Clockers
heißt der Roman des amerikanischen Autors Richard Price, der bei Fischer
erschienen ist. Es handelt sich um eine Neuauflage des in Deutschland bereits
1992 erschienenen Titels Söhne der Nacht.
Clockers – das sind schwarze Dealer, die weiße
Klientel 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche beliefern. Hier im Slum, wo die
Welt rau ist, steht die Polizei aggressiv daneben, die Stadt resigniert. Bis
sich die Spannung wieder in einer Explosion entlädt.
Richard Price zeichnet sich aus durch seine
akribische Recherche. Er weiß wovon er schreibt. Das ist umso wichtiger, da
sein Krimi in einem sehr eigenwilligen und speziellen Milieu angesiedelt ist. Er
schreibt über das New York von unten, von Figuren, für die der American Dream
unerreichbar ist. Seine Figuren sind glaubhaft und erhalten dadurch eine
sympathische Menschlichkeit, die den Figuren im Leben nicht widerfährt. So wird
aus dem Krimi Clockers gleichzeitig auch
eine spannende Milieustudie. Es entstand ein
handlungsgetriebener Großstadtroman, den Spike Lee mit Harvey Keitel verfilmt
hat und der den Grundriss für die gefeierte Fernsehserie The Wire schuf.
Richard Price wurde 1949 in der Bronx geboren.
Bisher hat er acht Romane veröffentlicht, darunter der 2010 erschienene Cash, der Spiegelbestseller und auf
Platz 1 der Krimiwelt-Bestenliste war. Price verfasste zahlreiche Drehbücher
für Filme von und mit Martin Scorsese, Al Pacino und Paul Newman. 2007 gewann
Price den Edgar Award für seine Arbeit an der hoch gelobten TV-Serie The Wire, für die er monatelang bei der
Polizei recherchierte. Er lebt in New York.
(JK 05/11)

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