Mittwoch,
29.05.2013
19.30
Uhr
Schwanenwik
38, 22087 Hamburg
Eintritt:
4 – 7 Euro
Anna Kim liest aus ihrem Roman Anatomie einer Nacht, der bei Suhrkamp
erschienen ist. Prof. Dr. Klaus Böldl moderiert.
Anna Kim
bereiste 2009/2010 Grönland und lebte dort mit einer Inuit-Familie. Über ihren
Aufenthalt veröffentlichte sie einen Essay Invasionen
des Privaten, in dem es auch um den Themenkreis Postkolonialismus und
Identität in Grönland geht. In der Nacht vom 31. August auf den 1. September
2008 nahmen sich unabhängig voneinander in einer kleinen Stadt im verarmten und
weitgehend isolierten Osten Grönlands elf Menschen das Leben. In dem fiktiven
Ort Nuuk scheinen sich die Bewohner „durch eine Berührung oder einen Blick
infiziert“ zu haben. Anna Kim erzählt von den letzten Stunden dieser Menschen
und von Grönland, einem Land der Extreme, über dem so viel Kälte und Einsamkeit
und tröstlicher Zauber zugleich liegen. „ … es ist die wahre Geschichte einer
tödlichen, epidemischen Verzweiflung, aus der Anna Kim in ihrem Roman eine
Erzählung über das Leben macht“, urteilt Die Welt. „ … man kann diesen atmosphärisch
überwältigenden Roman ebenso als grandioses Landschaftsportrait wie als
anthropologische Untersuchung oder als stille, tiefgreifende Meditation lesen“,
empfiehlt Deutschlandradio Kultur. „… es geht um Schuld, familiäre Gewalt,
nicht erwiderte Liebe, unglückselige Verstrickungen…“, vermeldet ZEIT ONLINE.
Anna Kim
wurde 1977 in Südkorea geboren. 1979 zog die Familie nach Deutschland und
schließlich weiter nach Wien, wo sie seit 1984 lebt. Von ihr sind bisher die
Erzählungen Die Bilderspur, der Roman
Die gefrorene Zeit sowie der Essay Invasionen des Privaten erschienen. Anatomie einer Nacht ist ihr erstes Buch
im Suhrkamp Verlag. Für ihre Arbeiten wurde sie u.a. mit
Elias-Canetti-Stipendium, dem Robert-Musil-Stipendium und dem Literaturpreis
der Europäischen Union ausgezeichnet.
Anatomie
einer Nacht von Anna Kim ist bei Suhrkamp
erschienen.
(JK 05/13)

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