Leif Davidsen: Die Wahrheit stirbt zuletzt (dtv)

Vom Spanischen Bürgerkrieg und einer Jagd nach Liebe, Krieg und Gold schreibt der dänische Autor Leif Davidsen in seinem bei dtv erschienenen Roman Die Wahrheit stirbt zuletzt.

An seinem 80. Geburtstag hält der Großindustrielle Magnus Meyer Rückschau auf das schicksalsträchtige Jahr 1937. Auf der Spur seines verschwundenen Bruders Mads gerät der fünfundzwanzigjährige Magnus in die Wirren des Spanischen Bürgerkriegs. Er trifft auf die russische Kriegsfotografin Irina, die die Liebe seines Lebens wird, und auf den Amerikaner Joe Mercer, der ihn zur Suche nach einem versteckten Goldschatz überredet. Als die beiden tatsächlich auf das sagenhafte Gold stoßen, kommt es zum Kampf, und Meyer erschießt den Amerikaner in Notwehr. Doch noch bevor Magnus seinen Fund bergen kann, erfährt er, dass Irina in die UdSSR abgeschoben wurde. Hals über Kopf reist er ihr nach, denn er weiß: Irinas Leben steht auf dem Spiel. Ein gnadenloser Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Leif Davidsen nimmt den Leser mit auf eine Geschichtsstunde. Das Aussuchen der Charaktere, die wilde Jagd um den Globus und das Einfangen von Stimmungen faszinieren. Wenn er von schläfrigen spanischen Dörfern schreibt, wo er Gerüche von Tabak, Blut, Staub und Angst wahrnimmt, dann ist das so lebendig, dass man beim Lesen quasi die südliche Nachmittagssonne auf seinem Gesicht fühlen kann. Auch wenn man sich vor diesen Eigenschaften des Autors verneigt, so hat Davidsen auch mitunter eine Tendenz, seine fundierten historischen Kenntnisse sehr dozierend und detailliert auszulegen. Damit nimmt er dem Leser leider Raum für eigene Fantasien

Leif Davidsen 1950 in Otterup geboren, lebt heute als freier Schriftsteller in Kopenhagen. Zuvor arbeitete er als Journalist, u. a. als Korrespondent in Spanien und Moskau, und als Nachrichten-Redakteur fürs Fernsehen. für seine literarische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise.

Die Wahrheit stirbt zuletzt von Leif Davidsen ist bei dtv erschienen.
(JK 12/12)

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