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Richard Stark: Das große Gold (dtv)


Bei dtv ist mit Das große Gold ein weiterer Krimi von Richard Stark aus der Parker-Reihe als Taschenbuch erschienen.

Parker muss bei einem Plan mitmachen, der ihm von Anfang an missfällt, obwohl er todsicher scheint. Seine Gefängniskumpane brechen mit seiner Hilfe bei einem Juweliergroßhändler ein und holen sich die Klunker, doch auf dem Rückweg kommen nur noch drei von ihnen knapp davon. Vor dem einzigen Ausgang aus dem Warenlager wird bald die Polizei aufkreuzen, und Parker muss für die Flucht seinen ganzen Scharfsinn aufbieten. Dann begeht aber ausgerechnet Brenda, Ganovenbraut und eigentlich Profi, eine Dummheit.

Mit dem Thriller Fragen Sie den Papagei wurde 2008 das Comeback des faszinierend coolen Helden Parker eingeleitet. Viele Parker-Romane wurden in den USA verfilmt, darunter Point Blank  mit Lee Marvin in der Hauptrolle. Richard Stark gilt als ein Großmeister des Genres, wobei dies sein Pseudonym für die dunkle Facette seines Schaffens ist. Erstaunlich bei diesem Autor, der pro Jahr ein Buch unter Pseudonym und ein weiteres unter seinem richtigen Namen Donald Westlake veröffentlicht, dass er sich nie wiederholt und seine Leser ebenso wenig enttäuscht. Immer wieder schafft er neue, innovative Variationen von etablierten Themen oder schafft neues im Genre mit Plots, von denen man glaubte, sie haben sich schon vor langer Zeit erschöpft. So ist auch Das große Gold hervorragend geschrieben. Sein Trick in diesem Buch ist, dass man es in vier Abschnitte einteilen kann. In jedem Abschnitt nimmt sich Stark eine Nebenfigur und leuchtet diese aus, ohne dass Parker dabei in den Hintergrund gedrängt wird. Das unterstreicht einmal mehr seine hohe Kunst des Schreibens.

Richard Stark ist ein Pseudonym des amerikanischen Schriftstellers Donald E. Westlake, der von 1933 bis 2008 lebte. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. dreimal den berühmten Edgar Award, und wurde von den Mystery Writers of America zum Grand Master ernannt. Für Fragen Sie den Papagei erhielt Richard Stark den Deutschen Krimipreis 2009, stellvertretend für sein Gesamtwerk.

Das große Gold von Richard Stark ist bei dtv erschienen.
(JK 03/12)

Richard Stark: Das Geld war schmutzig (Zsolnay)

Richard Starks Parker Krimis erfreuen sich einer großen Fangemeinde und der Zsolnay Verlag kümmert sich um die Herausgabe im deutschsprachigen Raum. Nun ist Das Geld war schmutzig erschienen.

Als Touristen getarnt, die den herbstlichen Laubwald Neuenglands bewundern, logieren Parker und seine Freundin in einer Pension in der Nähe der verlassenen Kirche, wo die bei einem Banküberfall erbeuteten Millionen versteckt sind. Aber in der Zwischenzeit ist Dalesia, einer von Parkers Kumpeln, ausgebrochen, es wimmelt in der Gegend von Polizisten, Parkers Konterfei hängt überall aus, und eine Kopfgeldjägerin möchte sich ihre Prämie verdienen. Mit einem riskanten Plan kommen sie an die Beute und ziehen vor den Augen der Polizei mit dem Geld ab, jetzt getarnt als Mitglieder einer obskuren „Erlöserkirche“. Aber dann tritt eine andere Bande auf den Plan und will ihnen die Beute abnehmen.

Das Geld war schmutzig ist Parkers letzter Auftritt nach 24 Bänden. Es ist wieder die Kette unvorhergesehener Ereignisse, die die Spannung in den Parker Krimis heraufbeschwören. Kalt und abgeklärt erledigt Parker seine Aufgabe. Und im letzten Band gibt es auch kein Happy End. Richard Stark beschreibt mit einer gehörigen Portion galligen schwarzen Humor den coolen faszinierenden Helden.

Richard Stark ist eines der zahreichen Pseudonyme des Schriftstellers Donald E. Westlake gewesen. Er wird 1933 als Sohn irischstämmiger Eltern in Brooklyn geboren. Bereits 1962 betritt Parker die Bühne, der beinharte Berufskriminelle, finsterer Held zahlreicher weiterer Romane, die Westlake unter dem Pseudonym Richard (wegen Richard Widmark) Stark (wegen „stark“) veröffentlicht. 1967 wird The Hunter vom Meisterregisseur John Boorman unter dem Titel Point Blank verfilmt. Lee Marvin und die fabelhafte Angie Dickinson spielen in einem Thriller, der zu den Klassikern des Genres zählt. Jahrzehnte später wird Mel Gibson in einem unter dem Titel Payback verfilmten Remake den Bösewicht Parker spielen. Für sein Drehbuch zum Film The Grifters von Stephen Frears (nach Jim Thompson) wurde er für den Oscar nominiert. Sein Drehbuch zu Patricia Highsmith’ Ripley Under Ground wurde zwar verfilmt, aber er erklärt, den Film nie gesehen zu haben. Richard Stark alias Donald E. Westlake ist am 31. Dezember 2008 im Alter von 75 Jahren in Mexiko gestorben.

Das Geld war schmutzig von Richard Stark ist bei Zsolnay erschienen.
(JK 11/09)

Richard Stark: Keiner rennt für immer (Zsolnay)

Parker ist wieder da! Keiner rennt für immer heißt der Thriller von Richard Stark, der bei Zsolnay erschienen ist.

Bankenfusion in der Kleinstadt. Parker erfährt davon von einem Vertrauensmann, dem allerdings nicht wirklich zu trauen ist. Komplizierter wird die Sache noch dadurch, dass die Frau des Bankdirektors ein Techtelmechtel mit dem Tippgeber hat. Außerdem sucht ein Kopfgeldjäger nach dem Spitzel, den Parker verschwinden lassen musste, noch bevor das Unternehmen überhaupt startete. Jeder will an das Geld, aber keiner hält sich an die Abmachungen, so dass der Aktionsplan für den Überfall ständig korrigiert werden muss - ein schwieriger Job für Parker, der für Präzision berüchtigt ist, aber auch dafür, dass er keine Kumpel kennt und kein Erbarmen mit Pfuschern. Nach Parkers glorreichem Comeback mit Fragen Sie den Papagei ist dies der zweite Thriller, der den faszinierend coolen Helden in Hochform zeigt. Viele Parker-Romane wurden in den USA verfilmt, darunter Point Blank mit Lee Marvin in der Hauptrolle.

Richard Stark ist eines der zahreichen Pseudonyme des Schriftstellers Donald E. Westlake gewesen. Er wird 1933 als Sohn irischstämmiger Eltern in Brooklyn geboren, wächst in Yonkers und Albany am Hudson River auf und geht im Staat New York auf drei verschiedene Colleges. Von 1954 bis 1956 dient er in der United States Air Force, wo er nach eigener Aussage sehr wenig lernt, außer ein paar Wörtern Deutsch. Erste Kurzgeschichten schreibt er schon 1953, sie werden an Science-Fiction- und Mysterymagazine verkauft. 1958 zieht er nach New York. 1960 erscheint Westlakes erster 'richtiger' Roman The Mercenaries (dt. Das Gangstersyndikat). Bereits 1962 betritt Parker die Bühne, der beinharte Berufskriminelle, finsterer Held zahlreicher weiterer Romane, die Westlake unter dem Pseudonym Richard (wegen Richard Widmark) Stark (wegen »stark«) veröffentlicht. 1967 wird The Hunter vom Meisterregisseur John Boorman unter dem Titel Point Blank verfilmt. Lee Marvin und die fabelhafte Angie Dickinson spielen in einem Thriller, der zu den Klassikern des Genres zählt. Jahrzehnte später wird Mel Gibson in einem unter dem Titel Payback verfilmten Remake den Bösewicht Parker spielen.

Neben den Parker-Romanen schrieb Westlake unter eigenem Namen eine Serie komischer Krimis mit dem erfolglosen Ganoven John Archibald Dortmunder und meisterte mühelos den Spagat zwischen knallharter Action und witzigem Slapstick. Außerdem schrieb er Western, phantastische Geschichten, Science-Fiction, eine ganze Reihe weiterer Krimis unter weiteren Pseudonymen und sogar eine Biographie Elizabeth Taylors. Westlake hat zahlreiche Preise erhalten, u.a. dreimal den berühmten Edgar Award, und wurde von den Mystery Writers of America zum Grand Master ernannt. Für sein Drehbuch zum Film The Grifters von Stephen Frears (nach Jim Thompson) wurde er für den Oscar nominiert. Sein Drehbuch zu Patricia Highsmith’ Ripley Under Ground wurde zwar verfilmt, aber er erklärt, den Film nie gesehen zu haben. Mehrere seiner Krimis wurden verfilmt, u.a. von Costa-Gavras.

Donald E. Westlake ist am 31. Dezember 2008 im Alter von 75 Jahren in Mexiko gestorben.

Keiner rennt für immer von Richard Stark ist bei Zsolnay erschienen.
(JK 04/09)

Richard Stark zu Gast beim Internationalen Krimifestival

Buchhandlung Heymann

Samstag, 08.11.2008 20.30 Uhr

Osterstraße 134

Im Rahmen des Internationalen Krimifestivals liest der amerikanische Kultautor Richard Stark – alias Donald E. Westlake – aus seinem Parker-Krimi Fragen Sie den Papagei, der im Paul Zsolnay Verlag erschienen ist. Moderation und Übersetzung übernimmt Susanne Weingarten; den deutschen Text liest Andreas Hoppe.

Kennen Sie Parker? Parker ist ein harter, wortkarger und ziemlich unmoralischer Berufskrimineller. Er ist nach einem Banküberfall auf der Flucht, verfolgt von einer Meute Polizisten mit Spürhunden. Reiner Zufall, dass er auf Tom Lindahl stößt, einen Außenseiter mit Papagei, der ihm eine Fluchtmöglichkeit und ein Dach über dem Kopf bietet. In dem tristen kleinen Ort in Massachusetts schmieden die beiden einen nicht ungefährlichen Plan, und jeder, der diesem in die Quere kommt, scheitert an Parkers Skrupellosigkeit. Parker ist „der hartgesottenste unter den Hartgesottenen, ein wahrhaft furchterregender Typ“, urteilt The Guardian. Mit diesem Thriller beginnt der Zsolnay Verlag die Wiederentdeckung des Autors Richard Stark.

Und wer ist Richard Stark? Eines der zahlreichen Pseudonyme des Schriftstellers Donald E. Westlake, Grand Master der Mystery Writers of America, dreifacher Edgar Award-Preisträger, zweimal ausgezeichnet mit dem Prix Mystère de la critique. Geboren 1933 in Brooklyn, diente 1954 bis 1956 in der United States Air Force, wo er nach eigener Aussage sehr wenig lernte - außer ein paar Brocken Deutsch. Heute lebt Donald Westlake mit seiner Frau bei New York und schreibt als ungemein produktiver Autor unter verschiedenen Pseudonymen. Neben den Parker-Romanen erscheinen unter seinem eigenen Namen eine Serie komischer Krimis mit dem erfolglosen Ganoven John Archibald Dortmunder, die, lt. The Guardian, zu den witzigsten Kriminalromanen gehören, die je geschrieben wurden.

Fragen Sie den Papagei von Richard Stark ist bei Zsolnay erschienen.
(JK 01/11/08)