Neuseeland,
Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse 2012
Die britische Zeitung The Guardian schreibt über den
neuseeländischen Autor Lloyd Jones: „Lloyd Jones ist ein wagemutiger
Schriftsteller, einer der interessantesten, ehrlichsten, anregendsten Autoren,
die wir heute haben.“ Pünktlich zur
Buchmesse hat der Rowohlt Verlag sein Buch Die
Frau im blauen Mantel veröffentlicht, über das der Sunday Telegraph
jubelte: „unvergesslich und bis zur letzten Zeile bewegend“.
Sie nennt sich Ines, aber niemand kennt ihren echten
Namen, ihren Geburtsort; nur das Ziel ihrer Reise ist bekannt: Berlin. Ob sie
Geschwister hat, ob ihre Eltern noch leben, könnte keiner der Menschen sagen,
denen die junge Afrikanerin auf ihrem Weg durch die Festung Europa begegnet
ist. Sie erinnern sich, sie erzählen von ihr, der Frau im blauen Mantel, deren
Haut ungewöhnlich hell ist und sommersprossig.
Nach und nach entfaltet sich ihre Geschichte und mit
ihr die Geschichte der Menschen, deren Weg sie gekreuzt hat, die sie beschenkt,
benutzt und in ihre eigenen Lebenslügen eingesponnen haben: der
Straßenkünstler, der sich in Ines verliebt, der blinde Mann, dem sie den
Haushalt führt – und schließlich der Kommissar, der bald erkennt: Die Wahrheit
hat viele Gesichter. Lloyd Jones führt uns in eine Welt, die der unsrigen
kaum vertraut und doch unmittelbar neben ihr angesiedelt ist – in einem Roman,
der ergreift und berührt durch seine menschliche Wärme, seine
Unbestechlichkeit, seinen Sinn für die Wirklichkeit, in der wir leben.
Lloyd Jones, geboren 1955 in Lower Hutt, Neuseeland,
hat zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht und gehört zu den
namhaften, vielfach preisgekrönten Autoren seiner Heimat. Sein Roman Mister Pip wurde in über 30 Sprachen
übersetzt, mit dem Commonwealth Writers’ Prize ausgezeichnet und stand auf der
Shortlist des Booker Prize 2007.
Die Frau im blauen Mantel von Lloyd Jones ist bei Rowohlt erschienen.
(JK 09/12)

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