Der Economist schreibt
zum neuen Buch der chinesischen Autorin Xinran, „wen diese Geschichten nicht
berühren, der muss ein Herz aus Stein haben.“ Das Buch heißt Wolkentöchter
und ist bei Droemer erschienen.
Warum hat meine Mutter
mich nicht gewollt? Diese Frage stellen in China vor allem Mädchen, denn sie
werden häufig von ihren Müttern verlassen. Nicht freiwillig, wie die zehn
bewegenden Geschichten, die Xinran zusammengetragen hat, beweisen: Alle
erzählen von dem schmerzlichen Verlust der eigenen Tochter.
In den letzten 30 Jahren
seiner Wirtschaftsreformen hat China sicherlich den historisch einzigartigen
Fortschritt hinsichtlich der Verbesserung der Lebensbedingungen der Chinesen
Wohlergehen geschafft und hunderte Millionen aus ihrer Armut geholt. Doch
Millionen wurden auch von dem großen chinesischen Wachstumsmotor einfach
zerquetscht worden. Unter diesen Opfern des Wachstumsmotors findet Xinran ihre
Geschichten.
Xinran, 1958 in Beijing
geboren, arbeitete jahrelang als Radiojournalistin. Ihre Sendung Words on
the Night Breeze war in ganz China bekannt und berühmt. Auf der Grundlage
dieser Sendung entstand ihr erstes Buch Verborgene Stimmen. Chinesische
Frauen erzählen ihr Schicksal. Der Titel war international ein großer
Erfolg. Xinran verließ China 1997 und lebt seither mit ihrem Sohn und ihrem
Mann in England.
Wolkentöchter von Xinran
ist bei Droemer erschienen.
(JK 01/12)

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