Der Frankfurter
Privatdetektiv Kayankaya ist zurück. Jakob Arjouni hat seiner Kayankaya-Krimireihe
einen weiteren Fall beschert. Bruder Kemal heißt das neue Buch und ist
bei Diogenes erschienen.
Der Frankfurter
Privatdetektiv Kayankaya ist zurück: älter, entspannter, cooler – und sogar in
festen Händen. Ein Mädchen verschwindet, und Kayankaya soll während der
Frankfurter Buchmesse einen marokkanischen Schriftsteller beschützen. Zwei
scheinbar einfache Fälle, doch zusammen führen sie zu Mord, Vergewaltigung,
Entführung. Und Kayankaya kommt in den Verdacht, ein Auftragskiller zu sein.
Die Bankierstochter
Valerie de Chavannes bestellt Kayankaya in ihre Villa im Frankfurter
Diplomatenviertel und beauftragt ihn, ihre verschwundene sechzehnjährige
Tochter Marieke zu finden. Wahrscheinlich ist sie mit einem älteren Mann
zusammen, der sich als Künstler ausgibt. Ein einfacher Fall, meint Kayankaya: ein
abenteuerlustiges Upperclass-Mädchen, das es sich und ihren Eltern zeigen will.
Und noch ein einfacher Fall: Der Maier-Verlag glaubt, seinen Autor Malik Rashid
auf der Buchmesse vor Angriffen religiöser Fanatiker schützen zu müssen. Rashid
hat einen Roman geschrieben, in dem es unter anderem um den Umgang mit
Homosexualität in einem arabischen Land geht. Kayankaya soll für drei Tage
Rashids Leibwächter sein. Doch zusammen führen die zwei Fälle zu Mord,
Vergewaltigung und Entführung. Und Kayankaya gerät in den Verdacht, gegen
entsprechende Entlohnung ein Auftragskiller zu sein. Dabei will er eigentlich
nur eines: mit seiner langjährigen Freundin Deborah ein ruhiges, entspanntes
Leben führen.
Die Figur des Kemal
Kayankaya ist der Prototyp von Anti-Held, der instinktiv-Partei für den
Underdog ergreift. Respektlos und dickköpfig, mit einem ausgeprägten eigenen
persönlichen Ehrgefühl, treibt es ihn an, die Wahrheit aufzudecken. Er ist dabei
eher im zwielichtigen Milieu des Frankfurter Bahnhofsviertels zuhause als in den wohlhabenden, grünen Villenvororten,
wo dieser Fall beginnt. Arjouni malt ein sehr realistisches Gemälde der weniger
schönen Seite des Großstadtlebens.
Jakob Arjouni, geboren
1964 in Frankfurt am Main, veröffentlichte Romane, Theaterstücke, Erzählungen
und Hörspiele. Sein erster Kayankaya-Roman Happy birthday, Türke! wurde
1991 unter der Regie von Doris Dörrie verfilmt, und für Ein Mann, ein Mord
erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimi-Preis. Seine Veröffentlichung Idioten.
Fünf Märchen stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Arjouni lebt mit
seiner Frau und seinen Kindern in Berlin und Südfrankreich.
Bruder Kemal von Jakob
Arjouni ist bei Diogenes erschienen.
(JK 11/12)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen