Einen Klassiker hat der Unionsverlag neu aufgelegt:
Richard Masons Roman Suzie Wong.
Gelangweilt vom Dünkel seiner englischen Landsleute,
bezieht der Maler Robert Lomax ein Zimmer in einem chinesischen Hotel direkt am
Hafenkai Hongkongs. Ganz nah am Puls dieser exotischen Metropole will er sein.
Hier ist er der Einzige, der für sein Zimmer eine Monatsmiete statt einen
Stundentarif bezahlt. Den Barmädchen ist er kein Kunde, sondern schon bald ein
Freund und Vertrauter. Für die temperamentvolle Suzie Wong empfindet Robert
mehr. Doch es sind nicht nur gesellschaftliche Hürden, die er überwinden muss,
bis er das Herz eines Mädchens erobern kann, das sich mit käuflicher Liebe
seinen Lebensunterhalt verdient.
Es ist das Fremde, das Exotische, das auf die
koloniale englische Kultur und Lebensweise prallt. Richard Masons Roman führt
dies auf eindrucksvolle Weise vor. Die Chinesin als faszinierende Unbekannte,
die man nie wirklich kennt und doch aufopfernd liebt und ihre Liebe bis zum
Schluss schützt. Es ist sehr erfreulich, dass der Unionsverlag beginnt,
Klassiker in einer schönen Softcover-Aufmachung wieder neu aufzulegen.
Richard Mason, geboren 1919 und verstorben 1997
arbeitete bei einem Film-Magazin und später beim British Council. Im Zweiten
Weltkrieg wurde er in Birma und Malaysia eingesetzt. 1957 entstand The World of Suzie Wong.
Suzie Wong von Richard
Mason ist im Unionsverlag erschienen.
(JK 11/11)

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