Im Debütroman Tödlicher
Applaus des norwegischen Autors Øystein Wiik geht es um einen Mord in der Osloer
Oper.
Opernjournalist Tom Hartmann wird Zeuge, wie der
weltberühmte Tenor James Medina während der Hinrichtungsszene in der Oper Tosca Opfer eines echten Anschlags wird.
Der anschließende Tumult im Opernhaus verwandelt sich schnell in ein
Flammeninferno, aus dem sich Hartmann schwer verletzt retten kann. Kurze Zeit
später erhält er von Medinas Agenten den Auftrag, einen umfangreichen Nachruf
auf den Tenor zu verfassen. Bei seinen Recherchen gerät Tom zufällig auf die
Spur des Killers, der einen weiteren Mord begangen und die Tat so arrangiert
hat, dass der Verdacht auf Tom fällt. Das bringt diesen nicht nur in akute
Beweisnot, sondern auch in höchste Lebensgefahr.
Øystein Wiik lässt in seinem Debütkrimi sein
Publikum lange zappeln. Er baut die Handlung geschickt so auf, dass für den
Leser viele Dinge bis zum Schluss nicht vorhersehbar sind und er immer wieder
überrascht wird. Das erzeugt eine knisternde Spannung, weil man als Leser immer
weiter lesen muss, um die Dinge im Dunkeln ergründen zu können. Am Ende wird
der Leser belohnt, alles bezieht seinen Sinn und der Autor gibt eine plausible
Aufklärung. Nichts würde mehr ärgern, wenn man über viele Seiten hinweg miträt
und spekuliert und am Ende eine Lösung aufgetischt bekommt, die an den Haaren
herbeigezogen ist. Das ist definitiv in Øystein Wiiks Debütkrimi Tödlicher Applaus nicht der Fall. Als
Leser genießt man die Spannung beim Lesen und die Genugtuung am Ende, einen
sehr guten Krimi gelesen zu haben. Insgesamt macht das Buch Lust auf mehr von
diesem neuen norwegischen Autor.
Øystein Wiik 1956 geboren, ist Operntenor,
Schauspieler und Komponist. Als Sänger und Schauspieler trat er in zahlreichen
Musiktheater-, Film- und Fernsehproduktionen auf und hat an mehreren
CD-Einspielungen mitgewirkt. Er lebt in Oslo. Tödlicher Applaus ist sein Debüt als Krimiautor, derzeit schreibt
er an seinem zweiten Kriminalroman.
Tödlicher Applaus von Øystein Wiik ist bei dtv erschienen.
(JK 06/11)

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