Die vier Alten aus
Massimos Bar sind wieder da in Marco Mavaldis neuem Toskana-Krimi Die
Schnelligkeit der Schnecke, der bei Piper erschienen ist.
Immer noch haben sie
nichts Besseres zu tun, als Karten zu spielen, Sambuca zu trinken und dem armen
Massimo mit ihren Kommentaren auf die Nerven zu fallen. Dabei hat der junge
Barista neben der Verköstigung seines Seniorenclubs noch eine weit schwierigere
Aufgabe zu lösen: Wer hat den Professor auf dem Gewissen, der bei einem
Kongress in Pineta auf mysteriöse Weise ums Leben kam?
Der improvisierende
Barista-Detektiv Massimo aus Pineta, dem hypothetischen Touristenort an der
toskanischen Küste, hat viele Freunde gefunden. Auch im zweiten Krimi ist die
Schar tratschender alter Männer ist unverändert, die Landschaft und die
Nebendarsteller interessant und attraktiv und auch Massimo hat nichts von
seinem Glanz verloren. Dennoch hat die Geschichte Probleme so richtig zu
zünden. Auf lange Strecken bleibt der Zusammenhang für den Leser ein Rätsel, so
dass man lange braucht, um in den Fall zu kommen. Die überraschende Entdeckung
des Mörders am Ende geschieht dann in solcher Eile, dass ein etwas schaler
Nachgeschmack bleibt. Die Geschichte bietet dennoch viel Spaß und ist gute
Unterhaltung. Die Beschreibung des Großvaters Ampelio ist dabei ein Highlight!
Marco Malvaldi, geboren
1974 in Pisa, wo er auch heute noch lebt, arbeitete bis vor kurzem als
wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fakultät für Chemie der dortigen
Universität. Weil seine Krimis um die vier alten Männer und den sympathischen
Barbesitzer Massimo dauerhaft die italienischen Bestsellerlisten okkupieren,
hat er sich als freier Autor selbständig gemacht.
Die Schnelligkeit der Schnecke von Marco Malvaldi ist bei Piper erschienen.
(JK 06/12)

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