Ein neuer Krimi aus der Annika Bengtzon-Reihe von
Liza Marklund ist bei Ullstein mit dem Titel Weißer Tod erschienen.
In einer Schneewehe liegt eine blasse schöne Frau.
Sie ist nicht die Erste, die in den vergangenen Monaten in einem Stockholmer
Vorort erstochen wurde. Journalistin Annika Bengtzon glaubt nicht an einen
Serienmörder und beginnt zu recherchieren. Plötzlich bricht eine Katastrophe
über sie herein: Ihr Mann Thomas ist in Afrika entführt worden. Er ist derzeit
in Nairobi mit einer internationalen politischen Delegation. Nach und nach
exekutieren die Geiselnehmer die Mitglieder der Gruppe. Annika reist sofort
dorthin und versucht mit allen Mitteln, ihren Mann zu retten.
In Schweden wird unter der Hand getuschelt, dass
manche schwedische Literaturkritiker die Qualität der Annika Bengtzon Romane
von Liza Marklund anhand der Menge von Körperflüssigkeit bemessen, die die
Heldin im Verlauf des Romans von sich gibt, seien es Tränen oder Magensaft. Im
neuen Krimi muss der Leser diesmal lange lesen, bis Annika Fettucini und
frische Tomaten nicht richtig verträgt. Hielte man sich an diese Faustregel,
dann dürfte dieser Fall dieses Mal nicht zu den stärkeren der Reihe zählen. Und
in der Tat ist der Fall zwar handwerklich gut geschrieben, hält sich an die
Konventionen eines Thrillers, ist spannend, aber auch sehr vorhersehbar und
ohne überraschende Wendungen. Liza Marklund hat in diesem Krimi nichts
Außergewöhnliches gewagt und dennoch muss man festhalten, dass auch der elfte
Fall für Annika Bengtzon gute Unterhaltung liefert.
Liza Marklund, geboren 1962 in Piteå, arbeitete als
Journalistin für verschiedene Zeitungen und
Fernsehsender, bevor sie mit der Krimiserie um Annika Bengtzon
international eine gefeierte Bestsellerautorin wurde.
Weißer Tod von Liza
Marklund ist bei Ullstein erschienen.
(JK 06/12)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen