Markus Stromiedel
beschwört in seinem Thriller Die Kuppel, der bei Droemer erschienen ist,
ein beängstigendes Zukunftsszenario.
Aus Europa ist ein
autoritärer Überwachungsstaat geworden. Vincent Höfler, ein junger
Militärpolizist, wird auf eine mysteriöse Mission in den deutschen Osten
geschickt. Auf einem streng bewachten ehemaligen Flughafen hat man einen alten
Mann erfroren aufgefunden. Es scheint, als hätte der Alte ganz in der Nähe in
einem gigantischen Kuppelbau, einer luxuriösen Seniorenresidenz, gelebt. Aber
wie kam er von dort auf das hoch gesicherte Militärgelände? Bei seinen
Ermittlungen stößt Höfler auf dubiose Machenschaften der europäischen
Regierung. Schnell merkt er, dass es lebensgefährlich ist, zu viel zu wissen.
Stromiedel hat einen
temporeichen Thriller geschrieben, der eine so gar nicht unwahrscheinliche
Zukunft beschreibt. Der sich formierende Widerstand hat seine Wurzeln in der
Gegenwart, so dass der Leser sehr gut seine eigenen Rückschlüsse finden kann.
Dieser Bezug macht den Thriller attraktiv, wenn denn gleichwohl das Szenario in
der Zukunft nicht durchweg schlüssig ist. Stromiedel bietet mit seinem neuen
Buch gewohnt gute Unterhaltung.
Markus Stromiedel schrieb
als Journalist für Die Zeit und die Frankfurter Rundschau, bevor er in die
Filmbranche wechselte. Er war Chefdramaturg bei der Bavaria Film,
Creative-Producer für Columbia TriStar und Writing-Producer für Studio Hamburg.
Seit 1999 schreibt er als freier Autor Drehbücher. Seither entstanden die
Bücher für viele erfolgreiche Krimis und Fernsehfilme (u.a. Tatort, Der
Staatsanwalt, Stubbe: Von Fall zu Fall). Er lebt in Bonn.
Die Kuppel von Markus
Stromiedel ist bei Droemer erschienen.
(JK 07/12)

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