Nicholas Shakespeare: Die Erbschaft (Rowohlt)


Was passiert, wenn man plötzlich und aus Versehen 17 Millionen Pfund erbt? Diese Frage beleuchtet der britische Autor Nicholas Shakespeare in seinem Roman Die Erbschaft, das bei Rowohlt erschienen ist.

Andy Larkham – der ganz zufällig zum reichen Mann wird, weil er auf der falschen Beerdigung war – kauft sich einen Mercedes und fährt in die Toskana, aber dort holt ihn ein verschlungenes Schicksal ein, und er muss sich überlegen, welchen Preis er für die jähe Veränderung seines Lebens zu zahlen bereit ist…

Nicholas Shakespeare erzählt in seinem Roman wie Lügen, Missverständnisse und das Zusammenkommen von Zufällen den Lauf der Dinge verändern können. Am Ende weiß man nicht mehr, was als Wirklichkeit zu nehmen ist. Das Buch fängt im wahrsten Sinne des Wortes seicht an und man ist geneigt, es als Unterhaltungslektüre abzutun. Dann kommt jedoch der Punkt, wo das Buch einen entscheidenden Kick erhält, plötzlich eine ungeahnte Tiefe erreicht und man es dann nicht mehr aus der Hand legen will. Erschüttert taucht man in die Geschichte des armenischen Völkermords ein, mit der Andy Larkham durch seine Erbschaft plötzlich konfrontiert wird.

Nicholas Shakespeare, 1957 in England geboren, verbrachte als Sohn eines Diplomaten annähernd zwanzig Jahre in Asien und Lateinamerika. Er studierte Literatur und arbeitete als Journalist, bevor er zu schreiben begann. Auf Deutsch erschienen von ihm bislang drei Romane, darunter Der Obrist und die Tänzerin, der von John Malkovich verfilmt wurde, sowie die autorisierte Biographie von Bruce Chatwin. Sein Werk wurde vielfach preisgekrönt, unter anderem mit dem Somerset Maugham Award und dem Betty Trask Award. Shakespeare lebt abwechselnd in Wiltshire und in einem Strandhaus auf Tasmanien.

Die Erbschaft von Nicholas Shakespeare ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 12/11)

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