungen Frau, die voller Erwartung ihre Schwangerschaft erlebt. Nach der Geburt aber ist alles anders als erwartet; der Traum vom Kind verwandelt sich in einen Albtraum. Der Junge schreit pausenlos und wird auch durchs Stillen nicht ruhig. Sein unstillbares Weinen treibt die  Mutter fast in den Wahnsinn. Keiner sieht das Ausmaß ihres Schlafmangels. Einerseits liebt Rachel ihren Sohn, anderseits würde sie alles dafür tun, damit er endlich schweigt. Helen Walsh hat „ein zorniges Trostbuch für junge Mütter“, so Deutschlandradio Kultur, geschrieben. Tausende von Leserinnen dankten ihr für dieses mutige Buch. „Es gibt diesen Mythos vom Muttersein, wonach Frauen nach der Geburt in einem Meer von Mutterglück baden. Wenn man dann sagt, ‚ich komm’ nicht klar mit der Situation’, sehen das viele als Scheitern an“, sagt Helen Walsh. Ich will schlafen ist  „… eine brandgefährliche Mischung aus roher Emotion und tiefstem Mitgefühl. Dies ist kein Roman über Schrecken, Schmerz oder Einsamkeit, sondern ein Buch über das Leben selbst“, schrieb der Independent on Sunday. „Ihr Blick auf die Welt ist gnadenlos, ihr Ton bezwingend, die Sätze eine Wucht in ihrem Bemühen um Authentizität … es ist ein schonungsloses Buch, voller Zweifel und Wut im Bauch. Ob Mutter oder Nicht-Mutter, todmüde oder hellwach, strauchelnd oder glücksverwöhnt: Man sollte es lesen“ empfiehlt das Hamburger Abendblatt.

Helen Walsh wurde 1976 in Warrington geboren und lebt heute im nicht weit entfernten Liverpool. Mit 16 Jahren zog sie nach Barcelona und studierte Sprachen. Ihr Debütroman Brass (Millie) gewann den Betty Task Prize und sorgte wegen seiner drastischen Schilderung von Sex, Drogen und Partys für viel Aufsehen. In Großbritannien sowie in Deutschland war er ein großer Erfolg. Auch für ihren zweiten Roman Once Upon A Time in England, der mit dem Somerset Maugham Prize ausgezeichnet wurde, begeisterten sich die Kritiker.  

Ich will schlafen von Helen Walsh ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
(JK 05/12)

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