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Olga Grjasnowa bei der Langen Nacht der Literatur 2017

Buchhandlung Boysen + Mauke im JohannisContor
Samstag, 02.09.2017  19.30 Uhr
Große Johannisstraße 19, Hamburg
Eintritt: 8 Euro

Lange Nacht der Literatur 2017

Olga Grjasnowa liest aus ihrem Buch Gott ist nicht schüchtern, das bei Aufbau erschienen ist. Es moderiert Alexander Solloch von NDR Kultur.

Amal und Hammoudi sind jung, priveligiert und aufstrebend. Als die syrische Revolution ausbricht, feiert Amal ihre ersten Erfolge als Schauspielerin. Zwei Jahre später wird sie im Ozean treiben, weil das Frachtschiff, auf dem sie nach Europa geschmuggelt werden sollte, untergegangen ist. Hammoudi hat gerade sein Medizinstudium beendet und eine Stelle im besten Krankenhaus von Paris bekommen. Noch weiß er nicht, dass er schon bald mit Wildfremden auf einem winzigen Schlauchboot hocken wird. In Berlin werden sich Amal und Hammoudi begegnen: Zwei Menschen, die alles verloren haben und nun von vorn anfangen müssen. Eindringlich und poetisch konfrontiert uns Olga Grjasnowa mit einem ebenso erschütternden wie brandaktuellen Stück Zeitgeschichte.

Olga Grjasnowa wurde 1984 in Baku, Aserbaidschan, geboren. Längere Auslandsaufenthalte führten sie nach Polen, Russland, Israel und Türkei. Für ihren vielbeachteten Debütroman Der Russe ist einer, der Birken liebt wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2014 Die juristische Unschärfe einer Ehe. Beide Romane wurden für die Bühne dramatisiert. Olga Grjasnowa lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Boysen + Mauke ist ein Zusammenschluss zweier Traditionsbuchhandlungen, die 1867 und 1796 gegründet wurden. Neben juristischen Fachinformationen und -veranstaltungen steht die Buchhandlung für ausgewählte Belletristik.

Gott ist nicht schüchtern von Olga Grjasnowa ist bei Aufbau erschienen.
(JK 08/17)

Olga Grjasnowa am Donnerstag, 22. März, im Literaturhaus


Literaturhaus
Donnerstag, 22.03.2012  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Eintritt: 4 -8 Euro.

Olga Grjasnowa liest aus ihrem Roman Der Russe ist einer, der Birken liebt, der bei Hanser erschienen ist. Wiebke Porombka von der Frankfurter Allgemeine moderiert.

Ein Debüt, wie man es nicht alle Tage erlebt: „bissig, tragisch, kosmopolitisch“ urteilt Die Welt. Geschrieben von der 1984 (wie Tofik Bachramow) im aserbaidschanischen Baku geborenen Olga Grjasnowa, die im Kaukasus aufwuchs, das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig besuchte und heute Tanzwissenschaften in Berlin studiert. Und eben den Roman Der Russe ist einer, der Birken liebt geschrieben hat.

Dessen Protagonistin Mascha ist jung und eigenwillig, sie ist Aserbaidschanerin, Jüdin und, wenn nötig, auch Türkin und Französin. Als Immigrantin musste sie in Deutschland früh die Erfahrung der Sprachlosigkeit machen. Nun spricht sie fünf Sprachen fließend und ein paar weitere so »wie die Ballermann-Touristen Deutsch«. Sie plant gerade ihre Karriere bei der UNO, als ihr Freund Elias schwer krank wird. Verzweifelt flieht sie nach Israel und wird schließlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Mal komisch, mal tragisch und immer mit einem bemerkenswerten Sinn für das Wesentliche erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat. Einer Generation voller „schöner, verrückter, kaputter Menschen mit komplizierten Lebens- und Abstammungsgeschichten“, schwärmt Die Welt.

Und weil dieser Roman so unverwechselbar ist, haben sich gleich nach dem Erscheinen seine Qualitäten auch schon im befreundeten Ausland, in Österreich, herumgesprochen, wo der Kurier schreibt: „Olga Grjasnowa ist besonders eindrucksvoll, wenn ihre Wörter emotionslos Augenblicke aus dem Leben schneiden. Überzeugen Sie sich selbst. Wiebke Porombka, Frankfurter Allgemeine, moderiert.

Der Russe ist einer, der Birken liebt von Olga Grjasnowa ist bei Hanser erschienen. 
(JK 03/12)