Einen hohen Preis muss Detective Inspector Staffe in
Adam Creeds Thriller Und das Fleisch ist schwach zahlen, der bei Fischer Taschenbuch erschienen ist.
Kurz vor Weihnachten wird in einem mondänen Hotel in
der City von London die Edel-Prostituierte Elena Danya ermordet. Bald darauf
trifft es auch ihre Freundin. Als ein weiteres Mädchen spurlos verschwindet,
das einer adligen Familie entstammte, nimmt Staffe die Ermittlungen nicht nur
auf, sondern auch sehr ernst. Sie führen ihn in die besseren Kreise der
Gesellschaft, genau dorthin, wo seine Nachforschungen nicht gern gesehen
werden. Als sein Boss Pennington ihm den Fall entzieht, wird Staffe plötzlich
vom Jäger zum Gejagten, mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Frauen, die
ihm nahestehen.
Adam Creed hat einen sehr atmosphärischen Thriller
geschrieben. Er lässt den Leser lange in Ungewissheit über die Zusammenhänge
der verwickelten Geschichte. Das spornt zu Spekulationen und falschen Fährten
an, muss aber auch vom Leser gewollt sein, denn gerade am Anfang ist der Faden
sehr lose gehalten. Die Entwicklung des Falls steigert sich jedoch
kontinuierlich und die Spannung steigt mit der um sich greifenden schleichenden
Bedrohung.
Adam Creed, in Salford geboren, studierte am Balliol
College in Oxford. Er arbeitete lange Jahre bei verschiedenen Banken im
Londoner Finanzdistrikt, ging dann zur Sheffield Hallam University. Er gründete
das Projekt „Free to Write“, Schreibseminare für junge Strafgefangene, und ist
heute an der Universität von Liverpool Leiter der Abteilung „Creative Writing“.
Der Autor ist verheiratet und hat zwei Töchter.
Und das Fleisch ist schwach von Adam Creed ist bei Fischer als Taschenbuch erschienen.
(JK 12/11)

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