Der Debütroman Der kleine König von Bombay des indischen Autors Chandrahas Choudhury, der bei dtv erschienen ist,
erzählt von einigen turbulenten Wochen im Leben Arzees.
Arzee, von kleinem Wuchs,
hat große Träume. Er träumt davon, an die erste Stelle zu rücken, wenn der alte
Filmvorführer Phiroz in Ruhestand geht. Er träumt von Liebe, einer Frau, die
nachts neben ihm liegt. Oft aber hat er auch Angst. So fühlt er sich an einem
Tag wie ein Bettler und am nächsten wie ein König. Unter dem Dach des „Noor“,
eines der letzten legendären Filmtheater, ist er groß. Spät nachts, wenn er
allein durch die leeren Straßen Bombays nach Hause geht, ganz klein. Doch Noor
heißt Licht, und dieser Lichtstrahl, der die Illusion in die Dunkelheit des
Kinos trägt, weist Arzee einen Weg, hinaus, ins Freie.
In seinem Roman konzentriert
sich der Autor ausschließlich auf Arzee und sein Schwanken zwischen Hoffnung
und Verzweiflung. Die Figur des Arzee als Zwerg ist ein untypischer Protagonist
und dennoch kann man seinen Charakter sehr gut erfassen, seine Ambitionen,
Hoffnungen, Frustrationen und Ängste. Der Autor schafft es, den Leser immer
wieder zum Schmunzeln zu bringen, auch wenn sein Held eine schwere Zeit
durchlebt.
Chandrahas Choudhury
wuchs in Bombay auf. Er studierte in Delhi und in Cambridge und lebt heute in
Mumbai (Bombay). Choudhury ist als Kritiker unter anderem für den Observer, den
New York Times Books Review und den Sunday Telepgrah tätig. Der kleine König
von Bombay ist sein erster Roman.
Der kleine König von Bombay von Chandrahas Choudhury ist bei dtv erschienen.
(JK 08/12)

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