Der italienische Autor
Fabio Geda erzählt in seinem Roman Emils
wundersame Reise, der bei Knaus erschienen ist, eine Reise quer durch Europa –
dem eigenen Glück entgegen.
Emil ist erst 13 und hat
doch schon mehr gesehen, als ein Kind je sehen sollte. Ohne Papiere hat er sich
mit seinem Vater von Rumänien bis nach Italien durchgeschlagen. Doch als der
ausgewiesen wird, ist Emil ganz auf sich allein gestellt. Seine einzige
Hoffnung: Er muss seinen Großvater finden, den er nur aus Briefen kennt und der
mit seiner Artistentruppe in Berlin gastiert. Mit einer Gruppe Jugendlicher –
alle schräge Außenseiter wie er selbst – macht er sich auf die abenteuerliche
Reise. Sie führt ihn quer durch Europa, immer ein Stück dem eigenen Glück
entgegen.
Fabio Geda sagte über
seinen Roman: „Ich wollte einen Abenteuerroman schreiben, so etwas wie
Huckleberry Finn. Eine optimistische Geschichte, denn trotz aller widrigen
Umstände schafft Emil es am Ende. Er ist der Typ Junge, den sich jeder Erzieher
wünscht.“ Fabio Gedas Geschichte zieht den Leser in ihren Bann. Die Figur Emil
verkörpert die Intensität und Verzweiflung eines Teenagers. Sein Verlangen nach
Zuneigung gepaart mit Reife und einer unbändigen Leidenschaft fürs Leben, das
jeden Tag aufs Neue Herausforderungen stellt. Dem Leser kann sich hier und da
eine Träne im Augenwinkel sammeln, aus Anteilnahme aber auch aus Freude, die
man für den sympathischen Jungen hegt.
Fabio Geda, 1972 in Turin
geboren, arbeitete viele Jahre mit Jugendlichen und schrieb für Zeitungen. Das
Buch Im Meer schwimmen Krokodile, ebenfalls die Geschichte eines
Flüchtlingsjungen, brachte ihm international den Durchbruch. Bereits sein
erster Roman Emils wundersame Reise war in Italien ein
Überraschungserfolg.
Emils wundersame Reise von Fabio Geda ist bei Knaus erschienen.
(JK 07/12)

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