Neuseeland,
Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse 2012
Zwischen 1860, dem Beginn der Fotografie, und 1918,
dem Ende des russischen Zarenreiches, bedeckte Russland ein Sechstel der
Erdoberfläche. Es reichte von Polen bis nach Japan, vom arktischen Meer bis an
die Grenzen der Türkei, den Himalaya und China.
Philipp Blom und Veronica Buckley unternehmen eine
Reise durch dieses faszinierende Reich, die sie von St. Petersburg, der
Hauptstadt Peters des Großen, über die nord-westlichen Reichsgebiete bis in den
orientalischen Südwesten führt, in den fernen Osten und durch Sibirien wieder
zurück zu den Städten des Goldenen Rings, um schließlich in Moskau, der neuen
Hauptstadt des entstehenden Sowjetreiches, zu enden. Ihre Reisebegleiter sind
zeitgenössische Fotografen, aber auch Schriftsteller wie Andreyew, Tschechow
und zahlreiche anonyme Zeugen. Durch ihre Augen entdecken wir eine enorm
vielseitige Welt, archaisch und von großer Armut gezeichnet und zugleich von
immensem Reichtum und überraschender Modernität. Die Farbfotografien stammen
zum überwiegenden Teil von Sergej Prokudin-Gorskij, der zwischen 1905 und 1915
ungemein lebendige Bilder schuf, fotografische Schätze, die im
deutschsprachigen Raum bislang noch nie veröffentlicht wurden.
Philipp Blom studierte Philosophie, Judaistik und
moderne Geschichte in Wien und Oxford. Er lebt als Schriftsteller und Historiker
in Wien. Veronica Buckley studierte Sprachen, Musik und Geschichte in ihrem
Heimatland Neuseeland sowie in London und Oxford. Sie lebt als Autorin,
Journalistin und Übersetzerin in Wien.
Das russische Zarenreich – Eine photographische
Reise 1860–1918 von Philipp Blom und Veronica
Buckley ist bei Brandstätter erschienen.
(JK 09/12)

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