Ein neuer Roman um den irischen Inspector Devlin ist
bei Dumont erschienen. Brian McGilloways Teil 3 der irischen Krimiserie heißt Blutgold.
Bei der Eröffnung einer irischen Goldmine wird ein
Attentat auf einen umstrittenen US-Senator verübt. Kurze Zeit später wird ein
illegaler Einwanderer nahe der inneririschen Grenze getötet. Inspektor Benedikt
Devlin ermittelt in beiden Fällen, und die Spuren führen ihn zu einem
europaweiten Menschenschmugglerring. Als der Attentäter des Senators tot bei
der Goldmine aufgefunden wird, ahnt Devlin, dass etwas mit dieser Mine nicht
stimmt: Blut klebt an den Händen ihres Betreibers…
Inspector Ben Devlin ist ein eigensinniger Ermittler
mit wenigen echten Freunden, die Gunst seiner Vorgesetzten ist ihm nicht
sicher. Sein Gegenpart Jim nördlich der Grenze ist da eher sein Gegenteil.
Dennoch schmiedet die Beiden gegenseitiger Respekt zusammen. So können beide schon
einmal gemeinsam Fünfe gerade sein lassen, was die Koordinierung der Ermittlung
beiderseits der Grenze erheblich erleichtert. So kann Ben an seinem Fall weiter
arbeiten, wenngleich seine Vorgesetzen versuchen, ihn vom Fall fern zu halten.
Brian McGilloway hat Blutgold mit viel Action versehen. Ben Devlin zeichnet er als
Rebell, der verbissen die ungeschminkte Wahrheit enthüllen will. Dennoch sieht
man Ben hier zum ersten Mal von der Seite eines fürsorglichen Familienvaters.
Ben entwirrt ein zunehmend komplexes Netz zwischen Politik, Aktivismus,
Unternehmergier, Lobbyismus, Schmuggel, Leidenschaften und Gewalt. Das Buch ist
bereits 2008 in Irland erschienen, daher wirken so manche Verweise auf den
Wirtschaftstiger Irland bisweilen ironisch.
Brian McGilloway wurde 1974 in Derry in Nordirland
geboren und unterrichtet dort Englisch am St Columb’s College. Er lebt mit Frau
und zwei Söhnen ganz nahe der Borderlands.
(JK 01/12)

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