Don Winslow: Sprache des Feuers (Suhrkamp)


Vom amerikanischen Thriller-Star Don Winslow ist bei Suhrkamp Sprache des Feuers erschienen.

Jack Wade war der Star der Abteilung für Brandstiftung des Orange County Sheriff Departments in  Kalifornien, bis ihn eine angebliche Falschaussage die Karriere kostete. Dass sein Kollege Bentley die Finger im Spiel hatte, ist eine andere Geschichte. Für seinen neuen Arbeitgeber, die „California Fire & Life“, ermittelt er in einem Versicherungsfall: Das Anwesen des Immobilienmoguls Nicky Vale ist bis auf die Grundmauern abgebrannt – mitsamt seiner jungen Frau Pamela. Auch Bentley war schon am Brandort. Er tippt auf zu viel Wodka und eine brennende Zigarette. Aber Jack Wade kennt die Sprache des Feuers. Und macht sich auf Spurensuche. Bis er herausfindet, dass Nicky Vale mitnichten der unbescholtene amerikanische Bürger ist, als der er sich ausgibt. Die Sache wird so heiß, dass Jack Gefahr läuft, sich die Finger zu verbrennen. Russische Erpresser und abtrünnige KBG-Agenten, Antiquitätenhändler und Versicherungsbetrüger, vietnamesische Gangs und abgelegte Liebschaften – Jack Wade verstrickt sich in einem Dickicht aus Verschwörung, Korruption und Betrug, so sehr, dass er am Ende beschließt, Feuer mit Feuer zu bekämpfen.

Auch dieser Thriller von Don Winslow begeistert. Dabei kommt Winslow zugute, dass er vor dem Schreiben lange Zeit als Ermittler in Sachen Brandstiftung für eine Feuerversicherung unterwegs war. Daher sind auch die Details im Aufspüren der wahren Ursache stimmig- Anders als so manch andere Thrillerautoren bläst Winslow nicht eine dünne Handlung auf, die am Ende leicht verpufft. Und sein Detailwissen über Brandstiftung setzt er voll im Dienste der Geschichte ein und nicht als belehrenden Nachhilfeunterricht. So ist wieder ein rasanter Thriller entstanden und Winslows Zutaten zum Thriller runden die Story ab.

Don Winslow wurde 1953 in New York geboren. Das Sujet des Drogenhandels und der Mafia, das in vielen von Don Winslows Romanen eine Rolle spielt, lässt sich ebenso mit seinen Kindheitserfahrungen erklären: Seine Großmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, der den späteren Autor mehrere Male in sein Haus in Algiers (New Orleans) einlud. Bevor Winslow mit dem Schreiben begann, verdiente er in New York sein Geld unter anderem als Kinobetreiber, als Fremdenführer auf afrikanischen Safaris und chinesischen Teerouten, als Unternehmensberater und immer wieder als Privatdetektiv für Versicherungen. Auch als Schriftsteller ist Don Winslow unermüdlich. Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Großen des zeitgenössischen Krimis machen. Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für Tage der Toten. Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren. Don Winslow lebt mit seiner Frau und deren Sohn in Kalifornien.

Sprache des Feuers von Don Winslow ist bei Suhrkamp erschienen.
(JK 06/12)

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