Vom dänischen
Bestsellerautor Jussi Adler Olsen ist bei dtv sein Debütroman aus dem Jahr 1997
erschienen, Das Alphabethaus.
Der Absturz zweier
britischer Piloten hinter den feindlichen Linien; ein Krankenhaus im Breisgau,
in dem psychisch Kranke als Versuchskaninchen für Psychopharmaka dienen; die
dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er dreißig Jahre zuvor im
Stich gelassen hat. Das sind die Ingredienzien zu Adler Olsons Erstlingswerk
von dem die Zeitung Aftenposten schreibt: Eine unfassbare Geschichte: die
Schrecken des Krieges und das Schicksal psychisch zutiefst beschädigter
Patienten einer Nervenheilanstalt auf der einen Seite, die Freundschaft zweier
englischer Piloten und die Suche nach einem Verschwundenen auf der anderen,
gehört zum Besten, was Jussi Adler-Olsen je geschrieben hat. Wie er das
groteske Elend der Patienten einer Nervenklinik als Folge des Krieges
schildert, ist anrührend und beklemmend zugleich. Man liest das Buch mit allen
Sinnen.
Jussi Adler-Olsens Vater
arbeitete in der Psychiatrie und der Autor ist bedingt durch die Arbeit seines
Vaters in mehreren psychiatrischen Kliniken in Dänemark aufgewachsen. Somit
erfuhr er sehr früh sehr viel über das Leben dort und hatte damit schon den
Stoff für sein Debüt als Schriftsteller.
Die Geschichte spielt
teilweise im Zweiten Weltkrieg, als der britische Pilot James und der Navigator
Bryan über Deutschland im Januar 1944 abgeschossen wurden. Sie kommen in eine
psychiatrische Klinik für hochrangige SS-Offiziere und können den Qualen
entkommen. Erst 1972 ist Bryan bereit, das Schicksal, das James widerfuhr, zu
erforschen. Alte Konfrontationen sind plötzlich immer noch und wieder aktuell!
Man merkt diesem Buch an,
dass sich Adler-Olsen seitdem als Schriftsteller sehr entwickelt hat. So gerät
der erste Teil des Buches etwas zu lang, erst im zweiten Teil erreicht das Buch
die feine Gewichtung und gewinnt an Faszination, wird weitaus nuancierter, und
es zeigt sich, wie gut recherchiert das Buch ist.
Jussi Adler-Olsen wurde
1950 in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische
Geschichte und Film. Bevor er 1995 mit dem Schreiben begann, arbeitete er in
verschiedensten Berufen: als Redakteur für Magazine und Comics, als Koordinator
der dänischen Friedensbewegung, war Verlagschef im Bonnier-Wochenblatt TV
Guiden und Aufsichtsratsvorsitzender bei verschiedenen Energiekonzernen. Sein
Hobby: Das Renovieren alter Häuser. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes.
Mit seinen Krimis um den Ermittler Carl Mørck feiert Jussi Adler-Olsen weltweit
Riesenerfolge. Jussi Adler-Olsen ist auch in Deutschland Dauergast auf der
Spiegel-Bestsellerliste.
Das Alphabethaus von Jussi
Adler-Olsen ist bei dtv erschienen.
(JK 05/12)

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