Gute Viertel, schlechte Viertel – gemordet wird
überall, überschreibt der Verlag Susanne Mischkes neuen Hannover-Krimi Todesspur, der bei Piper erschienen ist.
Ein scheinbar leichter Fall – im miesesten Viertel
Hannovers wird die Leiche eines 15-Jährigen gefunden. Erstochen liegt er neben
den Bahngleisen. Doch dann stellt sich heraus, dass der Täter die Polizei an
der Nase herumführt und nicht nur die angebliche Todesursache manipuliert hat.
Bevor Kommissar Völxen erste Ergebnisse liefern kann, gibt es einen zweiten
Toten – den Zuhälter Niko. Niemand ahnt, dass diese zwei Fälle zusammenhängen.
Sicher ist nur eines: Es schwebt noch ein drittes Opfer in Lebensgefahr.
Man traut der niedersächsischen Hauptstadt gar nicht
so viel Gewalttätigkeit zu, obwohl die amtlichen Statistiken auch das genau
ausweisen. Susanne Mischke hat sich einen intelligenten Fall ausgedacht, der
anfangs Gut und Böse klar zuordnet. Je länger die Ermittlungen jedoch dauern,
stellen sich immer mehr Ungereimtheiten ein. Susanne Mischke liefert auch
interessante Milieustudien, sowohl von der sozialen Brennzone Hannovers wo
Migranten und einheimische Unterprivilegierte sich Parallelwelten aufbauen als auch
die vermeintlich saubere obere Mittelschicht. Auch das Team um Kommissar Völxen
agiert souverän und sympathisch.
Susanne Mischke wurde 1960 in Kempten geboren und
lebt heute bei Hannover. Sie war mehrere Jahre Präsidentin der Sisters in Crime
und erschrieb sich mit ihren fesselnden Kriminalromanen eine große Fangemeinde.
Für das Buch Wer nicht hören will, muß
fühlen erhielt sie die „Agathe“, den Frauen-Krimi-Preis der Stadt
Wiesbaden. Zuletzt erschienen von ihr vier Hannover-Krimis, die über die Grenzen
Niedersachsens hinaus großen Erfolg haben.
Todesspur von Susanne Mischke ist bei Piper erschienen.
(JK 12/11)

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