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Ilija Trojanow liest beim 7. Harbour Front Literaturfestival

7. Harbour Front Literaturfestival
Cap San Diego
Donnerstag, 10.09.2015   21.00 Uhr 
Überseebrücke, 20459 Hamburg
Eintritt: 13  Euro

Ein schwindelerregender Blick in den Abgrund zwischen Macht und Widerstand: Ilija Trojanow liest aus seinem Roman Macht und Widerstand, der bei S. Fischer erschienen ist. Ijoma Mangold moderiert.

Konstantin ist Widerstandskämpfer. Einer, der schon in der Schulzeit der bulgarischen Staatssicherheit auffällt und ihrem Griff nicht mehr entkommt. Metodi ist Offizier, Opportunist und Karrierist, ein Repräsentant des Apparats. Sie sind in einen Kampf um Leben und Gedächtnis verstrickt, der über ein halbes Jahrhundert andauert.

Ilija Trojanow entfaltet ein breites zeitgeschichtliches Panorama von exemplarischer Gültigkeit. Eine Fülle  einzelner Momente aus wahren Geschichten, die Trojanow seit den Neunzigerjahren in Gesprächen mit Zeitzeugen gesammelt hat, verdichtet er zu einer spannenden Schicksalserzählung von menschlicher Würde und  Niedertracht. Macht und Widerstand ist bewegende  Erinnerungsarbeit, ein Roman, wie man ihn in seiner  Entschiedenheit und  poetischen Kraft lange nicht gelesen hat.

Ilija Trojanows Bücher wurden mit zahlreichen  Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. 2006 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse für "Der Weltensammler" und 2009 mit dem Preis der Literaturhäuser.

Macht und Widerstand von Ilija Trojanow ist bei S. Fischer erschienen. 
(JK 09/15)

Ilija Trojanow liest am Mittwoch, 5. Februar, im Thalia Theater



Thalia Theater
Mittwoch, 05.02.2014   20.00 Uhr
Alstertor 1, 20095 Hamburg
Eintritt: 9 – 20 Euro

Wo Orpheus begraben liegt: Lesung mit Ilija Trojanow. Den Abend moderiert Joachim Lux.

Ilija Trojanow, der mit seinem Roman Weltensammler 2006 das ganz große Lesepublikum in Deutschland erreichte, präsentiert sein im Herbst neu erschienenes Buch Wo Orpheus begraben liegt über seine „Reise in eine fremde Welt ungeahnter Kontraste und bezaubernder Geschichten“, wie der Hanser Verlag verspricht. Ilija Trojanow und Christian Muhrbeck sind jahrelang durch Bulgarien gereist, um die Facetten des Lebens dort zu erkunden, zwischen archaischer Kultur, Postsozialismus und den Spannungen der jüngsten Vergangenheit. Entstanden sind Fotografien, die jenseits aller Klischees den Alltag am Rand Europas festhalten und Erzählungen, die zwischen Reportage und Poesie schweben, und einen Einblick in eine Region bieten, die bisher weitgehend verborgen blieb, auch wenn sie Teil des gemeinsamen Europa ist.

Ilija Trojanow, 1965 in Sofia geboren, lebte in Nairobi, München, Mumbai und Kapstadt. Heute wohnt er in Wien. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2007 mit dem Berliner Literaturpreis.

Wo Orpheus begraben liegt von Ilija Trojanow ist bei Hanser erschienen. 
(JK 02/14)

Vladimir Zarev: Feuerköpfe (Deuticke)


Mit Feuerköpfe ist im Deuticke Verlag der zweite Band der Weltschev-Trilogie des bulgarischen Autors Vladimir Zarev erschienen.

Frühjahr 1946: Bulgarien ist Volksrepublik geworden. Wer mit den Deutschen paktiert und sich nicht rechtzeitig vor dem Einmarsch der Russen in Sicherheit gebracht hat, wird gefoltert. Agitatoren ziehen über die Dörfer und verteilen Broschüren über das neue Leben. Einer davon ist Krum Marijkin. Schwer zu sagen, was zäher ist: seine Muskeln oder sein Wille, die Menschen zum wahren Glauben, dem an den Sozialismus, zu bekehren. Auch sein Cousin, der ehemalige Untergrundkämpfer Weltschev, bekommt eine Karrierechance – doch er ist letztlich nicht skrupellos genug, um sie zu nützen.

Im zweiten Band seiner großen Trilogie erzählt Zarev, Schriftsteller aus Bulgarien, von einem System, in dem die Ideologie alles beherrscht, und von der Unmöglichkeit, damit in Würde zu leben.

Vladimir Zarevs Roman strotzt von Sprachwitz. Immer wieder entwirft er absonderliche und derbe Szenen, mit denen er auf den Grund seines Buches gelangt: der Widerspruch zwischen der Moral und Politik, zwischen der Gesellschaft und dem Einzelnen. Mit seinen prallen Bildern unterhält Zarevs Roman und bringt somit eine vergangene Zeit noch einmal zum Vorschein, in einem Land, das uns nicht besonders geläufig ist.

Vladimir Zarev, geboren 1947 in Sofia, ist Autor von insgesamt fünfzehn Romanen, Erzählbänden und Sachbüchern. 2009 erschien als erster Teil der Weltschev-Trilogie der Roman Familienbrand.

Feuerköpfe von Vladimir Zarev ist bei Deuticke erschienen.
(JK 11/11)

Silvena Rowe: Kulinarisches Osteuropa (Collection Rolf Heyne)

Wer kennt sie nicht, die klassischen osteuropäischen Rezepte wie Blini und Boeuf Stroganoff? Oder den etwas einfacheren, auch bei uns in Deutschland sehr beliebten Borschtsch? Doch unsere Nachbarländer im Osten haben kulinarisch noch Einiges mehr zu bieten. Die passionierte Köchin Silvena Rowe stellt in ihrem Kochbuch Kulinarisches Osteuropa, das bei Collection Rolf Heyne erscihenen ist. Rezepte aus ihrer Heimat Bulgarien und weitere Gerichte aus Russland, Polen, Tschechien, Ungarn, der Ukraine und Georgien vor. Die Länderküchen zeigen sich einerseits rustikal und bodenständig, sind andererseits aber durchzogen von mediterranen, französischen und asiatischen Einflüssen, was den Rezepten häufig eine unerwartet leichte und frische Note verleiht. Den Rezepten stellt Silvena Rowe ein paar kurze Zeilen zur Geschichte des jeweiligen Gerichts voran und würzt viele ihrer Beiträge mit unterhaltsamen Anekdoten. Das macht dieses Kochbuch nicht nur zu einer Sammlung von 160 abwechslungsreichen Rezepten, sondern auch zu einem Vermittler von osteuropäischer Esskultur und Kochmentalität.

Silvena Rowe stammt ursprünglich aus Bulgarien und lebt heute in London, wo sie seit zwanzig Jahren als Köchin, kulinarische Beraterin und Autorin für verschiedene Foodmagazine arbeitet. Ihre Liebe zur osteuropäischen Küche, die sie schon als Kind schätzen gelernt hat, vermittelt sie zudem in ihren Artikeln und Fernsehbeiträgen.

Kulinairsches Osteuropa von Silvena Rowe ist bei Collection Rolf Heyne erschienen.
(JK 06/09)