Die Autorin Julya Rabinowich diskutiert am Sonntag, 3. März, in der Dialogreihe BRIDGING THE GAP


Thalia Theater
Sonntag, 03.03.2013  11.00 Uhr
Alstertor 1, 20095 Hamburg
Eintritt: 14 Euro
                                             
In der Dialogreihe BRIDGING THE GAP versuchen der Hamburger Rabbiner Shlomo Bistritzky, die Publizistin Isolde Charim, Michel Friedman und die Schriftstellerin Julya Rabinowich die Fragen zu beantworten: Wie sehen jüdische Lebenswelten und Alltagskultur in Deutschland und in Europa aus? Und was ist die Zukunft des Judentums außerhalb Israels? Die Matinee steht unter dem Titel „Jüdische Identität in Europa – zwischen Anpassung und Selbstfindung“. Die Autorin Julya Rabinowich steuert zur Diskussion ihren Roman Spaltkopf bei, der bei Deuticke erschienen ist.

Mischka wurde in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, in einer russisch-jüdischen Großfamilie geboren. Als sie sieben Jahre alt ist, erzählen ihr ihre Eltern, dass sie Urlaub in Litauen machen. Doch das Flugzeug landet in Wien. Mischka muss sich, gespalten zwischen den Mythen ihrer Kindheit und den Verheißungen des Westens, im Exil einen eigenen Weg suchen. Rabinowich überzeugt nicht nur durch ihren Sinn für Komik, sondern auch mit ihrem eigenständigen Stil: Nüchtern und überzeichnend zugleich beschreibt sie das Vakuum zwischen den Kulturen, in das einen die Emigration zu treiben vermag.

Julya Rabinowich, geboren 1970 in St. Petersburg, lebt seit 1977 in Wien, wo sie auch studierte. Sie ist Autorin zahlreicher Theaterstücke, Malerin und Simultandolmetscherin. Im Standard erscheint wöchentlich ihre Kolumne Geschüttelt, nicht gerührt. Für ihren Debütroman Spaltkopf, der erstmals 2008 erschien, erhielt sie u.a. den Rauriser Literaturpreis. Im Februar 2011 erschien die englische Übersetzung des Romans Spaltkopf bei Portobello unter dem Titel Splithead und wurde für den International Impac Dublin Literary Award 2013 nominiert.


Spaltkopf von Julya Rabinowich ist bei Deuticke erschienen.
(JK 03/13)

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