Neuseeland,
Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse 2012
Katherine Mansfield gilt als Neuseelands
international bekannteste und berühmteste Schriftstellerin, obwohl ihr Werk aus
nur fünf Erzählungsbänden besteht. Sie lebte von 1888 bis 1923. Nach ihrem Tod
gab ihr Ehemann ihr Tagebuch sowie eine zweibändige Auswahl aus ihren Briefen
heraus. Seit 2002 liegt die komplette Edition ihrer Notebooks vor. Im Jahr 2008 erschien der letzte Band der
fünfbändigen Ausgabe der Briefe. Bei Schöffling ist anlässlich des Gastlands
Neuseeland auf der Frankfurter Buchmesse 2012 das Buch Über die Liebe von Katherine Mansfield erschienen. Die Übersetzung
von Brigitte Walitzek basiert auf diesen vollständig neu transkribierten
Ausgaben.
Katherine Mansfield bezauberte und liebte Männer und
Frauen, und als ob sie ahnte, dass ihr keine lange Lebenszeit vergönnt war, bot
sie Liebe und Freundschaft in großzügiger Eile an. Ihre Liebesbriefe an den
späteren Ehemann, John Middleton Murry, sind zärtlich, witzig, furios,
anklagend und voller Trauer über die verlorene Zeit, die sie nicht miteinander
verbringen konnten. Aber es war nicht Murry allein, dem sie Liebe, Verstehen
und Freundschaft entgegenbrachte, es waren auch die Kollegen Virginia Woolf und
D. H. Lawrence, der Bruder Leslie, ihre Cousine Elizabeth von Arnim und ihre
treue Freundin Ida Baker, denen sie in ihren Briefen und Tagebuchaufzeichnungen
ihre hingebungsvolle Liebe versicherte.
„Ich gestehe ein, die Dinge einfach zu machen,
glücklich, gut, angenehm. Denn wir müssen glücklich sein. Kein Misslingen.
Keine Notbehelfe. Seliges Glück. Alles andere ist irgendwie abscheulich“,
schreibt Katherine Mansfield.
Über die Liebe von Katherine Mansfield ist bei Schöffling erschienen.
(JK 09/12)

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