Varg Gyllanders neuer Thriller Tote reden nicht, der bei btb erschienen ist, spielt auf einem
Kreuzfahrtschiff vor der Küste Stockholms, wo ein unsichtbarer Mörder sein
Unwesen treibt.
Vor der Küste Stockholms: Bei schwerem Sturm werden
Ulf Holtz und seine Kollegin Pia Levin auf ein Kreuzfahrtschiff geflogen. Dort
ist im Wasserbecken eines künstlich angelegten Regenwalds ein Toter gefunden
worden – von Piranhas halb zerfressen. Beim Überprüfen der Passagierliste
stellt sich heraus, dass der Mann unter falschem Namen eingecheckt hatte. Wer
war der Tote? Und: Ist der Mörder noch an Bord?
In Varg Gyllander steckt viel Potential. Er hat sich
zwei Forensiker als Helden ausgesucht, die beide, wie sonst gerne üblich, ohne
psychische Auffälligkeiten wie zwei ganz normale Mitbürger wirken. Der Plot ist
aufregend und Gyllander konzentriert sich ganz auf den Fall ohne große
Abschweifungen. Dennoch braucht die Story ein wenig, um in Fahrt zu
kommen. Doch einmal in Fahrt gekommen,
entfaltet Gyllander einen spannenden Thriller.
Varg Gyllander, 1964 in
Skåne geboren, ist in seiner Kindheit und Jugend oft umgezogen, sein Vater war
Kapitän eines Öltankers. Gyllander versuchte sich später unter anderem als
Lehrer, Offizier der Marine und Koch. Schließlich besuchte er eine
Journalistenschule und arbeitete anschließend zwei Jahre bei der Zeitung
Norrköpings Tidningar. In der Nachrichtenagentur TT war er als Kollege von
Stieg Larsson tätig. Heute ist er Pressesprecher der schwedischen
Kriminalpolizei und wohnt mit seiner Frau und zwei Söhnen auf einer Insel nahe
Stockholm.
Tote reden nicht von Varg
Gyllander ist bei btb erschienen.
(JK 08/12)

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