(JK 09/18)
Books@Transglobal ist die Literatursendung im Rahmen von Radio Transglobal beim Hamburger Stadtsender TIDE 96.0. Hier können Veranstaltungshinweise sowie die einzelnen Buchbesprechungen nachgelesen werden, die bei Radio Transglobal gesendet bzw. von der Redaktion bearbeitet wurden. Books@Transglobal sendet an jedem vierten Montag des Monats um 18 Uhr ein ausschließlich der Literatur gewidmetes Programm.
Péter Nádas im Literaturhaus am Dienstag, 25. September
(JK 09/18)
Abschied von wichtigen literarischen Stimmen: Péter Esterházy (*14.04.1950 †14.07.2016)
Abschied von wichtigen literarischen Stimmen: Literaturnobelpreisträger Imre Kertesz (*09.11.1929 †31.03.2016)
Péter Gárdos liest im Abaton Kino am Dienstag, 27. Oktober
Péter Esterházy kommt ins Literaturhaus am Donnerstag, 19. März
Terézia Mora kommt am Mittwoch, 4. September, ins Literaturhaus
Sándor Márai: Die Schwester (Piper)
Péter Nádas am Dienstag, 21. Februar, im Literaturhaus
(JK 02/12)
Eine gemeinsame Veranstaltung von NDR Kultur und Literaturhaus
Vilmos Kondor: Der leise Tod (Knaur)

Der Krimi Der leise Tod des ungarischen Autors Vilmos Kondor, der als Taschenbuch bei Knaur erschienen ist, führt in das Budapest der Dreißiger Jahre.
Budapest 1936: Eine Prostituierte wird brutal ermordet. In ihren Taschen findet sich seltsamerweise nichts weiter als das jüdische Gebetbuch für Frauen. Ein brisanter Fall ahnt Polizeireporter Zsigmond Gordon, hatte er doch vor kurzem im Büro des Chef-Kriminalinspektors gut versteckte Aktfotos dieses toten Mädchens entdeckt. Dieser versucht denn auch weitere Nachforschungen zu vereiteln. Reporter Gordon lässt jedoch nicht locker und macht sich zusammen mit Lebensgefährtin Krisztina und Großvater Mór auf, Licht ins Dunkel zu bringen.
Das verregnete und düstere Budapest bietet eine stimmige Kulisse in diesem Krimi. Kondor hat hier eine spannende und fast schon exotische Geschichte komponiert, denn Krimis aus Ungarn sind ausgesprochen selten und natürlich noch seltener, wenn sie dann in den Dreißiger Jahren spielen. Vilmar Kondor schafft es, diese stürmische Atmosphäre in Budapest zu jener Zeit glaubwürdig einzufangen, ohne von dem Kriminalfall jedoch abzulenken. Wer gute Unterhaltung garniert mit europäischer Zeitgeschichte sucht, ist hier bestens aufgehoben.
Vilmos Kondor wurde 1954 in Ungarn geboren. Der leise Tod ist sein erster Roman. Kondor studierte an der Universität in Szeged und später in Paris, wo er seinen Abschluss als Chemieingenieur machte. Heute unterrichtet Kondor Mathematik und Physik an einem Gymnasium.
Literatursoiree mit Péter Esterházy am 8.2.2011 im Literaturhaus

Literaturhaus Hamburg
Dienstag, 08.02.2011 20.00 Uhr
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Eintritt: 6 – 10 Euro
Andreas Isenschmid trifft Péter Esterházy. Ein Gespräch.
Wo Monat für Monat Autorinnen und Autoren ihre druckfrischen Neuerscheinungen präsentieren und wo leidenschaftlich über aktuelle Strömungen der Literaturen debattiert wird, da tut es mitunter gut, sich aus dem immer schneller rotierenden Literaturbetrieb zu entfernen, die Langsamkeit wiederzuentdecken und über grundsätzliche ästhetische Fragen nachzudenken. Die Reihe „Literatursoiree” schafft einen solchen Raum. Philologen, Literaturkritiker oder Schriftsteller treten hier auf die Bühne, um die Grundfragen der Literatur in ein neues Licht zu rücken und Zusammenhänge herzustellen, für die das Feuilleton immer weniger Platz zur Verfügung stellt. Unkonventionalität ist dabei gefragt – und der Mut, festgefahrene Bahnen zu verlassen und den Eigensinn des Literarischen zu stärken.
Moderator der „Literatursoiree” ist der Literaturkritiker Andreas Isenschmid („Die Zeit”, „Neue Zürcher Sonntagszeitung”). Als seinen fünften Gast begrüßt er den 1950 geborenen ungarischen Schriftsteller und Essayisten Péter Esterházy, dessen epochaler Roman Harmonia Caelestis auch hierzulande viele Leser fand. Vor kurzem veröffentlichte der Berlin Verlag Esterházys im Original bereits 1979 erschienenen Produktionsroman, der ihn seinerzeit mit einem Schlag bekannt machte und der für manchen Ärger im sozialistischen Ungarn sorgte. Esterházys Werk wurde unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem Deutschen Fußball-Kulturpreis ausgezeichnet – auch das ein Indiz für den Reichtum seines Schaffens und für seine ästhetischen Möglichkeiten. An Themen – das steht zu vermuten – dürfte es also kaum mangeln, wenn Andreas Isenschmid mit seinem renommierten Gast ins Gespräch kommen wird.
Ein Produktionsroman von Péter Esterházy ist beim Berlin Verlag erschienen.
Péter Esterházy zu Gast im Literaturhaus

Literaturhaus
Montag, 23.3.2009 20.00 Uhr
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Eintritt: 6 – 10 Euro
Péter Esterházy liest aus seinem neuen Roman Keine Kunst, der im Berlin Verlag erschienen ist, Christoph Bartmann moderiert.
Keine Kunst steht drauf, doch große Kunst ist drin: In seinem neuen, im Berlin Verlag erschienenen Roman nähert sich Péter Esterházy der Biografie und den kleinen Marotten seiner Mutter, dieser faszinierenden, eleganten Dame mit den wunderbaren Beinen, deren ungarisches Blut im Stadion zu kochen beginnt. Nach dem Generationen umspannenden Opus Magnum Harmonia Cælestis und der Verbesserten Ausgabe richtet der Friedenspreisträger seinen Fokus auf einen scheinbar winzigen Ausschnitt seiner Familiengeschichte und zieht gerade daraus die Welthaltigkeit. Auf seine unnachahmlich mäandernde Weise erzählt Esterházy, der von sich sagt, er „schreibe mit dem ganzen Körper”, im Kleinen vom Erwachsenwerden im kommunistischen Ungarn, von der liebevollen, ja, symbiotischen Beziehung eines Sohnes zu seiner Mutter und im Großen von Vertreibung, dem Überleben in einem Regime und darüber, was das eigentlich ist, die Wahrheit. Das Spiel zwischen den Toren wird so unversehens zum Spiel des Lebens. Die Sätze perlen dabei nicht selten eine halbe Seite hinunter, ganz wie die Bläschen im Soda aus Onkel Scharlies Sodawasserfabrik.
Keine Kunst ist amüsant und hochpoetisch. Péter Esterházy knüpft aus Welt und Ich ein Netz der Selbstreflexion, indem er immer wieder das eigene Schreiben zum Thema macht: „Péter Esterházys Kopf hat zwei Hälften. Den Spaß und den Ernst oder das Leben und das Sein. Beide Hälften kann er leicht miteinander vereinen”, so das Deutschlandradio. Die Autorin Terézia Mora hat das Werk ihres Kollegen kongenial ins Deutsche übertragen.
(JK 03/09)
György Dragomán: Der weiße König (Suhrkamp)
György Dragomán, 1973 in Marosvásárhely (Târgu-Mures) / Siebenbürgen geboren, lebt seit 1988 in Budapest. 2002 erschien sein preisgekrönter erster Roman Das Buch der Zerstörung. Er hat über Beckett promoviert, übersetzt aus dem Englischen und arbeitet als Webdesigner. Der weiße König wird zur Zeit in fünfzehn Sprachen übersetzt.
Der weiße König von György Dragomán ist bei Suhrkamp erschienen.
(JK 21/06/08)








