Neuseeland,
Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse 2012
Eine Aschenputtelgeschichte in einer der
aufregendsten Epochen Frankreichs: Mitreißend und amüsant, mit Anekdoten,
Zitaten und kuriosen Funden, erzählt Veronica Buckley in ihrem Buch Madame de Maintenon, das im Insel Verlag
erschienen ist, das Leben der Françoise d’Aubigné alias Madame de Maintenon
(1635–1719) im schillernden Frankreich Ludwigs XIV.
Geboren wurde Françoise als Tochter eines
verurteilten Mörders und Staatsverräters in einem trostlosen Provinzgefängnis.
Nach entbehrungsreicher Jugend heiratete sie mit fünfzehn den gelähmten
Skandalautor Paul Scarron, dem sie durch ihre brillant formulierten Briefe
aufgefallen war. Ein für beide vorteilhafter Pakt: er hatte eine Pflegerin,
Françoise Zugang zur besseren Pariser Gesellschaft. Nach Scarrons Tod
Pflegemutter der Kinder Ludwigs XIV. mit seiner Favoritin Anéaïs de Montespan,
wurde Françoise zunächst Vertraute des Königs, seine Mätresse und nach dem Tod
von Maria Theresia seine Ehefrau linker Hand. Schön, amüsant, klug, aber weder
eitel noch scheinheilig, weder kokett noch frivol, nutzte sie das Verhältnis
auch zu politischer Einflussnahme: die ungekrönte Königin Frankreichs.
Veronica Buckley, geboren in Neuseeland,
Übersetzerin, Journalistin, Musikerin, Autorin, lebt mit ihrem Mann, dem
Schriftsteller Philipp Blom, in Wien. Ihre erste Biographie Christina, Königin von Schweden war ein
Überraschungserfolg bei den Lesern wie beim Publikum. Madame de Maintenon ist ihr zweites Buch.
Madame de Maintenon von Veronica Buckley ist im Insel Verlag erschienen.
(JK 09/12)

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