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Katerina Poladjan liest im abc Buchhaus Hoheluft am Donnerstag, 20. Februar

abc Buchhaus Hoheluft
Donnerstag, 20.02.2020 19.30 Uhr

Hoheluftchaussee 60, Hamburg

Katerina Poladjan liest aus ihrem neuen Roman Hier sind Löwen, der bei S. Fischer erschienen ist.

„Dikranian. Abovyan. Petrosian. Mazavian. Mein Nachname war plötzlich in phonetischer Gesellschaft. Bisher hatte ich ihn getragen wie ein unpassendes Kleidungsstück, wie einen verbeulten Hut, den ich auch zum Essen nicht abnahm.“

1915: Die alte Bibel einer armenischen Familie an der Schwarzmeerküste ist das Einzige, was den Geschwistern Anahid und Hrant auf ihrer Flucht bleibt. Hundert Jahre später in Jerewan wird der Restauratorin Helen eine Bibel anvertraut. „Hrant will nicht aufwachen“, hat jemand an den Rand einer Seite gekritzelt. Helen taucht ein in die Rätsel des alten Buches, in das moderne Armenien und in eine Geschichte vom Exil, vom Verlorengehen und vom Schmerz, der Generationen später noch nachhallt. Und sie bricht auf zu einer Reise an die Schwarzmeerküste und zur anderen Seite des Ararat.

Katerina Poladjan wurde in Moskau geboren, wuchs in Rom und Wien auf und lebt in Deutschland. Sie schreibt Theatertexte und Essays, auf ihr Prosadebüt In einer Nacht, woanders folgte Vielleicht Marseille und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht Hinter Sibirien. Sie war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert wie auch für den European Prize of Literature und nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. Für Hier sind Löwen erhielt sie Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und von der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.

Hier sind Löwen von Katerina Poladjan ist bei S. Fischer erschienen.
(JK 02/20)

Nuran David Calis zu Gast beim Harbour Front Literaturfestival

Harbour Front Literaturfestival 2011
Cap San Diego
Freitag, 20.9.2011   21.00 Uhr
Überseebrücke
Preis: 12,00 €

Nuran David Calis liest aus seinem ersten Roman Der Mond ist unsere Sonne, der bei S. Fischer erschienen ist. Hubert Spiegel moderiert.

Nuran David Calis ist unter den jungen Theaterregisseuren ein besonders gefeiertes Talent. Seine Stücke, die unter anderem am Hamburger Thalia Theater aufgeführt wurden, bringen das Lebensgefühl der Straße auf die Bühne. Das Besondere daran: Da, wo Nuran David Calis herkommt, gilt Theater als „schwul“, so die Süddeutsche Zeitung.

Calis, der armenisch-jüdischer Abstammung ist, wurde in einer Sozialbausiedlung im Nordosten von Bielefeld geboren, wo das Straßenbild von Jugendgangs dominiert war. Boxen, HipHop und ein Job als Türsteher prägten sein Leben vor dem Theater. Dann der Radikalschnitt: der Umzug nach München und die Entscheidung, Regie zu studieren. Beim Harbour Front Literaturfestival stellt Nuran Calis seinen ersten Roman Der Mond ist unsere Sonne vor – eine Geschichte von wütender Sehnsucht, von Aufgeben und Aufbruch, so wie sie nur Calis selber schreiben kann.

Alen schmeißt nach dem Tod seines Vaters die Schule und arbeitet als Türsteher. Er träumt von Geld, Partys in St. Tropez und einer eigenen Bar in Genua. Als sein Cousin hinter seinem Rücken Geschäfte macht, wird aus Freundschaft Misstrauen, Verrat und Gewalt. Sein Mädchen, Flo, verlässt die Stadt. Alen bleibt zurück als Zombie, als Schattenwesen, zwischen Nacht und Tag, Vergangenheit und Gegenwart. Bis sein Onkel ihm die Geschichte ihrer Familie erzählt, von dem Schatz, der im Land ihrer Vorfahren vergraben liegt. Und Alen macht sich auf in die fremde Heimat, nach Armenien. Mit authentischer, wilder Stimme erzählt Nuran David Calis von wütender Sehnsucht, von Aufgeben und Aufbruch.

Der Mond ist unsere Sonne von Nuran David Calis ist bei S. Fischer erschienen.