Gioconda Belli: Die Republik der Frauen (Droemer)

Bei Droemer ist der neue Roman der großen lateinamerikanischen Poetin und Revolutionärin Gioconda Belli erschienen. Ihr Roman Die Republik der Frauen ist eine spritzige, spannende, kuriose und ungemein weibliche Utopie, die zu denken gibt.

Was wäre, wenn sämtliche Männer von jetzt auf gleich aus dem öffentlichen Leben verbannt würden? Und die Frauen übernähmen das Regiment? In Gioconda Bellis fiktivem kleinen Land Faguas ist genau das geschehen – mit ungeahnten Folgen.

Die sexy charismatische Witwe Viviana Samson hat sich einer linken Gruppe attraktiver Frauen angeschlossen, um die Partei PIE zu gründen (Linke Erotikpartei), die als sie die Macht erklimmt, die Männer per Dekret des Präsidenten dazu zwingt, „familiäre Verpflichtungen“ zu übernehmen.

Die nikaraguanische Autorin hat ein kleines Meisterwerk der politischen Satire geschrieben. Sie hat ihren Roman in 54 Minigeschichten fragmentiert. Dieses Buch ist zugleich eine Satire auf Feminismus und Populismus.

Gioconda Belli, geboren in Managua (Nikaragua), beteiligte sich ab 1970 am Widerstand der Sandinisten gegen die Diktatur in ihrem Land und ging 1975 ins Exil nach Mexiko. Seit ihr 1988 mit ihrem Roman Bewohnte Frau der internationale Durchbruch als Schriftstellerin gelang, hat sie mit zahlreichen Romanen, Gedichtbänden und ihrer Autobiographie ein millionenfach gelesenes Werk geschaffen. Heute lebt sie in Nikaragua und Los Angeles.

Die Republik der Frauen von Gioconda Belli ist bei Droemer erschienen.
(JK 08/12)

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