Katharina Höftmann:Die letzte Sünde (Aufbau Taschenbuchverlag)

Eine Stadt im Fieber beschwört die junge deutsche Krimiautorin Katharina Höftmann in ihrem Krimi Die letzte Sünde, der im Aufbau Taschenbuchverlag erschienen ist.

Tel Aviv – die Metropole der Sünde im Heiligen Land. Hier ermittelt Kommissar Assaf Rosenthal, ein ehemaliger Armeeoffizier, der Menschenfreund, Zionist, Frauenheld und liebenswertes Muttersöhnchen zugleich ist. Als eine junge Frau an einer Sprachenschule erdrosselt aufgefunden wird, scheint der Täter schnell gefunden: Ein junger Afrikaner wurde zuletzt mit der Toten gesehen. Doch dann findet Rosenthal heraus, dass das Mädchen eine Prostituierte war und den Namen Sulamith trug – „die schönste aller Frauen“. Plötzlich scheinen andere verdächtig: Die Spur führt zu den Zuhältern und Drogenbossen der Stadt.

Im gesamten Buch spürt man, dass die Autorin die Stadt sehr gut kennt und sehr viel weiß über das Leben in Israel und die religiösen Diskurse, die die israelische Gesellschaft zerreißen. Das ist interessant, für einen Krimi wirkt das jedoch mitunter zu sperrig. Die Autorin gerät aus dem Fokus, lässt die eigentliche Krimihandlung behäbig nebenbei mäandern und dabei zu kurz kommen. So bietet das Buch interessante Perspektiven und Einblicke in das moderne Israel, die eingeschworenen Krimifans wird das nicht zufrieden stellen.

Katharina Höftmann, geboren 1984 in Rostock, ist vor zwei Jahren im Rahmen eines Journalistenstipendiums nach Israel gezogen. Seitdem lebt sie mit ihrem israelischen Lebensgefährten in Tel Aviv. Die studierte Psychologin, die in der Vergangenheit für verschiedene Medien wie Die Welt, und dpa arbeitete, hat im letzten Jahr ein Sachbuch mit dem Titel Guten Morgen Tel Aviv – Geschichten aus dem Holy Land veröffentlicht.

Die letzte Sünde von Katharina Höftmann ist im Aufbau Taschenbuchverlag erschienen.
(JK 09/12) 

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