Sonntag

2. Debütantensalon beim 12. Harbour Front Literaturfestival mit Verena Keßler und Daniel Mellem am Freitag, 11. September im Nochtspeicher

12. Harbour Front Literaturfestival
Nochtspeicher
Freitag, 11.09.2020 19.00 Uhr

Bernhard-Nocht-Str. 69, Hamburg
Eintritt: 15 Euro

In den insgesamt vier Debütantensalons bewerben sich acht Autorinnen und Autoren um den mit 10.000 Euro dotierten Klaus-Michael Kühne-Preis, der am 20. September im „The Fontenay“ vergeben wird. Am 2. Abend stellen Verena Keßler und Daniel Mellem ihre Debütromane vor. Dora Heldt moderiert.

Verena Keßler erzählt in ihrem Debütroman Die Gespenster von Demmin von Larry – die lebt in einer Stadt mit besonderer Vergangenheit: Ende des Zweiten Weltkriegs fand hier der größte Massensuizid der deutschen Geschichte statt. Für Larry ist ihre Heimatstadt aber vor allem eins: langweilig. Sie will so schnell wie möglich raus in die Welt und Kriegsreporterin werden – doch auch sie entkommt den Gespenstern nicht, die ihre Umgebung nachhaltig heimsuchen. Während Larry mit den Unzumutbarkeiten des Erwachsenwerdens kämpft, steht einer alten Frau der Umzug ins Seniorenheim bevor.

Mit Leichtigkeit und Witz erzählt Verena Keßler von Trauer und Einsamkeit, von Freundschaft und der ersten Liebe. Ein Roman über die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und die Möglichkeit, sie zu überwinden.

Verena Keßler, geboren 1988 in Hamburg, lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. 2018 nahm sie an der Romanwerkstatt Kölner Schmiede teil, 2019 an der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung. Sie war Stipendiatin des 23. Klagenfurter Literaturkurses.

Die Gespenster von Demmin von Verena Keßler ist bei Hanser Berlin erschienen.

Im Mittelpunkt von Daniel Mellems Roman Die Erfindung des Countdowns steht die Geschichte von Hermann Oberth – den hat es tatsächlich gegeben: 1920 zieht es den aufgeweckten jungen Mann von Siebenbürgen nach Göttingen, um Physik zu studieren – die spannendste Wissenschaft der Zeit. Hermann will den Menschheitstraum von der Mondrakete verwirklichen. Als der Durchbruch nah ist, weisen seine Professoren ihn ab. Einer allerdings glaubt an ihn: Wernher von Braun, Mitglied der SS. Doch statt der Mondrakete soll Hermann für die Nazis die V2 mitentwickeln.

Daniel Mellem, geboren 1987, lebt in Hamburg. Sein Studium der Physik schloss er mit einer Promotion ab, bevor er sich am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig der Arbeit an seinem ersten Roman widmete. Für Die Erfindung des Countdowns wurde er bereits mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur und dem Hamburger Literaturförderpreis ausgezeichnet.

Die Erfindung des Countdowns von Daniel Mellem ist bei dtv erschienen.
(JK 07/20)


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