Paul Cleave: Der siebte Tod (Heyne)

Neuseeland, Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse 2012

Bei Heyne ist auch der Debütroman Der siebte Tod von Paul Cleave erschienen.

„Mein Name ist Joe. Ich bin ein netter Kerl. Aber manchmal bringe ich Frauen um.“

Joe hat sein Leben scheinbar fest im Griff - tagsüber jobbt er als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er denkt daran, seine Fische zweimal täglich zu füttern und seine Mutter mindestens einmal pro Woche zu besuchen, obwohl er ihren Kaffee ab und zu mit Rattengift verfeinert. Er stört sich kaum an den Nachrichten über den Schlächter von Christchurch, der – so wird behauptet – sieben Frauen umgebracht hat. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es ganz einfach. Und Joe wird diesen Nachahmer finden; er wird ihn für die eine Tat bestrafen und ihm die anderen sechs Morde anhängen. Ein perfekter Plan, denn er weiß bereits, dass er die Polizei überlisten kann. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist, sich um all die Frauen zu kümmern, die nicht aufhören, ihm im Weg zu stehen.

Der siebte Tod war nicht nur Paul Cleaves Debüt sondern auch ein großer internationaler Erfolg, der in Deutschland monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten stand. Cleaves Universum ist mit spürbarer Brutalität angereichert besiedelt. Die kurzen Einblicke, die er in die Gedankenwelt seiner Mörder bietet sind gleichzeitig verstörend und gleichermaßen auf eine kranke Art und Weise faszinierend. Als Schriftsteller weiß er, wie man die Aufmerksamkeit des Lesers packt, doch auch Fans von dunklen Thrillern wird das Ausmaß der Gewalt in diesem Buch verstören. Cleave kennt keine Grenzen, die er nicht überschreiten wird und keine Skrupel Figuren in seiner Geschichte zu porträtieren, die gnadenlos geopfert werden. Paul Cleaves Thriller ist gut erzählt und spannend, auch wenn das Blut gleich eimerweise schwappt.

Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland, geboren, dem Ort, wo auch seine Romane spielen. Neben dem Schreiben renoviert er Immobilien. Er sagt selber, dass er ein Haus kauft, etwa ein Jahr in ihm lebt, während er es renoviert, und es dann verkauft. Er ist Fan von Stephen King und Lee Child.

Der siebte Tod von Paul Cleave ist bei Heyne erschienen.
(JK 09/12)

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