Harald Martenstein kommt am Donnerstag, 21. März, ins Literaturhaus


Literaturhaus
Donnerstag, 21.03.2013  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Eintritt: Veranstaltung ist leider bereits ausverkauft!

Harald Martenstein präsentiert sein Buch Romantische Nächte im Zoo. Betrachtungen und Geschichten aus einem komischen Land, das im Aufbau Verlag erschienen ist. Sabine Rückert moderiert.

Ein Mann, eine Kolumne. Ein Mann, eine Kolumne pro Woche. Und das seit Jahren. Das ist kein Zuckerschlecken, dazu braucht es gestählte Nerven. Zumal es zwar viele Menschen gibt, die nicht mehr leben wollen ohne Harald Martensteins allwöchentliche Kolumne im Zeit-Magazin, aber eben auch andere, unverständigere Menschen, die sofort in Wallung geraten, wenn sie auf vermeintlich politisch Unkorrektes in Martenstein-Texten stoßen und keine Scheu zeigen, ihrem Ekel Ausdruck zu verleihen.

Und doch gibt es nicht nur den Kolumnisten Harald Martenstein, der seinen Lesern und seinen Kollegen zeigt, wo der Hammer hängt, oder den geschätzten Romancier. Denn seit Jahr und Tag schreibt dieser Mann auch Reportagen, verlässt zu diesem Behufe seinen Schreibtisch und geht dorthin, wo es wehtut. Preisgekrönte Texte sind dabei entstanden, Betrachtungen und Geschichten aus einem komischen Land, die es nun nachzulesen gilt in einem Band, der in keinem deutschen Haushalt fehlen sollte, in Romantische Nächte im Zoo. Das ist oft komisch und manchmal verblüffend ernst. Das ist informativ, und das zeugt vom offenen Blick eines Autors, der nicht schon alles weiß, bevor er zu beobachten und zu interviewen beginnt. Wir verfolgen ihn, wie er Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz liest, wie er über Guido Westerwelle oder über den „Anti-Medien-Politiker” Erwin Teufel nachdenkt, wie er über die Segnungen des Gärtnerns reflektiert, lange bevor es Mode wurde, über die Segnungen des Gärtnerns zu reflektieren und dabei eine Bio-Gurke zu verzehren, und wie er der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz zusieht, wie sie ein italienisches Restaurant betritt, das unglaublicherweise auf den Namen Machiavelli hört. Was daraus folgt? Um das zu erfahren, müssen Sie Harald Martensteins Zooberichten zuhören – und erleben, wie er im Gespräch mit der stellvertretenden Zeit-Chefredakteurin Sabine Rückert sein eigenwilliges Tun erläutert. Das wird ein feiner Abend.

Romantische Nächte im Zoo von Harald Martenstein ist im Aufbau Verlag erschienen.
(JK 03/13)

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