Simon Mawer: Die Frau, die vom Himmel fiel (DVA)

Simon Mawers bei DVA erschienen Roman Die Frau, die vom Himmel fiel, spielt im besetzten Frankreich 1943: Eine mutige junge Frau gerät zwischen die Fronten des Krieges – und findet sich zwischen zwei Männern wieder.

Marian Sutro ist kein Mädchen wie die anderen. Soeben aus der Schule ins Leben entlassen, kauert die neunzehnjährige Londonerin nun vor der geöffneten Tür eines Flugzeugs der Royal Airforce, unter ihr das besetzte Frankreich, bereit, mit dem Fallschirm ins Ungewisse zu springen. Sie soll ihre Jugendliebe Clément aufsuchen, der in Paris für die Nazis als Wissenschaftler arbeitet. Wird sie ihre Aufgabe erfüllen? Wird sie Clément finden – und was wird dann mit Benoît, ihrem neuen Liebhaber?

Simon Mawers Roman ist professionell gestaltet und bietet eine fesselnde Geschichte ganz in der Tradition von Sebastian Faulks Charlotte Gray. Simon Mawer hat sehr viel Aufmerksamkeit den historischen Details jener Zeit gewidmet, was denn Roman sehr stark und plausibel macht. Dennoch ist Mawers neues Buch weniger ehrgeizig und man hat das Gefühl, dass er für eine breitere Öffentlichkeit schreiben wollte. Die Figuren bleiben etwas blass. Dennoch handelt es sich um einen packenden Roman, der Anklänge an den Filmklassiker Casablanca trägt.

Simon Mawer wurde 1948 als Kind eines Soldaten der Royal Airforce in England geboren und wuchs u.a. in Zypern und Malta auf. Sein Werk umfasst bisher acht Romane, viele davon internationale Bestseller; zwei seiner Romane wurden für den wichtigsten Literaturpreis der englischsprachigen Welt, den Booker-Preis, nominiert. Mawer lebt heute in Italien.

Die Frau, die vom Himmel fiel  von Simon Mawer ist bei DVA erschienen.
(JK 12/12)

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