Im Krimi Ein letzter
Job des Autors Adrian McKinty, der bei Suhrkamp erschienen ist, jagt ein
gnadenloser Killer in einem atemlosen Katz-und-Maus-Spiel die Exfrau eines
mächtigen Unternehmers und einen wortgewandten Gangster durch Irland, an dessen
Ende alle ihren Frieden finden – und sei es im Tod.
Killian ist ein
Spezialist darin, Menschen zu finden, die nicht gefunden werden wollen. Richard
Coulter, Besitzer einer Fluglinie mit Beziehungen zu den höchsten politischen
Kreisen Irlands, bietet ihm eine halbe Million Pfund, wenn er seine Exfrau
Rachel und die beiden Töchter zu ihm zurückbringt. Killian wittert den Job
seines Lebens, doch er stellt bald fest, dass er nicht der erste ist, der sich
an Rachel die Zähne ausbeißt. Als er merkt, dass ein russischer Killer auf ihn
angesetzt wurde, und ihm klar wird, dass es um mehr als eine
Familienangelegenheit geht, muss Killian sich entscheiden, auf wessen Seite er
steht.
Adrian McKintys Roman
setzt sich mit einer Reihe von Elementen von herkömmlichen Thrillern ab.
McKinty mischt fesselnde Plots mit einer kräftigen Art Poesie und schwarzem
Humor, angereichert mit voll abgerundeten Charakteren, die tiefer gehende
Einsichten erlangen und dabei sogar Philosophisches streifen. Die Hauptfigur Killian beinhaltet
widersprüchliche Instinkte, was der Autor nutzt, um fortwährend Spannung zu
erzeugen. Am Ende lässt er die Geschichte in einer Orgie der Gewalt
explodieren, in der die Kehrseite des irischen Friedensprozesses schließlich
gelüftet wird.
Adrian McKinty, geboren
1968, wuchs in Carrickfergus in der Nähe von Belfast auf. An der Oxford
University studierte er Philosophie, dann übersiedelte er nach New York. Sechs
Jahre lebte und arbeitete er in Harlem, u. a. als Wachmann, Vertreter,
Rugbytrainer, Buchhändler und Postbote. 2001 zog er nach Denver, seit 2008
wohnt er mit seiner Familie in Melbourne.
Ein letzter Job von Adrian
McKinty ist bei Suhrkamp erschienen.
(JK 08/12)

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