Thomas Bodström: Das elfte Gebot (Heyne)


Ein Thriller von einem ehemaligen Justizminister ist sicher eine der ungewöhnlichsten Neuerscheinungen auf dem diesjährigen deutschen Buchmarkt. Das elfte Gebot heißt der Thriller von Thomas Bodström, bei Heyne erschienen, und handelt davon, wenn Macht zur tödlichen Versuchung wird.

Schweden hat einen neuen Shootingstar: Carlos Fernandez, ein junger, überaus eloquenter Politiker mit Migrationshintergrund, der sich über alle Parteigrenzen hinweg großer Beliebtheit erfreut. Als Fernandez eines Tages vor seiner Haustür erschossen wird, ist die Nation geschockt. Kommissarin Susanne Dahlgren wird mit dem Fall betraut. Ihr zur Seite steht der Anwalt Matthias Berglund. Beide sind überzeugt, dass der Tat ein politisches Motiv zugrunde liegt, doch dann weisen ihre Ermittlungen in eine Richtung, mit der niemand gerechnet hätte.

Der Autor kennt sich im Milieu aus, das er seinem Thriller zugrunde legt: Eine böse Intrige mit fremdenfeindlichem Hintergrund nimmt ihren Lauf in Politik, Medien und Justiz. Bodström beschreibt den beunruhigenden Zustand der Stockholmer Mittelschicht und passt so nahtlos in das hierzulande sehr erfolgreiche Schema schwedischer Krimis. Die Liebhaber dieses Genres werden das Buch mögen.

Thomas Bodström, ehemaliger Fußballprofi, Anwalt und Vater von vier Kindern war von 2000 bis 2006 schwedischer Justizminister. Er ist heute in der Opposition aktiv und zählt zu den bekanntesten Politikern Schwedens. Bodström lebt mit seiner Familie in Stockholm.


Das elfte Gebot  von Thomas Bodström ist bei Heyne erschienen.
(JK 06/12)

Keine Kommentare: