Der Debütroman Die Tochter des Leuchtturmmeisters der schwedischen Autorin Ann Rosman um eine Ermittlerin, die in ein
vermeintlichen Inselidyll auf dem Segelboot lebt und einen mörderischen Betrug
aufklären muss, ist jetzt als Taschenbuch im Aufbau Verlag erschienen.
„Die Insel war klein und
karg, und die Buchten waren gefüllt mit rundgeschliffenen Steinen“ – das
Auftauchen einer eingemauerten Leiche bringt das Idyll der Insel Marstrand
gehörig durcheinander. Als schließlich noch ein Taucher ermordet wird, ist die
glänzende Oberfläche der Kurortgesellschaft endgültig zerstört. Karin Adler von
der Kripo Göteborg soll den Fall lösen – mit ihrem Charme und unkonventionellen
Blick bringt sie so manchen Inselbewohner in Verlegenheit – doch erst das
Auftauchen zweier alter Damen führt zur Klarheit in einem sich immer weiter
zuspitzenden Drama.
Ann Rosman schreibt
unverblümt, der Text ist flüssig und nicht mit unnötigen kleinen Füllworten
oder Adjektiven vollgestopft. Man spürt, dass die Autorin kennt, worüber sie
schreibt und das hat durchaus seinen Charme. Die Geschichte an sich ist eher
konventionell geschrieben und erinnert an Agatha Christie, denn für die
Ermittlerin Karin Adler ist der Fall in erster Linie ein Denksport, sie muss
ein Puzzle zusammenfügen. Dabei jongliert Ann Rosman bisweilen mit sehr vielen
Charakteren und ihren Beziehungen, so dass man nicht immer hinterherkommt, wer
gerade mit wem liiert ist, wem welches Boot gehört oder um wessen Kinder es
sich gerade handelt, so dass man manchmal Seite zurückblättern muss. Davon
abgesehen ist Ann Rosmans Debüt gelungen.
Ann Rosman ist passionierte Seglerin, deren Touren
sie bis zu den Äußeren Hebriden geführt haben. Sie hat Universitätsabschlüsse
in Computertechnologie und Betriebswirtschaft und lebt auf der Insel Marstrand.
Die Tochter des Leuchtturmmeisters von Ann Rosman ist im Aufbau Taschenbuch Verlag erschienen.
(JK 05/12)

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