Taavi Soininvaara: Schwarz (Aufbau Verlag)


Mit dem Krimi Schwarz, der im Aufbau Verlag als Taschenbuch erschienen ist, startet eine vier Bände umfassende Serie des finnischen Autors Taavi Soininvaara um den Ermittler Leo Kara, die in Finnland ihren Siegeszug feiert.

Wo immer Leo Kara aufkreuzt, bringt er laufende Ermittlungen durcheinander und macht sich Feinde – nicht zuletzt bei der finnischen Kriminalpolizei und ihrem Chef. Nur in Kati Soisalo, früher Chefjuristin einer finnischen Rüstungsfirma, findet er eine Verbündete. Als bei einem Raketenanschlag auf das UN-Hauptquartier in Nairobi unzählige Menschen ums Leben kommen, ermittelt Kara gemeinsam mit Kati. Da wird der UN ein Ultimatum gestellt: IWF und Weltbank sollen die Schulden der 50 ärmsten Länder erlassen und ihnen neue Kredite gewähren, sonst folgen weitere Anschläge.

Der Held Leo Kara ist wie so oft in skandinavischen Krimis ein Einzelgänger mit kompliziertem sozialen Umfeld. Das macht die Figur auf den ersten Blick schwer zugänglich und nur bedingt sympathisch. Der Leser fungiert als Beobachter, was gleichzeitig eine Distanz aufbaut. Doch mit Leo Kara hat Taava Soininvaara eine interessante und komplexe Figur geschaffen, die viel Entwicklungspotential enthält. Die Story an sich hat Soininvaara gekonnt spannend ausgestaltet mit vielen unerwarteten Irrungen und Wendungen.

Taavi Soininvaara ist der erfolgreichste Krimiautor Finnlands. Er wurde 1966 in finnischen Imatra geboren. Zunächst studierte Soininvaara Rechtswissenschaft und arbeitete anschließend als Chefanwalt für verschiedene finnische Unternehmen. Seit 1997 schrieb er nebenberuflich Krimis und veröffentlichte 2000 seinen ersten Roman. Dieser wurde ein so großer Erfolg, dass Soininvaara sich 2001 von allen beruflichen Verpflichtungen befreien ließ, um sich vollständig dem Schreiben widmen zu können. In Deutschland ist Taavi Soininvaara vor allem durch seine Geschichten um den SUPO-Ermittler Arto Ratamo bekannt geworden.

Schwarz von Taavi Soininvaara ist im Aufbau Verlag als Taschenbuch erschienen.
(JK 12/11)

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