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Rafik Schami liest im Magazin-Filmkunsttheater am Mittwoch, 4. Dezember

Magazin-Filmkunsttheater
Mittwoch, 04.12.2019  19.30 Uhr
Fiefstücken 8a, Hamburg  
Eintritt: 10 / 14 Euro

Literaturhaus im Magazin-Filmkunsttheater: Rafik Schami liest aus seinem neuen Roman Die geheime Mission des Kardinals, der bei Hanser erschienen ist.

Ein italienischer Kardinal, eine geheime Mission, ein Mord in Damaskus – der  spannende neue Roman vom Meistererzähler Rafik Schami

Noch herrscht Friede in Syrien. Die italienische Botschaft in Damaskus bekommt 2010 ein Fass mit Olivenöl angeliefert, darin die Leiche eines Kardinals. Kommissar Barudi will das Verbrechen aufklären; Mancini, ein Kollege aus Rom, unterstützt ihn und wird sein Freund. Auf welcher geheimen Mission war der Kardinal unterwegs? Wie stand er zu dem berühmten Bergheiligen, einem Muslim, der sich auf das Vorbild Jesu beruft? Bei ihrer Ermittlung fallen die beiden Kommissare in die Hände bewaffneter Islamisten. Rafik Schamis neuer Roman erzählt von Glaube und Liebe, Aberglaube und Mord und führt uns tief in die Konflikte der syrischen Gesellschaft und in das berufliche Schicksal und die Liebe eines aufrechten Kommissars.

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren und lebt seit 1971 in Deutschland. 1979 promovierte er im Fach Chemie. Sein umfangreiches Werk wurde in 33 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so u.a. mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Preis „Gegen Vergessen - Für Demokratie“ und dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis.

Die geheime Mission des Kardinals von Rafik Schami ist bei Hanser erschienen.
(JK 12/19)

Nather Henafe Alali liest im Literaturhaus am Mittwoch, 24. Oktober

Literaturhaus
Mittwoch, 24.10.2018  19.30 Uhr
Schwanenwik 38, Hamburg
Eintritt: 8 / 12 Euro

Nather Henafe Alali liest aus seinem Debütroman Raum ohne Fenster, der bei S. Fischer erschienen ist. Jan Ehlert moderiert.

„Ich will kein Flüchtling sein. Und ich will nicht Thema eines Zeitungsartikels sein, in dem es nicht um mich als menschliches Wesen geht. Nennt mich ein interkontinentales historisches Ereignis oder einen Schmerzsturm, der durch diese elende Welt fegt, aber nennt mich nicht Flüchtling.“ Der Syrer heißt die Kolumne auf Spiegel Online, der dieses Zitat entnommen wurde und in der Nather Henafe Alali seine Situation reflektiert. Der Autor, 1989 in Deir Azzor geboren, wurde 2012 in Syrien verhaftet, nachdem er als Student an einer friedlichen Demonstration gegen das Assad-Regime teilgenommen hatte. Er musste sein Studium der Zahnmedizin abbrechen und floh über Ägypten und die Türkei nach Deutschland. Seit 2013 lebt er in Berlin und ist mittlerweile als Kolumnist, Menschenrechtsaktivist und Publizist tätig. Mit Raum ohne Fenster hat er nun seinen Debütroman vorgelegt, in dem er seine Erfahrungen verarbeitet.

Der Roman erzählt von einem Paar, das sich liebt. Als er schwer verwundet wird und verschwindet, begibt sie sich auf den gefährlichen Weg nach Europa. In der Fremde trifft sie auf seinen engsten Freund. Ihre Geschichte scheint eine Wende zu nehmen, denn nichts ist unwahrscheinlich in den Wirren dieses Jahrhunderts. Das Buch handelt von Verlust und Erschöpfung, davon, wie der Krieg die Heimat nimmt, aber nicht die Hoffnung und nicht die Widerstandskraft.

Raum ohne Fenster von Nather Henafe Alali ist bei S. Fischer erschienen.
(JK 10/18)

Henning Sußebach und Amir Baitar beim Interkulturellen Festival eigenarten in der W3 am Mittwoch, 1. November

Interkulturelles Festival eigenarten in der W3
Mittwoch  01.11.2017 20.00 Uhr 
Nernstweg 32, Hamburg
Eintritt: 5 / 7 Euro

Ein Syrer und ein Deutscher erzählen: Henning Sußebach und Amir Baitar lesen aus ihrem Buch Unter einem Dach, das bei Rowohlt erschienen ist.

Der Zeit-Reporter Henning Sußebach, seine Frau und ihre beiden Kinder haben im Dezember 2015 das Arbeitszimmer geräumt und den aus Syrien geflohenen Studenten Amir Baitar bei sich aufgenommen. In dem Buch Unter einem Dach erzählen Henning Sußebach und Amir Baitar davon, wie das Zusammenleben funktioniert. Zum Interkulturellen Festival eigenarten stellen sie das Buch in der Werkstatt drei vor.

Der Alltag ist am Anfang voller Fragen: Dürfen sich die Eltern vor den Augen ihrer Kinder küssen, auch wenn der Gast das seltsam findet? Wie soll ein Muslim in einem engen Gästebad die rituelle Reinigung vollziehen? Und kann die Familie sonntags «Tatort» gucken, wenn zeitgleich auf Al Jazeera von Gräueltaten in Syrien berichtet wird? Die Eltern und Kinder staunen, als der Gast ihr Haus mit seiner Mekka-App vermisst. Und Baitar versteht nicht, dass in der Familie die Frau mit dem Auto zur Arbeit fährt und der Mann das Fahrrad nimmt. Baitar und Sußebach offen und schonungslos von Erfahrungen, Missverständnissen und Einsichten. Mal beziehen sich die Autoren aufeinander, mal sind sie ganz bei sich, mal sind sie sich einig, mal uneins. So entsteht ein Dialog voll unbequemer Wahrheiten, unerwarteter Komik und ermutigender Gedanken.

Henning Sußebach wurde 1972 in Bochum geboren, seit 2001 ist er Redakteur der Wochenzeitung Die Zeit. Seine Reportagen wurden mit den bedeutendsten deutschen Journalistenpreisen ausgezeichnet, unter anderem dem Egon Erwin-Kisch- und dem Theodor-Wolff-Preis.

Amir Baitar (Pseudonym) wurde 1991 in Syrien geboren. Er wuchs in einem Dorf am Euphrat auf und studierte in der Stadt Deir ez-Zor Mathematik und Informatik, bis der Krieg eine akademische Ausbildung unmöglich machte. 2015 floh er nach Deutschland.

Unter einem Dach von Henning Sußebach und Amir Baitar ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 10/17)

Rafik Schami liest beim 7. Harbour Front Literaturfestival

7. Harbour Front Literaturfestival
St. Katharinen Kirche
Donnerstag, 17.09.2015   20.00 Uhr 
Katharinenkirchhof 1, 20457 Hamburg
Eintritt: 12  Euro

Ein Roman über die Macht der Liebe: Rafik Schami liest aus seinem Roman Sophia oder Der Anfang aller Geschichten, der bei Hanser erschienen ist.

In seinem großen neuen Roman erzählt Rafik  Schami von der Macht der Liebe. Von einer Liebe, die Mut und Tapferkeit spendet, die verjüngt und die Leben retten kann. Als Mädchen ist Sophia heftig in Karim verliebt, doch zum Ehemann nimmt sie nicht ihn sondern einen reichen Goldschmied. Als Karim allerdings einige Jahre später unschuldig unter Mordverdacht gerät, rettet sie ihm das Leben. Wann immer sie ihn braucht, so verspricht er, wird er ihr künftig beistehen. Viele Jahre vergehen. Sophias einziger Sohn  Salman ist nach Italien emigriert, wo er es zu Glück und Wohlstand gebracht hat. Er beschließt, kurz vor dem Arabischen Frühling nach  Damaskus zu reisen, um  seine alten Eltern  wiederzusehen. Überall wird er herzlich  begrüßt, nur sein Cousin Elias, ein hoher  Geheimdienstoffizier, hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Plötzlich entdeckt Salman sein Fahndungsfoto in der Zeitung und muss  untertauchen. Seine Mutter Sophia aber erinnert sich an ihren Freund Karim. Jetzt wird sich zeigen, ob er sein Versprechen einlösen kann.

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren und lebt seit 1971 in Deutschland. 1979 promovierte Rafik Schami im Fach Chemie. Seit 2002 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste. Sein Werk wurde in 24 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2011 mit dem Preis „Gegen das Vergessen - Für Demokratie“ und 2013 dem „Hamburger Tüddelband“ im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals in Hamburg.

Sophia oder Der Anfang aller Geschichten  von Rafik Schami ist bei Hanser erschienen. 
(JK 09/15)

Rafik Schami am Donnerstag, 12. September, beim Harbour Front Literaturfestival

Harbour Front Literaturfestival 2013
St. Katharinen Kirche
Donnerstag, 12.09.2013  20.00 Uhr
Katharinenkirchhof 1, 20457 Hamburg
Preis: 15,00 €

Der beste Geschichtenerzähler: Der erste Preisträger des „Hamburger Tüddelband“, Rafik Schami, wird am Eröffnungsabend auch das erwachsene Publikum zu begeistern wissen.

In seinem jüngsten Buch Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte, das bei Hanser erschienen ist, blickt er zurück auf seine Kindheit in Damaskus und erzählt viel über sein Selbstverständnis als Autor. Beides ist eng miteinander verknüpft. Denn aus Suheil Fadél, als der er 1946 in der syrischen Hauptstadt geboren wurde und in der er später zunächst als promovierter Chemiker arbeitete, wäre nie der Schriftsteller Rafik Schami geworden, hätte es in seiner Geburtsstadt nicht so begnadete Geschichtenerzähler gegeben. Vielleicht gab sein Großvater den Ausschlag, der so viel Lust am Fabulieren hatte. Denn der Großvater erzählte Geschichten, die die Kinder lauthals lachen ließen, tanzte auf der Matratze, sang mit lauter Stimme, schlüpfte in verschiedene Rollen, kämpfte so eindrucksvoll mit dem Dämonenherrscher, dass sich die Nachbarn im Hof versammelten, um diese Geschichten nicht zu verpassen. „Dass Märchen kein Kinderkram sind, sehen längst die meisten Literaturkritiker so.“ (STERN)

Rafik Schami, 1946 in Damaskus geboren, lebt seit 1971 in Deutschland. Er schreibt belletristische Romane und Kinderbücher. Sein Werk wurde in 25 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien bei Hanser 2011 Das Herz der Puppe, illustriert von Kathrin Schärer. Bei Harbour Front stellt er nun seinen neuen Roman Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte sowie Meister Marios Geschichte – Wie die Marionetten aus der Reihe tanzten vor, beide bei Hanser erschienen.

Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte von Rafik Schami ist bei Hanser erschienen.
(JK 09/13)

Fawwaz Haddad am Montag, 22. April, bei den Vattenfall Lesetagen 2013


Vattenfall Lesetage
DAS SCHIFF Wir machen Theater!
Montag,  22.04.2013  19.30 Uhr
Holzbrücke/Nikolaifleet, 20459 Hamburg
Eintritt: 7 Euro

Fawwaz Haddad liest aus seinem Roman Gottes blutiger Himmel, der im Aufbau Verlag erschienen ist. Günther Orth moderiert, Verena Turba liest die deutschen Texte.

Für Samers Vater, selbst Pazifist und Atheist, ist die Nachricht, dass sich sein Sohn dem Dschihad angeschlossen hat, ein Schock. Allen Warnungen zum Trotz lässt er sich von amerikanischen Truppen aus Syrien in den Irak einschleusen. Er ist sich sicher: Wenn es ihm nur gelingt, mit seinem Sohn zu sprechen, wird er ihn umstimmen können. Die Mission wird zum Trip durch die Hölle. Als er Wochen später halb tot das Camp der Aufständischen erreicht, muss er feststellen, dass Samer nicht nur eine Spielfigur in den Händen eines Emirs, sondern selbst ein gefürchteter Anführer ist...

Fawwaz Haddad, 1947 in Damaskus geboren, studierte Rechtswissenschaft und arbeitete als Apotheker und Kaufmann, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Von seinen bisher neun Romanen wurden zwei für den arabischen Booker Preis nominiert. Haddad lebt und schreibt in Damaskus.

Gottes blutiger Himmel von Fawwaz Haddad ist im Aufbau Verlag erschienen.

Die Lesung ist eine Veranstaltung im Rahmen der Vattenfall Lesetage 2013.
(JK 04/13)

Nihad Siris: Ali Hassans Intrige (Lenos)

Der Lenos Verlag in Basel hat sich auf das verlegen arabischer Literatur im deutschsprachigen Raum spezialisiert. Vom syrischen Autor Nihad Siris hat der Lenos Verlag nun seinen Roman Ali Hassans Intrige veröffentlicht.

Schon seit fünf Jahren ist Fathi Schîn, ein bekannter Schriftsteller, mit einem Schreib- und Publikationsverbot belegt. Er gilt als „Abweichler“, als „elender Verräter“, hatte er es doch abgelehnt, in seiner Fernsehsendung einen literarischen Wettbewerb über den Grossen Führer zu veranstalten, was ihn prompt seine Stelle kostete. Das Schreibverbot hätte ihn längst erstickt, gäbe es da nicht seine verwitwete Mutter, die ihn finanziell unterstützt, und vor allem seine Geliebte Lama, eine schöne, kluge und selbstbewusste Frau. Doch die Mächtigen wollen sich nicht mehr mit seinem Schweigen begnügen, sie fordern seine Mitarbeit. Ausgerechnet während der Feierlichkeiten zum zwanzigsten Jahrestag der Machtergreifung des Grossen Führers stellen sie ihm eine Falle.

Der syrische Schriftsteller Nihad Siris schildert – mit ironischen Zwischentönen – eindrucksvoll die Zustände in einem totalitären Staat, in dem die Herrschenden ihre Politik mit Gewalt und einer perfekten Propagandamaschinerie durchsetzen und keinerlei Abweichung dulden.

Nihad Siris, geboren 1950 in Aleppo (Syrien), studierte Ingenieurswissenschaften in Sofia. Seit 1987 schreibt er regelmässig Erzählungen, Theaterstücke und Drehbücher. Er lebt und arbeitet in Aleppo. Ali Hassans Intrige ist sein erstes Buch in deutscher Übersetzung.

Ali Hassans Intrige von Nihad Siris ist bei Lenos erschienen.
(JK 01/11/08)

Rafik Schami zu Gast in der Universität Hamburg

Universität Hamburg, Hauptgebäude, Hörsaal A

Mittwoch, 24.09.2008 20.00 Uhr

Edmund-Siemers-Allee 1

Eintritt: 10 – 14 €

Rafik Schami liest aus seinem neuen Roman Das Geheimnis des Kalligraphen, der bei Hanser erschienen ist. Michael Lüders moderiert.

Vier Jahre haben seine Anhänger sich gedulden müssen, nun ist es endlich da, das neue, opulente Meisterwerk aus der Feder des aus Syrien stammenden Erzählers Rafik Schami. Das Geheimnis des Kalligraphen ist saftig wie die Früchte des Gärtners Viktor, farbenprächtig wie die Köstlichkeiten des Eisverkäufers Elias und singt wie beinahe alle Bücher Schamis ein Hohelied auf dessen Heimatstadt Damaskus mit ihren duftenden, jasminbestandenen Gassen, lebhaften Märkten und ihrer überbordenden mündlichen Tradition. In literarischer Vollendung vollzieht Schamis Roman die hohe Kunst der Kalligraphie, dieser „Musik für die Augen”, auf Buchseiten nach: Er nimmt überraschende Abbiegungen, verästelt sich wundersam bei der Schilderung von scheinbar Nebensächlichem, das am Schluss jedoch das Netz aus Erzähltem erst vollendet. Dennoch bleibt die Geschichte immer ganz nah an ihrem undurchschaubaren Helden: Am Aufstieg und Fall des begnadeten, aber stolzen und herzkalten Kalligraphen Hamid Farsi, der seine wunderschöne, belesene Ehefrau Nura schlechter behandelt als ein ungeliebtes Haustier; mit der Feder, aus herrlichem Papier und Tinte nach Geheimrezept indes Kunstwerke zu schaffen vermag, die das ganze Land zu Tränen rühren. Farsi hat Großes vor, will die arabische Schrift reformieren und stürzt tief: „Die Kalligraphie ist die Kunst, mit schwarzer Farbe helle Freude in das verlorene Weiß des Papiers zu bringen.”

En passant schildert der Roman den politischen Umsturz im Syrien der späten fünfziger Jahre und hält ein leidenschaftliches Plädoyer für die Kraft und das Selbstbewusstsein der syrischen Frauen, die bei Schami stets durch List, Besonnenheit und Tüchtigkeit die Fäden spinnen. Der „Damaszener Freund” Rafik Schami, der seit seinem politischen Exil im Jahre 1970 keinen Fuß in seine Heimatstadt gesetzt hat, wird hierzulande von der Kritik geschätzt und von seinem Publikum verehrt. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt, sein Werk zuletzt mit dem Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet. Die Laudatorin Meike Feßmann brachte es damals so schlicht wie präzise auf den Punkt: „Rafik Schami ist ein großer Geschichtenerzähler.”

Veranstaltet wird die Lesung vom Literaturhaus Hamburg.

Das Geheimnis des Kalligraphen von Rafik Schami ist im Carl Hanser Verlag erschienen.
(JK 20/09/08)