Bei Heyne ist der
Debütroman von Jonas Hartmann mit dem Titel Südstern erschienen, der in Berlin
spielt.
Berlin-Neukölln. Zwei
junge Zivilpolizisten werden Zeugen eines als Unfall getarnten Mordes. Der
Mörder entpuppt sich kurz darauf als Undercoveragent des BKA. Ihre Behörde
glaubt ihnen nicht und so beschließen die beiden, auf eigene Faust zu
ermitteln. Als sie endlich einen Beweis gegen den BKA-Mann in Händen halten,
decken sie damit, ohne es zu wissen, ein Komplott des organisierten Verbrechens
auf, das die Grenzen ihrer bisherigen Welt sprengt.
Jonas Hartmanns Debüt ist
gelungen. Seine Story wirkt glaubhaft, das Eindringen in die Welt des
Geheimdiensts realistisch. Hat man sich an die Struktur der miteinander
konkurrierenden Behörden gewöhnt, treibt einen die Spannung vorwärts. Wohltuend
ist besonders, dass Jonas Hartmann nicht auf Klischees setzt und sich auch
nicht in Nebenschauplätzen veharkt. Als Leser kann man hoffen, dass es noch
weitere Fälle für die Zivilpolizisten Erkan und Paul.
Jonas Hartmann wurde 1975
in Berlin geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er ein Semester
Musikwissenschaften, bevor er ein Praktikum bei einer Film-und
Fernseh-Produktionsfirma absolvierte. 1998 bewarb er sich an staatlichen
Schauspielschulen und wurde im selben Jahr an der HFF „Konrad Wolf“ in
Potsdam-Babelsberg angenommen. Nach dem Schauspielstudium hatte er mehrere
Jahre ein Festengagement am Staatstheater Cottbus. Seit Sommer 2006 arbeitet er
freiberuflich und hatte mehrere Gastengagements an verschiedenen Bühnen und war
bei diversen Film- und Fernsehproduktionen beteiligt. Nebenher schrieb er
Drehbücher. Südstern ist sein erster Roman.
Südstern von Jonas Hartmann ist bei Heyne erschienen.
(JK 10/12)

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